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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mikroplastik in Seife/Waschmittel



Mus
15.01.2018, 17:25
1. Wenn ein Duschgel auf dieser Liste (https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/meere/meere_mikroplastik_einkaufsfuehrer.pdf) nicht draufsteht, kann ich dann davon ausgehen, dass es wirklich kein Mikroplastik enthält.

2. Auf der gleichen Liste finden sich keine Waschmittel und kein Spülmittel. Heißt das, die sind alle ohne Mikroplastik?

3. Ist Mikroplastik weniger kritisch, wenn es auf den "normalen Weg" des Abwassers geht, also Kanalisation, als wenn es direkt in die Natur gelangt. (Also ich meine damit jetzt in unseren Breiten bei normalem Bewuchs mit dem Waschwasser in ein gewässerfernes Gebüsch geschüttet wird.)

4. Gibt es sonst noch etwas Wichtiges, was man zum Thema Mikroplastik unterwegs beachten sollte? (Also abgesehen von allgemeinen Sachen, wie dass man Mikroplastik generell vermeiden sollte, Seife unterwegs sparsam verwendet und nicht im Gewässer direkt abwäscht und so.)

Flachlandtiroler
15.01.2018, 17:32
Die Medien hypen gerade M'plastik in "Fleur de Sel" Speisesalz... die Rede ist von etwa 1ppm Gehalt.

LihofDirk
15.01.2018, 17:38
In Kläranlagen wird es nur unvollständig, wenn überhaupt zurück gehalten. Insofern ist es egal ob Kläranlage oder nicht.
Ansonsten über die Inhaltsangaben im Kleingedruckten. Die gängigen Namen und Abkürzungen sind in Deinem Link aufgelistet. Ist mùhsam aber geht.
Ansonsten immer dran Denken: eine weggeworfene Plastiktüte wird mehr Mikroplastik als der Kosmetikjahresverbrauch. Also Verpackungsmüll vermeiden ist das sinnvollste weil der größere Hebel.
Und weniger Autofahren.
Kosmetika tragen 3% bei, Kleidung 0,1

https://m.geo.de/natur/nachhaltigkeit/16466-rtkl-vermuellte-ozeane-woher-stammt-der-plastikmuell-im-meer

Homer
15.01.2018, 17:39
3. Ist Mikroplastik weniger kritisch, wenn es auf den "normalen Weg" des Abwassers geht, also Kanalisation, als wenn es direkt in die Natur gelangt.

ich würde mutmaßen, daß es eher andersrum ist.
in der natur bleibt es im untergrund hängen und wird rausgefiltert, durch die kanalisation gelangt es in die gewässer und in die meere.

LihofDirk
15.01.2018, 17:39
Die Medien hypen gerade M'plastik in "Fleur de Sel" Speisesalz... die Rede ist von etwa 1ppm Gehalt.

Das ist doch nur, weil es jetzt bei den dekadenten Gourmets ankommt. Die sollen Mal Austern messen :hahaa:

LihofDirk
15.01.2018, 17:42
ich würde mutmaßen, daß es eher andersrum ist.
in der natur bleibt es im untergrund hängen und wird rausgefiltert, durch die kanalisation gelangt es in die gewässer und in die meere.

Unwahrscheinlich. Sobald es zerfällt wird es in Mikro-Mann oder gar Nanometer grosse Partikel zerfallen, also kleiner als Staubkörner. Damit kann es verwegen und durch Schichten, durch die Wasser sickert durchtreten.


Hilft nichts, ausser vermeiden.

bkx
15.01.2018, 18:01
Was ist eigentlich mit Mikrogummi durch Abrieb von der Schuhsohle? Oder spielt das in der Natur keine Rolle?

LihofDirk
15.01.2018, 18:21
Was ist eigentlich mit Mikrogummi durch Abrieb von der Schuhsohle? Oder spielt das in der Natur keine Rolle?

Geht wohl im Reifenabrieb unter. Analytisch sehr ähnliches Material.

highfish
20.01.2018, 17:47
1. Wenn ein Duschgel auf dieser Liste (https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/meere/meere_mikroplastik_einkaufsfuehrer.pdf) nicht draufsteht, kann ich dann davon ausgehen, dass es wirklich kein Mikroplastik enthält.

