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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Reisen mit Kindern | Eine Mutter berichtet über Ihre Sorgen und Ängste



elbspitze
28.06.2018, 22:55
Werbung in eigener Sache, aber auch um Mut machen, dass alles möglich ist, wenn man es selbst will und die Helikoptereltern einfach links liegen lässt

Südkurier online (https://www.suedkurier.de/region/region/Tausche-Hotelurlaub-gegen-Wildnistrip-Wie-Abenteuerreisen-mit-Kind-und-Zelt-mich-als-Mutter-veraendert-haben;art552149,9741307)

Besser im Internet Explorer öffnen, bei Mozilla gibt es anscheinend Darstellungsprobleme :roll:
Ansonsten gibt's per PN gern den inoffiziellen PDF Link

codenascher
28.06.2018, 23:27
Liest sich sehr nett!

Da es ja zu Ostern nicht geklappt hat mit einem Treffen, werden wir das hoffentlich irgendwann nächstes Jahr nachholen...und wer weiß, vielleicht klappts ja auch mal mit einer gemeinsamen kleineren Tour (erstmal bekommt Sina aber im Oktober ein kleines Schwesterchen).

elbspitze
29.06.2018, 10:00
Hallo Codenascher,

ja, ein wenig haben wir uns geärgert, mal unter Gleichgesinnten zu sein. Wie war denn überhaupt das ODS Familientreffen? Das nächste Mal sind wir dabei, komme, was wolle. Die Chancen stehen gut, dort mal relaxte Eltern kennezulernen :ignore:

Ziz
29.06.2018, 10:22
Besser im Internet Explorer öffnen, bei Mozilla gibt es anscheinend Darstellungsprobleme :roll:

Ne, gibt's nicht und für den Artikel installiere ich jetzt nicht extra Windows. :p

Schön, dass es Täve so gefällt, draußen zu sein. :)

Enja
29.06.2018, 10:41
Nett zu lesen. So ähnlich haben wir das auch erlebt. Nur hatte ich nie im Hotelurlaub 50 Paar Schuhe dabei, sondern war, wie mein Mann, von Kindheit an Outdoorurlaube gewöhnt. Wie unsere beiden Familien auch. So dass unsere Reisen in unserem Umfeld völlig selbstverständlich waren.

Wir kamen ins Grübeln, als das dritte Kind kam.

Unsere Kinder waren völlig verschieden. Eines, dass todesmutig von jedem Baum fiel. Jeden Schritt selber machen wollte. Ständig verloren ging. Eines, dass sehr autark still und unauffällig für sich selber sorgte. Immer Anschluss hielt. Und nie müde wurde. Und eines dazwischen. Relativ bequem.

Insofern wäre ich vorsichtig, in Bezug auf Kinder allzuviel zu verallgemeinern.

Heute sind sie erwachsen. Kind 1 hat keinen Bezug zu Outdooraktivitäten mehr. Dafür eine Frau mit 100 Paar Schuhen. Kind 3 würde am liebsten für immer outdoors unterwegs sein. Und Kind 2 hat sowohl viele Schuhe als auch durchaus Interesse an Outdoor.

Nach meinem Eindruck war es den Kindern als sie klein waren egal, wo wir unterwegs waren. Hauptsache, die Eltern waren da. Und das galt natürlich unterwegs, wo wir lange Zeit zu fünft im Zwei-Personen-Zelt schliefen, noch stärker als zu Hause.

Wobei es natürlich auch Zeiten gab, in denen es nicht so gut ging....

elbspitze
29.06.2018, 10:55
Ne, gibt's nicht und für den Artikel installiere ich jetzt nicht extra Windows. :p

Schön, dass es Täve so gefällt, draußen zu sein. :)

Kann Dir gern den PDF Link senden!

rumpelstil
29.06.2018, 12:36
Hmmm. Für mich klingt der Bericht zu abschätzig gegenüber anderen, die nicht gerne so reisen und die lieber Hotelurlaub machen. Und er enthält mir zuviele Verallgemeinerungen.

Beispiel der Schluss:
"Was sich zunächst für jede Frau unvorstellbar anhört, ist, einmal akzeptiert, unheimlich entspannend. "

Wie ums Himmels Willen kommt man drauf, dass sich 'einfaches Reisen' (um es mal so auszudrücken) zunächst mal 'für jede Frau unvorstellbar anhört'? Das finde ich eine ganz üble Verallgemeinerung, die sich von der Stimmung her durch den ganzen Artikel zieht.

