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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kombi für Abfahrt und Skitour gesucht



alve89
21.01.2018, 19:25
Servus allerseits!

Ihr seid mir als erstes eingefallen, da bisher meine Fragen bisher stets diskutiert beantwortet wurden. Hoffentlich auch diese:

Basics: Ich bin bisher nur ein paar Mal Ski gefahren und habe Gefallen daran gefunden, bin daher aber sicher kein fortgeschrittener Fahrer (und damit auch keiner, der Wert auf die höchstmögliche Geschwindigkeit legt, einfach schon aus mangelndem Können). Außerdem bin ich ein Berg- und Naturmensch, der jede freie Minute Forts verbringt.
1,85 m groß, 80 kg schwer, Schuhgröße 46 schmal.

Wunsch: Weiterhin Ski fahren und außerdem mit Skitouren beginnen. Da ich jedoch nicht immer leihen will, würde ich mir gern eine Kombi zulegen, mit der beides (Alpin und Tour) möglich ist. Eine grundlegende Erklärung würde sicher nicht schaden, Produktempfehlungen sind herzlich willkommen, Diskussionen ebenfalls.
Natürlich möchte ich keine Unsummen ausgeben, aber lieber einmal etwas mehr und dafür was Ordentliches.


Kann mir hier jemand helfen? :roll:

Danke euch schon Mal im Voraus!

Grüße
Stefan

DasBushbaby
21.01.2018, 19:59
Als ich mit dem Tourengehen angefangen habe, hatte ich zu Beginn nur normale Skischuhe. Das hat sich sehr schnell als problematisch für mich herausgestellt. Die Sohlen waren zu glatt um einen Gipfel zu ersteigen und die Schuhe für das Bergauf zu steif. Das Resultat waren Blasen an den Füssen und Druckstellen an den Schienbeinen. Mittlerweile benutze ich richtige Skitourenstiefel und kann mit diesen in Verbindung mit meinen Tourenski ganz passable auch alpin abfahren.

Was nicht funktionieren würde, wären meine Tourenstiefel in Verbindung mit einer Standardskibindung. Durch die griffige Schuhsohle würde eine normale Skibindung bei einem Sturz nicht mehr richtig auslösen, da die Reibung zu stark ist.

Was ich damit sagen will, mit einer Tourenausrüstung kann man gut bis sehr gut auch alpin Skifahren, während mit einer Alpin-Ausrüstung eine Skitour eher zur Tortur wird.

Tourenbindung gibt es übrigens nicht nur mit Fangriemen, sondern auch mit Skibremse. Und Tourenski werden auch tailliert angeboten (dann braucht man auch passende Steigfelle und zu stark tailliert kann bei Querungen von Nachteil sein). Es sind dann zwar keine Carver, aber schöne Kurven kann man trotzdem damit flitzen.

Lynness
21.01.2018, 22:00
Hallo Alve89,

mittlerweile gibt es sehr gute und leichte Tourenski auch mit leichter Bindung, was sowohl zum Pisten fahren als auch zum Touren gehen taugt.

Ich würde Dir dazu empfehlen in ein gut sortiertes Sportgeschäft (mit guter Skitourenabteilung) zu gehn und den dortigen Berater fragen welche Ski er mit deinem Gewicht, Können und der Frequenz von Skitour pro Jahr Dir empfehlen kann. Früher gab es nur wenige spezielle Tourenski. Heute ist die Auswahl riesig.

Am besten einen leichten, aber stabilen Ski, der leicht dreht, Fahrfehler verzeiht und mit üblen Schneesituationen (Bruchharsch, Sulzschnee) gut umgehen kann. Und der auf der Piste halt auf der Kante auch Grip hat. Sonst hast Du auf der Piste, wie Becks schon in einem anderen Faden zu Powder/Freeride Ski schon schrieb, nicht soviel Spass auf der Piste.

Es werden hier sicherlich noch andere Tourengeher Empfehlungen zum "richtigen" Ski abgeben.

Das mache ich bewusst nicht, da ich selbst von denen zuwenig in Real probiert habe, um eine echte Empfehlung abzugeben.

Ich habe aktuell den Scott Superguide von 2017 mit 88 mm Breite unter der Bindung. Der Ski soll eher für Geübte sein. Er fühlt sich auch relativ hart an beim Fahren..... Der kann einen kurzen und längeren Radius fahren, wenn es mit dem Fuss entsprechend ausgelöst wird. Das heisst auf der Piste oder im Gelände kann ich kürzere oder längere Schwünge machen. Auch den Ski muss ich selbst noch einfahren, um ein Gefühl für das Teil zu bekommen.

Es gibt mittlerweile diverse Skitestivals in den Bergen von Dynafit und anderen Herstellern.
Dort kann man verschiedene Ski und Bindungssysteme kostenlos oder günstig ausprobieren. Das machen sie oft am Anfang der Saison. Vielleicht gibt es jetzt auch noch Events (googeln). Das hätte ich auch machen sollen vor meinem Skikauf. Weil da merkt man halt, ob einem der Ski liegt oder nicht ( optimaler Skiradius kurz - lang, harter - weicher Ski, Skilänge auch wichtig).

Du siehst es gibt ne Menge Kriterien zu beachten. Ich finde da, gerade als Ski Tourenanfänger eine gute Beratung wichtig.

Bei einem falschen Ski kann es passieren, dass der Spass am Hobby leidet!!

Skitourenschuhe lange anprobieren und auch zuhause ne Stunde oder so tragen. Erst dann merkst du, ob er passt. Es gibt da ja welche mit Thermoinnenschuh, die sich sehr gut an deinen Fuss anpassen lassen. Auch hier ist ne gute Beratung Gold wert. Denn die Kosten auch zw 300 - 500 Euro. Viel Geld. Hier zu sparen macht keinen Sinn. Passen muss er. Nur so als Tip. War bei mir ne Odyssee - zu stramme Wadeln;-). Schlechter, nicht passender Tourenschuh kann die eine oder andere Tour auch zur Qual werden lassen...

Viel Glück bei der richtigen Ski- und Schuhwahl.

Just my two cents...

Benzodiazepin
21.01.2018, 23:45
+1 für den gut sortieren fachhändler. moderne skitouren-schuhe lassen sich thermoformen, was aber per internetversand verflixt schlecht geht.

zudem würde ich keinen allzu leichten ski kaufen und keinen, der zu breit ist. leichtere skier sind zwar beim raufgehen super, aber wenn du damit auch auf der piste fahren willst, dann macht das mit etwas mehr gewicht mehr spass. unter "leicht" versteh ich so ca. 1kg, unter "nicht allzu leicht" irgendwas um 1.5kg pro ski rum. nur als grobe angaben.

testival ist auf jeden fall ein guter tipp.

rumpelstil
22.01.2018, 00:09
Am besten einen leichten, aber stabilen Ski, der leicht dreht, Fahrfehler verzeiht und mit üblen Schneesituationen (Bruchharsch, Sulzschnee) gut umgehen kann. Und der auf der Piste halt auf der Kante auch Grip hat.

Tja, wenn es diesen Ski geben würde, dann würden ihn wohl alle fahren.
Gibt es aber leider nicht.

Will man Ski, die "alles" können, dann muss man in allen Bereichen gewisse Abstriche machen. So ist ein sehr leichter Ski super im Aufstieg, taugt aber meist auf der Piste nicht viel und im richtig tiefen Pulver auch nicht. Ein etwas schwererer Ski ist anstrengender im Aufstieg, hält aber auf der Piste eher (liegt nicht am Gewicht, sondern am Aufbau). Ein Ski, der "leicht dreht", "hält" weniger. Etc etc.

Ideal wäre, wenn du irgendwo testen könntest, am besten bei verschiedenen Bedingungen (-> auch auf und neben der Piste). Dann findest du am ehesten heraus, welche Kompromisse du einzugehen bereit bist, gerade auch als noch-nicht-so-guter Fahrer. Irgendwelche Kompromisse geht man immer ein, auch bei mehreren Paar Ski...

Ein "Kompromissski" kann alles ein bisschen, aber halt nichts top. Das kann dir aber trotzdem zu viel Spass verhelfen. Und zu guten Entschuldigungen, wenn andere besser fahren oder rascher aufsteigen ;-)

Bei den Schuhen würde ich auch sagen, so ganz generell eher mit (ordentlichen!) Tourenschuhen auf die Piste als umgekehrt (obwohl ich selber immer mit Pistenschuhen auf Skitour gehe, weil mir Gipfel herzlich egal sind).

Willst du auch regelmässig auf der Piste fahren, würde ich zu einer Step-in Tourenbindung (wie Pistenbindung) und nicht zu einer Bindung mit "Pins" raten. Ich habe schon öfters erlebt, dass diese auf der Piste "rausgerupft" wurden.