Glaube ich nicht. z.B. findet die App 'CodeCheck' weitaus mehr Duschgels mit MP... von Axe neulich alle die hier in einem Drogeriemarkt im Regal standen... Schöner wäre eine Liste mit Produktalternativen, die tatsächlich nix enthalten...



2. Auf der gleichen Liste finden sich keine Waschmittel und kein Spülmittel. Heißt das, die sind alle ohne Mikroplastik?

Ich fürchte, das heißt nur, dass keine Wasch- und Spülmittel beim erstellen der Liste betrachtet wurden.



3. Ist Mikroplastik weniger kritisch, wenn es auf den "normalen Weg" des Abwassers geht, also Kanalisation, als wenn es direkt in die Natur gelangt. (Also ich meine damit jetzt in unseren Breiten bei normalem Bewuchs mit dem Waschwasser in ein gewässerfernes Gebüsch geschüttet wird.)

...oder trägt es auch mit zum Insektensterben bei?



4. Gibt es sonst noch etwas Wichtiges, was man zum Thema Mikroplastik unterwegs beachten sollte? (Also abgesehen von allgemeinen Sachen, wie dass man Mikroplastik generell vermeiden sollte, Seife unterwegs sparsam verwendet und nicht im Gewässer direkt abwäscht und so.)
Versuche das 'Micro' im letzten Satz streichen zu können...:D

LihofDirk
22.01.2018, 22:19
Glaube ich nicht. z.B. findet die App 'CodeCheck' weitaus mehr Duschgels mit MP... von Axe neulich alle die hier in einem Drogeriemarkt im Regal standen... Schöner wäre eine Liste mit Produktalternativen, die tatsächlich nix enthalten...


Ich fürchte, das heißt nur, dass keine Wasch- und Spülmittel beim erstellen der Liste betrachtet wurden.


...oder trägt es auch mit zum Insektensterben bei?


Versuche das 'Micro' im letzten Satz streichen zu können...:D

Boah,
erst mal hat die App Code Check eine vorsicjtig formuliert teilweise veraltete Datenbasis

http://www.rp-online.de/digitales/apps/codecheck-zweifelhafte-app-fuer-kosmetik-check-aid-1.6071601

Wasch und Spülmittel (Scheuermilch mal ausgenommen) haben in der Regel keinen Peeling Effekt insofern werden Feststoffe nicjt gerade Sinn machen. Vor allem bei dem Tropfen Spülmittel in mehreren Litern Abwaschwasser würde das auch keinen Sinn machen.

Und jetzt gleich Insektensterben durch Mikroplastik, Belege dafür zu erfragen ist wohl müssig, oder?

Und dann die Pauschalverurteilung von allem Plastik. OK, fundiert. Kunstfasern haben z.B. auch ökologische Vorteile gegenüber Baumwolle (Bewässerung, Versalzung, Austrocknung von Aralsee, Pestizideinsatz, ...) Aber pflanzlich ist ja immer besser als mal ausgewogen zu hinterfragen.

Ein Protip nochßh, wie nicht unerhebliche Mengen Plastikmüll im Alltag und Unterwegs vermieden werden kann: nur die billigen Papiertücher (egal ob Naseputzen, Toilettenpapier oder Wischlappen) verwenden und ja nichts, das mit besonders Nassreisfest beworben wird. Am Besten Recycling Toilettenpapier. Geht auch zum Naseputzen und Aufwischen.

highfish
23.01.2018, 18:13
Boah,
erst mal hat die App Code Check eine vorsicjtig formuliert teilweise veraltete Datenbasis

http://www.rp-online.de/digitales/apps/codecheck-zweifelhafte-app-fuer-kosmetik-check-aid-1.6071601

Aha, das wusste ich noch nicht, wie ärgerlich! - Allerdings habe ich mich/ sollte man sich mMn nie auf die pauschale 'Empfehlung' irgendeiner App halten, sondern immer nachschauen, warum diese Empfehlung bzw. Warnung - z.Bsp.: Irgendeine Creme wird als nicht empfehlenswert eingestuft, schaut man genauer erfährt man z.B.: 2 bedenkliche Inhaltsstoffe, schaut man welche, findet man z.B. einen Duftstoff und ein Konservierungsmittel, die bei entsprechend empfindlichen Menschen Allergien auslösen können. - Das würde mich jetzt nicht weiter jucken (im wahrsten Sinne) wenn ich auf der Suche nach keinen Mikroplastiken wäre... Aber genau hinschauen und sich durchklicken muss man natürlich sowieso....
Und nach o. g. Erkenntnis also auch versuchen mit der Angabe auf der Verpackung (Lupe und Laborantenduden zur Hand?) abzugleichen...