In meinem Umfeld gibt es ganz viele Frauen, die von klein auf immer Ferien mit Zelt, zu Fuss und ÖV gemacht haben. Bei uns, als ich Jugendliche war, wurde tendenziell eher der Pauschal-Hotelurlaub als 'unvorstellbar' wahrgenommen. Von diesen machen heute einige überwiegend Outdoorurlaub, einige gar nicht mehr und die meisten mal so, mal so.

Genauso ist es bei den Kindern, wie es auch Enja beschreibt: Macht man als Eltern einfache Ferien mit viel draussen und unterwegs sein, dann ist das für einige Kinder toll, andere finden es nur doof. Und nein, das liegt nicht nur an der Einstellung und dem Umgang der Eltern.

Und ich kann gut verstehen, dass es Familien mit turbulentem Alltag gibt, die sich sagen: Im Urlaub will ich mich mal um nichts kümmern. Nicht kochen, kein Tagesplan, nicht auf die Uhr schauen, nichts organisieren, nichts aufräumen. Total ok, total verständlich. Und nein, das sind nicht zwingend Helikoptereltern und auch nicht alle diese Mütter haben einen Schrankkoffer voller Klamotten dabei.

Unterwegs sein ist offenbar entspannend für dich . Deswegen muss das aber nicht für alle so sein.

Mir ist in dem Artikel zuviel von sich selbst auf "alle" geschlossen.

Ziz
29.06.2018, 12:39
Kann Dir gern den PDF Link senden!

Tut mir Leid, wenn es falsch rüberkam: Es klappt super im Firefox. ;-)

elbspitze
29.06.2018, 13:15
Hmmm. Für mich klingt der Bericht zu abschätzig gegenüber anderen, die nicht gerne so reisen und die lieber Hotelurlaub machen. Und er enthält mir zuviele Verallgemeinerungen.

Mir ist in dem Artikel zuviel von sich selbst auf "alle" geschlossen.

Erst einmal danke für Dein Feedback. Sicher mag das an der einen oder anderen Stelle so rüberkommen, teilweise wurde auch vom Südkurier einiges ergänzt. Beim Querlesen ist mir das mit "jede Frau" nicht aufgefallen. Meine Freundin erklärt ja nur den Wandel vom Hotelurlaub zum Outdoorurlaub und den damit verbundenen Sorgen.

Dabei schildert sie auch den Gegenwind, den wir immer bekommen haben und das seit 2012, Jahr für Jahr, Tag für Tag. Am Ende war es immer das gleiche. Wir wurden gefragt, warum wir nicht mal Hotelurlaub machen könnten, warum wir so Urlaub machen. Vermutlich sind wir von zu vielen besorgten Eltern umgeben, aber sicher soll der Artikel nicht alle "anderen" Mütter ansprechen, sondern nur die, die gerne mehr Outdoor wollen, aber Skepsis haben.

Sollen doch die Hotelurlauber im Hotel Urlaub machen, uns egal. Dafür wollen wir uns aber auch nicht permanent rechtfertigen, warum wir auf unsere Art Urlaub machen. Schließlich waren wir ja auch mal Hotelurlauber und schildern hier nur die Metamophose zum Outdoorer :bg:

Philipp
29.06.2018, 16:17
Dafür wollen wir uns aber auch nicht permanent rechtfertigen, warum wir auf unsere Art Urlaub machen. Schließlich waren wir ja auch mal Hotelurlauber und schildern hier nur die Metamophose zum Outdoorer :bg:

Ohne Dir oder Euch zu nahe treten zu wollen: für mich liest sich der Artikel wie eine Rechtfertigung für Eure Veränderung in Bezug aufs Reisen und unterstreicht die Richtigkeit des Spruches "Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche.".

Dennoch: allzeit frohes Reisen und gesunde Rückehr! :D

elbspitze
29.06.2018, 16:35
"Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche.".

Was ja bedeuten müsste, dass wir nun Hotelurlauber durchweg kritisieren. Nein, wir sehen nur gewisse Vorteile im Outdoorurlaub und sicher gibt es auch Vorteile beim Hotelurlaub, die wir nur nicht brauchen oder als solche sehen. Ich arbeite in der Touristikbranche und bin stets mit Pauschalurlaubern in Kontakt. Ich werte diese Art des Urlaubes nie ab oder versuche sie zu was anderen zu überreden. Ich stehe dem ganz neutral gegenüber.

