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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Einhandmesser-aber welches? kleine Auswahl zusammengestellt



meisterJäger
04.01.2006, 14:38
Hallo zusammen,

da ich neu bin erstmal ein paar Worte zu meiner Person:
Bin der Benjamin, 22, wohne in Münster und gehe dort auch auf die FH und studiere Bauingenieurwesen.
Hobbys sind Motorrad fahren und Fotografieren und interessiere mich auch ein wenig im Bereich Outdoor, Survival und will mich da derzeit ein wenig reinlesen. Bin dann gestern durch zufall auf dieses Forum gestoßen, das war so gegen 22.30h und hab dann ein wenig rumgestöbert ... hab dann mal auf die Uhr geschaut und gemerkt dass wir es schon 3.00h haben und ich so langsam inne heia sollte :sleep:

Nun zu meiner Frage:

Da es mein Bruder geschafft hat (wie weiß er selber nicht :P ) die Klinge meines derzeitigen Messers (Herbertz Nr. 241509) an der Spitze um ein cm zu kürzen :grrr: :bash: , brauche ich nun ein neues. Bin eigentlich bislang sehr gut mit diesem Messer ausgekommen und brauche daher erstmal kein Riesenmesser zum Bäumefällen ;) auch wenn sie sehr schön sind :bg: und suche daher etwas vergleichbares.

Beim Rumstöbern konnte ich allerdings nicht wirklich etwas über Einhandmesser finden, da es meist um die Messer eine Nr. größer ging oder um tools...

Daher hab ich jetzt mal in dem ein oder anderen Shop nachgeschaut und hab mir mal ein paar Messer rausgesucht:

1. Herbertz-Einhandmesser G10 (http://shop.klingenladen.com/product_info.php?cPath=38_44&products_id=391)

2. Smith & Wessen Pocket Protector (http://shop.klingenladen.com/product_info.php?cPath=38_44&products_id=481)

3. Gerber Einhandmesser "Lariat" (http://shop.klingenladen.com/product_info.php?cPath=38_44&products_id=981)

4. Marttiini Einhandmesser MFK-2T (http://shop.klingenladen.com/product_info.php?cPath=38_44&products_id=867)

5. Smith & Wesson H.R.T. CAMO (http://shop.klingenladen.com/product_info.php?cPath=38_44&products_id=482)

Wäre schön wenn mir der ein oder andere ein paar Tipps geben könnte, welches Messer "das Beste" ist.
Was ich als sehr wichtig empfinde ist eine hohe schärfe und gute Schnitthaltigkeit - da das ja eigentlich ein Wiederspruch ist würde ich den Schwerpunkt klar auf die Schärfe legen.
Gute Verarbeitung und Sicherheit (nicht dass das Messer in der Hose aufgeht :bg: ) wären auch noch von Vorteil :D

Wenn ihr mit abgestimmt hat, fände ich es von Vorteil wenn Ihr Eure Begründung dazu niederschreibt :)

Sollte es noch gute Alternativen geben immer her damit, wobei das Smith & Wesson mit seinen 34€ aber auch schon das max. an Budget derzeit darstellt!

Besten Dank schonmal im voraus :)

droffen
04.01.2006, 14:53
Such mal nach einem Chris Reeve Small Sebenza.
Ist zwar etwas teurer, aber was besseres kannst Du nicht bekommen.

Droffen

Rajiv
04.01.2006, 14:54
Willkommen im Forum!

Die speziellen Messer-Diskussion finden eher im Messerforum.net statt, deswegen stehen hier nicht exorbitant viele Messer-Beiträge.

Zu deinen Messer-Vorschlägen:
Ist schwer zu sagen, was für deine Vorstellungen das richtige Messer ist. Ich persönlich würde von den fünf Messern das finnische Marttiini Einhandmesser MFK-2T nehmen. Hängt damit zusammen, daß in meinem Bekanntenkreis mit Marttiini bisher keine schlechten Erfahrungen gemacht wurden. Die S&W-Messer sind mir zu militärisch(gefallen mir nur bedingt), mit Gerber hatte ein Freund von mir Probleme mit der Stahl-Qualität, aber da muß ich nachfragen um welches Gerber es sich handelte.
Alternativ siehe dir die spanischen Messer von M. Nieto und Aitor an. Bekannte große deutsche Messerfirmen wären Puma, Carl Linder, Hubertus, Eickhorn und Böker, gibt aber auch kleinere Firmen.
Skandinavische Messerfirmen sind im allgemeinen für gute Qualität bekannt, eventuell ist bei Helle, Brusletto, EKA, Fällkniven etc. was für dich dabei.
Herbertz ist eine große Firma, etliche Messer kaufen die weltweit von verschiedensten Herstellern ein, da gibt es gute und weniger gute Meser. Bin aber kein Herbertz-Kenner, da müßte sich mal ein Experte zu äußern, welche Herbertz-Messer zu empfehlen wären und welche eher mit Vorsicht zu genießen sind.

Rajiv

meisterJäger
04.01.2006, 15:08
Such mal nach einem Chris Reeve Small Sebenza.
Ist zwar etwas teurer, aber was besseres kannst Du nicht bekommen.

Droffen

Jooooo das ist wirklich top grade ein wenig nach gegoogelt :shock: :D
Auf welchem Wege soll ich Dir meine Bankverbindung zuschicken?
Oder reicht Adresse und Du orderst das mit meiner Lieferanschrift? :wink:

@Rajiv:

Danke für Deine Ausführliche Antwort. Das Marttiini Messer wäre bislang auch mein Favorit (es sei denn ich bekomme doch noch das Chris Reeve Small Sebenza von droffen). Sollte das S&W Messer allerdings um einiges besser sein würde ich auch dies trotz des Militärlooks nehmen, könnte mir aber vorstellen, dass das aufgrund der Klingenform schwerer selbst zu schleifen ist? Möchte mein Messer gern selbst schleifen und dafür nicht weggeben müssen.

