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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Keine Trekkingstöcke - ok oder Fehler?



Sereknitty
22.09.2018, 21:29
Hallo allerseits,
ich mache im Mai das erste Mal eine Trekkingtour und plane im Mai für 10 Tage nach Schottland zu fahren. Ich hatte eigentlich vor gar keine Stöcke mitzunehmen. Ich habe mir mal welche vor langer Zeit gekauft, aber bin bei meinen Wanderungen in den Bergen und Hüttentouren (Alpen) nie wirklich damit warm geworden. Nach ein paar Einsätzen habe ich sie im Kasten gelassen. Ich hatte das Gefühl, ich bin mir damit dauernd selbst im Weg. Beim Durchlesen von Packlisten, Reiseberichten, usw, habe ich aber das Gefühl bekommen, dass die meisten Stöcke mitnehmen. Bin jetzt ein bißchen ins Zweifeln gekommen. Glaubt ihr es wäre ein Fehler keine mitzunehmen?

LG

LihofDirk
22.09.2018, 21:52
Wenn Du nicht mit klar kommst, wäre es eher ein Fehler, sie mitzunehmen. :ignore:
Geht sicher auch ohne, ich persönlich finde es bequemer mit, aber Geschmackssache

JensE
22.09.2018, 22:43
Ich sehe es eher so, dass es eine Frage der Gegend, bzw. Tour ist. Den WHW würde ich auch ohne Stöcke gehen. Querfeldein durch die Highlands (mit dem einen oder anderen Munro) würde ich sie defenitiv mitnehmen.

Sereknitty
22.09.2018, 23:26
Ich sehe es eher so, dass es eine Frage der Gegend, bzw. Tour ist. Den WHW würde ich auch ohne Stöcke gehen. Querfeldein durch die Highlands (mit dem einen oder anderen Munro) würde ich sie defenitiv mitnehmen.
Der Plan ist gemeinsam mit einer Freundin die ersten ~150km des Cape Wrath Trail zu gehen also schon auch querfeldein. Wieso würdest du sie in dem Fall auf jeden Fall mitnehmen?

Ziz
22.09.2018, 23:46
Wenn du damit nicht warm wirst, lass sie halt weg. Geschmackssache und kein Must Have. ;-)

Einige benutzen sie halt noch als Zeltstange, da nimmt man sie eher mal performa mit, wenn man ohne eh ein oder zwei Extrastangen einpacke müsste.

mitreisender
23.09.2018, 00:53
Konnte den Dingern auch noch nie was abgewinnen. Einen einzelnen Wanderstock finde ich durchaus legitim und viel praktischer. Vielleicht wäre das ja ne Lösung?

ApoC
23.09.2018, 08:26
Wenn du dich ohne Stöcke besser fühlst ist es doch okay. Das ist durchaus Individuell. Ich nutze die Stöcke zum Beispiel auch fast nur in sehr einfachem Gelände um auf "Forstauftobahnen zu rennen". Sobald der Untergrund nicht mehr Flach ist finde ich es zu nervig brauchbare Plätze für die Stöcke zu finden. Ebenso wenn man wie in den Alpen so tief ausgetretene/ausgespühlte Wege hat. Freunde von mir aber schwören zum Beispiel darauf die Stöcke erst in felsigem Gelände auszupacken... Da lasse ich die Stöcke entweder ganz zu Hause oder sie kommen an den Rucksack.

Fjaellraev
23.09.2018, 08:46
Lass die Stöcke daheim.
Wenn du damit nicht klarkommst sind sie nur zusätzlicher Ballast, den du dir sparen kannst.
Ich habe es ein paar Mal versucht mit Stöcken zu laufen, es ist absolut nichts für mich. In einfachem Gelände sehe ich keinen Sinn darin und in schwierigerem Gelände habe ich lieber die Hände frei.
Auf meinen Skandinavientouren habe ich sie nur dabei um sie als Watstöcke einzusetzen. - Die Einsätze während den letzten drei Touren kann ich wohl an einer Hand abzählen. Dieses Jahr wurden sie über 200 km spazierengetragen ohne überhaupt zum Einsatz zu kommen...

