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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gewicht Ray-Way Tarp



Nicki
05.11.2005, 11:06
Ich überlege mir das 1 Personen Tarp zu nähen- wieviel wiegt es mit Heringen ,Leinen etc.? Sind bei dem Kit alle benötigten Teile dabei?

Und passen zur Not auch mal 2 darunter?


grüße FS

Carsten010
24.11.2005, 11:05
Das Dingens wiegt ohne Häringe erschreckende
400 Gramm...

Weiss nicht, ob da zur Not auch zwei drunter gehen, ich vermute,
dass das schon klappt.

Übrigens ist Marcus Löffler aus dem Forum bei Ray Jardine auf der Webseite :-)

CU

Carsten

Nicki
24.11.2005, 18:29
Erschreckende 400g-hast du eine leichtere Idee?

Carsten010
24.11.2005, 19:16
Erschreckend leicht im Sinne von leichter geht kaum noch.

Der Eigenbau-Poncho von Flying Brian ist noch ein bisschen
leichter, bietet aber auch noch ein bisserl weniger Schutz.

CU

Carsten

hikingharry
24.11.2005, 19:54
Leider keine Kits zum Selbernähen, aber noch leichter wird es mit einem
Spinnshelter (http://www.gossamergear.com/cgi-bin/gossamergear/Spinn-Shelter.html) zu 174,95 $, das aber wahrscheinlich nur für eine Person ausreicht. Gewicht ca. 250g.

Oder diverse Tarps von backpackinglight (http://www.backpackinglight.com/cgi-bin/backpackinglight/xdpy/s/Shelter%20Systems/index.html), z.B. dieses (http://www.backpackinglight.com/cgi-bin/backpackinglight/stealth_ultralight_backpacking_tarp_1.html). Gewicht: ca. 215g

Mein Plan diesen Winter ist unter anderem das obere Spinnshelter aus einem RayWay Tarp Kit zu nähen. Ist ja schon fast ein Sakrileg, hmm ein komisches Gefühl. RJ wird das sicher nicht gern sehen.

Also ich glaube mit dem TarpKit läßt sich super eine leichte Tarp nähen, es(das Kit) ist vollständig, allerdings würde ich empfehlen, auch das Tarp Buch dazu zu bestellen. Übrigens das 2 Personen Tarp wiegt laut Ray Jardines Webseite ja auch nur ca. 480g

Gruß hikingharry

Carsten010
24.11.2005, 20:45
Hikingharry hat wieder einmal die passenden Leichtgewichtslinks
parat, sehr schön!

Hier ist übrigens der Link zum Poncho/Shelter von Flying Brian
http://royrobinson.homestead.com/PonchoPlans.html

Soll dann auch 270 Gramm wiegen und sowohl als Poncho
als auch als Shelter nutzbar sein.

Ansonsten dran denken, dass Snuffy hier aus dem Forum gerade
vergleichsweise günstig Sil-Nylon bestellt...

CU

Carsten

hikingharry
25.11.2005, 00:05
Nach dem Plan von Flying Brian habe ich mir auch mein Tarp genäht, nur noch ohne Ponchofunktion. Konnte es nicht übers Herz bringen, das Loch für die Kapuze reinzuschneiden.

Das Gewicht mit 270g stimmt genau.

Gruß hikingharry

chinook
25.11.2005, 00:27
Nach dem Plan von Flying Brian habe ich mir auch mein Tarp genäht, nur noch ohne Ponchofunktion. Konnte es nicht übers Herz bringen, das Loch für die Kapuze reinzuschneiden.

Das Gewicht mit 270g stimmt genau.



Und wieviel Platz hat man darunter? Wie gut ist das Tarp als Wetterschutz? Reicht es, wenn man darauf angewiesen ist, nicht nass zu werden, auch bei Wind?

-chinook

hikingharry
25.11.2005, 01:10
Vielleicht helfen ein paar Fotos:
http://www.harrydesign.de/hikingharry/forum/bei_regen.jpg
Ungefähr so mache ich das bei etwas schlechterem Wetter, mit der Option von:

http://www.harrydesign.de/hikingharry/forum/schlechtwetter_tarp.jpg
Die Ränder sind recht dicht am Boden, und für Notfälle könnte ich noch einen Schirm an das offene Fußteil geben.

