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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Biwacksack



Survivor
12.11.2002, 17:29
Ich überlege mir gerade, ob ich mir nen Biwaksack kaufen soll.
Aber erfriert man damit im Winter nicht, das Teil ist ja ziemlich dünn, Ok erfriehren vieleicht nicht, aber kalt wirds?

Was haltet ihr vom Edelrid Einman-Biwacksack
Kostenpunkt 27 Euro

Saloon12yrd
12.11.2002, 17:36
Ähm... :o
Eigentlich legt man sich mit Schlafsack in den Biwaksack :)

Sal-

alaskawolf1980
12.11.2002, 17:42
:-? würde ich auch sagen :)

Biwaksack bedeutet nicht, daß das ein Supertrooperwasserdichtersschlafsack ist sondern es ist eine "hülle" oder ein Notzelt in das man sich mit einen separaten Schlafsack legt.

alaskawolf1980

Survivor
12.11.2002, 19:48
OOps, da hab ich was Falsch verstanden. Hab gedacht, man kann ihn ohne Zusatzschlafsack nehmen.
Aber statt " Notzelt" kann man ja auch einfach ne Plastikplane nehmen.
Dabke für die korigierung!

Gruß Alex

Christian J.
12.11.2002, 20:10
Wenn wir schon mal beim Korrigieren sind:
Es heißt übrigens laut Duden "Korrektur" oder "Korrektion" (veraltet) und nicht "korigierung". :lol: :bg: :lol: :bg: :lol:

Christian

An alle "Klugscheißer"-Schreier: Seht mal in den Duden, 20. Auflage, S 347, 1.Spalte, 8.fett geschriebenes Wort von unten gezählt.

Ich bin kein Besserwisser. Ich hab nur immer Recht. Und das sehen alle anderen nicht ein. :bg:

DonPhilippe
12.11.2002, 20:21
Aber nochmal zum eigentlichen Zweck: Könnt ihr sagen, wieviel Mehr ein Biwaksack über einem Schlafsack in Sachen Wärmeleistung bringen kann?

Finn
12.11.2002, 21:32
@Survivor: Nein, Plastiktüte ist nicht so stabil und haltbar wie ein Biwaksack. Es gibt weiterhin noch atmungsaktive Biwaksäcke. Die bringen es aber nicht wirklich.
Mein Biwaksack ist ein 1. Mann von VAUDE. Der hat bisher alles mitgemacht und hat mich noch nie im Stich gelassen. Falls ich mir jedoch jetzt noch einmal einen kaufen würde, würde ich mir den 2. Mann kaufen. Da kann man dann noch den Rucksack mit unterbringen und man kann ihn als "Zelt" nutzen. Wenn Freundin mit ist, kann man noch mehr machen :bg:

@Christian J.: Dein letzter Satz ist bei mir in der Sprichwortliste gelandet... der ist gut! :)

@DonPhilippe: Wärmeleistung? Also wärme bringt er keine. Er ist lediglich ein Schutz vor Regen und Schmutz.

Gruß Finn (der jetzt seine gebrannten Mandeln vom Jammermarkt ist :p)

DonPhilippe
13.11.2002, 09:56
Ah OK. Dachte nur, daß eventuelle Beschichtungen ähnlich einer Rettungsdecke (natürlich nicht in gleichem Maß) auch etwas an Wärme reflektieren könnten. Falsch gedacht :-?

Becks
13.11.2002, 10:22
Moin,
ein Biwaksack bringt wärmetechnisch schon was. Er verhindert, daß Nässe direkt auf die Haut kommt oder Wind das warme Luftpolster um einem rum wegbläst. Wenn n Biwaksack nix bringen würde würde ihn keiner mittragen :)
Aber einen Winterschlafsack ersetzt er auf keinen Fall, da man bei kälteren Temperaturen eine dickere Isolationsschicht braucht (auch und vor allem nach unten).

Alex

DonPhilippe
13.11.2002, 11:03
Hmmm ja so dacht ich mir das ungefähr...

Danke :)

ToP
13.11.2002, 11:16
@Christian J.

In meinem Fachgebiet besteht ein gewaltiger Unterschied zwischen Korrektur und Korrektion. (Aber das ist bestimmt nichtr das Masz aller Dinge :bg: )

Torsten

Jan
13.11.2002, 11:45
Ich habe mal einen Biwaksack benutzt und für weitestgehend untauglich empfunden. Bei sehr kalten Temperaturen (unter 0°C) mögen sie zwar hilfreich sein, doch sonst halten sie mir zu sehr die Feuchtigkeit im Schlafsack!