Wasch und Spülmittel (Scheuermilch mal ausgenommen) haben in der Regel keinen Peeling Effekt insofern werden Feststoffe nicjt gerade Sinn machen. Vor allem bei dem Tropfen Spülmittel in mehreren Litern Abwaschwasser würde das auch keinen Sinn machen.

Nee, als Peeling nicht, aber als Füll- und Formstoff, um die Viskosität einzustellen etc...
"Kunststoffe werden in einer Vielzahl von Kosmetikprodukten verwendet: u.a. als Schleifmittel, Bindemittel, Füllmittel und Filmbildner. Zum einem partikulär, als Mikroplastik, aber auch in flüssiger Form. Dieser Einkaufsratgeber führt unlösliche, in Wasser quellbare und z.T. lösliche synthetische Polymere in Kosmetika auf." Zitat aus der Einleitung der BUND-Liste, Hervorhebung von mir.



Und jetzt gleich Insektensterben durch Mikroplastik, Belege dafür zu erfragen ist wohl müssig, oder?

Ja!:bg:
Denn das war eine Fragestellung, da ich mir vorstellen kann, dass auch Bodenlebewesen Mikroplastik fressen und daran eingehen können und dann der weiteren Nahrungskette nicht mehr zur Verfügung stehen... Also nur eine Frage ob...



Und dann die Pauschalverurteilung von allem Plastik. OK, fundiert. Kunstfasern haben z.B. auch ökologische Vorteile gegenüber Baumwolle (Bewässerung, Versalzung, Austrocknung von Aralsee, Pestizideinsatz, ...) Aber pflanzlich ist ja immer besser als mal ausgewogen zu hinterfragen.

Ok, das war plakativ von mir :kapituliere::sorry: - da sollte jedenfalls noch ein -Verbrauch oder -Müll hinter das Plastik...
Und Hinterfragen ist immer gut, Nur grusig, das es manchmal/ oft so mühsam ist, verlässliche Antworten zu bekommen - siehe dein Einwand zur o. g. App...

Voronwe
04.05.2018, 09:29
Da hier das Wort Peeling erwähnt wurde:

Eine umweltfreudliche Alternative zu Peeling-Cremes und ähnlichem ist Kaffeepulver.

Einfach den benutzen Kaffee aus der Filtertüte zum Einreiben verwenden.

Ok, Outdoors macht man das vielleicht nicht so oft (obwohl der Geruch von Kaffee ja nicht so schlecht ist :bg:), aber vielleicht eine Idee für zu Hause

Sawyer
04.05.2018, 09:35
Morgen früh lasse ich die Bialetti durchlaufen und mache dann eine feuchtwarme Kaffeepeelingmaske. :bg::bg::bg:

Voronwe
04.05.2018, 09:36
Morgen früh lasse ich die Bialetti durchlaufen und mache dann eine feuchtwarme Kaffeepeelingmaske. :bg::bg::bg:

Zur inneren und äußeren Anwendung.

Sawyer
04.05.2018, 09:39
Multifunktional. :grins:

Mir geht da aber so ein anderer Gedanke durch den Kopf. Wenn Kaffeesatz als Peelingersatz taugt, dann kann man ihn outdoors auch als Handwaschpasten-Ersatz nutzen. Die Idee ist testwürdig und wird am WE ausprobiert. :p

LihofDirk
04.05.2018, 09:44
Multifunktional. :grins:

Mir geht da aber so ein anderer Gedanke durch den Kopf. Wenn Kaffeesatz als Peelingersatz taugt, dann kann man ihn outdoors auch als Handwaschpasten-Ersatz nutzen. Die Idee ist testwürdig und wird am WE ausprobiert. :p

Alternativ gehen auch Sägespäne.

Voronwe
04.05.2018, 09:51
Alternativ gehen auch Sägespäne.

Ich glaube, da wäre mir die Gefahr zu groß, daß ich mir versehentlich einen Splitter reinreiße

LihofDirk
04.05.2018, 09:54
Ich glaube, da wäre mir die Gefahr zu groß, daß ich mir versehentlich einen Splitter reinreiße

Sägespäne, keine Hobelspäne.