Kommt der Wind eindeutig aus einer Richtung mache ich ungefähr so:
http://www.harrydesign.de/hikingharry/forum/schnee_tarp.jpg

Am bequemsten ist vielleicht diese Art:

http://www.harrydesign.de/hikingharry/forum/karwendel_tarp.jpg

Im Großen und Ganzen experimentiere ich so herum, hier z.B. auch der kleine Tschibo-Rucksack vom Frühjahr auf einer 3 Tagestour im Karwendel, ebenfalls im Frühjahr.

Viel testen, und manchmal ist es nicht so ganz bequem beim Sitzen und Essen, aber beim Schlafen paßt´s immer.

Gruß hikingharry

chinook
25.11.2005, 01:59
Vielen Dank für die Fotos, die machen es suggestiv. Wie ist es mit dem Tarp bei starkem Wind? Kann man das stabil genug abspannen? waere sand auf die Seiten eine Lösung?

-chinook

hikingharry
25.11.2005, 02:30
Also, ich bin ja eher in den Bergen, da gibt´s nicht soviel Sand, aber bei Variante 2 helfen auch Steine oder Äste, an die Kante gelegt, andererseits ist da die Stoffkante sehr nahe am Boden.

Variante 2 und 3 sind sehr windstabil, allerdings habe ich ein gutes Gefühl dafür, woher der Wind kommt.

Abspannen kann ich das Tarp sehr gut.

Gruß hikingharry

Carsten010
25.11.2005, 07:15
@Hikingharry

Aber Du hast das Ding doch größer gemacht als Flying Brian, oder?
Sind das 4 yard x 64 inch wie bei Flying Brian oder nicht? Ansonsten
hast Du da ja ne ziemlich optimale Größe für eine Person.

CU

Carsten

stefan.bbb
25.11.2005, 18:16
Gewicht u Bildchen haben mich ja fast überzeugt, aber

Es kommt halt drauf an, was man machen will. Das fiese am Niederschlag ist ja die Auskühlung und wenn dann noch Wind im Spiel ist...ein wenig über Stunden, oder heftigst.

Mein Zelt lob ich mir da schon, auf das Fliegengitter könnt ich aber locker Verzichten.

Und mit meinem "auch- Poncho" bin ich in Neuseeland von jetzt auf gleich weggeflogen. nene, das Luftpolsterchen unter der Regenhaut will gut fixiert sein!

Tja, ansonsten sag ich auch Sil-Nylon über Snuffy

hikingharry
25.11.2005, 19:35
@Carsten:

Also von Brian habe ich die Größe von 62" X 112" übernommen, als 1,58m X 2,85m.

4yd x 64" sind ja ca. 3,65m x 1,63m, sagt Google.

Aber die Größe paßt mir schon.

@stefan.bb:

In Neuseeland würde ich mir vielleicht auch was anderes überlegen, allerdings sicher mit Moskitoschutz. Wahrscheinlich würde es ein Spinnshelter (http://www.gossamergear.com/cgi-bin/gossamergear/Spinn-Shelter.html) werden. Das könnte ich dann beliebig konfigurieren.

Bei uns verwende ich das Tarp je nach Umstand UND Wettervorhersage, für 3-4 Tagestouren. Und die Windrichtung läßt sich ganz gut abschätzen, wenn mensch darauf achtgibt, und sonst so nieder spannen, das mensch darunter kriechen muß. Experimentieren möchte ich noch mit selbstgenähten Schlafsacküberzügen, wegen dem Wind und so. Aber bis jetzt gings immer ganz gut.

Gruß hikingharry

stefan.bbb
25.11.2005, 21:46
Schlau!

Aber so recht will ich den Vorteil von einer seperaten Bodenplane nicht einsehen, befestige ich sie mit einigen Punkten am Dach isses eine Bodenwanne u das ganze ein Zelt. konstruktiv schlecht sind natürlich die Stiche im "Dach". ich dachte, alle 5 cm einen zick-zack-Punkt mit imprägniertem Garn zu setzen, mal testen. ist auch gleich Lüftung, zu dicht darfs ja aauch nicht sein. Gegen Insekten muß man das ganze ja nur zumachen können. Bei den käuflichen Konstruktionen wird halt die Bodenwanne vom zusätzlichen Fliegengitter hochgezogen,muß man nicht ins Dach nähen, oder erst am First, wos unkritisch ist.

Wenn schon Stöckchen, möchte ich bei meinem Zelt mit einem Stock auskommen, weil ich mir sage, wenn ein Stock kaputt oder verlorengeht, kann ich noch prima laufen, aber es darf nicht sein, daß ich dann mein Zelt nicht mehr aufgebaut kriege.