Sicher ist der Artikel eine Art "Rechtfertigung" Ist das falsch? Schließlich haben wir eine Veränderung durchgemacht, die zu begründen ist, die sich rechtfertigen lässt. In diesem konkreten Fall halt für uns.

Nebenbei bemerkt war unsere Idee ein einfacher Bericht über einen unserer Urlaube. Die Zeitung selbst kam auf die Idee, aus Sicht einer Mutter zu berichten, was für Sorgen und Ängste man hat und wie es dazu kam, sein Reiseverhalten zu ändern. Die müssen ja also Ahnung haben, was die Leser interessiert und was am Ende wie hier halt polarisiert.

Danke Dir trotzdem für Deine ehrliche Meinung. Wäre ja schlimm, wenn Alle einer Meinung wären. :roll:

Ziz
29.06.2018, 17:30
Die Zeitung selbst kam auf die Idee, aus Sicht einer Mutter zu berichten, was für Sorgen und Ängste man hat und wie es dazu kam, sein Reiseverhalten zu ändern. Die müssen ja also Ahnung haben, was die Leser interessiert und was am Ende wie hier halt polarisiert.

Nennt sich Clickbaiting. ;-)

Enja
29.06.2018, 17:48
Das mit dem ständigen Gegenwind wundert mich auch. Was für Menschen habt ihr denn da um euch herum? Ich erinnere mich immer noch gerne an die Klasse einer meiner Töchter, in der die betreffenden Familien unermüdlich gemeinsam wanderten, Rad fuhren, Kanu fuhren und gemeinsam zelteten. Nicht so ganz zur Begeisterung der Klassenlehrerin, die eher zu den 50-Schuhe-Frauen gehörte.

Schon mal mit mehreren kleinen Kindern Hotelurlaub gemacht? Echter Horror. Die lieben Kleinen wollen nicht nett gekleidet in irgendwelchen Restaurants sitzen und still halten. Meine wollten auch nie in die niedlichen Kinderclubs. Und abends natürlich auch nicht ohne uns ins fremde Bett. Da ist doch ein Zelt herrlich, wo die Eltern noch draußen sitzen dürfen, während die Kinder schon einschlafen.

Hotelurlaube machen wir auch gerne. Aber eher ohne Kinder.

Die Idylle mit den Kindern in der Natur wird schwieriger, wenn die Kinder älter werden und ein eigenes Sozialleben möchten. Also Kontakt mit anderen Kindern.

elbspitze
29.06.2018, 18:25
Das mit dem ständigen Gegenwind wundert mich auch. Was für Menschen habt ihr denn da um euch herum?

Als Beispiel: Wollten dieses Jahr zum Kindergeburtstag zelten gehen, da stand weder wild noch Campingplatz zur Debatte. Es wurde mündlich bereits verneint, weil entweder die Kinder nicht wollten oder aber die Eltern. Also haben wir uns gefügt und sind widerwillig in einen Vergnügungspark gegangen.

"Mit Anderen Kontakt haben" -> Ja, das wünschen wir uns für unseren Sohn auch. Daher sind wir ja auch auf der Suche nach einer Familie, die mit uns loszieht. So hat Täve Freunde für draußen und wir Trinkgenossen am Abend :ignore:

Enja
29.06.2018, 18:34
Eine Familie mit einem Kind im passenden Alter und gleichen Interessen zu finden, so dass es für ein gemeinsames Reiseleben passt - das halte ich für eher unwahrscheinlich.

Ab so etwa vier Jahren wollten sich meine Kinder zudem ihre Freunde selber aussuchen. Davor brauchten sie eigentlich keine. Da waren ihnen Eltern und Geschwister genug. Später führte das zu einer Interessenkollision. Die Kinder wollten gern auf einen Campingplatz, wo sie jeweils recht schnell diverse Spielkameraden fanden. Die Eltern, speziell der Vater, wollten eigentlich täglich weiterziehen und möglichst wenig Menschen treffen. Wir versuchten also, Kompromisse zu finden und wurschtelten uns eine Weile damit durch, dass wir "beste Freunde und Freundinnen" der Kinder von zu Hause mitnahmen.

