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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erste Hilfe Set für längere Unternehmungen



sailriding
22.11.2018, 00:19
Hallo!

Ich werde bald eine längere Backpacking-Reise u.A. durch Südamerika machen. Dort kann es durchaus sein, dass ich beim Trekking in ziemlich entlegenden Gegenden lande, weswegen ich ein gutausgerüstetes Erste Hilfe Set haben möchte.

Nun habe ich mich schon relativ intensiv belesen, brauche aber noch ein Erste Hilfe Set. Deswegen suche ich nun nach einer möglich guten Komplett Lösung die ich nur noch leicht selber abändern muss.

Von daher ist meine Frage was für ein Erste Hilfe Set ihr mir empfehlen könnt? Es sollte nicht all zu minimalistisch sein, aber auch nicht mehr als 500gr. wiegen.
Bei meiner Recherche bin ich auf folgendes gestoßen, was mir aber schon relativ teuer erscheint:
https://www.amazon.de/Tatonka-Erste-Hilfe-Complete-2716/dp/B001QXDQPG/
Vielleicht könnt ihr mir ja was anderes empfehlen.

Vielen Dank schon mal!

Katun
22.11.2018, 07:35
Ich finde deine Vorbereitungen ziemlich super - das mit Erster Hilfe ist immer so eine Sache - was ist drin: Pflaster, Kompressen, ne Rettungsdecke... du kannst dir das selbst zusammenstellen und ein ziploc ist auch nicht so schwer, dafür ziemlich wasserfest. Kannst ein rotes Kreuz draufpappen. Vielleicht findest du irgendwo noch Notfallanleitungen, die du dir ausdrucken und als Zettel beilegen kannst. Da du einen Schlafsack hast, sehe ich den Rettungsdeckenbedarf z.B. nicht so. Schere - wenn man eine Nagelschere mitnimmt...

Packst du dann in's Deckelinnenfach - und holst es wieder raus, wenn das Ablaufdatum der Kompressen erreicht ist. ;-) Beim Zusammenstellen nicht die wildesten Szenarien bedenken - bzw. vor allem das, was du halbwegs richten kannst - ich denke da immer, so viel ist das eigentlich nicht... ne Pfeife fände ich vielleicht nützlich. Ibuprofen. Man muss das ja auch alles griffbereit haben, also wenn dann über Armbrüche wegen Absturz nachgedacht wird und so. Ein Stützstrumpf, wenn man umknickt. Tape: wenn du was nimmst, mit dem du z.B. auch das Zelt reparieren kannst, ist das doch eigentlich auch abgedeckt.

woodcutter
22.11.2018, 10:27
Von daher ist meine Frage was für ein Erste Hilfe Set ihr mir empfehlen könnt? Es sollte nicht all zu minimalistisch sein, aber auch nicht mehr als 500gr. wiegen.

https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/104230-ERSTE-und-zweite-%28selbst%29HILFE?p=1698946&viewfull=1#post1698946

Hast du inzwischen einen Kurs gemacht, bleibt es beim Buch oder einfach nur ein günstiges Fertigpaket? :ignore:

Meine Empfehlung - nicht sparen, vormehrfach kaufen, zuhause oder im Kurs unter Anleitung die mehrfachen Einweg Teile aufreißen. :o

Das gibt Sicherheit im Umgang. [Trage dann die Pflaster, Fingerschutze usw. bei Tourvorbereitung und spüre selbst ob die Qualität im "Touralltag" ausreicht. Minderwertige Pflaster lösen sich schnell ab, schlechte oder falsche reißen beim Wechsel die Wunde wieder auf usw.]

Bist du verletzt und zögerst und weißt nicht wie und wo anpacken, das kostet Zeit und im worst case unnötigen Blutverlust. Falsches Teil auf der Wunde > Vergeudung von Material, schlechte Wundheilung usw.

Auf einer Reise hat man zig Möglichkeiten Geld einzusparen. Ist dir das Thema Erste Hilfe und v.a. Selbsthilfe wichtig, dann lass es dir professionell zeigen.