Achja sollte jemand eine günstigere Bezugsquelle kennen wäre ich über einen Link per Post oder PN sehr dankbar :)

Silas
04.01.2006, 15:08
hi
ich persönlich hab das Smith&Wesson Extreme Ops
http://cgi.ebay.de/Smith-Wesson-Extreme-Ops-Tanto-Messer-Polizei-S-W-NEU_W0QQitemZ7208796753QQcategoryZ9189QQrdZ1QQcmdZViewItem

bin sehr zufrieden damit. Super verarbeitet, einfach nur scharf und in meinen Augen eines der schönsten Messer auf dem Markt.
Das gibts auch noch in anderen Farben und mit anderen Klingen.
Aber die Tantoklinge musste ich einfach haben :wink:

*edit*
zu herbertz: ich hatte auch mal ein herbertmodell. meines erachtens sind das meistens nur brotzeit messer. mein smith&wesson ist um lääängen schärfer.

meisterJäger
04.01.2006, 15:15
hi
ich persönlich hab das Smith&Wesson Extreme Ops
ebay (http://cgi.ebay.de/Smith-Wesson-Extreme-Ops-Tanto-Messer-Polizei-S-W-NEU_W0QQitemZ7208796753QQcategoryZ9189QQrdZ1QQcmdZViewItem)

Hmmm gefällt mir auch sehr gut, allerdings ließt man hier im Forum viel drüber, dass diese TantoKlinge für den "alltäglichen" gebrauch nicht so der Hit sein soll. Wobei das bei dem Messer scheinbar nicht so eine extreme hat wie bei einigen anderen. Wie sind den da so Deine Erfahrungen und wofür benutzt Du das Messer (hauptsächlich)?

Achja was kostet es ca.?

Silas
04.01.2006, 15:31
das messer kostet im handel so um die 40 € glaub ich. bei ebay hab ich es damals für die hälfte bekommen.
naja, für was benutz ich das messer? vielleicht ist die frage naheliegend für was _du_ das messer hauptsächlich verwenden würdest :wink:

du hast ja oben schon gesagt das du kein messer brauchst mit dem mann "bäume fällen kann". das kannst du mit dem messer auch nicht. aber was textilien, seile, fleisch und holz angeht ... es hat alles geschnitten. bei meinem finger gibgs am schnellsten :grrr:

meisterJäger
04.01.2006, 15:37
aber was textilien, seile, fleisch und holz angeht ... es hat alles geschnitten. bei meinem finger gibgs am schnellsten :grrr:

Klingt doch sehr gut (bis auf die Story mit dem Finger :P ) habe mir grade mal bei ebay dieses hier per Sofort Kauf gesichert und werde es mir mal anschauen:

http://i23.ebayimg.com/01/i/05/53/a7/35_10.JPG
Verkäufer: superpreise07

Dann kann ich es mal selbst beurteilen ;)

Ansonsten möchte ich die anderen jetzt durch den Kauf nicht davon abhalten Ihre Meinung weiter kundzutun ;) den sollte es doch nicht so das ware sein gehts wieder zurück...

downunder
04.01.2006, 15:55
Ich hab super Erfahrungen mit dem E-Z-Out von Gerber gemacht. Der Stahl ist super, es ist leichtgängig, liegt gut in der Hand und wiegt kaum was. Dürfte auch unter 40 € zu bekommen sein.

In der obigen Auswahl, find eich das Marttiini am interessantesten.

Ewald
04.01.2006, 16:46
"Remember Mr. Miyagi and his bonsai tree?
Look at your gear in the same way, always searching for its inner (...) essence."
Kestenbaum

Bleibt mir also nur das:
EKA Nordic H8

Jawohl!
eWALD

Hawe
04.01.2006, 16:48
Ich hab super Erfahrungen mit dem E-Z-Out von Gerber gemacht. Der Stahl ist super, es ist leichtgängig, liegt gut in der Hand und wiegt kaum was. ...
In der obigen Auswahl, find eich das Marttiini am interessantesten.
Ich schliesse mich in beiden Punkten downunder an.
Das E-Z habe ich selber seit vielen Jahren, das Marttinii kenne ich bisher nur von Bildern.
Habe noch zusätzlich eventuell das Magnum Gemini wegen des extrem rostträgen Stahls. In Version mit glatter Klinge. Schön leicht.
Hawe

Silas
04.01.2006, 17:06
In meinen Augen (und mit meinen Erfahrungen) ein guter Kauf. Mit dieser Klinge gehst du jetzt auch geschickt den Tantozweiflern aus dem Weg :lol:

rover
04.01.2006, 17:07
Hi,
ich sag nur EKA Nordic T8
http://www.roedter-messer.de/eka_helle.htm

rover

meisterJäger
04.01.2006, 18:01
Hi,
ich sag nur EKA Nordic T8
http://www.roedter-messer.de/eka_helle.htm

rover

Auf jedenfall ein schönes Messer, allerdings überschreitet es derzeit mein vorh. Budget um längen ;)

underwater
04.01.2006, 18:22
Ein Benchmade...

Crosswind
04.01.2006, 19:59
Hallo!

Empfehle auch ein Benchmade, und zwar das 35 Euro teure Mini-Pika.

Wiegt keine 60g, hat eine schöne, 7,4 cm lange Klinge aus 440C-Stahl, liegt bei mir jedenfalls optimal in der Hand, hat wirklich null Klingenspiel und ist trotz dem Gewicht sehr solide. Außerdem verschwindet das Messer quasi unsichtbar in der Hose.