Unsere Kinder sind übrigens schon recht früh lieber allein auf Reisen gegangen. Alle drei verfügen über eine sehr starke Persönlichkeit. Die Zeit, in der wir sie sozusagen widerspruchslos irgendwohin mitnehmen konnten, war zwar sehr schön, aber in der Rückschau betrachtet, auch recht kurz.

anja13
30.06.2018, 07:21
Die Zeit, in der wir sie sozusagen widerspruchslos irgendwohin mitnehmen konnten, war zwar sehr schön, aber in der Rückschau betrachtet, auch recht kurz.

:bg: Ich musste gerade grinsen. Gestern war letzter Kindergartentag vor den Ferien und wir wollen als Einstieg übers Wochenende auf den Zeltplatz und nebenbei die Uroma besuchen. Kind 1 (4): Nein Mama, nicht zelten. Nicht paddeln ... Kind 2: Mama, losfahren, Zelten! Paddeln auch, das ist schön (noch nie vorher gemacht), dann brauche ich eine Schwimmweste, sonst mache ich blublub.

Zu den Familien in der Umgebung:
Mein Sohn hat sich zum Kindergeburtstag Lagerfeuer mit Würstchen und Stockbrot gewünscht. Und war sehr traurig, dass von 5 Kindern 4 kaum das Essen durchgehalten haben sondern lieber drinnen spielen wollten ...

sinje
30.06.2018, 10:32
Bei allen unseren Kindergeburtstagen (von 3 bis 14 (und mehr) Jahren :-)) waren Lagerfeuer und Stockbrot immer Selbstgänger. Und die Schatzsuche ein Klassiker. Ich bin immer wieder erschüttert, was für einen Aufstand Eltern in der Stadt (ich habe den konkreten Vergleich zwischen Nordfriesland und Kiel) für normale Kindergeburtstage machen. Die machen sich durch die (erwartete) Erwartungshaltung der anderen Kinder (oder deren Eltern) selbst die Preise kaputt.

Enja
30.06.2018, 10:53
Lagerfeuer in der Stadt ist halt schwierig.

Und nein. Kommt drauf an, wo man wohnt. Hier in unserem Stadtteil haben die Leute das Geld gar nicht, aufwändige Events zu buchen. Und viele den Platz gar nicht, in der Wohnung zu feiern. Wenn ich es richtig im Kopf habe, leben hier knapp 50 % von H4 und die, die etwas drüber liegen, sind normalerweise noch schlechter dran, weil dann die ganzen Vergünstigen wie verbilligte Fahrscheine, kostenlose Eintritte usw. entfallen.

Wenn wir also einen Schulausflug in den Zoo organisiert haben, hatten viele Kinder Freudentränen in den Augen, weil es für sie eine beispiellose Unternehmung war. Urlaub ist in solchen Familien eh nicht drin.

Alle diese Fragen und Entscheidungen sind ein so weites Feld, dass man sie am besten für sich selbst beantwortet bzw. trifft. Wie andere das halten, können wir doch denen überlassen.

Spätestens ab 14 Jahren gestalteten unsere Kinder ihre Geburtstage übrigens selbst. Und mit Schatzsuche und Stockbrot hatte das dann nichts mehr zu tun.

rumpelstil
30.06.2018, 13:56
Es freut mich sehr, dass hier viele Aspekte angesprochen wurden: Das Kinder nicht unbedingt mit den Kindern der Freunden der Eltern zufrieden sind, sondern ihre eigenen Freunde suchen. Dass Kinder häufig (nicht alle, nicht immer) gerne an einem Ort bleiben und dort Spielkameraden suchen. Dass es Leute gibt, in denen Outdoorurlaub als normal angesehen wird - und Hotelurlaub auch . Usw.

Das mit dem "permanenten Gegenwind" und "alle Frauen", "alle Kinder", "erst muss man sich reinfinden, erst dann kommt die Erleuchtung"(=findet man heraus, dass Outdoorurlaub besser ist) in dem Bericht hat mir schon sehr aufgestossen. Es klingt mir halt zu sehr danach, dass diese Form des Urlaubs eigentlich besser ist, nur die Mehrheit der Urlauber nicht fähig sind, dies wahrzunehmen.

Die meisten scheinen hier aber diesbezüglich sehr entspannt zu sein. Sehr angenehm.