Mus
04.05.2018, 15:10
Multifunktional. :grins:

Mir geht da aber so ein anderer Gedanke durch den Kopf. Wenn Kaffeesatz als Peelingersatz taugt, dann kann man ihn outdoors auch als Handwaschpasten-Ersatz nutzen. Die Idee ist testwürdig und wird am WE ausprobiert. :pNimm doch einfach Sand oder Erde.

Ziz
04.05.2018, 15:45
Nimm doch einfach Sand oder Erde.

ymmd. :bg:

LihofDirk
04.05.2018, 15:49
Nimm doch einfach Sand oder Erde.

Kaffee riecht aber besser.

JHL
04.05.2018, 16:46
Morgen früh lasse ich die Bialetti durchlaufen und mache dann eine feuchtwarme Kaffeepeelingmaske. :bg::bg::bg:

Ich habe mir "auf Tour" früher morgens Cowboykaffe gegönnt und hatte dann regelmäßig den Spaß mit dem Reinigungsaufwand, den der Prütt im Topf und überall, wo er sonst so hinkommt verursacht. Als verschönerndes Peeling oder Handpflege hab ich das nie empfunden. Aber offensichtlich bin ich einfach nur mit der falschen Einstellung an die Sache rangegangen...

Fritsche
04.05.2018, 17:13
Weil hier vorher über den Unterschied des Mikroplastikeintrags durch Schuhsohlenabnutzung versus Plastiktüten geschrieben wurde: leider unschlagbar ist der Freischneider.

Wenn man den Rasen entlang einer Wand mit dem Freischneider mäht, also bis an die Wand ran, nutzt sich der Faden rasant ab. Was da in einem Jahr im Garten landet ist sicherlich mehr als ein paar Plastiktüten.

Ich habe mal versucht, den Plastikfaden durch die Seele eines Fahrradbowdenzugs zu ersetzen - ich war völlig verblüfft, wievile schneller der Stahlfaden sich abnutzt! Hat jemand bessere Ideen?

bkx
04.05.2018, 17:18
Was wir durch das Waschen und Tragen von Kleidung aus Kunstfaser sowie durch Reifenabnutzung an unseren Fahrzeugen jährlich an Kunststoff in die Umwelt eintragen, dürfte auch nicht ohne sein. Meinen Rasen im Garten hingegen steche ich an den Kanten soweit ab, dass der Rasenmäher alles weg bekommt und ich keinen Freischneider brauche. Das ist aber aus purer Faulheit erwachsen. Alles, was der Rasenmäher nicht mitbekommt, wird wie Unkraut samt Wurzel ausgerupft, fertig.

JHL
04.05.2018, 17:20
Akkugrasschere?

LihofDirk
04.05.2018, 18:13
Rasenkantstein, auf den der Rasenmäher auffahren kann?

Bulli53
04.05.2018, 18:40
Kaffeesatz als Handwaschpaste funktioniert gut. Fingernägel müssen dann separat gereinigt werde. Ähnlich gut und sehr pflegend sind die Schalen von Quellmännern.
Mit Asche und etwas Mineralöl hab ich mal einen Bolzen vom Bremszylindet gängig gemacht. Natürlich vor dem ersten Golfkrieg.

lina
04.05.2018, 18:47
Quellmänner

Sind das Kartoffeln?

LihofDirk
04.05.2018, 23:57
Sind das Kartoffeln?

Pellkartoffeln.

Im pfälzischen Gequellte.

Martin206
05.05.2018, 07:43
Ich hab das z.B. eine Seife die man mir mit dem Hinweis "Männerseife" verkaufte ...eine Naturseife mit Kaffee in spürbar Form drin (also eher grob gemahlen/geschrotet), die hervorragend gegen hartnäckige Verschmutzung hilft (z.B. Ruß, Bremsstaub, Löwenzahn-/Schöllkrautsaft auf Händen, etc.) ...ich denke wg. des merklichen Peelingeffektes.
---
Plastik meiden wo es geht.
Daß Kunstfaser- oder Plasik-Produkte "ökologischer" wären ergibt sich in den Studien meist aus dem Wasserverbrauch. Würde man die Umwelt- und Gesundheitsbelastung durch Plastik wirklich kritisch einstufen und werten, ist Plastik wohl sicher keine echte Alternative zu bewußt ökologisch produzierten Produkten aus nachwachsenden Stoffen.
---
Wir sind es, die es in der Hand haben. Wir sind die einzigen die etwas tun können - und zwar nicht warten bis die Industrie oder der Staat das regeln, das wird nicht ausreichend erfolgen.
Unsere Bequemlichkeit, unser Komfortdenken/-anspruch sind es welche die Vermeidung verhindern. Man will sich keine Gedanken machen, macht sich die Folgen u. Möglichkeiten nicht bewußt, will nicht verzichten, ja noch nicht mal umdenken/umstellen. Jedem "passiert" das ...mal mehr mal weniger. Aber daran zu arbeiten - also diese zu ändern - ist wohl der einzige weg der in der Praxis helfen würde (Mikro-)Plastik u. andere unnötige Belastungen zu verringern.

