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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [Unser Zelt - Details] Material - Innen- und Außenzelt



alaskawolf1980
21.01.2006, 19:41
Bitte erst dies hier lesen !!!
Sorry ... muss hier mal ein paar Vorgehensweisen schreibseln, sonst wird das nix:

Welche Kriterien gibt es?
Lasst uns erstmal darüber nachdenken, dann gewichten wir diese Kriterien und kommen dann strukturiert einer Lösung nahe.

- Wasserdichtigkeit (Wassersäule)
- Haptische Eigenschaften ("fühlt sich gut an")
- Schmutzresistenz
- Reinigung
- Reissfestigkeit / Robustheit
- Brennbarkeit (leicht, schwer entflammbar [Sicherheitsaspekt])
- UV-Resistenz, langlebigkeit
- Kosten
- Temperaturregelung
- Gewicht
- Atmungsaktivität
- Kondenzwasserbildung
- ?

... da wirds doch wohl noch ein paar Kriterien gegen.

Nam


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Welche Materialien?

alaskawolf1980
21.01.2006, 21:54
Ja auch ich entsinne mich, dass es in meinem Pathfinder etws rutschig daher ging. Die Evazote rutschte zwar nicht so schlimm (...)
Die TAR schon :wink:

Ja meine Eltern haben auch so komische aufblasbare Matten :wink: :bg: :bg: :bg: und ich kann mir gut vorstellen was das für eine Rutschpartie auf dem Wechselstoff ergibt. Hat doch auch mal was gutes, dass ich Therm A Rest Matten nicht mag. hihi



Also markähnliche Konstruktion über Kreuz geht ja sowieso nicht. Mmhh.. alles mit Clips ausstatten? :D Ich mag halt sichtbares Aussengestänge. Jaja ich weiß, mit einem guten Gestängekanal baut es sich viel schneller auf. Mein Zelt mit Gestängekanal ist ja das Pathfinder. Mmhhh..geht schon recht fix.. beide reinschieben.. an einem Ende in die Ösen und dann ans andere Ende laufen und beide hochspannen.

Flieger
22.01.2006, 11:17
Hallo!
Ich würde silNylon mit einer hohen Weiterreißfestigkeit als Außenmaterial vorschlagen- sowas in der Art wie Kerlon 1800 von HB
Flieger
Cool: ich bin jetzt ERFAHREN :bg: :bg: :bg:

downunder
22.01.2006, 11:20
Kerlon 1800 wäre natürlich toll, die meisten Alternativen sind nicht ganz so stabil. Eine etwas geringere Weiterreißfestigkeit ist aber sicher auch nciht so schlimm. Wenn der Preis human bleiben soll, darf man Hilleberg bestimmt nicht als Messlatte nehmen. Ripstopnylon, silikonbeschichtet, sollte es aber in jedem Fall sein.

Flieger
22.01.2006, 11:28
Ich traue den dünneren Materialien nicht so über den Weg! Siehe den armen Kerl in Patagonien mit seinem Akto und Kerlon 1200. :o Ich habe allerdings keine Ahnung, wie ein vergleichbares Material (Kerlon 1800) heißt. Deswegen der Vergleich.
Flieger

downunder
22.01.2006, 11:34
Ist eben nicht von Hilleberg und heißt dann silikonbeschichtetes Ripstopnylon :wink: Die gleiche Qualität wird aber auch einen ähnlichen Preis haben. Vaude, Exped und Tatonka haben auch Silikonmaterialien, die nicht sofort reißen. In Extremsituationen wird das immer ein Risiko bleiben.

ElShootre
23.01.2006, 07:24
wechseltypisch wäre doch ne travelline und ne ZeroG line angebracht, mit den dazugehörigen materialien.

ZG= Aussenzelt: Ripstop Nylon 40D 240T beidseitig 2000mm WS 53g/m² Reissfestigkeit 11kg

TL= Aussenzelt: Polyester tefetta 75D 185T, PU 4000mm WS 81g/m² Reissfestigkeit 2kg

mfg andy

MaMa
23.01.2006, 07:44
Hmm, sind wir denn auf "klassische" Materialien aus dm Fundus angewiesen ? Falls nicht, was haltet ihr von einem RipStop-Faden aus Kevlas / Spectra ?

Falls ja halte ich ein dünnes SilNylon à la Kerlon 1200 ("Nallomaterial") für den gelungensten Weg aus Stabilität und Gewicht.

felö
23.01.2006, 20:53
Ich denke da sind die HB Materialien ziemlich perfekt. In Rücksicht auf´s Gewicht würde ich eher für ein leichtes (nallo) Material plädieren. Auch das IZ Material ist bei HB meiner Meinung nach ziemlich perfekt (leicht, wasserabweisend, ausreichend stabil).