Eine von mir (beruflich) genutzte Bezugsquelle, die auch Einzelteile, Füllungen nach Einsatzgebiet, kleine Sets (Beispiel in Tasche (https://www.rescue-tec.de/Erste-Hilfe-Miniset.html)) oder länger haltbare Füllungen anbieten:
https://www.rescue-tec.de/Erste-Hilfe-Notfallausruestung
https://www.rescue-tec.de/Katastrophenschutz-SEG/Erste-Hilfe-fuer-Unterwegs
https://www.rescue-tec.de/Fuellung-nach-DIN-13157.html
https://www.rescue-tec.de/Erste-Hilfe-Notfallausruestung/Verbrennungssets

Informieren, Bedarf klären, ggf. einzelne Teile gesammelt in der örtlichen Apotheke nachkaufen, aus billigen KFZ-Sets rausklauben.

Ich hebe alte KFZ-Sets auf, zum (anderen praktisch herzeigen und selber) üben. Ist man erst an einer Hand verletzt wird die Bedienung ungleich schwer, das fängt schon beim Öffnen des Reißverschlusses an, superleichte Aussenhüllen lassen sich easy mit zwei Händen öffnen, aber mit nur einer Hand? usw. Hantiert man outdoor mit Kochern unter unglücklichen Bedingungen kann man sich übel verbrennen, dafür vorgesorgt? Blasenpflaster für die Füße? usw usf.

Man muss m.M. keineswegs für alles vorsorgen, aber alles durchdenken (dazu regt ein Kurs an). Kostet 0 Euro, jedoch Kopfenergie. Mit hochwertiger Pinzette, Stirnlampe (die man sich mit einer freien Hand aufsetzen kann) und vielleicht einer kleinen Kunststoff Lupe ist man für vieles besser gewappnet, inbesondere dem Spreißel im Finger.

Empfehlen könnte ich so einige Kleinteile, aber das führt hier zu weit. Die gängigen Empfehlungen im Forum reichen für ein zumal gewünscht kleines, leichtes Set aus. Gewichten muss man nach persönlichem Bedarf, mehr Blasenpflaster, Desinfect Spray, ein kühlendes Gel, Wundsalbe, Hirschtalg, Vaseline ... die Geschmäcker sind verschieden.

sailriding
22.11.2018, 11:33
Vielen Dank für die Antworten :-)


Ich finde deine Vorbereitungen ziemlich super - das mit Erster Hilfe ist immer so eine Sache - was ist drin: Pflaster, Kompressen, ne Rettungsdecke... du kannst dir das selbst zusammenstellen
Es geht mir eben um die Kleinigkeiten die ich eigentlich nicht selber zusammenstellen will. Abgesehen davon gehe ich davon aus, dass es wesentlich teurer ist wenn man den ganzen Kram einzeln kauft.


Hast du inzwischen einen Kurs gemacht, bleibt es beim Buch oder einfach nur ein günstiges Fertigpaket? :ignore:

Für den Kurs hatte ich leider keine Zeit mehr. Dafür habe ich mir 2 Outdoor-Erste Hilfe Bücher durchgelesen :-)


Empfehlen könnte ich so einige Kleinteile, aber das führt hier zu weit. Die gängigen Empfehlungen im Forum reichen für ein zumal gewünscht kleines, leichtes Set aus. Gewichten muss man nach persönlichem Bedarf, mehr Blasenpflaster, Desinfect Spray, ein kühlendes Gel, Wundsalbe, Hirschtalg, Vaseline ... die Geschmäcker sind verschieden.
Im Endeffekt werde ich mir den Kram dann wahrscheinlich doch selber zusammen stellen. Ist sowas im Internet billiger (bei gleicher Qualität) als in der Apotheke?

Am Ende bleibt noch die Frage wo ich es einpacke. Ziplock ist natürlich leicht, allerdings würde ich schon ein bisschen Ordnung im System befürworten.

Becks
22.11.2018, 12:15
Oh je, ich glaube ich muss da mal einsteigen....

1) Mach einen ordentlichen, auf Outdoor(!) getrimmten Erste Hile Kurs. Weder bringt ein Kurs mit Ausrichtung Chemie noch ein Kurs für den Führerschein etwas, da diese von unrealistischen Szenarien ausgehen (Chemikalienunfälle oder eben Autounfälle, wo nach 10 Minuten die Profis da stehen und übernehmen): Outdoorschule Süd ist da ein Tipp

2) Das Set wird individuell zusammengestellt werden müssen, denn jeder hat unterschiedliche Bedürfnisse. Als Ansatz würde ich z.B. die Seiten von Treibel Bergmedizin nehmen und die dortigen Angaben bezüglich Pflaster und Medikamente anpassen.