Thermoinnenschuhe, naja... Die Formung ist meist nicht sehr langlebig. Es ist enorm wichtig, einen Schuh zu finden, der gut an deine Füsse passt!

mac0816
22.01.2018, 00:42
Hallo,

im Moment bekommst Du überall den K2 Wayback 88 für kleines Geld. Zusammen mit ner Fritschi Scout hast Du für rund 400 € einen Ski, den du problemlos auf Tour und Piste nutzen kannst.

Es gibt leichtere Tourenski, die taugen aber auf harter Piste nichts, jedenfalls nicht in dieser Preisklasse.

Es gibt viel leichtere Bindungen, da kannst Du aber nicht mit Alpinstiefeln rein, und generell ist das Einsteigen was komplizierter.

Ich nutze diese Kombi, abgesehen von anspruchlosen Skitouren, wenn ich in meinem Skiclub Kinderskikurse oder erwachsene Anfänger habe, das geht auch auf harten Pisten ganz gut und die Taillierung reicht zum Carven, ist natürlich kein Vergleich zu einem Wettkampf- Slalomski, aber damit kämst Du eh nicht zurecht. Laufruhe paßt auch bis zu mittlerem Tempo (Schuß ohne Abfahrtshocke auf roter Piste), das solte bei dem beschriebenen Fahrkönnen reichen.

Ein vergleichbarer Kompromiss bei Schuhen sind FreerideSchuhe, z.B. Lange XT 110 oder 130, mit den 130ern fahre ich auch beim Slalom Training, wenn ich primär als Betreuer unterwegs bin. Die sind steif genug für Elan SLX oder vergleichbares und man kann trotzdem bequem darin laufen.

alve89
22.01.2018, 07:13
Guten Morgen!

Erstmal Danke euch allen für die sehr ausführlichen Beschreibungen! Wie bereits mehrfach empfohlen werde ich in jedem Fall zu einem gut ausgerüsteten Händler gehen, da mir eine direkte Beratung wichtig ist (sonst hätte ich vermutlich nie so perfekt sitzende Wanderschuhe bekommen). Nur sollte man vielleicht wenigstens grob wissen, worum es geht, damit man auch mal merken kann, wenn der Berater nur verkaufen will und Quatsch erzählt.

Gut zu wissen sind diese Testivals, da werde ich mal schauen, ob noch was ansteht (finde ich auch eine super Sache, kannte ich noch nicht). Ansonsten war ja euer gemeinsamer Tipp immer ein „nicht allzu leichter Ski“. Gibt es da sonst noch was zu beachten (Form, Material, Aufbau, ...)? Welche Art Bindung (gibt ja offensichtlich mehrere :D ) wäre die richtige? Usw...

mac0816
22.01.2018, 07:31
Noch ein Nachtrag:

was wahrscheinlich die bessere Lösung wäre, ist ein preiswerter Tourenski und dazu irgendein alter Racecarver vom Skibazar, vorzugsweise von einem Skiclub, der auch im Amateur-Rennsport aktiv ist.
Da wird das Material sehr oft gewechselt und günstig abgegeben, bei uns gehen so Ski für 50-100 € weg.

Vorteit für Dich wäre, daß Alpinbindungen deutlich sicherer sind, weil die in mehr Richtungen auslösen Einen Rückwärts-Drehsturz möchte ich mit ner superleichten Dynafit Pin-Bindung nicht machen. Die oben genannte Fritschi ist da gutmütiger.

alve89
22.01.2018, 07:40
Noch ein Nachtrag:

was wahrscheinlich die bessere Lösung wäre, ist ein preiswerter Tourenski und dazu irgendein alter Racecarver...

Vorteit für Dich wäre, daß Alpinbindungen deutlich sicherer sind, weil die in mehr Richtungen auslösen Einen Rückwärts-Drehsturz möchte ich mit ner superleichten Dynafit Pin-Bindung nicht machen. Die oben genannte Fritschi ist da gutmütiger.

Passt denn jede Bindung auf jeden Ski? Oder worauf muss hier besonders geachtet werden?

Außerdem bräuchte ich dann ja jeweils eine komplette Kombi mit Ski + Bindung + Schuh, oder?

derSammy
22.01.2018, 07:48
Du hast hier echt die freie Auswahl.

> eine Ski-Bindung-Schuh Kombi zu erlangen die diese Kriterien erfüllt:
> Ski:"...sowohl ein leichtes Gewicht und somit einen angenehmeren Aufstieg, als auch eine optimale Performance in der Abfahrt."
> Bindung: ".. geeignet ist, die unbeschwerten Abfahrtsspaß ohne physische Grenzen suchen..."
> Schuh: "...Zugleich gewährleisten der ergonomische Shape und das geringe Gewicht des Schuhs einen hohen Gehkomfort im Aufstieg. Der Schuh wurde schneedynamisch gestaltet, was wenig Reibungspunkte, geringen Luftwiderstand und optimale Schnee-Durchdringung im Tiefschnee bedeutet..."

>>> das sind so die Bescheibungen im oberen Preissegment der aktuellen Produkte.
Trio so rd. 1800€ :ignore:

Wenn man aber ein paar Erfahrungswerte einfliessen lässt:

a.) ein Beginner merkt das alles gar nicht so genau
b.) bei guten Verhältissen gehts immer gut, bei schlechten immer schlecht
c.) das Vehältniss Gelände >< Piste wird sich mehr und mehr von der Piste wegbewegen (wenn man mit Touren angefangen hat)


Dann geht ein klassisches "Starte Kit" aus

Vorjahres K2 + Fritschi + irgendein 3Schnaller (mit PIN inserts für "später)

immer!!

Sowas wird im Set unter 800€ verkauft ..... und macht die ersten Jahre richtig Spass!

india
22.01.2018, 09:35
Den genannten K2 Wayback 88 mit Fritschi Bindung und ordentlichen Tourenstiefeln (Scott Cosmos 2) habe ich auch als eizigen Ski.
Damit komme ich mit Fellen die Berge rauf (dabei muss ich mich ein wenig mehr schinden, als die, die eine Superleichtausrüstung ihr eigen nennen - dafür ist für mich der Trainingseffekt größer) und ich komme bei schlechten Verhältnissen schlecht herunter und bei guten Verhältnissen gut.

Auf der Piste kann ich damit alles fahren, der Spaß hört allerdings bei vereisten Pisten auf. Schwarze Pisten kann ich damit fahren und ich denke, mit einem Alpinski wäre das Pistenfahren gerade bei höheren Geschwindigkeiten noch leichter und angenehmer, aber gleichzeitig denke ich, dass ich als Fahrer vielleicht immer noch mehr limitierender Faktor bin, als meine Ausrüstung.

Vegareve
22.01.2018, 10:03
Schwarze Pisten kann ich damit fahren und ich denke, mit einem Alpinski wäre das Pistenfahren gerade bei höheren Geschwindigkeiten noch leichter und angenehmer, aber gleichzeitig denke ich, dass ich als Fahrer vielleicht immer noch mehr limitierender Faktor bin, als meine Ausrüstung.

Ich habe die gleichen Ski, ja, man kann damit Piste fahren, aber nicht wahnsinnig schnell und bei harten Verhältnissen muss man sehr vorsichtig sein. Die sind eben nicht dafür gemacht, zu leicht und flatterig und Kanten haben sie zwar, aber bescheiden im Vergleich zu einem Pistenski. So oft bin ich aber nicht auf der Piste. Wenn man da richtig Spass haben will, kann man sich ja Ski ausleihen, kostet ja nicht allzu viel (im Vergleich zu den Kosten für einen Tourenschuh :bg:).

Ansonsten hat Rumpel alles gesagt, Tourenschuh der passt (meine Empfehlung, kein ultraleichter Zweischnaller, der gut bergauf ist aber wenig Halt in der Abfahrt gibt) und eher klassische Bindung.

Und ja, wenn man mal mit Touren angefangen hat, kriegt man irgendwann Platzangst auf der Piste und denkt sich "warum muss ich in dieser Menschenmenge auf hartem Untergrund fahren, wenn ich allein im Pulver sein könnte" :p.

opa
22.01.2018, 11:08
Ich habe aktuell den Scott Superguide von 2017 mit 88 mm Breite unter der Bindung. Der Ski soll eher für Geübte sein. Er fühlt sich auch relativ hart an beim Fahren..... Der kann einen kurzen und längeren Radius fahren, wenn es mit dem Fuss entsprechend ausgelöst wird. Das heisst auf der Piste oder im Gelände kann ich kürzere oder längere Schwünge machen. Auch den Ski muss ich selbst noch einfahren, um ein Gefühl für das Teil zu bekommen.