Felö

Bastieeeh
23.01.2006, 23:01
Hier mal einige Kenndaten verschiedener Materialien von:

Hilleberg

AZ : Kerlon 1200 12 kg 50 g/m² 30 D doppelt silikonisiertes Ripstop Nylon
AZ : Kerlon 1800 18 kg 65 g/m² 45 D doppelt silikonisiert Ripstop Nylon
Groundsheet : 120 g/m² 100 D 3-fach PU beschichtetes Nylon
Groundsheet UL : 90 g/m² 70 D 3-fach PU beschichtetes Nylon
IZ-Material : 35 g/m² 30 D wasserabweisendes Ripstop Nylon

Wechsel Unlimited Line:

Aussenzelt : 11 kg 53 g/m² 40 D 2000 mm 240T beidseitig silikonisiert Ripstop Nylon
Innenzelt : kA 38 g/m² 30 D kA 280T Ripstop Nylon
Boden : kA 110 g/m² 100 D 7000 mm 210T Nylon Tafetta PU beschichtet
Footprint : 110g/m² 70 D 5000 mm 210T Nylon Tafetta PU beschichtet
Moskitonetz : Nylon Noseeum 40 D

Wie schon anderswo erwähnt, denke ich ebenfalls nicht, daß wir spezielle Materialien bekommen werden. Deswegen ist die Auflistung nur zum Vergleich da.

semmi
26.03.2006, 12:54
Mal ne grundsätzliche Frage zum Thema: Warum Innen- und Aussenzelt?
ICh weiss, dass diese Konstruktion Vorteile für die Belüftung bringt und die Kondenswasserbildung mindert. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich Kondenswasser nie vermeiden lässt, insbesondere bei dem hier vorschwebenden 2+ Zelt wirds immer Kondenswasser am Aussenzelt geben.
Meine Frage/mein Vorschlag: Gibt es heute nicht schon Materialien, welche, wie auch immer, hoch hydrophob sind, bzw Beschichtungen, welche sich auf die Innenseite des Gewebes aufbringen lassen um, mit einer entsprechenden Neigung der Aussenwand, ein Abfliessen des Kondenswassers zu ermögllichen (der viel gepriesene Lotuseffekt). Mir schwebt eine Konstruktion vor, die das Kondenswasser in 2 oder 3 Stellen des Zeltes leitet, um es dort entweder nach aussen zu leiten (lüftungsöffnung) oder mit einer Art Schwamm, einem Microfasergewebe, o.Ä. aufzufangen, um es dann einfach auszuwringen.

Möglicherweise wird sich im Bereich Nanotechnologie dahingehend in nächster Zukunft etwas ergeben.
Ich weiss nicht, ob dieses Konzept schon existiert (sehr wohl gibt es einwandzelte..), aber was haltet ihr von dieser Idee?

Freilich ist dieser Beitrag nicht dazu geeignet, das Werden des Forumszeltes in irgendeiner Weise zu beeinflussen, dazu bin ich auch zu spät auf dieses Projekt gestossen, aber mich würde interessieren, ob obiger vorschlag schon realisiert wurde oder realisierbar ist.
Tolles Projekt, tolle Idee!!

Aso. Gibt es ein Laminat, welches Wasserdampf auf der Innenseite durchlässt, zwischen Innen und Aussenschicht kondensiert und dann innen irgendwie abfliessen lässt? Also quasi ein einwandiges Gewebe, das die Funktionen von INNen- und Aussenzelt integriert (ähnlich den Beschichtungen von GoreTex Materialien, damit diese sich nicht nass auf der Haut anfühlen).

Nicht übertreiben
26.03.2006, 13:38
Ich fürchte nicht - zum einen müsste der Abstand der ebiden Schichten groß genug sein, damit die abperlenden Tropfen sich frei bewegen können (also schonmal nicht in einem Stoff vereinbar), zum anderen muss es immer (eagl wie hydrophob ein Gewebe ist) ein Gefälle geben, das die Tropfen in die richtige Richtung ableitet. Am Zelthimmel ist das nicht der Fall und so tropft es dann lustig auf die Schlafenden. Single-wall-Zelte haben ofters eine wasserbindende Beschichtung auf der Innenseite um das Abtropfen des Kondenswassers zu verhindern und es besser über die Membran zu verteilen, aber die Atmungsaktivität hat halt ihre Grenzen (wobei eVent da wohl ein deutlicher Fortschritt ist)

Inukshuk
28.05.2006, 19:17
Um mal wieder auf die Materialen zurückzukommen:

Aussenzelt: Spricht etwas gegen das Zero-G - und Unlimited Line Aussenmaterial von Wechsel?

