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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Canadier selber machen



Voitsberg
13.12.2005, 21:32
Hallo Leute!

Hab seit einiger Zeit die irre Idee einen Canadier aus Aramidfaser und Waben selbst zu bauen.
Soll ein 2er werden.

1.) Bin auf der Suche nach eine Bauplan für einen schnellen aber drehfreudigen Canadier (bis WW3), den ich aber auch auf Touren fahren kann

2.) Hat jemand Erfahrung mit diesen Materialien, wie dick muß die Aussenschicht sein, wie dick muß die Innenschicht sein


Klaus

Nalu
14.12.2005, 00:21
Ich habe bis jetzt 4 Kiteboards (Wakeboards) gebaut. Der Umgang mit Epoxydharz, Glasfaser (etc.) und Schaumstoff (Sandwichkern) ist bei Handwerklichem geschick nicht allzu schwer. Bedingt aber sehr! genaues Arbeiten mit der Waage und wenn mal was schief läuft gute Nerfen. Allerdings ist Erfahrung hilfreich: keines meiner Boards wurde älter als 5 Wochen. Der Umgang mit Waben ist alles andere als einfach. 1. Ist es nur sehr schwer schleifbar. 2. Ist die Verklebung nur im genau geregleten Vakuum genügend. Gleich mit Aramid und Waben anzufangen ist sehr kostspielig.

Mein Tip: Kleines Modell bauen, um verschiedene Arbeitsabläufe kennenzulernen und überprüfen.

Sich sehr gut über die Theorie Informieren:

www.r-g.de Hersteller und Forum wo sich sehr viele Tips finden. Auch PDF bzw. R+G-Handbuch
www.ctmat.de Hersteller
www.haempelfilm.de Kiteboardbastler mit guten Tips
www.oase.com Forum von Surfern mit Bau "Thread"

gruss Nalu

Voitsberg
17.12.2005, 08:52
Danke für Deine Tips.
Also den Katalog von RG hab ich schon gefressen und dabei viel gelernt. Hab mir sogar schon Muster senden lassen.
Die haben auch ein kleines Forum mit einigen Tips. Das mit dem Vakuum ist gar nicht so schlimm, denn das nötige Material (Vakuumsack, Vakuumvolie...) hat RG und als Vakuumpumpe verwenden viele einen Kühschrankkompressor -> der schafft bis -0.9bar und das reicht.
Weiters hab ich einen Kolegen der Spezialfelgen für Rennräder aus Carbon in Kleinserien herstellt, da hol ich mir auch noch Tips.

Mein problem ist eher:
1.) Wie dick muß die Aussenhaut und wie dick die Innenhaut sein?
2.) Hat jemand einen Bauplan den ich abkaufen kann von: Novacraft Pospector 15?

Klaus

Nalu
17.12.2005, 22:25
Hallo

mit einem Beistand für verarbeitungstechnische Fragen wird das natürlich einfacher :D Ich arbeite ebenfalls mit Kühlschrankkompessor und mit Vakumdichtmand erreich ich -0.85. Waben brauchen meines Wissens weniger, was man dann regulieren muss. Aber dafür hast du ja deinen Beistand *neid* (Hat der eine Webseite?)
Den Aufbau könntest du vielleicht einem bestehenden Boot ablesen. Zumindest mal schauen ob die die Haut als Sandwich aufgebaut ist. Wenn nicht, kleine Teststreifen mit möglichem Aufbau laminieren und die mit dem Original vergleichen.
Rennruderbote haben da nur eine Haut aus Gewebe, also kein Sandwich. Bei Canadier kenn ich mich gar nicht aus. Ob das ganze Berührungen standhalten muss wird wohl entscheidender sein.

mfg Nalu

schwalli
18.12.2005, 16:55
aalllsssoooo :D
das du ein canadier (hoffe du meinst ein kanu :bg: ) bauen willst finde ich klasse! aber ein boot aus glassfaser/kevlar o.ae. fuer wildwasser finde ich nicht gerade zweckmaessig. von meiner erfahrung als mechaniker und im verkauf in einem kajak und kanuladen kann ich dir von deinem vorhaben nur abraten.....sorry. ohne laminier kenntnisse wird das vakuumverfahren mit sicherheit nicht klappen. das kann man nur durch erfahrung lernen. ich lamierte jeden tag und kann dir sagen das es gar nicht sooo einfach ist ein gutes mehrlagiges laminat herzustellen. denn dazu brauchst du nicht nur das handwerkliche geschickt--nein da muss noch viel mehr stimmen. z.b. brauchst du spezial werkzeug, das wetter(temperatur,luftfeuchtigkeit) muss mitspielen und du produzierst jede menge gifte daempfe und gifte abfaelle. ich moechte dich nicht zu sehr entmutigen aber das musste ich los werden. :roll:
hier mal ein vorschlag wie ich vorgehen wuerde:
wenn du dein kanu viel tragen musst wuerde ich auf alle faelle ein glassboot oder sogar ein kevlar boot kaufen--mit oder ohne keel bleibt dir ueberlassen. wenn , wie du sagst, auch fuer wildwasser gut sein sollte, wuerde ich auf alle faelle ein ABS boot bevorzugen. diese sind unglaublich robust und nur 5-10kg schwerer als die anderen. zur form des bootes kann ich nur so viel sagen: ein keel hilft an windigen tagen,ohne keel laesst es sich leichter wenden. die bordwaende koennen auch etwas hoeher sein damit man nicht gleich mit wasser volllaeuft wenn man auf wellen trifft. ueber die laenge und breite des bootes kann man streiten da hilft es nur so viele boote wie moeglich test zu paddeln .
als letzter anmerkung moechte ich nur darauf hinweisen das du nicht vergessen solltest luftkissen fuers wildwasser im boot zubefestigen!!!

hoffe ich konnte dir einbischen helfen.

gruss
andreas