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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [SE] Sarek im Juli und August 2019 - Fragen zur Tour



Nic87
12.03.2019, 19:14
Moin zusammen,

vom 31. Juli bis 13. August wollen wir zu zweit dieses Jahr endlich den Sarek erkunden. Letztes Jahr hat es mit dem Urlaub nicht geklappt, die Jahre davor waren andere Touren dran oder wir haben kurz vorher umgeplant.

Insgesamt haben wir 14 Tage zur Verfügung, An- und Abreise sind extra. Ich denke wir haben beide durchaus Erfahrung in Schweden und Norwegen sammeln können. Trotzdem ist natürlich auch Respekt dabei, tief furten mussten wir bisher nur 1-2 mal.

Anbei habe ich mal eine Tour geplant, Idee waren grob max. 15km pro Tag und 1 Pausentag a 7 Tage. Also (14-2 Tage) * 15 km = 180 km. Geworden sind es ~165 km. Allerdings natürlich oft nur als Richtwert. Das haben wir bei den 15 km aber schon berücksichtigt.

Außerdem gibt die Tour durch die Nähe zum Padjelantaleden öfters die Möglichkeit zum Ausstieg.

Link zur Tour bei Komoot (https://www.komoot.de/tour/58000518)

Unser Ziel ist es möglichst häufig über der Baumgrenze zu laufen (schöner und angenehmer), deshalb würden wir große Täler wie das Rapadalen eher meiden. Am Skierffe waren wir eh schon. Als Quelle haben wir die Karte und den allseits bekannten Führer von Claes Grundsten verwendet.

Trotzdem würde uns eure Meinung sehr interessieren. Da die Touren im Buch oft nur angeschnitten sind oder vom anderen Ende gegangen werden bietet es nur einen Anhalt. Vielleicht sind manche von euch schon Abschnitte gelaufen und sagen "Top, kann ich empfehlen" oder "auf keinen Fall so laufen, schlimmste Furt!".


Schöne Grüße,
Niclas

ChuckNorris
12.03.2019, 20:01
Ich kenne zwar die Gegend nicht wirklich, hab nur mal vom Padjelanta rüber geschaut, aber eine Sache ist mir aufgefallen. Wenn ich mir deine Route so anschaue gibt es nur einen nennenswerten Anstieg von ca. 800 Hm direkt am Einstieg. Wenn es keinen dringenden Grund gibt in die Richtung zu gehen in die dein Track zeigt, dann würde ich umgekehrt gehen.
800 Hm bringen dich zwar nicht um, aber am ersten Tag mit maximalem Gewicht würde ich das nicht machen, wenn es nicht sein muss.

Bzgl. Furten: so wie ich das verstanden habe, bist du ja nicht allein unterwegs. Wenn eine Furt grenzwertig ausschaut, schaut euch das genau an. Wenn flussabwärts nichts gefährliches ist, dann könnt ihr euch in Zweiergruppen unterhaken und euch gegenseitig stützen, während ihr Stück für Stück schaut ob man sicher weiter kann. Wenn's nicht klappt dreht ihr halt um.

Nochmal als Warnung, ich kenne die Gegend nicht genau genug um sicher zu sein. Aber wenn ich deine Route gehen würde, dann wäre eigentlich nur die Furt im Nordteil über die Guohperjahka etwas wo ich genauer recherchieren würde. Wenn da ein Weg markiert sein sollte, dann würde ich mir keine weiteren Gedanken machen. Wenn's nicht brutal regnet, dann sollte das schon klappen. So wie du deine Route angelegt hast, kannst du ehvöllig entspannt an die Sache herangehen. Falls man da nicht drüber kommen sollte, dann lasst ihr halt den Nordteil aus und verlängert den Rückweg. Nimm einfach genug Kartenmaterial mit.

vobo
13.03.2019, 13:06
Die Furt des Njoatsosjåhkå ist aus meiner Sicht das größte Risiko auf der Tour. Der Rest erscheint gut machbar. Viel Spaß.