3) Finger weg von Tatonka und Konsorten, egal wie sie heissen. Dies sind Outdoorausrüster aber keine Profis für Medizinausrüstung. Qualitativ hochwertiges Material bieten die Hersteller, z.B. Söhngen. Da kann man dann sicher sein, dass das Verbandsmaterial noch nicht abgelaufen ist, die Schere schneidet und die Pflaster kleben. Es gibt auch KfZ-Verbandskästen, die mit gutem Material gefüllt sind (Leina Werke) und die man als Ausgangsset heranziehen kann.

Am Acon bestand mein Mix z.B. aus der Söhngen Scout als Grundlage, die ich modifiziert habe (Kältespray auf 5000m ist nicht notwendig, ist kalt genug) und in Zusammenarbeit mit einem Arzt dann um Medikamente erweitert habe. Obendrauf kamen dann die passenden Impfungen (hiesiger Arzt für Fernreisen) und die passenden Versicherungen (Bergung, Rücktransport etc.)

Für Kurztripps besteht das Kit derzeitig aus dem hier: https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/102544-Ortovox-First-Aid-Mini - da ist eigentlich nur die Hülle wirklich übrig, die ich wegen der Abmessungen und der Farbgebung besorgt habe. Dinge wie die Spezialkompresse (Israelische Armee) kam extra dazu.

sailriding
22.11.2018, 12:56
Oh je, ich glaube ich muss da mal einsteigen....

1) Mach einen ordentlichen, auf Outdoor(!) getrimmten Erste Hile Kurs. Weder bringt ein Kurs mit Ausrichtung Chemie noch ein Kurs für den Führerschein etwas, da diese von unrealistischen Szenarien ausgehen (Chemikalienunfälle oder eben Autounfälle, wo nach 10 Minuten die Profis da stehen und übernehmen): Outdoorschule Süd ist da ein Tipp
Danke für die Anregung. Wie gesagt, für ein Kurs blieb leider keine Zeit, obwohl ich gerne einen gemacht hätte. Dies lässt sich nunmal nicht ändern, und deswegen versuche ich trotzdem mich möglichst gut vor zu bereiten.



2) Das Set wird individuell zusammengestellt werden müssen, denn jeder hat unterschiedliche Bedürfnisse. Als Ansatz würde ich z.B. die Seiten von Treibel Bergmedizin nehmen und die dortigen Angaben bezüglich Pflaster und Medikamente anpassen.
Ich hab das Buch von Treibel gelesen, und würde mein Set (wenn gekauft) dementsprechend anpassen.



3) Finger weg von Tatonka und Konsorten, egal wie sie heissen. Dies sind Outdoorausrüster aber keine Profis für Medizinausrüstung. Qualitativ hochwertiges Material bieten die Hersteller, z.B. Söhngen. Da kann man dann sicher sein, dass das Verbandsmaterial noch nicht abgelaufen ist, die Schere schneidet und die Pflaster kleben. Es gibt auch KfZ-Verbandskästen, die mit gutem Material gefüllt sind (Leina Werke) und die man als Ausgangsset heranziehen kann.
Das Tatonka Set wurde immerhin in Zusammenarbeit mit der Outdoorschule Süd erstellt, was auch immer das bedeuten mag:roll:
Bei den von dir empfohlenen Herstellern werde ich mal schauen, danke für die Tipps :-)



Obendrauf kamen dann die passenden Impfungen (hiesiger Arzt für Fernreisen) und die passenden Versicherungen (Bergung, Rücktransport etc.)
Habe mich dementsprechend von einer Tropenmedizienerin beraten lassen und wurde geimpft.

Becks
22.11.2018, 14:03
Das Tatonka Set wurde immerhin in Zusammenarbeit mit der Outdoorschule Süd erstellt, was auch immer das bedeuten mag:roll:


Das passt dann zumindet in dem Fall dann eventuell vom Hersteller des Inhalts her (also wer die Pflaster produziert). Trotzdem achtet ein Outdoorladen eher wenig auf Ablaufdaten und Haltbarkeit, und dann bekommst Du mit etwas Pech eben einen Ladenhüter, der seit 2 Jahren irgendwo schön dekorativ in der Sonne im Regal lag und wo der Inhalt hinüber ist. Deswegen das Zeug direkt beziehen bzw. von Läden, die sich auf so etwas spezialisiert haben.