Das Öffnungsloch finde ich mega praktisch, weil es nicht so wie ein Stumpf auf der Klinge an der Hose hängen bleiben kann und diese beschädigen kann, weil man das Messer damit mit einer Hand öffnen kann und weil man auch mit Handschuhen super bedienen kann.

Ich trage meins immer bei mir.

Gruß
Philip

jackknife
05.01.2006, 01:19
Benchmade 635 mini Skirmish. Imho besser als das Reeve Small Sebi.
Dafür aber schon für unter 160€ zu bekommen.
Matthias

Jens
05.01.2006, 02:13
Was heißt eigentlich "Benchmade"? Wenn ich diverse Lexika und Wörterbücher anschmeiße bekomme ich da nur unbefriedigende Antworten...

Jens - der sein IKEA-Messer für 5 Mark auch nur mit einer Hand benutzt...

derMac
05.01.2006, 10:33
Was heißt eigentlich "Benchmade"? Wenn ich diverse Lexika und Wörterbücher anschmeiße bekomme ich da nur unbefriedigende Antworten...
Ich denke mal, dass es ein Kunstwort ist, welches andeuten soll, dass die Messer zwar "handgemacht" sind, aber eben unter Zuhilfenahme moderner Werkzeuge, eben Werkbank-(Bench)-gemacht. K.A. obs stimmt.

Mac

downunder
05.01.2006, 10:36
Ich weiß gar nicht, warum hier erstklassige Messer von Reeves und Benchmade vorgeschlagen werden, wenn die Vorgabe ganz klar ein Messer unter 40 € sein soll. Gerade bei einem Klappmesser ist ein Preis jenseits der 100 € nur noch schwer zu rechtfertigen, wenn es nicht um Liebhaber und Sammler geht. Für den herkömmlichen Outdoorgebrauch sind die günstigeren Modelle immer ausreichend. Ein gutes Messer ist zwar auch relativ teuer, aber die teuersten sind nicht gleichzeitig die besten.
Es sollte jeder selber wissen wie teuer ein Gebrauchsgegenstand sein darf. Ich habe auch habe auch schon hochwertige Messer besessen, auf Tour hat mir aber immer ein günstigeres Modell gereicht, wo mir der Verschleiß nicht ganz so weh tut.

downunder
05.01.2006, 10:40
Ich denke mal, dass es ein Kunstwort ist, welches andeuten soll, dass die Messer zwar "handgemacht" sind, aber eben unter Zuhilfenahme moderner Werkzeuge, eben Werkbank-(Bench)-gemacht. K.A. obs stimmt.

So in etwa wird es sein. So wie "handmade" als Partizip gebräuchlich ist, kann man natürlich auch andere Partizipien konstruieren. Das ist nur kein Kunstwort, sondern ein Beispiel für die sprachliche Kombinatorik. Solche zusammengesetzten Wörter werden nicht in ihrer unendlichen Vielzahl in Wörterbüchern aufgeführt.

Hawe
05.01.2006, 11:31
...Es sollte jeder selber wissen wie teuer ein Gebrauchsgegenstand sein darf. Ich habe auch habe auch schon hochwertige Messer besessen, auf Tour hat mir aber immer ein günstigeres Modell gereicht, wo mir der Verschleiß nicht ganz so weh tut.Genau. Und der Verlust...
Nicht nur dass mir böswillige Sicherheitskräfte das leider im handgepäck vergessene teure Messer schon abgenommen haben, auch verloren habe ich schon welche.
Ein schönes Gebrauchsklappmesser, das auch noch mit knapp über 20 Euronen relativ günstig ist, nur optisch etwas gewöhnungsbedürftig, ist das Magnum "Bulldog".
Gruss Hawe

Bastieeeh
05.01.2006, 11:46
Wer "viel" Geld für ein teures Messer ausgibt, sollte es nicht anders nutzen, wie ein günstiges. Wenn es was taugt, dann wird der Käufer wesentlich länger Freude daran haben, als an einem günstigeren. Es allerdings in die Vitrine zu verbannen und nur weil es teuer war nicht als Messer im eigentlichen Sinn (als Gebrauchsgegenstand) zu nutzen, der sollte meiner Meinung nach sein Handeln nochmal überdenken...
Ich selbst habe ein Gerber Gator Droppoint (und noch ein paar andere Messer) und finde es für viele Outdoorsachen ideal. Die Klinge ist stabil, aber nicht so stark, daß Möhren beim Schneiden abbrechen. In der Droppoint Version hat man die ideale "Nutella-Vorteils-Klinge", quasi ein Kameradenschwein im besten Sinne. Wenn du damit einmal in's Glas langst, dann kannst du mit der Fuhre gleich zwei Scheiben Brot mit schmieren. ;-)
Der Griff ist aus Kraton, herrlich griffig auch wenn es mal nass wird. Ein unglaublicher Nachteil von Metall-Griffen macht sich im Winter bemerkbar. Mit blanken Händen ein kaltes Messer anzufassen und damit länger zu arbeiten ist ein Graus. Ausserdem bekommt man leicht Druckstellen, egal wie abgerundet der Griff sein mag.
Schon allein aus diesem letzten Grund fallen alle von dir vorgeschlagenen Messer raus (bis auf das Gerber). Da du dich scheinbar schon entschieden hast (etwas vorschnell, wie ich finde) kannst du die genannten Aspekte sicher leicht nachvollziehen.