Gruss
Henning

anthe
23.09.2018, 09:48
Ich machs immer von der Tour abhängig. Je härter die Tour, um so eher nehme ich die Stöcke mit. Beim weglos gehen mit schwerem Rucksack finde ich sie angenehm, ebenso in großen Höhen. Den CWT haben meine Frau und ich ohne gemacht, das war ok. Allerdings hatten wir auch ziemlich gute Verhältnisse.

Generell ist der CWT schon eine ganz ordentliche Ansage für die erste Trekkingtour ...

Meer Berge
23.09.2018, 09:52
Ich habe in meinen ersten 48 Jahren nie Stöcke mitgenommen und bin ohne durch Schottland, Grönland, Alaska, Russland, Skandinavien ... gelaufen. D.h. ich hatte immer welche dabei für die Flussquerungen. Dabei für mich ein MUSS. Den Rest der Strecke trug ich sie aber am Rucksack. Diesen Sommer habe ich sie einfach mal benutzt. (600 km durch die Pyrenäen). Auf vielen Abschnitten fand ich sie hilfreich: steil rauf, steil runter, breitere Wege, Schnee, ... . Auf anderen Abschnitten hab ich sie nicht benutzt, also einfach ohne Einsatz in der Hand getragen (ausgewaschene Wege, hohes Gras, Geröll, ...). Da, wo ich sie einsetzen konnten, haben sie schon geholfen. Auf den anderen Abschnitten haben sie kaum gestört.
Wenn ich nun das nächste Mal nach Schottland gehen würde, würde ich sie mitnehmen. Mein Zelt braucht sie als Zeltstangen. Je nach Wetter sind Bachquerungen an der Tagesordnung. Und wo es nicht gerade durch hohes Gras geht, können sie auch sonst kraftsparend sein.
Ich brauchte aber auch eine Weile, um mich an das Wandern mit Stöcken zu gewöhnen und nicht mehr das Gefühl zu haben, gleich über die Stöcke zu stolpern.

Der CapeWrathTrail ist weniger wild und querfeldein, als die Werbung als "wildester und härtester Trail Schottlands" glauben macht. Es geht ziemlich viel über Forstwege, 4x4-Tracks, Wege, ... Aber auch mal (kurz) querfeldein. Natürlich durch bog :-)

Die Strecke lässt sich problemlos ohne Stöcke laufen.

Sereknitty
23.09.2018, 10:36
Super danke für die ganzen Rückmeldungen. Ich werde sie jetzt nicht mitnehmen, oder wie von jemanden vorgeschlagen nur einen.



Der CapeWrathTrail ist weniger wild und querfeldein, als die Werbung als "wildester und härtester Trail Schottlands" glauben macht. Es geht ziemlich viel über Forstwege, 4x4-Tracks, Wege, ... Aber auch mal (kurz) querfeldein. Natürlich durch bog :-)
Gut zu wissen. Ich habe mir natürlich Gedanken gemacht ob es nicht zu schwierig ist, aber von allem was ich gelesen habe, traue ich es mir eigentlich zu. Wenn es gar nicht geht kann man ja vor allem am Anfang noch recht leicht aussteigen. Nachdem das aber natürlich nicht das Ziel ist, versuche ich mich jetzt so gut wie möglich vorzubereiten.

codenascher
23.09.2018, 18:14
Alternativ falls du doch Stöcke mitnehmen willst, wären einfach zwei wirklich leichte. Vergiss Carbon oder so, die Fizan Compact für 50euro wiegen ohne Handschlaufen 315g (hab keine Schlaufen, daher weiß ich nicht wieviel mit). Die kann man auch getrost am Rucksack lassen, wenn man sie nicht nutzt, da sie eben nur die Hälfte von den meisten Standardpaaren wiegen.