Ripstop Nylon 40D 240T, beidseitig mit Silikon beschichtet, 2000mm, 53g/m2, Reissfestigkeit 11kg
Meine Erfahrungen mit dem Challenger Zero-G waren bisher positiv, auch bei starkem Wind und sehr heftigem Regen. Zur Langlebigkeit kann ich allerdings noch nichts sagen, habe es erst seit zwei Jahren.

Innenzelt: Spricht hier etwas gegen das das Zero-G - und Unlimited Line Innenzeltmaterial von Wechsel?

Ripstop Nylon 30D 280T, FR, WR, 38g/m2

Eingänge: Sollten die Eingänge doppelt sein (also Moskitonetz und Innenzeltmaterial) oder z.B. untere Hälfte Innenzeltmaterial, obere Hälfte Moskitonetz, wie bei den Wechsel-Zelten?

Nicht übertreiben
29.05.2006, 09:33
Ich denke die Wechselmaterialien sind gut geeignet, ich persönlich würde für den mechanisch beanspruchten Apsiden-Bereich das stabile Sil-Nylon, für den Rest des Zeltes das leichte bevorzugen. Eingänge meiner Meinung nach gedoppelt, wird sonst recht schnell recht frisch im Zelt...

alaskawolf1980
10.06.2006, 21:14
Was meinst du mit gedoppelt? Den Innenzelteingang? Also das Pathfinder von Wechsel hat ja z.B. nur eine Innenzelttür. Untere Hälfte geschlossen, obere Hälfte Moskitonetz. Würde auch sagen, dass 2 Schichten da sinnvoll wären.

Gegen Zero-G wäre tatsächlich nichts einzuwenden. Leicht und von der Robustheit nach meinen bisherigen Erfahrungen auch sehr gut. Dieses extrem robuste Kerlon braucht man nicht wirklich.

Nicht übertreiben
14.06.2006, 08:25
Ja, also Moskitonetz in Kombination mit Nylon zum verschließen - läßt eine gute Temperaturregelung zu und ist bei Sturm etc. imo sehr wichtig.

Ich denke mal die Sil-Nylons von Wechsel sind vollkommen ok, ich bevorzuge immer noch die Kombination von dem leichten Material für den Zeltgrundkörper und das schwere Material für die Apsiden, da dort doch der Verschleiß höher ist.

jasper
14.06.2006, 09:59
Mal eine grundlegende Frage:

Warum wollt ihr eigentlich das ganze Innezelt aus Stoff machen?

Bei meinem Northface Particle 13 ist ein Großteil der Fläche aus Fliegengitter. Das gefällt mir sehr gut, ist ausreichend leicht und wenn es trocken ist, kann man ohne AZ den Sternenhimmel sehen.
Der Bereich der Tür besteht aus Ripstop Nylon. Somit ist da auch eine entsprechende Verschleißfestigkeit gewährleistet.

MfG,

Jasper

Nicht übertreiben
14.06.2006, 10:23
Weil bei Fliegengitter sehr viel Wärme verloren geht - gut bei heißem Wetter, in Skandinavien etc. bzw. in der kälteren Jahreszeit doch sehr nachteilig. Bei Kondenswasserbildung tropft es zudem durch Netzmaterial durch, bei Nylon perlt es ab. Für die Lüftung lieber große, gut positionierte Lüfter, das läßt sich besser regeln und kann sehr effektiv sein.

jasper
14.06.2006, 11:18
Ist der Wärmeverlust bzw. -gewinn (durch so dünne Materialien) irgendwie von entscheidender Bedeutung?

Glaube nicht, dass es jetzt einen großen Unterschied macht, lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen. :wink:

MfG,

Jasper

Traeuma
14.06.2006, 11:57
Der Wasserschutz ist IMO das entscheidende.
Also eher Stoff, als nur Moskitonetz...

Nicht übertreiben
14.06.2006, 12:23
Wenn ich in meinem Zelt nachts friere, dann verschließe ich die Netztüren (falls die offen sind ;) ) mit Nylon und innerhalb kürzester Zeit wird es merklich wärmer. Gerade wenn draußen ein leichter Wind geht, macht das einen enormen Unterschied!

alaskawolf1980
14.06.2006, 20:19
Den Unterschied kann ich ebenfalls bestätigen.
Und die Sache mit dem Kondenswasser ist eigentlich sowieso das Hauptargument schlechthin. NIchts ist schlimmer, als Wenn das Wasser vom Aussenzelt durch das Innenzelt tropfen könnte.

Skull
16.06.2006, 10:02
Da wir ja für die Nylonvariante sind :bg: :
Welche Imprägnierung sollte man für das Innenzeltmaterial nehmen? Nanasphere? Taugt das was?