Skigaenger
13.03.2019, 17:19
Ich kenne zwar die Gegend nicht wirklich, hab nur mal vom Padjelanta rüber geschaut, aber eine Sache ist mir aufgefallen. Wenn ich mir deine Route so anschaue gibt es nur einen nennenswerten Anstieg von ca. 800 Hm direkt am Einstieg. Wenn es keinen dringenden Grund gibt in die Richtung zu gehen in die dein Track zeigt, dann würde ich umgekehrt gehen.
800 Hm bringen dich zwar nicht um, aber am ersten Tag mit maximalem Gewicht würde ich das nicht machen, wenn es nicht sein muss.

Da stimme ich zu, wir haben auf unserer 12-Tägigen Sarekdurchquerung letztes Jahr mit kleinen Etappen angefangen und sind immer länger gelaufen. 800 Hm mit schwerem Rucksack am Anfang müsste ich nicht haben.




Nochmal als Warnung, ich kenne die Gegend nicht genau genug um sicher zu sein. Aber wenn ich deine Route gehen würde, dann wäre eigentlich nur die Furt im Nordteil über die Guohperjahka etwas wo ich genauer recherchieren würde. Wenn da ein Weg markiert sein sollte, dann würde ich mir keine weiteren Gedanken machen. Wenn's nicht brutal regnet, dann sollte das schon klappen. So wie du deine Route angelegt hast, kannst du ehvöllig entspannt an die Sache herangehen. Falls man da nicht drüber kommen sollte, dann lasst ihr halt den Nordteil aus und verlängert den Rückweg. Nimm einfach genug Kartenmaterial mit.

Das ist (leider) definitiv NICHT so. Nur weil da ein Weglein eingezeichnet ist, bedeutet das nicht, dass eine Furt in jedem Fall möglich ist (leidvolle Erfahrung in 2015). Es kommt einfach auf den Wasserstand an. 2015 kamen wir aufgrund akuter heftiger Regenfälle kaum durch die einfachsten Bäche und mussten schließlich umplanen und den Kungsleden rauslaufen. Und 2018 war so wenig Wasser, dass wir selbst schwierige Furten problemlos machen konnten nach dem Motto: wann kommt denn nun der reißende Fluss...

Was mir an eurer Planung gefällt sind die Abkürzungsmöglichkeiten im Norden, wenn ihr doch nicht so schnell vorankommt wie geplant oder ihr wegen hohem Wasserstand warten müsst. Ich würde die Tour aber wie schon geschrieben andersrum planen und zu den Abkürzungen noch Verlängerungen oder Tagesausflüge im Kopf haben. Oder ihr nehmt das Buch einfach mit und plant im Notfall oder bei zu viel Zeit noch ein bisschen um (ist auch gleich eine nette Lektüre ;-) )

Viele Grüße

Pielinen
13.03.2019, 19:27
Der Start von Kvikkjokkb über dern Prinskulen hat den Vorteil, daß man gleich im Fjäll ist.
Die Höhenmeter sollten das Problem nicht sein.

Nic87
13.03.2019, 19:28
Vielen Dank für die Hinweise. Ich werde mir sowohl die Furt bei Guohperjahka als auch Njoatsosjåhkå nochmal angucken.

Das Wetter ist ja sowieso immer unberechenbar. Ich kalkuliere mal auf schönes Wetter, der Klimawandel hat das kontinentale Klima haben sich in den letzten Jahren gefühlt schon spürbar gemacht. Aber bei schlechtem Wetter muss man sowieso gucken was geht.

Beim Versuch die Tour in ihrer Reihenfolge umzukehren bin ich leider auf einen Bug von Komoot gestoßen. Die Tour verdoppelt mit jeder Umkehr die KM . Leider habe ich zwischendurch gespeichert und es ist mir erst hinterher aufgefallen. Deshalb nicht wundern, aktuell werden 867 km angegeben :grrr:. Habe den Support schon kontaktiert.