Survivor
13.11.2002, 13:00
@Christian J.

Hab mich mal wieder verschrieben, sorry.

Alex

Christian J.
13.11.2002, 18:57
Entschuldige dich doch bitte nicht wegen eines Verschreibers! Ich bin jemand, der keinen Text schreiben kann ohne 2 Kommafehler pro Zeile. An der angegebenen Stelle im Duden ist übrigens das Wort "Humor" erklärt.
Christian

Finn
13.11.2002, 21:34
@Alex:
Nass wirste in drei Jahreszeiten im Biwaksack auch. Zwar dann nicht von außen, aber egal. Die vierte Jahreszeit wird dieses Jahr getestet :bg:

Finn

jackknife
14.11.2002, 02:35
Ich habe einen Bivi von OR. Ich würde auf jeden Fall einen mit Gestänge empfehlen, dazu sollte er atmungsaktiv sein, sprich Gore oder Triple point.
Die Atmungsaktivität funktioniert recht gut im Winter, kollabiert aber sehr schnell wenn es zu warm wird. Bivi bringt so um 5° zusätzlich. Hat dein Schlafsack kein Endurance Pertex, würde ich bei einer Wintertour mit Kochen im Zelt auch immer einen Bivi benutzen, da Schlafsäcke praktisch 'Magneten' für Kondenz sind. So bleibt die Wärmeleistung auch bei längeren Touren konstant. Zusätzlich benutze ich noch einen VBL im Schlafsack. Immer dran denken: im Winter erfriert man eher, bevor man erschwitzt.
Gruß Matthias

Finn
14.11.2002, 23:49
Hallo,

bei einem 1. Mann bringt gestänge nicht viel (wohin sollen die auch ;)). Bei einem zweier verwende ich immer entweder die Wanderstöcke oder Äste/Baum.
Atmungsaktive Biwaksäcke bringen nix. Da hat man die gleiche Feuchtigkeit drin, wie bei einem "normalen" auch.

Greetz Finn

jackknife
15.11.2002, 00:56
@Finn: Ein guter Einmannbivi hat einen Gestängekanal mit einem Bogen, damit einem im geschlossenen Zustand der Lappen nicht im Gesicht herumhängt. Wichtig dabei, stets Öffnung lassen und aus der heraus atmen.
Gruß Matthias

ramtho
15.11.2002, 08:21
Servus!

Ein Biwacksack ist immer ein Not-Behelf, gleichsam als letzter Schutz gegen das Erfrieren bzw. Unterkühlen gedacht und für verletzungsbedingte Zwangspausen.
Das Hauptaugenmerk in puncto Ausrüstung wird immer auf der KLEIDUNG liegen: Funktionsunterwäsche, Transtex, Anorak, Überhose etc. sollten PRIMÄR gegen Kälte und Nässe schützen und sonst gar nichts. Der Biwacksack spielt hier nur eine (wichtige) Nebenrolle ...

Trotzdem sollte ein Biwaksack aus Gore-Tex-Material bestehen, damit er zumindest Minimalanforderungen erfüllen kann. Und man nimmt normaler Weise auch einen Zwei-Mann(Frau)-BS - zu zweit in einem Sack eine kalte Nacht zu überstehen, ist leichter (und lustiger) als alleine ... .

Da ein Biwacksack auch IMMER im Rucksack bleiben sollte, d.h. auch bei der kleinsten Wanderung, würde ich auch auf diverse Stangen-Mini-Zelte verzichten.

Servus

Thomas

Finn
15.11.2002, 14:26
Mit deiner Meinung über den Biwaksack aus GoreTex kann ich nicht übereinstimmen. Es senkt zwar etwas die Feuchtigkeit, jedoch hängen trotzdem Tropfen drin. Und für 200€ (oder wie viel das Ding kostet) bekomme ich schon fast ein Zelt, das 100% Atmungsaktiv ist.
Der Nasse Stoff stört mich jedoch nicht, aber ich finde es irgendwie sinnlos, so viel Geld für etwas auszugeben, das im enddefekt keine wirkliche Verbesserug bringt.