Klar ist, das alles nur so gut ist, wie es unter den miesesten Bedingungen ist. Zum Nordpol will ich nicht, aber auch hierzulande ist manches möglich: schnell noch über den Paß gespurtet, das Wetter wird immer schlechter, runter! und das ist dann so die typische Situation, um ein Stöckchen zu verlieren und nicht der rechte Momet, sich einen Ersatz zu schnitzen, bevor man in den trockenen Schlafsack kommt.

hikingharry
26.11.2005, 14:34
hallo stefan.bbb,

Also mit der separaten Bodenplane hat mensch den Vorteil, ein Tarp oder auch das Spinnshelter beliebig aufstellen zu können.

Als 'Fliegengitter' könnte mensch ja auch ein Bivy (http://www.backpackinglight.com/cgi-bin/backpackinglight/vapr_pertex_quantum_ultralight_bivy_sack_r.html) benutzen - ca. 190g - , mensch kann auch bei gutem Wetter auf dem Bivy schlafen.

250g Spinnshelter und ein 190g Bivy ergeben eine sichere Unterkunft mit einem Gewicht von 440g.

Als Stöcke verwende ich immer Trekkingstöcke, bis jetzt habe ich noch keinen verloren.

Gruß hikingharry

stefan.bbb
01.12.2005, 21:34
Hmmm,

Ich probier jetzt mal, ob mein Rucksack etc auch mit ner 60er oder 70er Isomatte funktioniert. Vielleicht komm ich dann so auf 65 cm raus. Damit kann ich mir sowas wie das spinshelter ganz gut vorstellen. Die Isomatte muß im Flieger auch mein Brompton(Faltrad) verpacken, drum ist das halt alles ein bissel Gekniffel, bis das paßt.

Bivy: dreh ich mich nachts, ist die wasserdichte Seite oben, aber ansonsten hab ich immer schon gedacht, daß die Außenhaut des Schlafsackes so wasserdicht, wie das bei sehr guter Dampfdurchlässigkeit möglich ist, sein sollte. Vielleicht kommen wir da noch hin, obwohl ich bis jetzt nicht vor hatte, Schlafsack zu nähen.

In diesem Zusammenhang finde ich es auch mal wieder sehr ärgerlich, daß es üblich ist, bei technischen Textilien die technischen DATEN nicht anzugeben.

ciao

stefan.bbb
02.12.2005, 16:28
Neugierig geworden bin ich ja und ich denke, es gibt da auch so ein psychologisches Moment: wenn draußen das Wetter u Alles übel ist, mach ich am liebsten das Zelt zu, verkriech mich im Schlafsack und denke ich liege zuhaus in meinem Bettchen.

was den "fehlenden" Boden betrifft, probiere ich jetzt folgendes: PE- Schaum aus dem Baumarkt "Trittschalldämmung" 0,5cm, bis max 90cm breit krieg ich den in meinen Rucksack, mit dem Effekt, daß die Längskanten umgebogen werden, na, wenn das nicht ne super Bodenwaanne ist? ich roll dann nicht ins nasse Gras. In der Mitte (50cm) leg ich dann noch ne Lage drauf, das ist dann die Isomatte. Das Zwiebelprinzip, wie bei den Klamotten! das Zeug ist son bischen wie Wellblech, kann man auch eine Welle längs u die andere quer legen. und Macken kann man immer so anordnen, daß sie nicht aufeinander liegen! ich glaube, das ist schlau, ich probier´s aus.

hikingharry
03.12.2005, 14:57
Wegen dem fehlenden Boden:

ich verwende folgende Unterlegplanen:
- eine Zeltunterlage
- eine Rettungsdecke
- eine zugeschnittene Polyethylen-Plane (stärkere Malerabdeckplane)

Von diesen suche ich mir jeweils die passende für das zu erwartende Gebiet und Wetter aus.

Gruß hikingharry

stefan.bbb
03.12.2005, 16:12
Klar, Anpassung an die jeweiligen Gegebenheiten ist wichtig!

Ansonsten hab ich heute die Trittschalldämmung, 0,5 cm dünn, 1,5m*0,75m mal gewogen: 120g, vom spezifischen Gewicht her leichter als jede Isomatte und dabei gerade noch fest genug, um sie zu handeln. wichtig ist ja (außer der Wasserdichtigkeit) nur die Luft darin. probiers mal. Für obiges Stück hab ich ca 2€ bezahlt. Kann natürlich sein, daß nicht jeder Baumarkt diese Stärke hat bzw Zuschnitt anbietet, muß man halt zur Konkurrenz.