P.S.: Tantos sind Kampfmesser (Klappmesser hin oder her). Soviel sollte klar sein. Wenn du damit von einem Ordnungshüter gefilzt wirst, warst du vielleicht die längste Zeit der Besitzer.

derMac
05.01.2006, 12:05
P.S.: Tantos sind Kampfmesser (Klappmesser hin oder her). Soviel sollte klar sein. Wenn du damit von einem Ordnungshüter gefilzt wirst, warst du vielleicht die längste Zeit der Besitzer.
Tantos mögen zwar je nach Ausprägung im Alltag etwas unpraktisch sein, aber verboten sind sie nicht und somit sollte sie auch niemand einziehen können.

Mac

downunder
05.01.2006, 12:16
Wer "viel" Geld für ein teures Messer ausgibt, sollte es nicht anders nutzen, wie ein günstiges. Wenn es was taugt, dann wird der Käufer wesentlich länger Freude daran haben, als an einem günstigeren. Es allerdings in die Vitrine zu verbannen und nur weil es teuer war nicht als Messer im eigentlichen Sinn (als Gebrauchsgegenstand) zu nutzen, der sollte meiner Meinung nach sein Handeln nochmal überdenken...

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die große Mehrheit unter den Outdoorpraktikern aus diversen Gründen nicht über 100 € für ein Klappmesser ausgeben wird. In professionellen Bereichen wie Behörden und Militär ist das unter Umständen was anderes, aber im privaten Bereich?
Dein Gator liegt ja, soweit ich weiß, auch bei unter 100 € im VK, mal abgesehen von eBay. Da bekommt man eben gute Qualität zu einem angemessenen Preis. Aber warum sollte unser Suchender hier ein vielfaches von dem ausgeben, was er eigentlich im Sinn hat?

Messersammeln dagegen ist ein Hobby, deren Anhänger bereit sind viel für ein Messer auszugeben. Ein Sammler kauft dagegen weniger günstigere Messer. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die großen Firmen ihre extrem teueren Messer produzieren könnten, wenn sie Sammler nicht schon im Vorfeld mit einkalkulieren würden.

Es sollte also immer eine gute Verhältnismäßigkeit zum angestrebten Nutzen bestehen, das gilt eben auch für Sammler, und wenn der Nutzen nur darin besteht, eine Sammlung aufzubauen.

jackknife
05.01.2006, 16:01
Wo fängt bei euch ein Sammlermesser a. Ab 100€ oder ab 1000€.
Übrigens geht auch sammeln und benutzen.
Messer wie ein Benchmade Skirmish oder ein Sebenza sind doch keine Sammlermesser.
Das sind tolle user. Auf ein gutes Messer passt man auch besser auf und verliert es nicht.
Matthias

meisterJäger
05.01.2006, 16:44
An sich wäre ich schon bereit auch mehr für ein Messer auszugeben (bis ca. 100€). Momentan aber eben nicht möglich und daher muss derzeit ein preiswertes reichen. Und da dieses Messer schonmal besser sein soll als ein vergleichbares Herbertz und ich somit eine Vorstellung habe wollte ich dieses Messer jetzt halt gern ausprobieren. Wenn man etwas selbst beurteilen kann ist es auch leichter sich zu entscheiden ;) wenns mir nicht zusagen sollte kann ich es noch immer zurückschicken. Von daher kann man noch nicht von einer Entscheidung im eigentlichen Sinne sprechen ;)

Aber Besten Dank an alle für Eure ausführliche Hilfe :D

underwater
05.01.2006, 17:47
Was heißt eigentlich "Benchmade"? Wenn ich diverse Lexika und Wörterbücher anschmeiße bekomme ich da nur unbefriedigende Antworten...

Jens - der sein IKEA-Messer für 5 Mark auch nur mit einer Hand benutzt...

..."auf der Werkbank gemacht"...

Hirsei
05.01.2006, 19:57
Ich würde vor allen darauf achten daß sich die Klinge gut schleifen lässt. Wenn du vorhast das Messer herzunehmen wird es nunmal stumpf und wenn du dich nicht gerade intensiv mit dem Thema "Schleifen von Messern mit komischen Formen" auseinanderzusetzen gedenkst, würde ich vom 1., 2. und 5. deiner Vorschläge Abstand nehmen.
Beim Tanto würde ich davon ausgehen daß es im Bereich des Knicks chronisch stumpf ist. Hab aber noch nie eins gehabt und daher keine Erfahrungswerte.
Ich selber hab ein Schweizer Messer von Wenger, weil ich sonst nur den Korkenzieher vermissen würde, und Dosen immer mit ner Gabel aufmachen.
Ach ja, Schleifsteine gibt's hier:
http://www.dick-gmbh.de/

Dann viel Spaß beim Schneiden,
Matthias

Master_of_Disaster
05.01.2006, 22:19
Also ich hab als Einhandmesser das Smith and Weson S.W.A.T. Messre und muss sagen das ich sehr mit ihm zufrieden bin :) . Es ist zwar schon ein etwas älteres Model aber ist trotzdem super :shock:

MFG
Max :wink:

Silas
05.01.2006, 22:37
hab mir heute ein neues Smith&Wesson zugelegt.
Das Tanto ist mein Heiligtum und fürs Grobe find ich ne unlackierte Klinge eh besser, da man nicht jeden klitzekleinen Kratzer sieht.

http://i23.ebayimg.com/03/i/05/d2/20/34_10.JPG

außerdem kann man gegen 19 € nun wirklich nichts sagen!