Finn

jackknife
15.11.2002, 15:27
@ finn: hattest Du schon mal einen Bivi? Aus Deinem Schreiben heraus, hört sich das eher wie eine vorgefaßte Meinung an. Denn einen guten Bivi bekommst Du nicht mal für 200 Euronen, da Du aber ja das Geld dafür nicht ausgeben würdest wie Du schreibst, kannst Du auch noch nicht drinnen gelegen haben, um auszuprobieren was er kann. Meiner ist von Outdoor Research und funktioniert genial. Ich betrachte ihn aber nicht als Notunterkunft, sondern als Ergänzung meines Schlafequipments. Das heißt eben auch, bei tiefen Temperaturen Schutz vor Kondens. Wenn man aber einen ohnehin schon zu warmen Schlafsack in einen Bivi steckt, dann kollabiert dieses System und er ist drinnen feucht. Ein paar Dinge muß man dabei schon beachten, dann funktioniert der Krempel auch.

Finn
15.11.2002, 20:02
hr hr... ich penne nur im Biwaksack. Wie gesagt, habe ihn zwar schon unter null Grad verwendet, jedoch im tiefen winter noch nicht (kommt dieses Jahr).
Und jepp, habe auch schon in einem Biwaksack geschlafen, der 250€ gekostet hat. Das war der von einem Kumpel, mit dem ich immer unterwegs bin. Ich kann lediglich nur meine Erfahrungen und Erlebnisse wiedergeben. Jeder hat eben eine andere Meinung - zum Glück, sonst wäre so ein Forum ja fast unnütz.
Im Winter und bei kalten Temperaturen kann es schon sein, dass sich kein Kondenswasser mehr bildet. Habe bis -2°C bisher darin gepennt. War da zwar weniger, jedoch hatte ich noch nie kein Kondenswasser gehabt.
Im Gore Biwaksack habe ich keine nennenswerten veränderungen feststellen können. Das war jedoch im Frühsommer gewesen. Werde aber meinen Kumpel noch einmal fragen, ob ich in seinem Biwaksack im Winter einmal übernachten kann. Kann das dann ja mal hier posten.

Gruß Finn

Friedjoff
16.11.2002, 00:01
Ich kann jackknife nur zustimmen. Ich hab im Sommer 3 Wochen in Norwegen in einem Exped (Gore) Bivi geschlafen. Leider hatte das Ding kein Gestänge sodass es einmal ziemlich reingeregnet hatte. Ansonsten hab ich nur gute Erfahrungen mit dem Teil gemacht (kein Kondens ...). 250€ wäre mit das Teil trotzdem nicht wert (war von einem Freund).

Das war meine Meinung,
Friedjoff

Finn
16.11.2002, 16:16
Sagte ich ja. Preis/Leistung stimmen IMO dann nicht mehr...

Finn

jackknife
17.11.2002, 04:09
nach welchen Kriterien gehst Du, je höher man krabbelt, desto dünner wird die Luft. Will meinen, um unwesentlich mehr Leistung zu erhalten, bezahlt man wesentlich mehr. Wenn Du dann aber mal genug Kohle verdienst um Dir den Krempel zu gönnen, macht die Sache erst richtig Spaß. Cooles Equipment ist geil!!! Outdoor Research ist endgeil und endteuer, von der Funktion aber sehr überzeugend, genau wie exped. Mein Kumpel Dirk macht die Deutschlandvertretung für Exped, Arvid Fuchs kam bei Dirk an und fragte nach 20 Paar Gamaschen und 20 Paar Handschuhen von OR, aber ohne Label. Er benötigte sie für die Icesail- Geschichte. Darauf Dirk: Warum ohne Label? Arvid: Weil er von Wolfskin gesponsert wird und das Zeug nicht die Bohne taugt, er wollte dann Wolfskin Aufkleber für die Foto- Sessions auf die OR -Ware backen. Finn, falls Du grungsätzlich im Bivi pennst, dann kann ich nur sagen, das ist kein Zeltersatz. Ich habe meinen auf jeden Fall bei jeder Tour dabei, und es ist gut zu wissen, daß er im Rucksack ist. Wenn man sich aber jeden Ausrüstungsgegenstand vom Munde abspart, stellt sich schnell die Frage: Tut das not?
Matthias