Just my two cents...

habe den in der 95er breite - habe im alpinforums schon was dazu geschreiben. bis jetzt leider nur auf der piste getestet. super brett, war ohne einfahren vom ersten schwung an angetan.

https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/96167-neue-tourenski-%28evtl-scott-%29

ansonsten alles gesagt. ich würde sagen irgendwas mit +- 90mm unter der bindung. beim kombinierten pisten (abfahrt)- und toureneinsatz würde ich beim schuh eher einen vierschnaller empfehlen.

sudobringbeer
22.01.2018, 12:18
Ich kann dir nur empfehlen dir zu überlegen was du willst. Pistenskifahren oder Touren gehen. Beides mit der gleichen Ausrüstung ist leider Mist. Ich habe nach ein paar schlechten Wintern wieder mit Skifahren angefangen, weil mir das Snowboarden auf der Piste zu langweilig war. Nach einigen Tagen Leihmaterial war mir als erstes klar: eigene Schuhe. Da ich auch im Hinterkopf hatte, dann auch mal nicht mit dem Splitboard sondern mit Skier unterwegs sein zu wollen viel meine Wahl auf einen Scarpa Freedom SL. Bei dem Schuh kannst du die Sohle tauschen und somit Alpin und Touren Ski fahren. Ein super Schuh der auch mehr als ordentlich steif ist. Als erstes Skiset habe ich mir gebrauchte K2 Pinnacle 95 mit Marker King Pin, Harscheisen und Fellen für sehr kleines Geld gebraucht gekauft. Die gehen auf der Piste ganz ok und im Powder sind sie sehr lässig zu fahren, aber sie sind eben auch schwer. Die Bindung ist super zum Freeriden (steif und guter Kontakt zum Ski) aber auch Tonnen schwer und nervig zu bedienen.

Für die Piste habe ich mir dieses Jahr ein paar Atomic Doubledeck 3.0 SL gekauft, da sowas einfach 1000 Mal mehr Spaß macht als ein Skitourenski.

Nach einigen tausend hm mit dem Freedom SL ist mir auch klar, das Ding ist super Training aber auch super schwer. Gleichzeitig nervt die zu geringe Beweglichkeit von +/-20° bei Spitzkehren. Beim Runterfahren ist der Schuh Bombe, aber das macht zeitlich gesehen nur maximal 20% eines SKitourentages aus. 80% geht es rauf und da nervt schweres Gerät. Habe mir aus diesem Grund gerade einen gebrauchten Dynafit TLT 6 (mit Kingpin Heel) für 180€ (5x getragen) geschossen und freue mich schon wenn er hier ist. Hatte ihn vorher schon bei einem Freund an und wusste darum, dass er passt.

Genauso werde ich auch meine Ski auf leicht trimmen. Vielleicht nicht 1kg aber 1,3-1,5kg bei 95-100mm und dann nicht eine "fette" Radical drauf sondern eine leichte Speed oder ATK, denn warum den leichten Ski mit einer 600g Bindung schwer machen wenn auch 300-400g mit Stopper reichen? Gerade bei Bindungen wirst du zig verschiedene Meinungen hinsichtlich Sicherheit und Komfort hören und lesen. Ich empfehle hierzu Seiten wie https://www.wildsnow.com zu lesen und mit Leuten zu reden die jede Woche unterwegs sind.

Meine Empfehlung also: Versuche nicht (wie ich) die eierlegende Wollmilchsau zu kaufen, sondern entscheide dich was du willst und versuche nicht ein Setup zu finden, dass auf Piste, Freeriden und Skitour gut funktioniert.

Wenn du kein Geld hast und wie ich erst einmal gebraucht kaufen willst kauf mittel leichte (<1,5kg) Ski mit 90-100mm, einem Rocker und einem Radius unter 20m sowie 10cm kleiner als du gross bist. Das sind Ski die man als Anfänger gut fahren kann. Schmäler wird anstrengend, breiter auch. Der hier genannte Wayback in 96 oder 88mm ist ein Klassiker im Bereich Anfänger Ski.

Als Bindung nimm eine Pin Bindung mit Stopper. Alles ausser der Kingpin tut für den Anfang.

Dazu noch Felle und Harscheisen -> fertig.

Ob die Ski Kratzer haben oder nicht interessiert beim Tourengehen eh nicht. Hast nach einer Saison sowieso drin.

Schuhe gebraucht kaufen ist ein sehr grosses Risiko. Hier lohnt es sich in gute Neue zu investieren und diese (wenn möglich) im Fachhandel um die Ecke zu kaufen, so dass du sie ggf. anpassen lassen kannst.

Wenn das Geld vorhanden ist gilt das Selbe natürlich auch für den Ski. Hier aber wirklich ein echter Fachhandel! und nicht Sport Scheck und Co. Wenn du postest wo du wohnst kann dir sicherlich jemand einen Laden in deiner Nähe empfehlen.

Viel Spaß!

alve89
22.01.2018, 12:37
@ sudobringbeer:

Vielen Dank für diesen ausführlichen Beitrag! Ich wohne in München - und nachdem Globetrotter nur noch Langlauf macht, haben die mich zum Schuster geschickt, da kam ich am Samstag aber nicht mehr hin. Wenn jemand einen guten / besseren Tipp hat, nur her damit!

Gibt es denn, außer Skibazaren, die jetzt wohl schon seit Wochen rum sind, gute Anlaufstellen für gebrauchtes Material?

Ich brauche nicht unbedingt das Neuste vom Neusten und auch nicht das Beste vom Besten - zumal ich denke (korrigiert mich, wenn ich hier falsch liege), dass ich als Anfänger einen Kratzer mehr oder weniger vermutlich gar nicht merke, da ich nicht auf Höchstgeschwindigkeit fahren werde.
Wenn ich zwei Ausstattungen für wenig Geld bekomme, auch gut!

sudobringbeer
22.01.2018, 12:52
München ist natürlich ein Eldorado :) neben dem sicherlich guten Sport Schuster bietet sich hier, da preislich attraktiver, auch der Sport Bittl (davon die Zentrale) an. Neben dem gibt es in München sicherlich einige Spezialsten Geschäfte, da können dir die Münchner sicherlich mehr zu sagen.

Bei gebrauchten Ski würde ich grob empfehlen:
- nicht älter als 4-5 Jahre. Das Alter merkst du (wegen fehlendem Flex) eher bei Alpin Ski als bei Tourenski.
- vorzugsweise von Leuten die nicht viel Fahren (<20 Tage im Jahr)
- Kante sollte noch ausreichend vorhanden sein, schauen, dass die Kante nirgends gestaucht oder gebrochen ist (eingedrückt)
- Belag möglichst ohne core shots (Kratzer bis auf den Holzkern). das erkennt man an andersfarbigen Flecken im Belag, dort ist er mit Ptex oder Ersatzbelag ausgebessert worden. Wenn trotzdem vorhanden und möglichst nicht direkt an der Kante sollte der Verkäufer dir überzeugend vermitteln können, dass der Schaden professionell geflickt wurde und/oder der Ski wirklich günstig sein.
- Belag kann ruhig leichte Kratzer haben, das merkst du eh nicht.
- wichtig ist, dass der Belag nicht weiss (trocken) ist, denn dann bekommst du ihn nie wieder gscheit gewachst und die Skier laufen nicht. Der beste Deal sind gebrauchet Ski die direkt vom Service kommen, denn da sparst du dir direkt mal 30-50€.
- du solltest die Sohlenlänge deiner Schuhe wissen, denn die meisten Bindungen (ausser schweren Mietbindungen) kann man nur max 30mm (3 Schugrössen) verstellen. Auf Alpinbindungen sind die mm häufig abzulesen bei Pin Bindungen nach der Sohlenlänge des Vorbesitzers fragen oder ggf. Schuh mitnehmen. Wenn der vorherige Schuh ausserhalb dieser Toleranz war muss die Bindung neu gebohrt werden, was nicht immer geht und teuer werden kann.
- bei gebrauchten Tourenski lohnt sich ein Set erheblich mehr als noch nachträglich (recht teuer) passende Felle und Harscheisen zu organisieren.

Im Allgemeinen muss ich sagen, dass in D Ebay-kleinanzeigen sehr ergiebig sein kann oder mittlerweile auch der Facebook Marketplace.

Hoffe das hilft für den Anfang.

tuan
22.01.2018, 12:52
Hehe, auch wiedermal lustig wie unterschiedlich hier die Meinungen/ Erfahrungen sein können. Deswegen mag ich sudobringbeer's Kommentar nicht so unkommentiert stehen lassen...
Ich hab viele Skitage mit Tourenski auf der Piste verbracht. Ist überhaupt kein großes Problem. Gerade als Anfänger, wo man weder vom Fahrerischen noch von der Steilheit der Piste den Ski an seine Grenzen bringt, merkt man nicht die Welt.
Die Stabilität von echten Pistenski kommt imho erst zum Tragen, bei schweren Verhältnissen (vereiste Piste, sulzige Haufen am Nachmittag usw.) oder bei hohen Geschwindigkeiten, wenn man mal richtig auf die Kanten steigt.

Und v.a. die Aussagen zur Kingpin möchte ich so nicht stehen lassen. Ich fahr die jetzt die 3. Saison und liebe diese Bindung. Die Beste die ich je hatte.