Ich werde die Umkehr aber auf jeden Fall mal scharf bedenken.

vobo
14.03.2019, 15:39
Der Start von Kvikkjokkb über dern Prinskulen hat den Vorteil, daß man gleich im Fjäll ist.
Die Höhenmeter sollten das Problem nicht sein.

Dem schließe ich mich voll an. Es sind rund 500 Höhenmeter auf einem guten Pfad, oben dann noch rund 5 km bis zu den kleinen Seen wo es Wasser gibt und man lagern kann. Das schafft man mit dem mittäglichen Start in Kvikkjokk gut.

Den Guopherjahka bräuchtet ihr gar nicht furten ...

Dragamor
14.03.2019, 17:13
Bei mir zeigt Komoot 867KM an??

Bresh
14.03.2019, 19:41
Bei mir zeigt Komoot 867KM an??

siehe oben



Beim Versuch die Tour in ihrer Reihenfolge umzukehren bin ich leider auf einen Bug von Komoot gestoßen. Die Tour verdoppelt mit jeder Umkehr die KM exponentiell. Leider habe ich zwischendurch gespeichert und es ist mir erst hinterher aufgefallen. Deshalb nicht wundern, aktuell werden 867 km angegeben :grrr:. Habe den Support schon kontaktiert.

Nic87
14.03.2019, 20:00
Es gibt leider noch nichts neues von Komoot. Bis zum Tourstart ist der Bug hoffentlich behoben. Sonst muss ich die Tour neu planen. :(

Die Intention bei der ursprünglichen Richtung den Prinskulen hoch war, dass man morgens mit dem Boot fährt und auf dem Rückweg ggf. Abends auch später noch ankommen kann. Die Höhenmeter sind zwar knackig, aber der Weg dort müsste gut erkennbar und ausgetreten sein. Deshalb sollte es machbar sein.

Skigaenger
15.03.2019, 16:20
Die Intention bei der ursprünglichen Richtung den Prinskulen hoch war, dass man morgens mit dem Boot fährt und auf dem Rückweg ggf. Abends auch später noch ankommen kann. Die Höhenmeter sind zwar knackig, aber der Weg dort müsste gut erkennbar und ausgetreten sein. Deshalb sollte es machbar sein.

Auch wieder wahr - und es ist zum Abschluss am Stuor Dahta beim Kungsleden auch sehr schön :-)

Meer Berge
15.03.2019, 17:28
Beim Versuch die Tour in ihrer Reihenfolge umzukehren bin ich leider auf einen Bug von Komoot gestoßen. Die Tour verdoppelt mit jeder Umkehr die KM .

Gesunder Menschenverstand:
a) Mache dich auf der Tour nicht von Komoot abhängig.
b) Wenn man dieselbe Strecke in die entgegengesetzte Richtung läuft, ändert sich die Länge der Strecke nicht.

Wenn es nicht gute Gründe gibt, eine Tour in die andere Richtung zu laufen, ist die Richtung egal.
Mögliche Gründe: An-/Abreise sind so einfacher. Der am schwierigsten zu furtende Fluss soll am Anfang (Umplanung) oder am Ende (Erfahrung/Übung) liegen. Besondere Passagen sollen lieber am Anfang/Ende oder bergauf/bergab genommen werden. Windrichtung/Sonnenstand sollen berücksichtigt werden. Nachschubmöglichkeiten sind so besser verteilt. Der Wetterbericht ist für die ersten Tage gut, danach schlecht -> zuerst die schwierigen Passagen/Furten/schönsten Aussichten erreichen, danach den Rest. Strecke so legen, dass am Ende die Höhepunkte der Tour sind, damit es nicht danach langweilig wird. (Außer das Wetter ist nur am Anfang gut.) ...