Bleibt dann auch der Punkt dass der Inhalt (auch der der Tatonka) eh nicht für den eigenen Zweck ideal ist. Da kann man jetzt dann so eine Tatonkatasche mit Inhalt besorgen (45 Euro und laut einem negativen Kommentar Wert des Inhalts etwa 15 Euro) oder gleich sich eine passende günstige Hülle/Tasche und einen Verbandskasten (gibt es für 10 Euro, man muss nur wie immer auf den Hersteller der Verbandsmateralien achten) besorgen und umfüllen. Spezialdinge wie Kompressen müssen eh ebenso separat besorgt werden wie Medikamente oder Spezielwerkzeug (Zeckenzangen, whatever).

Oder man sucht sich ein Set welches möglichst nahe am Einsatzbereich liegt, entsprechend bereits schon möglichst passend gefüllt ist und wo man wenig Teile ersetzen muss.

Ist alles mit Aufwand und Arbeit verbunden.

Murph
05.12.2018, 16:25
Ich hab das große Tatonka Set mal auf ner EH Veranstaltung der Outdoorschule Süd gekauft, angeregt durch diesen Faden hab ich mir die Verfallsdaten bzw. Stückzahlen des Inhalts angeschaut und ne Bestellung bei Helbig platziert. Mit 50€ ist man dabei, und da ist noch keine Pinzette, Schere, Fiberthermometer, Samsplint, Rettungsdecke usw. dabei. Also mit 15€ kommt man vielleicht hin wenn man nen Kfz Erste Hilfe Kasten klaut und sich ne anständige Schere kauft...

Heather
07.12.2018, 04:32
Ich hab' nichts zum Thema zu sagen ausser: Nimm' Kohletabletten mit!

Mit einer Rippe davon kann man nichts falsch machen.

sailriding
07.12.2018, 08:29
Vielen Dank noch mal für die Antworten. Ich habe mir inzwischen Mangels Zeit den Kram in der Apotheke gekauft und selber verpackt. War sicher nicht die günstigste Variante, dafür hoffe ich, dass der Kram jetzt auch in Ordnung ist.
Wie dem auch sei, ich hoffe dass ich den Kram nicht brauchen werde und wünsche euch dasselbe.

mitreisender
07.12.2018, 14:27
Vielen Dank noch mal für die Antworten. Ich habe mir inzwischen Mangels Zeit den Kram in der Apotheke gekauft und selber verpackt. War sicher nicht die günstigste Variante, dafür hoffe ich, dass der Kram jetzt auch in Ordnung ist.
Wie dem auch sei, ich hoffe dass ich den Kram nicht brauchen werde und wünsche euch dasselbe.



Aus meiner Erfahrung aus dem Rettungsdienst heraus kann ich nur sagen. Ohne Kurs/Übung/Routine wird das im Ernstfall eher eine Panikaktion, die zu nix führt. Daher, aber auch generell natürlich, wünsche ich Dir, dass es nicht zum Notfall kommt.

Was ich mir definitv über den Hausarzt besorgen würde, wenn er Dir vertraut, wäre ein ordentliches Schmerzmittel. Auch Nähzeug und sterile Spritzen können praktisch sein, wenn man die einem Arzt in einer entlegenen Gegend zur Eigenbehandlung in die Hand drückt.

Auch ich finde eine erste Hilfe Ausrüstung als recht sinnfrei, wenn man sich vorher nicht mit klassischen Notsituationen vertraut machen konnte.

Ich selbst habe nie was dabei, mache aber eher so lala Touren in Mitteleuropa. Schmerzmittel allerdings packe ich immer mit ein - auch wenn es bereits übern Verfallsdatum ist :bg:

blende8
07.12.2018, 15:18
Was wäre denn "ein ordentliches" Schmerzmittel?

Bulli53
07.12.2018, 15:28
Was Dein Hausarzt Dir verordnet.......😉 stell Dir vor Du bist an einer Landesgrenze und must einem Grenzer erklären was in deiner Apotheke für Mittel sind. Kopie eines Rezeptes hilft...... sieht ja amtlich und prof. aus.
Schmerzmittel verschleiern den Schmerz, trüben aber andere Sinne........

sailriding
10.12.2018, 17:13
Was Dein Hausarzt Dir verordnet....... stell Dir vor Du bist an einer Landesgrenze und must einem Grenzer erklären was in deiner Apotheke für Mittel sind. Kopie eines Rezeptes hilft...... sieht ja amtlich und prof. aus.
Schmerzmittel verschleiern den Schmerz, trüben aber andere Sinne........

