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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nasser Schlafsack



Stev
31.01.2006, 23:27
Hallo Ihr Winterprofis,
ich komme gerade aus dem Harz, 3 Tage mit dem Zelt bei -10 bis -14°C.
Zum Einsatz ist ein WM Antelope SMF gekommen der nach der 2. Nacht
ziemlich platt aussah. Das Kondenswasser das sich am Innenzelt gsammelt hatte, rieselte so ziemlich die ganze Nacht auf uns herab.
Wir lagen zu dritt im Zelt ,alle Lüfter offen, Innenzelt +Apsis ebenfalls auf
durchzug gestellt. Nur leider zog es nicht ,da kein Lüftchen wehte.
Die Schlafsäcke haben aber Ihre Sache gut gemacht und uns schön warm gehalten, aber ich glaube sie waren an der Grenze in Sachen Feuchtigkeit.
Da auch der Schlafsack meiner Tochter (8 Jahre) relativ platt war ,glaube ich das die Feuchtigkeit von aussen kam.
Meine Frage,hilfte ein Biwaksack oder schaffe ich mir nur neue Probleme, da die Körperfeuchte nur durch einen VBL in den Griff zu bekommen wäre.
Gibt es vieleicht einen stark wasserabweisenden Überzug , wasserdicht muss er nicht sein da ich nicht ohne Zelt schlafen werde ?
Über mögliche Lösungen wäre ich sehr froh.

jackknife
31.01.2006, 23:52
Es ist nicht die Feuchtigkeit von außen, sondern die Feuchtigkeit durch Eure Körperausdünstungen. Hast Du Dich nachdem Zeltaufbau z.B mit noch feuchten Socken in den Schlafsack gelegt?
Matthias

jackknife
31.01.2006, 23:53
Übrigens, das SMF Material ist stark wasserabweisend.
Matthias

Stev
01.02.2006, 00:11
Hallo jackknife,
eigentlich nicht ,aber eine gewisse Feuchtigkeit wird sich vermutlich
nicht verhindern lassen . Also doch ein VBL?

ice
01.02.2006, 00:54
Tja die Gretchenfrage Feuchtigkeit von innen oder von außen. Sorry, ich weiß weder was ein VBL oder SMF ist (bin einfach nicht mehr so ganz up :cry: to date, für eine kurze Aufklärung wär ich dankbar)
Aber im Endeffekt läuft es doch darauf raus daß in deinem Zelt die Feuchtigkeit von oben kommt (durch die Verdunstung eurer Körper). Wenn du nun den Schlafsack dicht machst mit einem Überzug, dann kommt die Feuchtigkeit halt nicht mehr von oben sondern halt von innen.
Fakt ist aber ganz einfach daß Feuchtigkeit im Zelt da ist. Solang diese nicht durch einen ausreichenden Luftaustausch mit "draußen" funktioniert ist es m.M. nach egal ob Feuchte von innen oder oben. Ich glaub die Perfektlösung gibt es nicht (Hab sie zumindest noch nicht erfahren)

marcus
01.02.2006, 01:07
VBL sollte helfen...hoff ich zumindest... allerdings ist der WM SMF natürlich anfälliger wie eine WM SDL version....

@ jackknife: dachte du wärest auch grad im harz unterwegs laut meiner quellen.....???

01.02.2006, 07:39
Ich denke ab -10 wird es ohne VBL-Tüte schwierig mit dem Kondens.
Vor allem wenn man mehrere Nächte hintereinander im Zelt nächtigt, morgens wenig Möglichkeit zum ausgiebigen Lüften da ist...
Feucht werden die Säcke bei mir auch, aber bis die "platt" sind dauert es doch eine gewisse zeit.

Peter

Lightfoot
01.02.2006, 07:42
Manchmal hat man Kondens auch an gut belüfteten Tarps und weiß gar nicht, wieso. Das hängt ganz vom jeweils herrschenden Mikroklima ab.

Jetzt mal rein theoretisch, da ich keine Wintertouren mache: wenn Du einen VBL benutzen würdest, könntest Du vielleicht außen rum noch einen wasserdichten Sack (zusammengeklebte Müllsäcke z.B.) ziehen, da ja keine Körperfeuchtigkeit von innen nach außen müßte. Wenn also vom Boden oder sonstwo her noch Kondens ans Dach käme und abtropfte, würde der Schlafsack auch von außen nicht naß werden.

Oder stimmt das nicht?

Hawe
01.02.2006, 09:54
Wenn ich mal so aus dem Fenschter schaue, und bei leichten Minusgraden den trüben Nebel sehe (wieso fällt der eigentlich nicht als Schneegriesel aus ?) - das dürfte das ideale Microklima sein, um unter jeder Art von dach, auch Tarp, mächtig feucht zu werden.
Dann noch 3 Personen in einem (engen ?) Zelt - ich glaube nicht, dass ein VBL da helfen würde

Ist halt Mistwetter.