Von daher auch meine Empfehlung, sowas wie der Wayback mit ner netten Bindung (Anfangs tuts auch prima ne Marker Rahmenbindung wie ne F12), und nen passenden Tourenstiefel (ob jetzt 3 oder 4 Schnaller sei mal dahin gestellt, passen soll er).
Ich bin gern im Conrad in GAP. Da haste ne ordentliche Auswahl und kompetente Beratung. Und im Setpreis auf jeden Fall günstig...

sudobringbeer
22.01.2018, 12:56
Hehe, auch wiedermal lustig wie unterschiedlich hier die Meinungen/ Erfahrungen sein können. .

Absolut ;) In meinem Bekanntenkreis sicherlich die meist umstrittene Bindung überhaupt. Auf Empfehlung eines sehr überzeugten Freundes hatte ich mir die Ski/Bindungskombi überhaupt geholt.

Klar kann man mit Tourenski auch auf der Piste fahren, aber an den Spaß eines gescheiten Alpinskis (Atomic DD, Racetiger, Rc4 etc.) kommen sie nie heran.

bluesaturn
22.01.2018, 12:57
Auch hier ist ne gute Beratung Gold wert. Denn die Kosten auch zw 300 - 500 Euro. Viel Geld. Hier zu sparen macht keinen Sinn. Passen muss er. Nur so als Tip. War bei mir ne Odyssee - zu stramme Wadeln;-)
Bist du dann am Ende auf eine Maßanfertigung ausgewichen?

opa
22.01.2018, 13:10
Ich hab viele Skitage mit Tourenski auf der Piste verbracht. Ist überhaupt kein großes Problem. Gerade als Anfänger, wo man weder vom Fahrerischen noch von der Steilheit der Piste den Ski an seine Grenzen bringt, merkt man nicht die Welt.
Die Stabilität von echten Pistenski kommt imho erst zum Tragen, bei schweren Verhältnissen (vereiste Piste, sulzige Haufen am Nachmittag usw.) oder bei hohen Geschwindigkeiten, wenn man mal richtig auf die Kanten steigt.


da würde ich mich anschließen wollen. ich sage mal so: bei eime weltcup-slalom brauchst du mit einer tourenausrüstung sicher nicht anzutreten - und bei den vereinsmeisterschaften des skiclubs hintertupfingen wahrscheinlich auch nicht. aber für den hausgebrauch sollte es auf alle fälle reichen. um die spezialisten - extraleicht oder extrabreit - sollte man halt einen bogen machen. war in meiner jugend anders: was damals als tourenski angeboten wurde, war ja so weicher müll, dass ich mich seierzeit lieber mit den 200cm-slalomlatten + tourenbindung den berg hochgequät habe. aber mittlerweile baut ja kaum noch einer einen schlechten ski.

Hanuman
22.01.2018, 13:56
Dann schreib ich auch noch meinen Senf dazu:

-Investiere dein Budget in Schuhe und Bindung. Die kannst du Jahre benutzen, einen Ski bekomme ich in drei Saisons zu Schrott gefahren. Aber meine Schuhe und die Bindung "nehme" ich auf den neuen Ski mit.

- kauf dir bloß keine Rahmenbindungen mehr, egal von welcher Firma! Pin ist das Mittel zur Freude und z.B. eine Dynafit ST Radical Turn ist eine zuverlässige, leichte und super zu fahrende Bindung. Ich weiß, dass da gleich wieder die Diskussion aufkommt "Pro Rahmenbindung", aber darauf lass ich mich nicht mehr ein

- Scarpa Maestrale in der "letzten" Version, Orange mit blauen Schnallen. Morgens am Parkplatz hat jeder den Schuh. Ist perfekt für alles. Wenn du Geld hast, warte auf den Dynafit Hoji ;-)

- Ski, irgendwas mit ca 88mm Mittelbreite und Rocker. Fertig

- Felle werden immer unterschätzt. Ich kauf nur noch Pomoca.

Hanuman
22.01.2018, 14:14
noch als Nachtrag, in München gibt's eine Salewa World, die auch Dynafit verkauft. Vielleicht findest du da ja auch ein Schnäppchen

Skigaenger
22.01.2018, 14:56
Die Stabilität von echten Pistenski kommt imho erst zum Tragen, bei schweren Verhältnissen (vereiste Piste, sulzige Haufen am Nachmittag usw.) oder bei hohen Geschwindigkeiten, wenn man mal richtig auf die Kanten steigt.


Und gerade deswegen würde ich einem Anfänger einen extra Alpinski empfehlen. Denn die Pisten, auf denen man sich am Anfang meistens rumtreibt, sind nach meiner Erfahrung am ehesten vereist, voll sulziger Haufen etc. Klar ein Profi ballert dir jeden Ski überall in perfektem Stil runter. Aber warum soll man sich gerade am Anfang das Leben auf leichten, weichen Tourenski schwer machen? Lieber einen günstigen Tourenski kaufen, einen Alpinski gebraucht dazu und einen Skischuh mit Wechselplatte (zur Not mit einem gut zu öffnenden Alpinskischuh auch mal eine Tour machen).

Wieviele Alpintage planst du denn? Bei unter 10 kannst du definitiv auch daran denken, die Ski zu leihen. Immer ein neues Modell, immer frisch aus dem Service...

rumpelstil
22.01.2018, 15:19
Du kannst dir aus den oben beschriebenen Meinungen jetzt diejenige raussuchen, die dir am besten gefällt...

Hier noch meine Meinungsergänzungen zum Gebrauchtkauf :




- wichtig ist, dass der Belag nicht weiss (trocken) ist, denn dann bekommst du ihn nie wieder gscheit gewachst und die Skier laufen nicht.
Meine Ski sind alle paar Tage an den Rändern weiss, wenn ich "ordentlich" fahre und der Schnee aggressiv ist. Das ist normal. Man muss sie halt wieder regelmässig wachsen, dann wird das sofort wieder ok.




- du solltest die Sohlenlänge deiner Schuhe wissen, denn die meisten Bindungen (ausser schweren Mietbindungen) kann man nur max 30mm (3 Schugrössen) verstellen.
Das stimmt heute überwiegend nicht mehr (Pistenski). Die meisten Bindungen kommen heute auf "Schienen" und können über einen sehr grossen Bereich (normalerweise alle Erwachsenengrössen) eingestellt werden. Das sind heute nicht mehr die Mietbindungen!
Bei Rennski wird die Bindung auf die Platte befestigt, das ist nochmals ein anderes Thema, aber für dich nicht relevant.

opa
22.01.2018, 15:24
Und gerade deswegen würde ich einem Anfänger einen extra Alpinski empfehlen.

würde ich das pferd eher anders herum aufsatteln. wahrscheinlich merkt eher ein fortgeschrittener fahrer, dass ein alpinski in sachen tempstabilität, kantenwechsel, eisgriffigkeit... ein kleines bisschen mehr kann....

nunatak
22.01.2018, 15:41
würde ich das pferd eher anders herum aufsatteln. wahrscheinlich merkt eher ein fortgeschrittener fahrer, dass ein alpinski in sachen tempstabilität, kantenwechsel, eisgriffigkeit... ein kleines bisschen mehr kann....

Denke ich auch. So was wie ein Wayback 88 oder 96 funktioniert auf Tour und der Piste gut. Bei so was kann man eigentlich nichts falsch machen, egal ob als Anfänger (zumindest was den 88er betrifft, mit breiteren Ski kenne ich mich nicht aus) oder Fortgeschrittener.

Es gab mal einen Pistenski-Test der FAZ, bei der der Wayback auch auf der Piste recht gut abgeschnitten hat, zumindest bei moderaten Geschwindigkeiten. So ein Ski hält schon auch ein paar Jährchen bei einigermaßen pfleglicher Nutzung, bei fettem Steinkontakt kann natürlich auch schon nach ein paar Tagen die Kante rausgedrückt werden. Zu Saisonende oder Beginn gibt es den Wayback immer auch recht günstig (ab 200€).

Dazu ein nicht zu weicher Tourenskischuh. Aktuelle Bindungen-Bindungen funktionieren wohl alle recht gut. PIN-Bindungen haben im Vergleich zu Rahmenbindungen meist eine geringere Längenvarianz beim Einstellen. Normalerweise ist das beim persönlichen Gebrauch aber kein Problem, wobei manche Leichtschuhe eine deutliche kürzere Sohlenlänge haben als andere Modell gleicher Schuhgröße. Ein Schuhwechsel könnte bei einer PIN-Bindung also u.U. schon mal zum Problem werden.

Vegareve
22.01.2018, 15:54
würde ich das pferd eher anders herum aufsatteln. wahrscheinlich merkt eher ein fortgeschrittener fahrer, dass ein alpinski in sachen tempstabilität, kantenwechsel, eisgriffigkeit... ein kleines bisschen mehr kann....