Rajiv
06.01.2006, 14:59
Qualitativ gute(und manche sind auch recht preiswert) Einhandmesser kommen auch von etlichen italienischen Messerherstellern, z. Bsp.: Maserin, Fox, Viper, Fratelli Beltrame/Frank Beltrame, Armando Beltrame, Lion Steel, Conaz, Extrema Ratio, Coltellerie Prezioso/Camel, Olivetto, Mercury, evtl. noch Berti und evtl. noch Faraccio/P.C.F.
Wenn es unbedingt "militärisch" sein muß(manchmal habe ich den Eindruck, daß S&W-Messer gekauft werden, weil sie so einen bekannten Feuerwaffen-Namen haben, weniger weil die Qualität bzw. die Form/Konstruktion überzeugen), dann kämen die Messer von Beretta in Betracht, allerdings sehe ich hier persönlich den Nachteil, daß weder Beretta noch S&W ausgewiesene Messer-Spezialisten sind, sie haben einen Teil der Entwicklung von Spezialisten machen lassen, aber diese werden mit Sicherheit nicht all ihr Wissen an eine Firma wie S&W oder Beretta verkauft haben(sprich: einen Teil des Fachwissens behält der Messerschmied immer für sich und verkauft es nicht an irgendeine große Firma).
Edle Teile aus Italien kommen u. a. von Usai & Sons S.n.c. oder von Massimo Salice Sanna oder von Riboni oder von Francesco Pachi oder von Sandro Mariani oder von Tore Fogarizzu. Aber diese schönen Messer kosten dann schon nicht zu knapp.

Rajiv

Silas
06.01.2006, 17:53
also ich stand dem kauf eines S&W Messers anfangs auch skeptisch gegenüber. Immerhin würd ich mir auch nie ein Gewehr von Wenger kaufen. Aber mir gefallen die traditionellen Messer einfach nicht mehr. Ich hab mich einfach irgendwann von dieser Horn- oder Edelweissoptik abgewandt - obwohl die Messer in den meisten Fällen von erstklassiger Qualität sind. Natürlich sehn nicht alle so aus.

Wenn ich ein Messer gefunden hätte das dem S&W ähnlich gewsen wäre ... dann aber von einem namhaften Klingenschmied: ich hätte zugeriffen.

Aber die S&W Extreme Ops Serie find ich einfach konsequent. Keine verschnörkelungen, schöne Klinge, 440er Stahl und leichte Bauweise.

Jetzt ist mein 2. S&W unterwegs, und ich kanns kaum erwarten. Denn die Klinge ist besser als ihr Ruf!

Silas
11.01.2006, 14:42
habs heute bekommen! klasse teil. bin mal wieder super zufrieden.

@ meisterJäger: du müsstest deins doch auch schon längst haben. was sind deine ersten eindrücke?

derMac
11.01.2006, 15:28
Wenn ich ein Messer gefunden hätte das dem S&W ähnlich gewsen wäre ... dann aber von einem namhaften Klingenschmied: ich hätte zugeriffen.
Dir kann geholfen (http://www.crkt.com/m16edcz.html) werden. :wink:

Aber ich wüsste jetzt auch nicht, was bei dem Preis ernsthaft gegen das S&W spricht.

Mac

meisterJäger
12.01.2006, 17:52
@ meisterJäger: du müsstest deins doch auch schon längst haben. was sind deine ersten eindrücke?

Habe es nun schon ein paar Tage das stimmt. Leider hatte ich noch nicht die Möglichkeit es intensiver zu testen :wink:

Daher hier mal die ersten Eindrücke, muss aber dazu sagen, dass ich kein Messerprofi oder sowas bin:

Verarbeitung meiner Einschätzung nach wirklich gut. Vor allem läßt es sich komplett auseinander nehmen da alles geschraubt wurde (allerdings mit torx schrauben)
Anfangs empfand ich es etwas leicht (im Vergleich zu meinem Herbertz) was ich aber nicht als störend empfinde.
Die Schärfe stellt mich erstmal zufrieden. Schonmal schärfer als mein Herbertz (jeweils Auslieferungszustand) denke aber dass da wohl noch bisschen was zu machen ist wenn man es selbst schleift.

Insgesamt bin ich ganz zufrieden mit dem Kauf und werde es auch auf jedenfall behalten. Mal schauen ob es sich noch etwas besser schärfen läßt, dann wäre ich restlos glücklich. :)

Taube
15.01.2006, 22:11
Was haltet ihr von dem (http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=pq_04011&artbez=Almar+Einhandmesser&k_id=10&h_kat=Messer%2C+Werkzeug%2CVerteidigung/) Messer?
Hat das irgendwer, oder wenigstens schonmal in der Hand gehabt?
Die Bewertung bei Globetrotter sind ja nicht so schlecht und ich dachte Al-Mar ist so ganz gut.
Hat das Messer einen Gürtelklip?
Spricht irgendwas gegen das Messer?

Taube

Wildbertstock
28.01.2006, 14:17
Bin sehr zufrieden mit dem Gerber Colonel Applegate, gibt es zu einem noch fairen Preis bei http://www.roedter-messer.de/gerber.htm. Interessant sind dazu vielleicht auch die Feetbacks zu diesem Produkt bei Globetrotter.de Wenn zu teuer oder zu militärisch, ich hab vom Gerber Gator gutes gehört.
Zur Zeit läuft eine Auktion bei ebay (allerdings nicht mit drop point Klinge).

Marvin
09.02.2006, 14:16
Der thread-Ersteller ist ja schon bedient, aber ich hätte in der Preisklasse auch eher ein Benchmade Pika, Mini-Pika oder Monochrome vorgeschlagen.
Die Fertigungsschwankungen bei S&W, Herbertz usw. wären mir ein zu großes Risiko, um eines deren Messer unbefummelt zu bestellen.
Wenn die Spyderco-Messer nicht so abgrundtief häßlich wären, könnte man wohl auch sie empfehlen. Bewährte Qualität bieten sie ja wohl...