LihofDirk
05.05.2018, 08:02
Noch mal zur Erinnerung:

Hauptanteile von Mikroolastik im Ozean sind

-Reifenabrieb
-nicht ordnungsgemäss entsorgter Verpackungsmüll

http://news.bio-based.eu/studie-veroeffentlicht-welche-quellen-fuer-mikroplastik-in-der-umwelt-sind-relevant/



Erste Schätzungen lassen vermuten, dass in Deutschland jährlich ca. 500 Tonnen primäre Mikropartikel aus Kunststoff in kosmetischen Mitteln verwendet werden. Die Einsatzmengen in Wasch- und Desinfektionsmitteln sowie Strahlmitteln in Deutschland schätzen die Autoren auf jeweils unter 100 Tonnen pro Jahr. Im Gegensatz dazu können allein durch den Reifenabrieb in Deutschland 60.000 – 111.000 Tonnen Mikropartikel in die Umwelt gelangen.

Sicher kann man jetzt versuchen, das letzte Mikrogramm primärer Partikel zu verbannen, aber solange man nicht an ie Hauptmengen geht wird es nichts bringen.
Und das heisst halt auch mal regelmässig bücken und den Dreck von Anderen aufsammeln, Fahrten und Flüge (gerade Kurzstrecke, viele Starts und Landungen, viel Reifenabrieb) reduzieren, Fahrgemeinschaften bilden (die beste ist der ÖPNV), auch wenn das heisst signifikant mehr Zeit auf Wegen zu verbringen. Das ist lohnender Einsatz, aber nicht mit dem Auto endlos zum Biosupermarkt fahren, damit das Duschgel garantiert ohne Mikroplastik ist.

Martin206
05.05.2018, 10:41
Nein. Genau das ist es, was uns unsensibel macht, das Zeigen auf noch Schlimmeres.

Plastik, Müll ist nicht nur in den Ozeanen, sondern ist inzw. an sovielen Stellen zu finden, daß eigentlich klar sein sollte: Eine Vermeidung wo immer es geht ist notwendig.

Dahin sich zu entwickeln, das wünsche ich mir, für mich und für uns Alle.
Tun muß es jeder selbst...

LihofDirk
05.05.2018, 11:33
Nein. Genau das ist es, was uns unsensibel macht, das Zeigen auf noch Schlimmeres.

Andererseits ist das Fokusieren auf Kleinigkeiten häufig ein Verhindern, das Grosse zu sehen.
Und explizit schrieb ich ja, dass man verhindern solle, beim Versuch das Kleine zu vermeiden nicht das Grosse verschärfe.
Und eben nicht die Bio Einkäufe durch etliche Autofahrten ermöglicht. Wenn ich mir so anschaue, woher die Kennzeichen vorm Biomarkt so kommen, und dabei liegt der in Bahn- und Busbahnhofs Nähe. Aber das wöre dann ja zeitaufwändig und unbequem.

Mus
05.05.2018, 11:40
Kaffee riecht aber besser.
Das ist Geschmackssache. Ich finde den Geruch von Walderde fantastisch.
Feiner Bachsand riecht gar nicht.


ymmd. :bg:
Warum? Was meinst du, wie oft wir die Kettenfettflecken von den Händen nur unter dem Einsatz von Sand oder Erde abbekommen haben. Der Vorteil im Gegensatz zum Kaffee: ist immer bereit. Auch völlig fettige und sogar angebrannte Töpfe lassen sich auf die Art wunderbar schrubben. Vorrausggetzt man er besteht aus ausreichend robustem Material.