Das merkt man ganz schnell, glaub mir, ich bin alles andere als fortgeschritten. Aber es ist egal, denn an guten Pistenski kommt man sehr, sehr leicht! Für eine Woche Pistenurlaub im Jahr würde ich einfach was ausleihen, wenn mir die Tourenlatten nicht mehr zusagen. Ich habe auch zwei Paar Skier in der Garage, bin aber mittlerweile zu faul, die Pistenski noch einzusetzen, da ich doch mehr neben der Piste fahre als drauf :grins:.

Touren machen ist viel schwieriger und dafür muss die Ausrüstung zuerst stimmen.

Lynness
22.01.2018, 15:59
Zwecks Empfehlung Skigeschäft würde ich zum Sport Conrad gehen. Es gibt einen Setpreis, sehr gute, ehrliche Beratung und jetzt auch gute Rabatte (Ski). Ich war nicht in GAP, sondern Penzberg(!?). Von München über die Garmische Autobahn in ca 30 Minuten erreichbar.

Sport Scheck hat keine schlechte Skiabteilung. Allerdings war vor Jahren die Skischuh Abteilung sehr Mau. Umtausch - Reklamation Top. Aber hauptsächlich Klamottenverkauf - weniger Fachgeschäft:ignore:

Zum Schuster geh ich nicht mehr. Zu arrogant und sehr schlecht bei Umtausch/Reklamation. Obwohl dort fast nur Fachleute (Bergsport) angestellt sind. Fachlich Top - bei Problemen??

Ach ja Sport Bittl hat auch immer gute reduzierte Sachen in Allach. Umtausch - Reklamation wenn berechtigt ganz easy. Wie die Skiabteilung fachlich aufgestellt weiss ich nicht genau. Da sollte es aber schon Leute mit Ahnung geben.......hoffe ich mal.....

Just my two cents

opa
22.01.2018, 16:52
Das merkt man ganz schnell, glaub mir, ich bin alles andere als fortgeschritten. Aber es ist egal, denn an guten Pistenski kommt man sehr, sehr leicht! Für eine Woche Pistenurlaub im Jahr würde ich einfach was ausleihen, wenn mir die Tourenlatten nicht mehr zusagen. Ich habe auch zwei Paar Skier in der Garage, bin aber mittlerweile zu faul, die Pistenski noch einzusetzen, da ich doch mehr neben der Piste fahre als drauf :grins:.

Touren machen ist viel schwieriger und dafür muss die Ausrüstung zuerst stimmen.

bestätigt ja meine ausage, wenn du da relevante unterschiede bemerkst. ich denke schon, dass du etliche dimensionen besser am brett stehst als ich harmloser kdg (auch wenn du hier jetzt ganz schön rummjammerst:baetsch:)

wahrscheinlich hast du halt auch so extrabreite latten (habe sowas leider nicht), gut möglich, dass da die pisten-perfomance ein wenig leidet. sowas wurde aber für den allroundeinsatz auch nicht empfohlen. so generell tue ich mich im gelände allerdings schon leichter als auf der piste. klar, auf der piste kannst du immer irgendwie runtereiern, im bruchharsch ist das schon anspruchsvoller. aber wenn es nicht aususchauen soll wie a... friedrich, tue ich mich abseits leichter- wobei meine ansprüche auch da schon sehr sehr niedrig sind.

nunatak
22.01.2018, 16:53
(Bergsport) angestellt sind. Fachlich Top - bei Problemen??

Ach ja Sport Bittl hat auch immer gute reduzierte Sachen in Allach. Umtausch - Reklamation wenn berechtigt ganz easy. Wie die Skiabteilung fachlich aufgestellt weiss ich nicht genau. Da sollte es aber schon Leute mit Ahnung geben.......hoffe ich mal.....

Just my two cents

Ich habe letzte Woche mal bei Bittl angerufen und mich wegen des breiten Völkl Nunataq (ich konnte nicht anders;-)) im Angebot beraten lassen. Der Verkäufer hat sich wirklich Zeit gelassen, kannte sich gut aus und wollte mir den Ski auch nicht unbedingt andrehen. Hatte auch schon mal einen Defekt bei einem Bittl-Ski, der wurde problemlos geregelt. Habe also gute Erfahrungen gemacht mit dem Shop.

Lynness
22.01.2018, 17:28
@Nunatak Das ist erfreulich, dass die bei Sport Bittl ne gute Beratung in der Skiabteilung haben:-D Die haben auch Touren Skisets im Angebot......

Im Somner haben die in Allach ja auch einen grossen Raum nur für Bikes ( nicht so viele) und Equipment. Da war letztes Jahr die Beratung sehr gut und wenn nötig auch die Reklamation ohne Probleme.

Das heisst jetzt nicht, dass ich wegen jedem dipferl zur Reklamation zum Shop renn, aber wenn man das Gefühl hat, daß noch nicht benützte Ausrüstungsteil ( bei mir Fahrrad Taschen) passt nicht, ist man froh wenn man umtauschen kann.

mac0816
22.01.2018, 18:04
Passt denn jede Bindung auf jeden Ski? Oder worauf muss hier besonders geachtet werden?

...

Auf den Ski paßt praktisch jede Bindung, mit Ausnahme von sehr hochwertigen Alpin-Ski. wo das Bindungssystem schon integriert ist. Wichtig ist, ob der Schuh in die Bindung paßt. Im Wesentlichen gibt es drei Arten von Bindungen:

Die Fritschi oder ähnliche Rahmenbindungen gehen mit jedem Schuh, egal ob Alpin oder Tour. Nachteil ist hier das Gewicht, weil die Bindung auf einer klappbaren Schiene montiert ist.

Moderne Pin Bindungen sind leichter, weil es die Schiene nicht gibt und der Schuh um zwei Pins im Vorderbacken der Bindung dreht. Dafür muß der Schuh aber die passenden Inserts haben, das gibt es nur bei den meisten Tourenschuhen und ein paar hochwertigen Freerideschuhen.
Nachteil von Pin-Bindungen ist daß die eher für erfahrene Tourengeher gedacht sind, die normalerweise nicht stürzen. Auch wenn die relevanten Normen erfüllt werden ist die Auslösequalität schlechter als bei modernen Alpin-Bindungen, die deutlich besser und in mehr Richtungen auslösen, als die Norm erfordert. Insbesondere bei klassischen Anfängerstürzen (Rückwärts-Drehsturz) möchte ich keine Pin Bindung haben. Wenn Du irgendwann mal so schnell bist, daß Du nur noch nach vorne einschlägst, dann ist das kein Thema mehr.

Alpin-Bindungen sind in der Regel stabiler, klappern weniger und halten den Schuh fester, das wirst Du aber erst merken, wenn Du auf eisigen Pisten carven kannst. Dafür sind die natürlich für Touren ungeeignet.
Grundsätzlich passen alle Tourenschuhe in Alpinbindungen rein, nach Norm ist das aber nicht zulässig, weil die Gummisohle die Auslösung der Vorderbacken unkontrolierbar beeinflußt.
Bei einigen guten Freerideschuhen kannst du die Sohle von Gummi auf Plastik umbauen, dann gehen beide Bindungsarten, die schon mal erwähnten Lange XT haben am Absatz Gummisohle und nur vorne Plastik, damit gehen auch Alpinbindungen.
Es gibt auch ein paar Alpinbindungen, die haben im Vorderbacken keine Gleitplatte sondern eine Art Raupe, damit gehen auch Tourenschuhe, aber wie gesagt, zulässig ist das nicht und das wird auch kein Sportgeschäft einstellen.

mac0816
22.01.2018, 18:27
...
Bei gebrauchten Ski würde ich grob empfehlen:
- nicht älter als 4-5 Jahre. Das Alter merkst du (wegen fehlendem Flex) eher bei Alpin Ski als bei Tourenski.
- vorzugsweise von Leuten die nicht viel Fahren (<20 Tage im Jahr)
- ...

Die Tips sind alle sehr hilfreich, den zweiten sehe ich perönlich anders.

Gerade Fahrer die viel fahren, haben in der Regel viele Ski: Slalom-Carver, Racecarver, irgendwas für Freeride, was für den Skikurs, "Schotterski" für langfristig gebuchte Vereinsfahrten bei wenig Schnee, da kommen auf jeden einzelnen Ski gar nicht so viele Skitage im Jahr. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit größer, daß der Mensch tatsächlich Ski fahren kann und die Ski nicht durch irgendwelche dummen Aktionen staucht.

Was noch hilft ist ein Blick auf die Oberseite der Ski, vor allem an den oberen Kanten. Viele Kerben dort sind ein Indiz für häufige Stürze, das tut den Ski eher nicht gut.

Becks
22.01.2018, 18:37
Den genannten K2 Wayback 88 mit Fritschi Bindung und ordentlichen Tourenstiefeln (Scott Cosmos 2) habe ich auch als eizigen Ski.