Stephan Kiste
09.02.2006, 14:44
Hi,

ich schiele schon einige zeit mit dem Gerber

http://www.specshop.pl/images/gerberFreeman1.jpg

Folder, kostet so um die 60 €

Grüße Stephan

derMac
09.02.2006, 15:04
Wenn die Spyderco-Messer nicht so abgrundtief häßlich wären, könnte man wohl auch sie empfehlen. Bewährte Qualität bieten sie ja wohl...
Also ich finde, das Centofante (http://spyderco.com/catalog/details.php?product=24) gehört in die Kategorie der wirklich schönen Messer. Viele Spydercos sind aber nicht zerlegbar.

Mac

meisterJäger
08.06.2006, 18:39
So muss dieses alte Thema mal wieder hervorkramen.
mitlerweile habe ich mein S&W ja eine Weile und muss sagen, dass ich es mir nicht wieder kaufen würde.
Finde das es nicht grade sehr scharf ist und schleifen läßt es sich auch nicht sehr gut.
Zudem hatte ich es kürzlich mit auf Motorradtour. Ca 400km in einer kleinen Tasche vom Tankrucksack hat es gelegen. Durch die Fahrvibrationen konnte ich es dann zuhause in ALLEN Einzelteilen wieder herausnehmen. Es war wirklcih jede Schraube an dem Messer losgerüttelt. :bash:

S&W - nie wieder! :grrr:

frank.draeger
08.06.2006, 20:09
Ich persönlich bin kein all zu großer Messerfetischist. Die Sache mit den unterschiedlichen Rockwellhärten hab ich auch nie so richtig verstanden. Aber seit über einem Jahr hab ich ein nettes Einhandmesser vom CRKT (M21-04) (http://www.crkt.com/M21.html) im Alltagsgebrauch und bin extrem zufrieden. Es ist leicht zu zerlegen um es zu reinigen und schärfen lässt es sich auch ganz gut und rein subjektiv empfinde ich dass da ein gutes Mittel zwischen Schnitthaltigkeit und Schärfbarkeit gefunden wurde.

Preis liegt allerdings bei 78 Euro.

Davor hatte ich übrigends einige "Einhandmesser" mit denen ich entweder keine Äste spalten konnte, oder für die man entweder zum öffnen oder zum schließen zwei hände brauchte.

Als Verschleißmesser finde ich übrigends auch das Blackbear One Hand Action für 2,95 bei Globi sehr nett. Es ist sehr klein, leicht und hebeln sollte man damit nicht.

underwater
08.06.2006, 20:57
So muss dieses alte Thema mal wieder hervorkramen.
mitlerweile habe ich mein S&W ja eine Weile und muss sagen, dass ich es mir nicht wieder kaufen würde.
Finde das es nicht grade sehr scharf ist und schleifen läßt es sich auch nicht sehr gut.
Zudem hatte ich es kürzlich mit auf Motorradtour. Ca 400km in einer kleinen Tasche vom Tankrucksack hat es gelegen. Durch die Fahrvibrationen konnte ich es dann zuhause in ALLEN Einzelteilen wieder herausnehmen. Es war wirklcih jede Schraube an dem Messer losgerüttelt. :bash:

S&W - nie wieder! :grrr:


Wenn Du einen guten Revolver willst: Nimm einen S&W, aber wer gute Revolver baut muß noich lange keine guten Messer bauen, nur weil S&W draufsteht. Die Kernkompetenz bei S&W liegt definitiv auf Kurzwaffen und nicht auf Messer. Mein Rat egal bei was: Kaufe von einer Firma, die nicht alles und nichts anbietet, sonder daß was sie macht mit Liebe zum detail und ausschließlich macht: Z.B. bei den Messern Benchmade oder EKA, ...
Messer sind für S&W nur ein "Beifang" ...

Desaad
08.06.2006, 21:16
Ich kann Frank da voll zustimmen. Ich habe das CRKT M16-13. Das ist etwas kleiner als das M21. Wirklich ein tolles hochwertiges Messer. Das schöne an den CRKT Modellen ist das man eine zusätzliche sicherung hat die aus dem Klappmesser quasi ein Feststehendes macht. CRKT bewirbt diese Messer auch als "Fixed -Folder"

cd
09.06.2006, 10:10
Als Verschleißmesser finde ich übrigends auch das Blackbear One Hand Action für 2,95 bei Globi sehr nett. Es ist sehr klein, leicht und hebeln sollte man damit nicht.
Jup. Öfters mal nachschärfen, dann ist das echt brauchbar. Und wenns nach einem Jahr reif für die Tonne ist, oder man es verliert, was solls.
Ich habs geschafft, beim Späne machen fürs Feuer die Klinge vorne etwas zu verbiegen, zurückbiegen im selben Holzstück ging aber gut. Und wie gesagt: Wenns kapput geht, was solls. Dann gibts ein neues.

chris

Wulf
09.06.2006, 11:27
Und wenns nach einem Jahr reif für die Tonne ist, oder man es verliert, was solls. (...) Und wie gesagt: Wenns kapput geht, was solls. Dann gibts ein neues.
Wegwerfmentalität :motz:

Dekkert
09.06.2006, 11:34
Hallo,
ich habe ein:
http://angelmueller.de/cosmoshop/pix/a/n/214211-1079299714.jpg
Smith and Wesson HRT.
Vor über einem Jahr geschenkt bekommen.
Ich habe es immer in meine Hosentasche geklippt bei mir.
Es ist auch komplett verschraubt. Nach ca. 2 Monaten war es etwas Klapprig geworden, besonders daer Gürtelclip drohte ständig abzufallen. Habe 2x täglich mit der Hand die 3 kleinen torx festziehen müssen.
Dann bin ich in den Baumarkt gegangen, und habe die Schrauben allesamt festgezogen. Seitdem kann ich keine nenneswerten Lockerungen feststellen.
(Nur, und da mag das Erfahrungsminus liegen, nach dem festziehen liegt die Klinge ein wenig anders, d.h. sie rastet nicht mehr immer so unproblematisch ein.)

