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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wien-Oslo: Fitness & Gelenke?



Roobert
09.02.2006, 02:05
Ich plane eine 11-wöchige Wanderung, die Einzelheiten stehen gesammelt im Thread "Wien-Oslo Basics" (http://forum.outdoorseiten.net/viewtopic.php?t=12498).

Zur Vorbereitung habe ich vor, ab 6 Wochen vor dem Start ins Fitnesscenter zu gehen, v.A. um die Rückenmuskulatur zu stärken. Ist das gscheit? Oder trainiere ich mich durchs Marschieren sowieso schnell genug?

Um mich nicht zu Beginn des Weges überanzustrengen, werde ich speziell in der ersten Woche mit „Schongang“ unterwegs sein. Muss ich eurer Erfahrung nach trotzdem mit einer starken Belastung der Gelenke rechnen? Oder läuft man sich mit der Zeit ein?

LG,
Robert

Shadow_Warrior
01.03.2006, 20:27
Hallo Roobert :)

Wie gern würd ich nur mitkommen...aber die Zeit... :(

Naja, zum Thema: Ein kleiner Tipp, vllt weißt du das ja auch schon: Die ersten Tage, bzw. eine Woche lang nicht überanstrengen!!! Wenn sich die ersten Blasen bilden (bei mir war das häufiger schon der Fall) auf jeden Fall anhalten und versorgen.
Eine Tour musste ich abbrechen, weil ich 25 km ohne einmal meine Füße zu kontrollieren durchmarschiert bin. Hatte abends erst das Elend gesehen und konnte am nächsten Tag nicht mal mehr einen Schritt machen.

Zum Thema Gelenke:
Hatte ich bisher noch keine Probleme mit. Falls du schon beim Training was merkst, solltest du dir, so denke ich, für das spezielle Gelenk diese Sportlerbandagen holen.

Manno, will auch mit ;)

Carsten010
01.03.2006, 20:38
Hallo Robert,

wenn Du es langsam angehen lässt, solltest Du auch untrainiert keine
Probleme bekommen. Natürlich ist es nie verkehrt, wenn man sich
vorher schon ein bisschen in Form gebracht hat.

Ernährung würde ich im Auge behalten. Das macht bei Weitwanderungen
manchmal echt was aus.

Ansonsten viel Spaß bei der Tour und viel Spaß in Oslo :-)

CU

Carsten

Roobert
02.03.2006, 12:35
Danke für die Tipps! Ne Sportlerbandage mitzunehmen ist eine gute Idee! Und der Hinweis auf die Ernährung triffts auch, da muss ich echt noch was verbessern, damit bin ich etwas nachlässig, zugegeben ...

Dass langsames Beginnen wichtig ist, *das* ist mir klar. Bei einer Wanderung über 7 Tage ca. 250 km (Wien-Oberösterreich, hügelig) habe es nicht bedacht die drei ersten Etappen waren absolute Gewaltmärsche. Zwar mit wenig Gewicht, aber um die 40 km/Tag.

Die Folge: Vom 4. bis zum 6. Tag hatte so starke Schmerzen in einem Sprunggelenk, dass ich schon ans Aufgeben dachte. Aber dann gings doch. Das war mit eine Lehre!

Blasenmässig habe ich gute Erfahrungen mit "Second Skin" gemacht ... dazu werde ich noch im Forum stöbern ...


Manno, will auch mit ;)
Vielleicht auf einer Teilstrecke? Welcome!

LG, Robert

derMac
03.03.2006, 14:35
Ob du trainieren solltest ist schwer zu sagen, aber schaden kanns bestimmt nicht. :wink: Wenn du dich zum Trainieren entschließen solltest , dann fang am besten jetzt gleich an und nicht erst 6 Wochen vorher. Längerfristiges Trainieren ist IMHO viel Gesünder und bringt mehr als kurz vorher noch was erreichen zu wollen.

Mac

Shadow_Warrior
04.03.2006, 01:31
Hallo Robert :)

Über eine Teilstreckenwanderung bin ich sehr begeistert :) Müsste man nur noch klären wann und wo ;)...Mal schauen, wenn alles gut geht, schaff ich es zeitlich sogar ganz, aber wahrscheinlich nicht (das Leben ist so gemein)...