Den Wayback hätte ich jetzt auch spontan empfohlen. Damit kommt man auf und neben ner Piste klar, im gegensatz zu meinen reinen Pulverteilen, die ich für Piste echt nicht empfehelen kann.

Alex

sudobringbeer
22.01.2018, 18:46
Die Tips sind alle sehr hielfreich, den zweiten sehe ich perönlich anders.

Gerade Fahrer die viel fahren, haben in der Regel viele Ski: Slalom-Carver, Racecarver, irgendwas für Freeride, was für den Skikurs, "Schotterski" für langfristig gebuchte Vereinsfahrten bei wenig Schnee, da kommen auf jeden einzelnen Ski gar nicht so viele Skitage im Jahr. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit größer, daß der Mensch tatsächlich Ski fahren kann und die Ski nicht durch irgendwelche dummen Aktionen staucht.

Was noch hilft ist ein Blick auf die Oberseite der Ski, vor allem an den oberen Kanten. Viele Kerben dort sind ein Indiz für häufige Stürze, das tut den Ski eher nicht gut.

ok, du hast nat. Recht. Ich hätte präziser sagen sollen "nicht viele Tage mit dem Ski" :) Ich dachte das wäre klar. :)

rumpelstil
22.01.2018, 21:48
Gerade Fahrer die viel fahren, haben in der Regel viele Ski: Slalom-Carver, Racecarver, irgendwas für Freeride, was für den Skikurs, "Schotterski" für langfristig gebuchte Vereinsfahrten bei wenig Schnee, da kommen auf jeden einzelnen Ski gar nicht so viele Skitage im Jahr. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit größer, daß der Mensch tatsächlich Ski fahren kann und die Ski nicht durch irgendwelche dummen Aktionen staucht.
Was noch hilft ist ein Blick auf die Oberseite der Ski, vor allem an den oberen Kanten. Viele Kerben dort sind ein Indiz für häufige Stürze, das tut den Ski eher nicht gut.

Es kommt tatsächlich weniger drauf an, wie alt ein Ski ist, sondern wieviel Skitage er "auf dem Buckel" hat (und wie lang jeweils so ein Skitag ist und was er behinhaltet).
Ich würde keinen Ski kaufen, der mehr als 60 Tage genutzt wurde.

Ein Ski stauchen kann jedem passieren und passiert eher nicht den Anfängern. "Ski stauchen" ist eine der Varianten, mit der auch einem guten Skifahrer Ski kaputtgehen können.

Oberseiten sagen mE praktisch gar nichts darüber aus, ob ein Ski noch gut ist oder nicht. Die "Kerben" dort sind nicht unbedingt ein Hinweis auf Stürze. Und Stürze sind nicht unbedingt ein Hinweis darauf, ob ein Ski noch gut ist oder nicht. Bei den allermeisten Stürzen passiert den Ski überhaupt nichts.

BenjiSquarepants
22.01.2018, 23:20
Hi,
hier wurde schon viel gesagt und ich kann mich nur anschließen - eine Ausrüstung für Alpin und Tour wird auf Dauer keinen Spaß machen. Kauf Dir lieber einen gescheiten Tourenski und richte Dich darauf ein das ein Alpinski etwas später unausweichlich wird ;-)

Ich habe Skifahren auch mit einem K2 Shukshan angefangen - relativ leicht, nicht zu breit, drehfreudig und schwimmt mit dem Rocker im Tiefschnee recht gut auf. Am Anfang bin ich nur auf der Piste gefahren und ich fand ihn zum lernen gut geeignet. Allerdings in der zweiten Saison bin ich auf der Piste dann recht schnell an die Grenzen des Skis gekommen und die Konsequenz waren ein Alpinski mit Alpinstiefeln.

Skitourenstiefel sind keineswegs günstig und ich habe den Fehler gemacht das ich zu Beginn ein eher günstiges Einsteigermodell (Dynafit Zzero) gewählt habe. Hat funktioniert aber war bei Touren bis 10 Stunden dann teilweise kein großer Spaß mehr. Diese Saison gab es einen Atomic Backland - mal gespannt wenn er das erste Mal zu Einsatz kommt aber zu Hause beim Einlaufen fühlt er sich schon super an.

Shades
23.01.2018, 00:56
Ich habe mir gerade einen K2 Wayback 88 Ecore mit Dynafit Radical 2 ST und Dynafit TLT7 Expedition CR Schuhen gekauft. Vorher bin ich einen Dynastar Legend 8000 mit einem 4-Schnaller gefahren. Davor einen Völkl P10 200cm Race Slalom.

Was mich überrascht hat ist, wie gering der Unterschied zwischen dem Wayback mit leichtem Tourenschuh und dem Legend mit festem 4-Schnaller ist. Trotz des leichten Tourenschuhs habe ich auf der Piste keine Probleme. Es fährt sich alles ganz locker.

Ich kann nicht wirklich toll fahren (z.B. keine Jumps und Tricks). Andererseits sind schwarze (Buckel-)Pisten kein Problem mehr. Ein sehr guter Skifahrer spürt wohl die Unterschiede zwischen verschiedenen Skiern ganz genau. Und natürlich wird sich ein kurzer Carver auf der Piste sehr leicht fahren. Aber viele Feinheiten wird man erst sehr spüren, wenn man wirklich gut ist. Und das wird beim TO sicher einige Jahre dauern.

alve89
23.01.2018, 07:03
Ist schon interessant, wie unterschiedlich die Aussagen hier sind. :o Von „nimm auf keinen Fall nur ein Set für beides“ bis zum genauen Gegenteil. Aber wenigstens habe ich jetzt mal einige Anhaltspunkte, mit denen ich losziehen kann. Ich werde dann mal Rückmeldung geben, was sich ergeben hat. Bis dahin nochmals danke! Finds allerdings auch schön, was sich hier doch für eine rege Diskussion ergeben hat. :p

derSammy
23.01.2018, 08:26
;-)

Die Gruppe "1" hat halt auf Deine Frage geantwortet
Die Gruppe "2" dann auf die Antworten der Antworten vorher

ganz üblich in Foren.

(Wären wir hier in der Kommentarspalte vor SPON würds jetzt schon losgegangen sein mit dem Riedberger Horn und den bluats Ausländern die unsere Parkplätze wegnehmen :ignore: )

Von daher is schon prima hier !

alve89
23.01.2018, 08:51
Ich beschwere mich auch nicht darüber, nicht falsch verstehen. Ist nur interessant, wie zum selben Thema komplett unterschiedliche Aussagen kommen. :D

sudobringbeer
23.01.2018, 09:05
Ich denke, trotz der persönlichen Präferenzen und unterschiedlichen Meinungen sind wir uns hier in weiten Teilen einig. Kauf dir zuerst eine klassische Einsteiger Skitourenauarüstung (bspw. Wayback, Pin Bindung, Maestrale Art Schuh) und nicht einen Hybrid, der auf dem Papier aus sieht als wäre er auch ein super Pisten Ski. Wenn du dann merkst das unterfordert dich auf der Piste investier in Alpin Ausrüstung.

sudobringbeer
23.01.2018, 10:42
Ach so, wir hatten btw. noch die Ski für "Gras, Sand, und Treppen" vergessen...
https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/18307-Funstuff?p=1645837&viewfull=1#post1645837

india
23.01.2018, 13:42
Ich denke, trotz der persönlichen Präferenzen und unterschiedlichen Meinungen sind wir uns hier in weiten Teilen einig. Kauf dir zuerst eine klassische Einsteiger Skitourenauarüstung (bspw. Wayback, Pin Bindung, Maestrale Art Schuh) und nicht einen Hybrid, der auf dem Papier aus sieht als wäre er auch ein super Pisten Ski. Wenn du dann merkst das unterfordert dich auf der Piste investier in Alpin Ausrüstung.

Wobei es Deine persönliche Präferenz ist, eine PIN Bindung zu empfehlen.
Für einen Anfänger ist m.E. eine Rahmenbindung (z.B. Fritschi Diamir) besser geeignet, da im Handling leichter und im Auslöseverhalten eher auch Anfängergeeignet...

tuan
23.01.2018, 13:53
Wobei es Deine persönliche Präferenz ist, eine PIN Bindung zu empfehlen.
Für einen Anfänger ist m.E. eine Rahmenbindung (z.B. Fritschi Diamir) besser geeignet, da im Handling leichter und im Auslöseverhalten eher auch Anfängergeeignet...

Seh ich auch so.
Ich bin die ersten 15 Jahre meines Skitourenlebens mit Rahmenbindung unterwegs gewesen. Und bin damit überall da hin gekommen, wo auch die Pin Bindungsgänger waren...

sudobringbeer
23.01.2018, 13:54
ok, ich bin still...

tuan
23.01.2018, 14:03
ok, ich bin still...