Ich bin auch mit der Schärfe und Schnitthaltigkeit zufrieden, nur das martialische Äußere stört mich ein wenig.



Andererseits frage ich mich was die phänomenalen Unterschiede ausmachen soll, in der Messerherstellungserfahrung. Wenn man jetzt mal die geschmiedeten, gefalteten etc. Klingen außen vor läßt. Ich habe nie den eindruck gehabt, daß man bei einem einfachen Klappmesser Jahrelang studiert haben muß, um ein vernünftiges zu konstruieren. Das "gut in der Hand liegen" ist ja nicht allein vom konstukteur abhängig, sondern auch von meiner Hand, deshalb liegen mir manche, ander nicht.
Der Stahl ist auch ein wenig geschmackssache. Harter / Weicher Stahl haben beide ihre Vor- und Nachteile. Ich komme auch im alltagsgebrauch mit einem Opinell gut zurecht.
Deshalb kann ich mir nicht so ganz vorstellen, daß ein ausgewiesener Messerspezialist hier noch so einen großen Vorsprung hat, zumal die anderen sich ja einiges abgucken können.
Wo also sind die Unterschiede?

So und jetzt mal zu den gefaltetet, Damaszener etc. Klingen. Schön anzugucken, und faszinierend auch wegen Geschichte und Handwerkskunst.
Letztlich war ich aber in einem Messerladen, und der Verkäufer meinte während der Unterhaltung, daß so ein aufwändiges Messer ein reines Liebhabermesser sei. Mittlerweile seien die Stähle so rein und gut, daß diese Schmiedekunst (ich meine hier nur das Falten, nicht das reine Schmieden) unnötig sei. Als sie entwickelt wurde waren die Stähle noch sehr dreckig, sodaß man für die nötige Mischung aus Elastitzität und Härte so schmieden mußte. Mittlerweile sei jeder bessere Stahl den damaligen gefalteten weit überlegen.
Tia, was sagt ihr dazu?

chinook
09.06.2006, 12:20
So und jetzt mal zu den gefaltetet, Damaszener etc. Klingen. Schön anzugucken, und faszinierend auch wegen Geschichte und Handwerkskunst.
Letztlich war ich aber in einem Messerladen, und der Verkäufer meinte während der Unterhaltung, daß so ein aufwändiges Messer ein reines Liebhabermesser sei. Mittlerweile seien die Stähle so rein und gut, daß diese Schmiedekunst (ich meine hier nur das Falten, nicht das reine Schmieden) unnötig sei. Als sie entwickelt wurde waren die Stähle noch sehr dreckig, sodaß man für die nötige Mischung aus Elastitzität und Härte so schmieden mußte. Mittlerweile sei jeder bessere Stahl den damaligen gefalteten weit überlegen.
Tia, was sagt ihr dazu?

In Japan haben die Messermacher angefangen die Klingen zu falten, weil die Stahlqualität zu schlecht und ungleichmässig war, um ein Schwert daraus zu schmieden. Was ja ein extremes Anwendungsprofil ist in Bezug auf Härte und Elastizität. Das konnten dann die gefalteten Klingen besser.

Heute ist sicher ein pulvermetallurgischer Stahl oder ein gut verarbeiteter Spezialstahl oft besser. Aber wie schon oft geschrieben: Es hängt mehr von der Klingengeometrie und dem Einsatz ab als vom Material.

-chinoook

underwater
09.06.2006, 12:43
Und wenns nach einem Jahr reif für die Tonne ist, oder man es verliert, was solls. (...) Und wie gesagt: Wenns kapput geht, was solls. Dann gibts ein neues.
Wegwerfmentalität :motz:

...finde ich auch schrecklich... Lieber kaufe ich mir einmal was 1A mässiges und paß drauf auf... dann habe ich 20 JAhre und ggf. mehr meinen Spaß dran...

derMac
09.06.2006, 13:06
Andererseits frage ich mich was die phänomenalen Unterschiede ausmachen soll, in der Messerherstellungserfahrung. Wenn man jetzt mal die geschmiedeten, gefalteten etc. Klingen außen vor läßt. Ich habe nie den eindruck gehabt, daß man bei einem einfachen Klappmesser Jahrelang studiert haben muß, um ein vernünftiges zu konstruieren.
Das frag ich mich auch immer und ich hab keine Antwort drauf. Aber die Unterschiede sind teilweise sehr deutlich spürbar. All die beschriebenen Probleme treten bei guten Messern eben kaum auf. Und solche Messer bekommt am schon für deutlich unter 100 €.

Mac

Loon
09.06.2006, 15:03
Andererseits frage ich mich was die phänomenalen Unterschiede ausmachen soll, in der Messerherstellungserfahrung. Wenn man jetzt mal die geschmiedeten, gefalteten etc. Klingen außen vor läßt. Ich habe nie den eindruck gehabt, daß man bei einem einfachen Klappmesser Jahrelang studiert haben muß, um ein vernünftiges zu konstruieren.
Die Konstruktion an sich ist imo nicht das Problem. Eher die Produktion. Außerdem fließen bei alten, "herkömmlichen" Modellen die Erfahrungen vieler Jahre mit in die Produktion. Neue Designs oder Konzepte müssen sich erst bewähren.

cd
09.06.2006, 15:58
Und wenns nach einem Jahr reif für die Tonne ist, oder man es verliert, was solls. (...) Und wie gesagt: Wenns kapput geht, was solls. Dann gibts ein neues.
Wegwerfmentalität :motz:

...finde ich auch schrecklich... Lieber kaufe ich mir einmal was 1A mässiges und paß drauf auf... dann habe ich 20 JAhre und ggf. mehr meinen Spaß dran...
Hoppla, da hab ich jetzt was angerichtet. Ich hab mich wohl etwas zu krass ausgedrückt.