Vllt. Mitteldeutschland bis zur Nordsee...ähh...Ostsee

Roobert
04.03.2006, 22:18
...fang am besten jetzt gleich an
Hast recht. Morgen gehts los. Danke für den Anstoss. Es sind ja nur mehr 7 Wochen - langsam wirds kribbelig *freu*


Müsste man nur noch klären wann und wo
Allerdings - das müssen wir dann eher kurzfristig ausmachen ... und nach und nach eingrenzen, weil einen "Termin" mag ich nicht haben (schauder), das verstehst du sicher ...
Nach dzt. Plan bin ich Ende Mai an der Grenze Sachsen/PL/CZ und rechne dann mit 16 Geh- und 4 Ruhetagen bis Rügen. Wobei es mir zum Glück völlig wurscht ist, ob das richtig oder falsch geschätzt ist! Und Werner hat mir ja den Floh ins Ohr gesetzt, in Mecklenburg einen Teil im Canadier zu absolvieren, die Idee gefällt mir auch gut - was für dich? Paddeln wäre noch ein guter Grund, zu zweit zu sein ;-)
Um damit hier nicht ganz OT zu sein: Das wäre auch sportlich gesehen eine sehr gesunde Abwechslung zum Marschieren, odr? :bg:

semmi
05.03.2006, 13:41
Naja, ich halte von Trainieren für so eine Tour nicht viel. Die erste Woche der Tour ist das beste Training.

Ich hatte nie Blasen, am Anfang allerdings fühlte sich die Sohle so an, als löste sie sich vom Fuss. Das gibt sich. Je nach Zustand der Füsse kann man daher auch schon von Anfang an Strecke machen. Wenns dann anfängt, weh zu tun sollte man bewusst gehen, d.h. jeden Schritt bewusst setzen und vielleicht das Gewicht verlagern, ein bisschen variieren halt. Das hilft eigentlich.

Die schuhe in Herrbergen möglichst vors Fenster oder sonstwie an der frischen Luft belassen :kotz:

Das mit Muskel- oder Gelenkschmerzen, hab ich die Erfahrung gemacht, legt sich auch recht schnell, wenn man einfach etwas langsamer weiterläuft. Über Nacht können sich die Beine ausreichend erholen.

Taube Zehen werden sich nach spätestens 3 4 Wochen wieder wie ursprünglich anfühlen, keine Angst vor eventuell bleibender Taubheit!

Am leistungsfähigsten (okee, ich war meistens auch zu faul/unfähig zu kochen, bzw. ne ausgiebige Brotzeit zu machen) war ich, wenn ich gut gefrühstückt habe, den Tag über alle 2 Stunden so zeug wie Trockenfeigen, Schokolade, Trockenbananen (damit schmeckt auch die billigste Billigschokolade) und so Zeug gegessen habe (so Powerriegel sind viiel zu teuer) und erst wieder abends richtig gegessen habe (Kohlehydrate).

Pausen nicht zu lange, danach kostet es tierisch überwindung, weiterzulaufen, lieber 5 Minuten im Scneckentempo laufen.

Und vor allem: SIch nicht damit verrückt machen, wie man sich am besten vorbereitet, woher man die besten Tipps bekommt (siehe oben), die beste Erfahrung ist die, die man selber macht, die Tipps von mir beziehen sich auf meinen Körper und meine Leistungsfähigkeit, jeder bevorzugt bei so grossen Strecken einen anderen Marschrhythmus, einen anderen Tagesablauf. Nach 2 Wochen gehen ist alles so eingespielt und selbstverständlich, du musst aber deinen Rhythmus gehen. und wenn ich lese, dass dein Rucksack nicht unvernünftig schwer gepackt ist, kann ich dir eigentlich überhaupt keine weiteren Tipps geben.

Viel Spass!
Samuel

derMac
21.03.2006, 19:59
Pausen nicht zu lange, danach kostet es tierisch überwindung, weiterzulaufen, lieber 5 Minuten im Scneckentempo laufen.
Von kurzen Pausen halt ich nicht viel, da die kaum Erholung bringen. Dann lieber gar keine Pause, oder eben eine richtige. Aber wie du schon schriebst, das muss jeder führ sich selbst rausfinden.

Mac

derMac
21.03.2006, 19:59
Pausen nicht zu lange, danach kostet es tierisch überwindung, weiterzulaufen, lieber 5 Minuten im Scneckentempo laufen.
Von kurzen Pausen halt ich nicht viel, da die kaum Erholung bringen. Dann lieber gar keine Pause, oder eben eine richtige. Aber wie du schon schriebst, das muss jeder führ sich selbst rausfinden.

Mac