VBL wirkt mE erst ab -8°C und tiefer, bei Temps um die 0°C und einem nicht zu dicken Schlasa sollte ein eVent-Biwaksack den Taupunkt aussen an demselben haben und damait gegen Tropfwasser helfen können, ohne von innen nass zu werden. Mit VBL drinn hilft der Biwaksack, auch aus Nylon beschichtet, dann garantiert gegen Kondens und sonstiges Tropfwasser

Gruss Hawe

Christine M
01.02.2006, 10:11
Sorry, ich weiß weder was ein VBL oder SMF ist (bin einfach nicht mehr so ganz up to date, für eine kurze Aufklärung wär ich dankbar)


VBL (http://forum.outdoorseiten.net/viewtopic.php?t=12057)

SMF ist einer der beiden Standard-Außenbezüge der WM Western Mountaineering Schlafsäcke, und zwar der leichtere, dafür nicht so stark wasserabweisend wie die schwerere Version SDL.

Christine

jackknife
01.02.2006, 10:44
VBL sollte helfen...hoff ich zumindest... allerdings ist der WM SMF natürlich anfälliger wie eine WM SDL version....

@ jackknife: dachte du wärest auch grad im harz unterwegs laut meiner quellen.....???

Bin schon gestern abend wieder gekommen, habe meine Tour etwas schneller durchlaufen, außerdem war es mit +8° echt schon zu warm. Ich war auch ziemlich im Arsch, da ich mal wieder zu schnell unterwegs war. Da heute auch gleich arbeiten muß, also ich heute hätte noch laufen, zurückfahren und dann arbeiten müßen, gestern dafür entschieden eine Nacht zu verkürzen. War aber echt herrlich. Nur die ersten Kilometer waren grausam. Lauter grölende, pubertierende Schüler, die gen Brocken pilgerten.
Bin dann schnell abgebogen. Erste Nacht war schön kalt (-12), zweite war mit +3° doch reichlich warm. Bin beide Tage nur im Fleece gelaufen.
Matthias

Indi
01.02.2006, 11:04
@jackknife warst du mit Zelt unterwegs?

jackknife
01.02.2006, 11:23
Jo, Helsport Ringstind II

ice
02.02.2006, 17:02
@Christine M Danke, danke.

Kohlrabi
02.02.2006, 17:19
@HAWE:
Zum einen sind Nebeltröpfchen sehr klein und können so durch geringste Turbulenzen in der Schwebe gehalten werden, zum anderen bleibt reines Wasser unter Laborbedingungen bis -40°C, in der Natur bis ca. -30°C flüssig, da zur Eiskristallbildung hexagonale Eiskeime erforderlich sind, die im Vergleich zu Kondensationskernen recht selten vorkommen.

grüße
eyk

Hawe
02.02.2006, 17:55
...zum anderen bleibt reines Wasser ... in der Natur bis ca. -30°C flüssig, da zur Eiskristallbildung hexagonale Eiskeime erforderlich sind, die im Vergleich zu Kondensationskernen recht selten vorkommen.

grüße
eykUff - mächtig beeindruckt. Kein Dingens ! Hat ich immer schon irritiert. Danke Eyk

david0815
02.02.2006, 19:27
zum anderen bleibt reines Wasser unter Laborbedingungen bis -40°C, in der Natur bis ca. -30°C flüssig, da zur Eiskristallbildung hexagonale Eiskeime erforderlich sind, die im Vergleich zu Kondensationskernen recht selten vorkommen.


:o :o :o :o :o :o :o :o :o :o :o :o


NEIN!

Es gibt zwar das thermodynamische Phänomen der Unterkühlung (http://de.wikipedia.org/wiki/Unterkühlung_(Thermodynamik)) aber in der Natur ist die Verunreinigung von Wasser stets so hoch, dass Kristallisationskeime vorliegen (die nicht hexagonal sein müssen).

Zur weiteren INformation sei auf den (guten/korrekten) Wikipedia-Artikel zu Wassereis (http://de.wikipedia.org/wiki/Eis)

mfg

David

jackknife
02.02.2006, 22:45
habt ihr ne Lanze im Kopp?

Sawyer
03.02.2006, 20:27
Also als Schlafsacküberzug der rein nur Kondenswasser abhalten soll, halte ich die Teile aus imprägnierter Baumwolle für vorteilhaft, da bei denen die Atmungsaktivität doch erheblich höher als bei Membran-Biwaksäcken ist.

Gruß Sawyer.

marcus
03.02.2006, 22:04
habt ihr ne Lanze im Kopp?




:wohoo: nee, aber vielleicht quer durch-kebabspieß :bg:

voll das fachgesimple....

@jackknife: hast du pics gemacht?

jackknife
04.02.2006, 00:04
ne, dann kommt das mit dem Gewicht ja nicht mehr hin, wenn ich auch noch eine Kamera mitschleppe.
Matthias