Skull

alaskawolf1980
16.06.2006, 15:08
Imprägnierung?
Innenzelte haben doch keine Imprägnierung... oder?Die BEschaffenheit des Stoffes reicht auch so aus, um Wasser halbwegs abperlen zu lassen.

Nicht übertreiben
19.06.2006, 12:47
Der Stoff ist durchaus imprägniert (DWR), aber das macht nicht der Hersteller der Zelte, sondern der des Stoffes. Ich denke mal, dass die Unterschiede da nicht so gravierend sind, zumal das IZ eher wenig der Witterung ausgesetzt ist. Mir sind viele moderne IZ eher zu stark imprägniert (zu dicht), als zu wenig.

Bodenhafter
07.07.2006, 08:42
Aus dem Wechsel-Beteiligungsthread:

Die Materialien sollten zunächst schon diskutiert werden, denn es sollte immer erst von eurem Wunsch ausgehen.
Na dann lasst uns das mal schnellstmöglich zu Ende bringen, damit wir die Muster nicht erst im Winter bekommen.

Was wäre von einem silikonisierten Polyestergewebe für das Außenzelt zu halten, wie es z.B. Fjällräven verwendet? Der Vorteil wäre, dass sich Polyester nicht so extrem wie Nylon ausdehnt, wenn es nass ist. Im letzten Urlaub stand direkt neben meinem Zelt ein Hilleberg Nallo und ich fand es schon etwas erschreckend, wie das Ding nach jedem Regen in sich zusammensackte.

Karsten

Nicht übertreiben
07.07.2006, 09:10
Stimme ich dir zu, gerade bei Kuppelzelten macht Polyester Sinn, da es sich bei diesen Zelten a) nicht so gut nachspannen läßt und b) durch die straffere Bauweise nicht flattert (Polyester raschelt lauter als Nylon).

Wie wäre es denn als zweite Variante mit Epic? Wiegt in etwa so viel, wie normales Sil-Nylon und ist atmungsaktiv, nur halt nicht 100% wasserdicht (scheint aber, wenn man sich die reviews so anschaut, auszureichen)

Farblich finde ich als Standart eine gedeckte Farbe (Steingrau / Grün) ganz nett, zu bunt lockt immer viele Insekten an, kreiert komische Farben im Inneren und ist sehr auffällig.

Thorben

Nicht übertreiben
19.07.2006, 11:06
Nachdem inzwischen die Farbwahl abgeschlossen ist, sollten wir über das Material des Außenzeltes eine Entscheidung treffen.

Spontan fallen mir folgende (imo +/- sinnvollen) Gewebe ein:

Nylon Si leicht (z.B. Wechsel Zero G)
Nylon Si schwer (z.B. Hilleberg Kerlon 1800)
Polyester Si (z.B. Fjällräven)
Nylon PU (fast jedes Mittelklassezelt)
Epic (z.B. Black Diamond)
eVent (z.B. Exped)

Jedes Gewebe hat seine Vor- uns Nachteile, da würde ich dann bei der Abstimmung noch was zu schreiben. Weitere Ideen?

Gruss,
Thorben

Bodenhafter
19.07.2006, 11:29
Weitere Ideen?
Nicht unbedingt sinnvolle Ideen, aber immerhin Ideen:

Nylon außen Si / innen PU (z.B. Rejka Professional)
Polyester außen Si / innen PU (z.B. Rejka Trekking)
Polyester PU (z.B. Vaude)
Baumwolle :ignore: :bg:

Die beiden Si/PU-Varianten hätten gegenüber reiner Silikonisierung den Vorteil, dass die Nähe mit Nahtband verklebt werden können. Der UV-Schutz ist durch durch die äußerliche Silikonisierung vermutlich etwas besser als bei PU, aber Reißfestigkeit und Gewicht dürften "echten" silikonisierten Materialien deutlich unterlegen sein.

Für PU-beschichtetes Polyestergewebe spricht im Vergleich zu PU-Nylon die geringere Dehnung bei Nässe, ansonsten aber nicht viel.

Baumwolle ist ökologisch auf jeden Fall unbedenklicher als Kunstfasern, beständiger gegen UV-Strahlung und möglicherweise auch atmungsaktiver, d.h. es bildet sich weniger Kondensfeuchtigkeit. Die Nachteile sind aber so vielfälltig, dass es sich wohl nicht ernsthaft lohnt, über die Verwendung nachzudenken. Allerdings glaube ich mich trübe erinnern zu können, dass Fjällräven mal Zelte aus einem Baumwoll-Kunstfaser-Mischgewebe gefertigt hat, allerdings ging es da wohl eher ums Innenzelt. Weiß jemand näheres?

Karsten