Ziz
05.05.2018, 11:57
Warum? Was meinst du, wie oft wir die Kettenfettflecken von den Händen nur unter dem Einsatz von Sand oder Erde abbekommen haben. Der Vorteil im Gegensatz zum Kaffee: ist immer bereit. Auch völlig fettige und sogar angebrannte Töpfe lassen sich auf die Art wunderbar schrubben. Vorrausggetzt man er besteht aus ausreichend robustem Material.

Ich glaube, du hast meinen Kommentar missverstanden: Ich fand deinen Einwand genial. :D Bei all dem Streben nach Zweitverwertung und neuen coolen Ideen, die einfachste und von Mensch und Tier schon immer angewandte Technik vergessen: Sand. :bg:

Mus
05.05.2018, 12:50
:kapituliere: Ja, hab ich. Ich dachte, du kommst mir jetzt wie so viele andere denen ich davon erzähle mit dem Einwand: "Aber man kann doch nicht mit Schmutz etwas sauber machen!":roll:

Fritsche
05.05.2018, 14:08
...die Kettenfettflecken von den Händen nur unter dem Einsatz von Sand oder Erde abbekommen haben. ...

alter Autoschraubertrick: Ölflecken an den Händen gehen perfekt und rückstandslos weg, wenn man danach Hackfleischbällchen formt...:ignore:

Voronwe
05.05.2018, 14:37
alter Autoschraubertrick: Ölflecken an den Händen gehen perfekt und rückstandslos weg, wenn man danach Hackfleischbällchen formt...:ignore:

Der Hausfrauentrick bei schmutzigen Händen ist Hefeteig kneten :bg:

Martin206
05.05.2018, 16:09
Andererseits ist das Fokusieren auf Kleinigkeiten häufig ein Verhindern, das Grosse zu sehen.
Und explizit schrieb ich ja, dass man verhindern solle, beim Versuch das Kleine zu vermeiden nicht das Grosse verschärfe.
Und eben nicht die Bio Einkäufe durch etliche Autofahrten ermöglicht. Wenn ich mir so anschaue, woher die Kennzeichen vorm Biomarkt so kommen, und dabei liegt der in Bahn- und Busbahnhofs Nähe. Aber das wöre dann ja zeitaufwändig und unbequem.

Das mit den kleinen Bio-Einkäufen mit dem Auto geht in die gleich Richtung ...es zeigt wieder einen (sogar extremen) Fall und lenkt damit ab ...nach dem Motto "sollen doch erst mal die" und/oder "die anderen machen es auch nicht besser".

PS: Ich fahre fast immer mit dem Auto am Biosupermarkt vor ...denn er liegt direkt auf dem eh zu fahrenden Weg. Klar - ich könnte mir auch ein Fahrrad an den Arbeitsplatz stellen, dann zum Biomarkt radeln und wieder zurück zum Arbeitsplatz/Auto. Würde ca. 2x die Woche 400m "Umweg" ersparen. Aber Mikroplastik in meinem Körper, im Mineralwasser, etc. verhindert es sicher nicht.
83. Mio Deutsche duschen ca. 2-10x die Woche, waschen sich die Hände mehrmals täglich, waschen, putzen, usw. Wenn die acht geben kein Mikroplastik zu kaufen und "in den Verkehr zu bringen", dann ist das schon was. Und das ist ja nur D ...ein kleines Land...

Sawyer
07.05.2018, 07:33
Ich glaube, du hast meinen Kommentar missverstanden: Ich fand deinen Einwand genial. :D Bei all dem Streben nach Zweitverwertung und neuen coolen Ideen, die einfachste und von Mensch und Tier schon immer angewandte Technik vergessen: Sand. :bg:

Probieren geht über Studieren. :cool: Um das einfachste Mittel ging es gar nicht. Bevor ich in der Erde rumwühle, putze ich die Hände an einem Baumstamm oder an Moos ab bzw. nutze einfach Seife.

Der Test konnte im Ürbigen nicht stattfinden, da niemand eine Bialetti dabei hatte und der Instantkaffee dann doch seiner eigentlich Bestimmung zugeführt wurde.

Mus
07.05.2018, 09:20
Probieren geht über Studieren. :cool: Um das einfachste Mittel ging es gar nicht. Bevor ich in der Erde rumwühle, putze ich die Hände an einem Baumstamm oder an Moos ab bzw. nutze einfach Seife.

