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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welche Temperatur-Obergrenze bei Schlafsäcken?



chinook
17.01.2006, 23:41
Hallo,

ich will mir für eine lange Tour (chinesische Mauer) einen Schlafsack kaufen. Durch Reviews hier und Herstellerinformationen bin ich nun bei den WM Modellen Apache, Antelope und Ultralight gelandet. Die Temperaturuntergrenze kann ich mittlerweile gut abschätzen, was mir aber noch völlig schleierhaft ist, sind die Obergrenzen, bis zu denen man erträglich schlafen kann. Kann einer von Euch dazu was aus eigenen Erfahrungen oder auch aus Überlegungen sagen? Sterbe ich am Temperaturkollaps in einem z.B. Apache bei 20° Lufttemperatur? Welchen Schlafsack würdet ihr nehmen bei erwarteter Temperaturrange von -5 bis +20°?

-chinook

PS: Auch wenns eigentlich ein neues Thema wäre: Wann würdet ihr einen SMF und wann einen SDL einsetzen?

derMac
18.01.2006, 00:15
Welchen Schlafsack würdet ihr nehmen bei erwarteter Temperaturrange von -5 bis +20°?
Einen Apache. :wink:
Ab 15 °C wird der aber langsam richtig war. Du kannst ihn aber immer noch als Decke (nur Füße reingesteckt) nehem oder versuchen die Daunen in eine Ecke zu schütteln. Perfekt ist das nicht, aber andere Schlafsäcke könne das IMHO auch nicht besser.


PS: Auch wenns eigentlich ein neues Thema wäre: Wann würdet ihr einen SMF und wann einen SDL einsetzen?
Wenn du direkt mit Wasser in Berührung kommen kannst einen SDL, sonst einen SMF. (Also eher einen SMF :wink: )

Mac

alaskawolf1980
18.01.2006, 01:13
Termpatur-Obergrenze? Du weißt aber schon, dass du nicht gesetzlich verpflichtet bist einen Schlafsack immer zu schließen? :bg:

Corton
18.01.2006, 01:19
Die "Temperatur-Obergrenze" definiert sich über den Schmelzpunkt der verwendeten Materialien.

Monika
18.01.2006, 09:19
Hi,

wie wärs mit der Kombination Seideninlett und Schlafsack - bei 20 Grad (Hochsommer) kuschele ich mich meist abends nur in das Inlett und sollte es dann in der nacht doch kälter werden lege ich den Schlafsack einfach offen locker als Decke drüber.
Falls es kälter ist, hat man mit dem Inlett eventuell noch 1-2 Grad Reserve. Zusätzlich lässt sich ein Seineninlett auch unterwegs mal ausspülen und ist im leichten Wind superschnell trocken.
Das BlackBear von Globi ist auch gar nicht sooo schlecht.

Ich würde mir bei einem Schlafsack bis -5/-10 Grad noch keine Gedanken um zu warm machen. Die hätte ich eher, bei einem richtigen Winterschlafsack.

Monika

Erny
18.01.2006, 09:24
Termpatur-Obergrenze? Du weißt aber schon, dass du nicht gesetzlich verpflichtet bist einen Schlafsack immer zu schließen? :bg:


ooh - ich dachte, das wäre Vorschrift :wink:

Skatval
18.01.2006, 09:43
Termpatur-Obergrenze? Du weißt aber schon, dass du nicht gesetzlich verpflichtet bist einen Schlafsack immer zu schließen? :bg:

Wie schon gesagt, maximale Flexibilitaet erreichst du halt mit einem durchgehenden Reissverschluss, Schlafsaecke mit 1/2 oder 1/4 Zipper sind da deutlich problematischer.

Christine M
18.01.2006, 09:56
Vorab: Das Temperaturempfinden ist erstens von Person zu Person unterschiedlich und zweitens je nach Situation auch bei der gleichen Person unterschiedlich. Wenn ich jetzt sage, daß mir persönlich der Ultralite - getuned mit einem VBL - bis leichte Minusgrade bei Verwendung im Zelt gereicht hat, kann das daher nur eine Annäherung sein. Dazu wäre noch zu sagen, daß ich zwar eher leicht friere, es sich andererseits aber nicht um eine Tour gehandelt hat, d. h. ich war ausgeruht und hatte ziemlich gut gegessen. Bei realistisch zu erwartenden bis -5°C würde ich den Apache nehmen.

Bei +20°C wird dir jeder der genannten Schlafsäcke zu warm sein; IMHO gibt es keinen Schlafsack, der bei -5°C und +20°C in geschlossenem Zustand angenehm wäre. Bedeutet: du nimmst auf jeden Fall einen Schlafsack mit vollem Reißverschluss und öffnest ihn je nach Temperatursituation bis hin zur Verwendung als Decke.

Christine

Flash
18.01.2006, 14:40
Schön und gut, ne Temperaturrange von -5 bis +20° aber in welchem Bereich liegt die Temp denn meistens?
Sollten sie mehr im unteren Bereich liegen und nur ab und an mal die 20C errreichen dann nimm den Apache. Ansonsten sollte der Ultralite ausreichen, notfalls kann man an den 1-2 tagen wenns mal etwas frischer wird auch ein Inlett oder längere Unterwäsche verwenden.

Wie schaut's aus mit weiteren Reisen? Geht's normal mehr in warme oder kalte Gegenden? :wink:

Erny
18.01.2006, 15:34
Also ganz ehrlich. Nichts ist schlimmer, als nachts zu frieren. Ich wuerde immer von der kältesten wahrscheinlichen Temperatur ausgehen. Ansonsten kann man eben versuchen, die Technik des Reissverschlusses auszutesten. Und wenn das so warm ist ,dass man den Schlafsack nicht braucht, benutzt man ihn eigentlich nur als Unterlage.

Das ist wie mit Klamotten. Ausziehen kann man sie immer noch. Nur wenn man sie nicht ausreichend mit hat, wird es ungemuetlich.

chinook
18.01.2006, 16:09
Wie schaut's aus mit weiteren Reisen? Geht's normal mehr in warme oder kalte Gegenden?

Das ist mir erstmal egal, weil ich für die ca. 100 Tage passende Lösungen suche. Wenn danach von dem Material noch was über bleibt - um so besser. Und da bin ich mit z.B. dem Apache offensichtlich nicht schlecht bedient.


Also ganz ehrlich. Nichts ist schlimmer, als nachts zu frieren. Ich wuerde immer von der kältesten wahrscheinlichen Temperatur ausgehen. Ansonsten kann man eben versuchen, die Technik des Reissverschlusses auszutesten. Und wenn das so warm ist ,dass man den Schlafsack nicht braucht, benutzt man ihn eigentlich nur als Unterlage.

So werde ich es wohl machen. Und wenn ich trotzdem frieren sollte (womit ich nicht rechne, aber je nach Erschöpfung) habe ich noch lange Unterwäsche oder gar die komplette Marschkleidung als backup.

-chinook

chinook
18.01.2006, 16:13
Btw, hat der Apache einen durchgehenden Reissverschluss?

-chinook

Thomas75
18.01.2006, 20:04
@chinook: ja.