(Wirklich nervig fand ich in der Kleinkindzeit Freunde/Bekannte in meinem Umfeld, die auf Teufel komm raus beweisen mussten, dass "mit Kind weiterhin alles möglich ist" im Outdoor- und Bergbereich. Für mein Daführhalten häufig zu Ungunsten des Kindes oder des Familienfriedens.)

DerNeueHeiko
30.06.2018, 14:46
Hmmm. Für mich klingt der Bericht zu abschätzig gegenüber anderen, die nicht gerne so reisen und die lieber Hotelurlaub machen. Und er enthält mir zuviele Verallgemeinerungen.

Beispiel der Schluss:
"Was sich zunächst für jede Frau unvorstellbar anhört, ist, einmal akzeptiert, unheimlich entspannend. "

Wie ums Himmels Willen kommt man drauf, dass sich 'einfaches Reisen' (um es mal so auszudrücken) zunächst mal 'für jede Frau unvorstellbar anhört'? Das finde ich eine ganz üble Verallgemeinerung, die sich von der Stimmung her durch den ganzen Artikel zieht.

Ich habe das nur am Ende so empfunden. Das Thema "Familie und Freunde äußern Unverständnis" kenne ich durchaus auch...

Aber "für jede Frau unvorstellbar" ist derart übertrieben - ich war ja gerade in Südostasien unterwegs, habe mich teilweise auch in den klassischen Backpacker-Gebieten bewegt, wo ja nun auch nicht gerade mit 50 Paar Schuhen gereist werden kann (wenn auch die Dusche täglich oder alle zwei Tage zur Verfügung steht).

Dort sind Frauen sicher nicht unterrepräsentiert, und nicht nur als "Partnerin", von denen man noch böse annehmen könnte, dass "ihr Freund sie ja nur mit zwingt", sondern auch viele alleine unterwegs. Deutsche, Polinnen, Französinnen, Thailänderinnen, Brasilianerinnen habe ich getroffen.

MfG, Heiko

Enja
30.06.2018, 14:47
Meiner Meinung nach ist "alles möglich" auch nicht nötig.

Meine Tochter, die mir gerade über die Schulter sah, lässt ausrichten: "Typisch frischgebackene Eltern". Die sind offensichtlich häufig unterwegs in der festen Überzeugung, dass nur sie wissen, wie "es" geht. Das maximale Gegenbeispiel sind dann die Schwiegereltern, die überhaupt keine Ahnung haben und ständig alles falsch machen. Auch so ein gewisser Wettbewerb um die idealen Eltern spielt da rein. Entspannt sich bei den meisten nach der Grundschule.

Das hier beschriebene Kind ist sieben Jahre alt. Da droht dann eine andere Gefahr: die Schulpflicht. Sehr lästig.

Und ja. So ganz weglos unterwegs in der Mongolei.....da hätte ich wahrscheinlich Bedenken, was man denn bei Krankheit oder Unfall unternehmen möchte. Macht keinen Sinn sich ins Hemd zu machen. Aber. Wir hatten zum Beispiel einen Kleinkind-Unfall in Jordanien. Das war nicht so ganz ohne. Und einmal sind wir, ich schwanger, zwei Kleinkinder dabei in Griechenland in einen Erdrutsch gekommen. Alle zusammen in Korsika in einen Flächenbrand. Das war verdammt knapp.

Entspannend wollten wir uns bei einem gemütlichen Urlaub auf einem Campingplatz im Allgäu. Wo es dann täglich so massiv regnete, dass der Platz (am Hang) bis zu einem Meter hoch unter Wasser stand, so dass alle Schlafsäcke in den Trockner mussten und die Feuerwehr jeden Abend die Zelte auspumpte. Zu der Zeit fragten uns unsere Freund immer, wo wir denn hinwollten, um diese Richtung unbedingt zu vermeiden.

An den blinden Esel, der ständig die Berge runterstürzte, um dann seinen Tod zu simulieren, sich dabei aber nie verletzte, glaube ich nicht so ganz.

rumpelstil
30.06.2018, 21:43
Meine Tochter, die mir gerade über die Schulter sah, lässt ausrichten: "Typisch frischgebackene Eltern". Die sind offensichtlich häufig unterwegs in der festen Überzeugung, dass nur sie wissen, wie "es" geht.

Sehr schön gesagt.