Richtig Kettenschmiere an den Händen (oder Wade) geht mit Seife allein nicht ab. Zu Hause gibt's dafür die spezielle Handwaschpaste, unterwegs dann eben Sand oder Erde ggf. + Seife.

Was ist denn eigentlich das Problem am im der Erde wühlen, kann mir das mal noch jemand erklären? Es handelt sich dabei um das Zeug, aus dem unsere Nahrung wächst und nicht um ekligen Stadtstraßenstaub oder (Hunde)ka##e!
Und Sand aus einem sauberen Bach ist so einwandfrei, da kannst du am Feuer Brot drauf backen.
Da ekel ich mich doch eher von dem, was einem in öffentlichen Toiletten z.T. so an Flüssigseife angeboten wird.

Fritsche
07.05.2018, 10:01
...
Was ist denn eigentlich das Problem am im der Erde wühlen, kann mir das mal noch jemand erklären?...



Habe ich gerade gestern 7 Stunden lang gemacht (also: rumgewühlt). Und habe erreicht, dass ich 300 Stangebohnen und 200 Buschbohnen auspflanzen kann :-)

Gartenerde ist klasse: riecht gut, fühlt sich gut an, ist immer wieder spannend zu sehen, was darin alles rumrennt. Nur Waldboden ist noch toller.

Voronwe
07.05.2018, 10:13
Probieren geht über Studieren. :cool: Um das einfachste Mittel ging es gar nicht. Bevor ich in der Erde rumwühle, putze ich die Hände an einem Baumstamm oder an Moos ab bzw. nutze einfach Seife.

Der Test konnte im Ürbigen nicht stattfinden, da niemand eine Bialetti dabei hatte und der Instantkaffee dann doch seiner eigentlich Bestimmung zugeführt wurde.

Ich habe es zu Hause mal ausprobiert (Kaffee mit flüssiger Seife gemischt) und hat einen ähnlichen Effekt wie die Handwaschpaste mit Sand

Lobo
07.05.2018, 10:36
Habe ich gerade gestern 7 Stunden lang gemacht (also: rumgewühlt). Und habe erreicht, dass ich 300 Stangebohnen und 200 Buschbohnen auspflanzen kann :-)


:o was machst du mit so vielen Bohnen? Ich meine, wir gärtnern ja auch, aber 500 Bohnenpflanzen? Wie viel Zentner erntest du denn?

Sawyer
07.05.2018, 11:18
...
Was ist denn eigentlich das Problem am im der Erde wühlen, kann mir das mal noch jemand erklären? Es handelt sich dabei um das Zeug, aus dem unsere Nahrung wächst und nicht um ekligen Stadtstraßenstaub oder (Hunde)ka##e!
Und Sand aus einem sauberen Bach ist so einwandfrei, da kannst du am Feuer Brot drauf backen.
Da ekel ich mich doch eher von dem, was einem in öffentlichen Toiletten z.T. so an Flüssigseife angeboten wird.


Ich habe kein Problem damit, in der Erde zu wühlen; nur reicht es mir in den meisten Fällen aus, die Hände am Baumstamm oder an Moss abzuwischen. Für hygienischeren Zustand zwecks Nahrungszubereitung greife ich halt auf Seife zurück. :grins:

Fritsche
07.05.2018, 11:43
:o was machst du mit so vielen Bohnen? Ich meine, wir gärtnern ja auch, aber 500 Bohnenpflanzen? Wie viel Zentner erntest du denn?


Frisch essen. Einfrieren. Trocknen (als Dörrbohnen, also der grüne Teil). Etwas verschenken. Dieses Jahr auch (zum ersten Mal): einlegen.

Wir haben oft Gäste zum Lagerfeuer etc - dann gibts keinen Kartoffelsalat sondern Bohnensalat.

Einen Teil (der deutlich kleinere Teil ist das) lasse ich ausreifen und habe den Rest des Jahres Bohnen für Baked Beans etc. Und dann brauche ich doch noch Saatgut, und zwar in sicherer, ausreichender Menge :-)

Wieviel ich ernte kann ich nicht sagen, weil ich den überwiegenden Teil grün als Schnippelbohnen ernte.

LihofDirk
14.05.2018, 13:10
Leider was aktuelles aus deutschen Gewässern ...
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Plastik-Skandal-in-Schlei-wohl-groesser-als-gedacht,schlei280.html