Nana, versteh mich da bitte nicht falsch.
Ich fahr ja auch Pin mittlerweile und bin damit sehr glücklich.
Aber ich hab beim Umstieg auch feststellen müssen, daß ich mir damit nicht nur Vorteile in's Haus geholt hab.
That's all...

Hanuman
23.01.2018, 15:16
Pro Rahmen, Gegen Pin! Und los geht's :popcorn: :hahaa:

sudobringbeer
23.01.2018, 15:28
Pro Rahmen, Gegen Pin! Und los geht's :popcorn: :hahaa:

Genau das wollte ich vermeiden :D Die Diskussionen bzgl. Skitourenbindungen sind endlos...

tuan
23.01.2018, 15:31
Genau das wollte ich vermeiden :D Die Diskussionen bzgl. Skitourenbindungen sind endlos...

...und sinnlos!

Vegareve
23.01.2018, 15:35
Ich finde die Diskussionen darüber gar nicht sinnlos, die Bindung ist ein zentraler Sicherheitsaspekt beim Ski fahren. Gerade als Anfänger muss man sich den Vor und- Nachteilen bewusst sein. Seien wir ehrlich, der einzige Nachteil bei Rahmenbindungen ist das Gewicht und das ist nicht wirklich relevant, wenn man keine Renntouren macht. Heisst natürlich nicht, dass meine nächste Bindung nicht eine Pin wird :grins:.

sudobringbeer
23.01.2018, 15:40
Ich finde die Diskussionen darüber gar nicht sinnlos, die Bindung ist ein zentraler Sicherheitsaspekt beim Ski fahren. Gerade als Anfänger muss man sich den Vor und- Nachteilen bewusst sein. Seien wir ehrlich, der einzige Nachteil bei Rahmenbindungen ist das Gewicht und das ist nicht wirklich relevant, wenn man keine Renntouren macht. Heisst natürlich nicht, dass meine nächste Bindung nicht eine Pin wird :grins:.

Sie hat Jehova gesagt!

tuan
23.01.2018, 15:59
Sie sie..., öh, äh..., er er! :ignore:

derSammy
23.01.2018, 16:01
...und sinnlos!

neeee, erst dann wenn der Letzte Rahmengebundene überzeugt ist und umsteigt..ab dann ;-)

tuan
23.01.2018, 16:05
Um nochmal was sinnvolles beizusteuern.
Beim Conrad gibt's den aktuellen Wayback 88 mit Marker Tour F 10 für schlanke 468,- und bei der bergigen Zeit hat's den gleichen Ski mit Dynafit Radical Turn für 499,-.
Beides recht attraktive Angebote wie ich finde.
Nimmste beim Conrad noch im Set den viel gelobten Maestrale dazu bist bei 767,-.
Kommen noch dazu Felle und Harscheisen, roundabout +200€ obendrauf...

Vegareve
23.01.2018, 19:00
Klingt gut. Aber Tourenstiefel online zu kaufen ist sehr, sehr mutig. Und im Laden ausprobieren (mindestens 30 Min. am Fuss halten) und dann online ist mies.

tuan
23.01.2018, 19:22
Conrad hat mehrere Filialen, nicht weit von MUC.
Wobei, in der heutigen Zeit, bestellt man eben mehrere Paar Skitourenschuhe und probiert zu Hause in Ruhe. Was kostet die Welt... ;-)
(natürlich fehlt dann die Beratung, sofern gewünscht/ nötig)

Vegareve
23.01.2018, 20:20
Ach sorry, kenne das nur vom online Verkauf.

Shades
23.01.2018, 22:46
Als Anfänger würde ich eine (PiN)Bindung mit TÜV nehmen. Da fällt man noch besonders oft und es wichtig, dass die Bindung wirklich auslöst.

sudobringbeer
23.01.2018, 22:54
Guter Artikel zum Thema Skitouring Bindungen:
https://www.wildsnow.com/22955/how-to-buy-ski-touring-bindings-tips/

mac0816
24.01.2018, 19:26
Als Anfänger würde ich eine (PiN)Bindung mit TÜV nehmen. Da fällt man noch besonders oft und es wichtig, dass die Bindung wirklich auslöst.

"TÜV" hat überhaupt keine Aussagekraft.
Die Bindung muß die ISO 11088 "Montage, Einstellung und Überprüfung der Funktionseinheit Alpinski -Bindung -Schuh (S-B-S)" erfüllen und die Einstellung nach ISO 8061 "Skibindungen: Auswahl von Auslösedrehmomenten" ermöglichen, dann klebt der Tüv da gern was drauf, wenn der Hersteller dafür zahlt.

Definiert sind in den Normen aber nur die Auslösedrehmomente in Querrichtung (Tibiakopf) und hochkant (Schienbein), beider Werte werden getrennt vonneinander gemessen und eingestellt.
Diagonalauslösung ist nicht vorgesehen und wird auch nicht geprüft. Gerade diese Diagonalauslösung brauchst Du aber bei den typischen Anfängerstürzen.
Es macht für Deine Knochen auch einen deutlichen Unterschied, ob die Bindung vorne oder hinten auslöst, es hat schon einen Grund, warum bei allen Alpinbindungen die Seitenauslösung vorne ist.

Einen ganz schönen Test dazu gib es hier, insbesondere die Bilder wo OOPS drauf steht sind sehenswert.

https://www.wildsnow.com/15123/tech-binding-release-testing-acl-broken-leg/

Auch innerhalb der Pin Bindungen gibt es noch deutliche Unterschiede in der Sicherheit:

https://befitapps.com/2016/10/14/thinking-knees-choosing-tech-binding/

Grob vereinfacht, Pin Bindungen sind was für Fahrer, die nur stürzen wenn es dafür einen ernstzunehmenden Grund gibt.


Egal was für einen Bindung Du aussuchst, achte in jedem Fall darauf, daß es dafür eine Skibremse gibt, und kaufe die mit. Ansonsten hast Du auf der Piste wenig Freude.

p.S.: Das soll kein Glaubenskrieg werden, natürlch habe ich neben diversen Fritschis und prähistorischen Silvretta 404 auch eine Pin-Bindung für anstrengende Touren, aber alle eher mäßigen oder mir nicht bekannten Skifahrer stelle ich bei Tourenkursen auf eine Fritschi.

Vegareve
24.01.2018, 20:06
Danke für alle Artikel-Tipps bzgl. Bindung, da ich immer noch relativ oft falle und meine Knie sowieso kaputt sind, werde ich das für die Zukunft sehr genau studieren und überlegen müssen.

mac0816
24.01.2018, 22:25
Ach so, wir hatten btw. noch die Ski für "Gras, Sand, und Treppen" vergessen...
https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/18307-Funstuff?p=1645837&viewfull=1#post1645837

soweit muß man gar nicht fahren, das geht auch in der Heimat

http://www.montekaolino.eu/

ist übrigens gar nicht schlecht für die Technikschulung

Shades
24.01.2018, 22:53
"TÜV" hat überhaupt keine Aussagekraft... aber alle eher mäßigen oder mir nicht bekannten Skifahrer stelle ich bei Tourenkursen auf eine Fritschi.

Ich glaube, auch das Wort Fritschi hat keine Aussagekraft. Nicht jede Fritschi ist gleich sicher. Was hast Du gegen die Dynafit Radical 2? Ich glaube, dass mit der eine Knieverletzung relativ unwahrscheinlich ist (im Vergleich zu alten Tourenbindungen). Vermutlich ist dafür das Risiko eines Schienenbeinbruchs bei entsprechenden Z Werten etwas höher. Aber lieber das Schienenbein, als das Knie. Warum also unbedingt Fritischi? Und wenn schon, welche? Die Tecton 12 ist mE deutlich sicherer/besser als irgendeine alte Fritschi Pin Bindung.

Vegareve
24.01.2018, 23:35
Er meint warscheinlich eher eine Fritschi Diamir ;-), nichts Pin.

mac0816
25.01.2018, 11:43
Ich glaube, auch das Wort Fritschi hat keine Aussagekraft. Nicht jede Fritschi ist gleich sicher. Was hast Du gegen die Dynafit Radical 2? Ich glaube, dass mit der eine Knieverletzung relativ unwahrscheinlich ist (im Vergleich zu alten Tourenbindungen). Vermutlich ist dafür das Risiko eines Schienenbeinbruchs bei entsprechenden Z Werten etwas höher. Aber lieber das Schienenbein, als das Knie. Warum also unbedingt Fritischi? Und wenn schon, welche? Die Tecton 12 ist mE deutlich sicherer/besser als irgendeine alte Fritschi Pin Bindung.

Du hast natürlich recht, was ich gemeint habe ist eine Rahmenbindung mit Seitenauslösung am vordern Backen. Die gibt es von einigen Herstelleren, die am weitesten verbreitete und in Mitteleuropa am billigsten zu bekommene sind die Fritschi Scout oder Eagle. Daher habe ich "Fritschi" als Synonym dafür benutzt.