Ich habe nicht gesagt und wollte auch nie sagen, dass ich das Ding unbedingt nach 1 Jahr wegschmeißen will, auch wenn ich mit dem Teil das Risiko eingehe, das tun zu müssen. Bislang hat es nicht den Anschein, dass es in ein paar Monaten den Geist aufgibt, im Gegenteil, abgesehen von der mittlerweile etwas zerkratzten Klinge ist es topfit, es ist einwandfrei und leichtgängig zu öffnen, die Verriegelung funzt bisher ebenfalls einwandfrei und die Teile halten bestens zusammen. Dabei hab ich es gerade die letzten Wochen wirklich nicht geschont.
Und wenn es billig war und trotzdem ein paar Jahre hält (was ich erst allerdings in ein paar Jahren sicher weiß :wink:, ich hab es erst seit etwa 6 Monaten), ists doch super. Mit etwas häufiger nachschärfen und gelegentlich die Schrauben nachziehen kann ich gut leben.
Auch ein schönes, teures Modell kann mit etwas Pech nach ein paar Wochen geschrottet/geklaut/verloren sein, auch wenn man noch so doll drauf aufpasst.
Aber OK, ihr habt schon recht, für ein Opinel hätte ich nicht viel mehr ausgeben müssen und hätte jetzt ein Messer von jahrelang bewährter Qualität... Fragt mich nicht, warum ichs nicht gemacht habe. Vielleicht aus Neugierde, was ein 2,50€ Messer so kann.

chris

frank.draeger
09.06.2006, 20:59
...aber ich sehe das so. Ich habe ein Einhandmesser in meiner Paddelweste für den Fall, dass ich mal im Wasser ein Seil kappen muss. Im Wasser verschwinden Messer aber schneller, als man mit EC KArte bezahlen kann. Bei dem geringen Preis hab ich dann noch ein 2. das am Klettergurt hängt. Da brauche ich dann auch nicht zu weihnen, wenn ich mal abschmiere, dagegenknalle und es schrott ist, oder ich es fallen lasse. Das sind für mich aufgaben, wo ein einfaches, günstiges Messer Gold wert ist.

Generell repariere ich auch lieber, als weg zu werfen, aber manchmal muss man sich auch fragen, ob man für Verschließaufgaben so viel Geld investieren muss.

Dekkert
10.06.2006, 14:21
Apropos! Du hast ein Messer am Klettergurt hängen? Welches Messer kann ich denn gut "wohinhängen"? es gibt da zwei von Petzl, speziell mit großer Öse, durch die man auch einen Karabiner durchkriegt, aber die machen keinen guten Eindruck auf mich.
Vorschläge?

frank.draeger
10.06.2006, 16:14
Ich habe eben jenes Blackbear für 2,95 Euro mit einer dünnen Schnur und einem kleinen Karabiner versehen und das so am Gurt. Als kleinen Karabiner nehme ich so einen günstigen kleinen, die es immer an der Kasse der Outdoorläden hängen. Im Winter mache ich dann auch schonmal einen Schnapper drann, weil der einfacher mit Handschuhen zu bedienen ist.

Loon
10.06.2006, 17:16
An meinem Klettergurt hängt bei längeren Touren ein Böker AK 74 Automatik (http://wolfster.de/article_graphics/01AK74B.jpg), klingt zwar sehr martialisch, aber ist ziemlich solide und relativ leicht. Habs mal wo ziemlich billig bekommen und seitdem hängts an meinem Gurt...
Gruß Loon

eisvogel
11.06.2006, 10:47
Beim Klettern is das CRKT Mo'skeeter (http://www.globetrotter.de/partner/partner.php?ident=57431d905a4a7580&page=%2Fde%2Fshop%2Fdetail.php%3Fmod_nr%3Drv_04184) dabei.

Klein, leicht, gut! Wellenschliff würde ich mir noch wünschen, ist aber auch ohne OK.

Silas
11.06.2006, 12:14
hab mein S&W jetzt schon über ein jahr. habs bisher noch nie nachgeschliffen weil es noch immer extrem scharf ist. mit losen teilen hab ich bisher auch noch keine probleme gehabt :wink:

Decius
14.06.2006, 20:02
Ich persönlich bin kein all zu großer Messerfetischist. Die Sache mit den unterschiedlichen Rockwellhärten hab ich auch nie so richtig verstanden. Aber seit über einem Jahr hab ich ein nettes Einhandmesser vom CRKT (M21-04) (http://www.crkt.com/M21.html) im Alltagsgebrauch und bin extrem zufrieden. Es ist leicht zu zerlegen um es zu reinigen und schärfen lässt es sich auch ganz gut und rein subjektiv empfinde ich dass da ein gutes Mittel zwischen Schnitthaltigkeit und Schärfbarkeit gefunden wurde.


Ich kann das M21 auch nur empfehlen, ein wirklich hervorragendes Messer. Zuvor hatte ich jahrelang das Point Guard (http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=rv_04181&k_id=&hot=0), auch von CRKT, ebenfalls ein ausgezeichnetes Messer (und um einiges preisgünstiger allerdings etwas weicherer Stahl). Das Messer begleitet mich eigentlich überallhin, Büroalltag genauso wie in die Wildnis.

Für feststehende Messer bin ich mit dem Fällkniven S1 (http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=uk_04001&k_id=1004&hot=0) extrem zufrieden. Das macht alles mit.