Habe von meinem Hausarzt 800er Ibuprofen verschreiben lassen. Der meinte das sollte es bei starken Schmerzen tun.

mitreisender
10.12.2018, 18:28
Dachte da mehr an etwas, das unter das BTM fällt. 5er Streifen reicht ja. Bei mir ist es mit Ibu 800 so: kanns nehmen oder nicht. Mir wird schlecht davon, aber Schmerz lindert es bei mir nicht.

Moltebaer
10.12.2018, 20:30
Dachte da mehr an etwas, das unter das BTM fällt. 5er Streifen reicht ja. Bei mir ist es mit Ibu 800 so: kanns nehmen oder nicht. Mir wird schlecht davon, aber Schmerz lindert es bei mir nicht.Mindert halt Entzündungen ein wenig aber Schmerzlinderung (lediglich kleine Wehwehchen) hab ich davon bisher auch noch nie bemerkt.

Homer
10.12.2018, 21:08
Mindert halt Entzündungen ein wenig aber Schmerzlinderung (lediglich kleine Wehwehchen) hab ich davon bisher auch noch nie bemerkt.

jepp, man sollte schon vorher austesten, wie man auf die mittelchen reagiert.
ibus wirken bei mir prima und ich kann sie futtern wie smarties, von ASS krieg ich nur bauchschmerzen.

wenns etwas mehr und rezeptpflichtig sein darf: tilidin
hat bei mir ein gutes wirkungs/nebenwirkungsverhälnis gebracht

Taunuswanderer
10.12.2018, 21:25
Dachte da mehr an etwas, das unter das BTM fällt.

Da würde ich dann aber vorab ganz genau prüfen, was in den bereisten Ländern diesbezüglich geht oder eben nicht. Ein Rezept oder Bestätigung eines Arztes wird da ggfs. nicht ausreichen...

Bambus
11.12.2018, 13:04
Ssinnvoller als BTM-pflichtige Medikamente ist es, mit dem Hausarzt ein Schmerzmittel zu finden, das man verträgt (auch in höherer Dosis) und das wirkt.

Ich komme mit Ibu(lysin) sehr gut klar, FÜR MICH das Mittel der Wahl. Aber aus der Gruppe gibt es noch andere Mittel (Diclophenac usw) die sowohl schmerzdämpfend aus auch entzündungshemmen sind. Wie gesagt, sprich mit dem Hausarzt.

Für sehr starke Schmerzen hatte ich 10 Tramadol dabei, die wohl noch nicht BTM relevant sind.

Benötigt habe ich für mich in 11 Wochen nur ein paar IBU 400.

Was du auch bedenken solltest ist, das du als West-Reisender hin und wieder nach Schmerzmitteln (Gelenke, Bauchraum) gefragt werden wirst, wenn du in Gegenden ohne ärztliche Versorgung bist... Überlege dir vorher, wie du reagieren willst...

mitreisender
11.12.2018, 13:13
Umso besser wenn Tramadol nicht unters BTM fällt. Aber an etwas mit Opiaten dachte ich auch. Und klar. Selbstverständlich in Absprache mit dem Arzt. Originalverpackt sollte das meiste Zeugs unterwegs keine Nachfragen seitens der Behörden mit sich bringen. Vor allem wenn man bedenkt, was die Amis so in ihren Koffern an Pillen mitschleppen.:bg:

Bambus
11.12.2018, 16:15
Also in den Philippinen wäre ich sehr, sehr vorsichtig mit Tramadol, ohne vorherige Bestätigung durch die Botschaft wäre es mir zu gefährlich.
Und auch Original-verpackt ist kein Hinderungsgrund, wenn "Unerwünschtes" drin ist.

Pielinen
11.12.2018, 19:46
Wer an Opiate denkt, sollte lieber ein Spot oder PLB einpacken.
Dann lieber Ibu 800mg und Novalgin 1g ggf. im Wechsel.
Opiate müssen besorgt, erklärt, machen Ärger und müssen dann irgendwann entsorgt werden.