Finn
17.11.2002, 09:19
Nee, ich bin kein Ausrüstungsminimalist. Soll heißen ich gehe nicht mit Biwaksack los, weil ich mir kein Zelt leisten könnte ;). Biwaksack finde ich bei gutem Wetter aber schöner als Zelt. Abends unter den Sternen einschlafen ist immer wieder eine schöne Sache. Nur habe ich, als ich in dem Biwaksack vom Kumpel gepennt habe keine wesentliche Verbesserung festgestellt, so, dass mir der Preis von 250€ dafür zu hoch ist.
Vielleicht habe ich mich jetzt besser ausgedrückt ;)

Greetz Finn

Finn
18.11.2002, 15:09
Gibt es trotz atmungsaktivem Außenmaterial Kondenswasser im Biwaksack?

von Karin Burkhart, per E-Mail

Antwort der Redaktion

Ja, die wasserdichten, aber dampfdurchlässigen Gewebe unterliegen bestimmten physikalischen Spielregeln. Sie benötigen ein Temperatur- und ein Druckgefälle von innen nach außen. Für den Biwaksack bedeutet das ganz konkret: Im Innern der Schlafsackhülle muss es wärmer sein und eine höhere Luftfeuchtigkeit herrschen als draußen. Das ist bei Regenwetter und in tropischen Gefilden meist nicht der Fall, deshalb kondensiert ein Teil der (vom Körper) abgegebenen Feuchtigkeit (250 bis 500 Milliliter pro Nacht) im Biwaksack.

Zwei Dinge minimieren die Kondenswasserproblematik: Belüftungsöffnungen im Kopfbereich, durch die die Feuchtigkeit (Atem) abziehen kann, und ein so genannter frottee-artiger Nexusliner. Letzterer ist auf der Innenseite des Biwaksacks aufgebracht und nimmt Feuchtigkeit auf, die sonst auf der Innenseite des Außenstoffs kondensieren würde.
Morgens sollte man den Biwaksack gründlich trocknen. Bei Modellen mit einem preiswerten, nicht atmungsaktiven Bodenmaterial gehört die Isomatte in den Biwaksack. Andernfalls dreht sich der Biwaksack unter Umständen über Nacht – und der luftdichte Boden liegt dann oben, was zu noch mehr Kondenswasser führt. Außerdem sollte sich das Bodenmaterial nur auf die Liegefläche beschränken.


Quelle: hier (http://www.outdoor-magazin.com/sixcms/detail.php?id=29601)

mark23
19.11.2002, 20:34
Hallo!

Tja, ich habe einen GTX Biwaksack, den ich ab und zu auf Touren verwende. Ich habe auch schon bei -15°C in dem Teil übernachtet, "feucht" im Sinne von klamm war er am anderen Morgen nicht. Ich habe ihn dann ausgeschüttelt (wie einen Schlafsack) und dabei kamen dann 1000e kleine Kristalle raus ... die Feuchtigkeit ist schlichtweg gefroren.

Auch bei Schneefall hatte ich kein Kondenswasser im Biwaksack. Dafür aber eine kalte Nase :wink: ...

Wenn es allerdings regnet, wirds wie oben gesagt ein bißchen feucht ("Quasi im eigenen Saft gegart ...") im Biwaksack. Da kommt es nicht drauf an, ob er nun atmungsaktiv ist oder nicht.

Gruß

Mark23

EDIT: Achso, gekostet hat mich dieser Biwaksack in tollem NATO-Grün umgerechnet 80 EURO ...

jackknife
20.11.2002, 02:16
@ Finn: Genau, ich schlafe auch gern draußen ohne Zelt ein. Bei schönem,klaren Wetter benötige ich aber keinen Bivi, da leg ich mich mit meinem Exped Swan WB raus, der ist mit Endurance Pertex ausgerüstet, dem macht der Frühtau nichts aus. Den Überzieher nehm ich erst bei starker Kälte. Bei Regen leg ich mich doch lieber in mein Zelt oder Tarptent. Alles zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Dafür gigt es Ausrüstungsvielfalt. Wenn ich aber in eine bescheidene Situation kommen sollte, in der ich kein Zelt nutzen könnte, wurde ich mein Schlafsackkondom selbstredend nutzen.
Matthias

Finn
20.11.2002, 11:26
Bei gutem Wetter lege ich mich auch ohne Biwi raus. Nur wenn es z.B. zu matschig ist, oder Nieselregen ist, nehme ich das Biwi. Mein Schlafsack ist auch Wassersicht, jedoch muss ich es nicht haben, wenn durch eine dumme Situation dasnn doch mal der Schlafsack nas ist.

Gruß Finn