Der TO hatte nach einer günstigen Lösung für einen eher mäßige Skifahrer gefragt.

Wenn es teuer werden darf, wäre auch eine Fritschi Tecton 12 oder Dynafit TLT Radical 2 ST einen Lösung, die mit Frontauslösung und Seitenelastizität ein vergleichbares Sicherheitsniveau bieten (Die genannte Dynafit habe ich selbst auch). Die habe ich aber noch nicht in einem Komplettset für rund 400 € gesehen, die Scout schon.

In der Regel kosten die Tecton oder Radical 2 im Set rund 200 € mehr, dafür würde ich mir anstelle des TO einen gut erhalteten Pistenski kaufen.

tuan
25.01.2018, 12:29
Hätte ich nicht schon die Kingpin (die im übrigen sehr zuverlässig auslöst), würde ich mir auch die Tecton 12 holen.
Hatte die vor ein paar Wochen mal länger in der Hand und war sehr angetan, ob der Funktionalität.
Ist aber für einen Einsteiger wohl Overkill...

nunatak
25.01.2018, 12:40
Ich hab´s schon im anderen Thema zu drückenden Tourenschuhen gepostet, vielleicht sind die Experten im Moment aber eher hier am lesen, daher frage ich auch hier mal.

Es geht um den hier schon erwähnten Atomic Backland-Schuh. Den gibt es in verschiedenen Versionen, u.a. in der Einsteigervariante Backland NC, die gerade günstig für 209€ zu haben war. Ich habe sie mir zum Anprobieren bestellt und finde sie vom Gehkomfort und der Schaftrotation ziemlich gut. Gerade bei Skihochtouren, wo man auch öfter ohne Ski unterwegs ist, sicherlich sinnvoll.
Insgesamt scheint mir der Schuh aber relativ weich zu sein, was man vielleicht mit Austausch der Zunge ("Hard" gegen die hier verwendete Soft-Zunge, gibt´s als Zubehör) etwas verbessern könnte. Hat jemand Erfahrungen mit dem NC-Modell gemacht (hieß letztes Jahr evtl. einfach Backland)? Einen Test zu dieser Variante habe ich auf die Schnelle nicht gefunden, nur zu den Carbonmodellen.

alve89
26.02.2018, 10:57
So, ich habe es nun gewagt: Ich habe mir einen K2 Wayback 88 mit einer Marker Kingpin zugelegt. Bin damit gestern auf der Piste gefahren und hatte Spaß. :bg:

Allerdings stört es mich ziemlich, dass bei einem leichten Sturz, der mir das Bein etwas verdrehte, die Kingpin nicht aufgemacht hat. Habe sie mir dann vor Ort leichter einstellen lassen - ich bin dann zwar nochmal gestürzt, aber ohne merkliche Konsequenzen für mein Bein, so dass sie da vielleicht nicht auslösen musste - riskieren will ich allerdings nicht, dass sie bei einem schlimmeren Sturz zu bleibt. :roll:
Kennt jemand dieses Problem?!

Außerdem finde ich es sehr komisch, dass sie vorne gar nicht auslöst (trotz korrekter Hebeleinstellung) - da rutscht nur der Schuhe aus den Pins, die dann die Schale zerkratzen. Mir wurde beim Sport Conrad nicht gesagt, dass die vorne nicht einstellbar ist.

Mit meinen Scarpa F1 bin ich hingegen sehr zufrieden, über den Ski kann ich aufgrund fehlender Erfahrung nichts Negatives berichten - er stand dem Leihski vom Samstag allerdings in nichts nach.

tuan
26.02.2018, 11:54
Kennt jemand dieses Problem?!


Nope.
Meine KingPin (wie auch die meiner Freundin) löst aus, wenn sie auslösen soll. Alles bestens...

alve89
26.02.2018, 11:56
Nope.
Meine KingPin (wie auch die meiner Freundin) löst aus, wenn sie auslösen soll. Alles bestens...

Auch vorne? Löst die auch bei einem manuellen Test aus? Und welchen Schuh hast du?

tuan
26.02.2018, 12:18
Ich hab keine Ahnung wo sie zuerst auslöst, ich kann nur sagen, wenn's mich böser zerlegt, dann löst die Bindung aus.
(und vorne muß auch auf gehen, sonst macht das ganze ja keinen Sinn)
Bei mir trifft eine unvorteilhafte Mischung aus risikofreudigem Fahren gepaart mit durchschnittlichem, skifahrerischen Können aufeinander. Soll heißen, im Gelände vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht min. 1x zerschelle. Probleme mit nicht auslösender Bindung hatte ich bisher noch nicht...
Scarpa Maestrale in orange/blau/schwarz ist mein Schuh der Wahl.

Aber was ich jetzt nicht ganz verstehe ist, daß Du anscheinend mit den Schuhen aus den Pins kommst. Du schreibst er rutscht raus...? Wo ist dann das Problem?
Kann es sein, das Du erwartest, daß der vordere Mechanismus dann nach unten gedrückt bleibt? Das ist aufgrund der Federspannung nicht möglich. Deswegen mußt Du auch erstmal die Pin wieder manuell öffnen zum Wiedereinsteigen (Hebel nach unten drücken)
Gugg mal hier, bei ca. 10:30
https://www.youtube.com/watch?v=CaZkP0wY0aY

alve89
26.02.2018, 12:44
Aber was ich jetzt nicht ganz verstehe ist, daß Du anscheinend mit den Schuhen aus den Pins kommst. Du schreibst er rutscht raus...? Wo ist dann das Problem?

Ich habe mir dein Video angeschaut, danke dafür. Ich würde behaupten, dass sich meine Pins vorne nicht so zur Seite bewegen und die Bindung dadurch auslöst wie im Video. Mir kommt es vor, als bewege sich da nichts (außer meinem Schuh). Das werde ich mir aber am Freitag nochmal anschauen, wenn ich wieder in München bin.

Wie ist denn deine Bindung hinten eingestellt (Z-Wert)?

rumpelstil
26.02.2018, 15:16
Von mir eine sehr allgemeine Aussage:

Ich habe es schon öfters erlebt, dass (verschiedene) Pin-Bindungen nicht mit allen Schuhen gleich gut "zurechtkommen". Und zwar betrifft dies das Handling wie auch das Auslösen. Dh. eine Pinbindung kann sich beim Auslösen mit einem Schuh so verhalten, wie ich mir das vorstelle, mit einem anderen Schuh aber nicht oder viel zu leicht auslösen.

Abseits der Piste beobachte ich das Problem seltener als auf der Piste. Allerdings achte ich bei den Leuten, die mit mir fahren, abseits der Piste stärker darauf, dass nicht risikoreich gefahren wird (ich bin an vielen Tagen kombiniert Piste/abseits unterwegs).

Für mich ist es so: Pinbindungen sind Spezialmaterial für Leute, denen sehr leichtes Gewicht beim Aufstieg wichtig ist. Man muss dafür bereit sein, bewusst und besonders sorgfältig mit dem Material umzugehen (vergleichbar vielleicht mit den dünnen Materialien eines superleichten Zeltes).Wer nicht sicher Ski fährt und/oder auch viel auf der Piste fährt, der soll eine Rahmenbindung wählen.
Dazu kommt, dass die nicht-sicheren Skifahrer oft auch ewig brauchen, den Schuh in die Pinbindung zu friemeln und dies gelegentlich auch nicht korrekt machen (Pin nicht genau im Loch - ja, das kann man hinmurksen).

Ich warne auch davor, eine Bindung dann einfach "zu leicht" einzustellen. Das kann auch zu gefährlichen Unfällen führen. Es gibt nun mal Stürze, bei denen die Bindung nicht auslöst.

Es soll sich bitte niemand persönlich angesprochen fühlen, ich weiss ja nicht, wie ihr Ski fahrt! Es sind nur meine Erfahrungen, überwiegend gesammelt mit Leuten, die eher nicht in diesem Forum aktiv wären...

tuan
27.02.2018, 08:50
Wie ist denn deine Bindung hinten eingestellt (Z-Wert)?

Ich fahr mit Z 6.
Wobei die Info wird Dir nicht viel weiter helfen... ;-)

alve89
27.02.2018, 09:56
Wobei die Info wird Dir nicht viel weiter helfen... ;-)

Naja, dein Gewicht bräuchte ich schon auch noch. :D

sudobringbeer
27.02.2018, 10:34
Naja, dein Gewicht bräuchte ich schon auch noch. :D

Und seine sohlenlänge und seine Erfahrung und seine Art zu fahren und und und...

Wie in einem anderen Thread bereits diskutiert ist der Vergleich von Z Werten unsinnig. Nutze die Bindungstabelle bzw. Lass die Bindung vom Händler einstellen und ggf. BFU auf den Prüfstand testen.

tuan
27.02.2018, 10:35
68 kg, 27,5 und seit 35 Jahren nicht langsam fahrend... :cool: