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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : fototour?



Zwiebelforscher
22.10.2005, 16:05
ich habe mal ne llgemeine frage an alle hier...
habt ihr schon erfahrungne mit einer tiur gemcht, die rein darauf ausgerichtet war, gute fotos, zu schießen, und wenn ja, wie ist das mit dem vorankommen auf dem weg. braucht ihr dann um einiges länger oder genauso lamge wie wenn ihr "normal" wandert?

da ich mal sowas gerne machen würde, da forographie eines meiner hobbies ist, würde ich mir einige rfahrungsberichte vone uch wünschen...

danke schon mal

boehm22
23.10.2005, 14:22
Hi,

als ganz allgemeine Antwort auf die Frage:
Je mehr ich fotografiere - und je aufwendiger, warten auf gutes Licht, Stativ aufstellen usw. - desto länger dauert es, bis ich mein Tagesziel erreicht habe.

Oder anders rum: Wenn mein Wanderpartner keinen Wert auf gute Fotos legt, dann hab ich einfach nicht genug Zeit zum fotografieren, da er immer schon weiter ist, bis ich die Kamera eingestellt habe.

Das ist aber eigentlich immer so, fotografieren geht nicht so nebenbei (außer Schnappschüsse) - deshalb kam wohl dem BikeAfrica die Frage etwas ungewöhnlich vor.

Erny
23.10.2005, 14:32
Auch eine ernsthafte Antwort:

Ich habe auch früher immer gerne auf Wanderungen fotografiert. Gerade das Wandern hat mir das Fogografieren abgewöhnt. Ich war so drauf versessen, den besten Sonnenuntergang zu schießen, so dass ich, beim Snnnenuntergang ein Bild nach dem anderen geschossen hatte, nur weil ich glaubte, dass jetzt das Licht noch besser ist. Irgendwie habe ich dann gemerkt, dass ich den Sonnenuntergang selbst nicht genießen konnte. Das gleiche galt bei andere Situationen. Jetzt nehme ich ganz bewußt keine Kamera mit. Somit komme ich gar nicht ernst in Versuchung mich in Fotostreß zu begeben. Heutzutage koche ich mir eine Tasse Tee, und genieße den Sonnenuntergang, den Blick ins Tal, den Blick über einen See.

Daher würde ich sagen, dass intensives wandern, wie intensives fotografieren gleichsam viel Zeit in Anspruch nimmt. Du solltest schon, außer den normalen Pausen so zwei Stunden am Tag sicher fürs fotografieren einplanen. Die wirst du mit Sicherheit brauchen .

Orchid MKII
23.10.2005, 15:20
http://forum.outdoorseiten.net/viewtopic.php?t=10861
[/list]

Christian J.
23.10.2005, 15:57
Wenn du mit nichtfotografierenden Wanderpartnern unterwegs bist, dann halte ich Fotografieren als Hauptelement einer Tour für nicht machbar.

Bei Solotouen habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich trotzdem meine 40km am Tag schaffe weil ich eben 8:00 aufbreche und bis 18:00 laufe.

Kommt natürlich drauf an, was und wie man fotografiert. Ich hatte auch schon "Tourentage", da hab ich wegen der Fotografiererei keinen Meter geschafft.

Christian

Nammalakuru
24.10.2005, 01:11
Wie schon andere zuvor schrieben ist es verdammt schwierig bis unmöglich gute Fotos bei niedrigem Zeitaufwand "nebenbei" zu schiessen. Ich mache das immer von den Wanderpartnern abhängig. Interessiert sich jemand überhaupt nicht für Fotografie so werde ich ihn nicht nerven indem ich stundenlang versuche etwas korrekt einzufangen. Ich versuche meist einen Kompromiss zu finden. Wenn ich etwas sehe was ich fotografieren muss, dann tauche ich kurz ab und versuche wieder Anschluß zu finden. Generell sollte man Fotografieuninteressierte von der Wichtigkeit guter Fotos überzeugen, dann bekommt man auch mehr Zeit :bg:

Nebenbei muss ich erny recht geben. Einen Sonnenuntergang kann man nicht mehr wirklich geniessen wenn man zwanghaft versucht ihn abzulichten. Andererseits kann man ihn sich wieder und wieder anschauen wenns klappt. Wobei die Realität die Kopie locker aussticht. Schwierig, vielleicht geniesst man einfach so viele Sonnenuntergänge dass es auf einen mehr oder weniger nicht ankommt. :bg:


Nam

Erny
24.10.2005, 08:49
Di Problematik, die Nam angesagt hat, zeigt auch ganz klar, dass, sollten mehrere Leute zusammen wandern, sich vorher klar darüber sein solle, wie man die Wanderung gestalten soll.

2 Fotografierbegeisterte werden sich sich wunderbar ergänzen, wenn sie bei jeder Gelegenheit darüber diskutieren können, wie ein Foto am besten zu machen ist.

Zwei reine Wanderfreaks werden sich wunderbar ergänzen, in der Frage, welchen Weg man nun geht.

Ein Gemisch aus beiden Gruppen dürfte auf Schwierigkeiten stoßen. Da man aber schlecht, wie in einem Urlaub in Paris, London, oder in der Toskana, einfach mal getrennte Wege gehen kann, sollte die Vorstellung, was auf der Wanderung passiert, abgeklärt werden, noch bevor man in die Hauptphase der Planung geht. Gerade bei Leuten, die sich nicht gut kennen.

Gruß Erny

Christian J.
24.10.2005, 08:55
Nebenbei muss ich erny recht geben. Einen Sonnenuntergang kann man nicht mehr wirklich geniessen wenn man zwanghaft versucht ihn abzulichten.

Dann solltest du mich mal ohne Kamera bei 'nem Sonnenuntergang erleben. "Psychopath" ist da gar kein Ausdruck.... :bg:

Erny
24.10.2005, 09:24
Nebenbei muss ich erny recht geben. Einen Sonnenuntergang kann man nicht mehr wirklich geniessen wenn man zwanghaft versucht ihn abzulichten.

Dann solltest du mich mal ohne Kamera bei 'nem Sonnenuntergang erleben. "Psychopath" ist da gar kein Ausdruck.... :bg:

Genau das habe ich ja geschrieben. Ich nehme bewußt keine Kamera mehr mit. Wenn ich eine schöne Aussicht habe, Sonnenuntergang, Tal, See, usw. setze ich micht, lehne mich gegen meinen Rucksack, und genieße. Ab und zu wird dann noch ein Tee gekocht, und das wars.

Seit dem erlebe ich die Wanderung sehr intensiver, und bestimmte Stimmungen kann ich mir viel besser ins Gedächnis rufen. Ich schließe die Augen, und bin da, wo ich gerne sein möchte. Das ist viel besser, als irgendwelche Fotos sich anzuschauen.

Flachlandtiroler
24.10.2005, 09:34
Ich finde Landschaftsfotografie und Wandern ergänzen sich sehr gut. Etwas schwieriger wird's bei Bergtouren, wo man angeseilt unterwegs ist und daher jeder Fotostop alle zum Halten bringt. Da ist dann eine unkomplizierte Knipse von Vorteil.

Muß allerdings zugeben, es gab zwei Situationen wo ich tatsächlich mal ohne Fotoapparat unterwegs war bzw. mir das Filmmaterial ausgegangen war; in beiden Fällen haben sich mir trotzdem (oder gerade deswegen) die Aussichten unvergesslich ins Gedächtnis eingegraben.

Gruß, Martin *hoffend das trotz des (...) Ursprungspostings 'ne normale Diskussion in Gang kommt*

Christine M
24.10.2005, 09:52
Wobei man ja auch morgens und abends in der Nähe des Camps fotografieren kann, dann ist ohnehin das beste Licht. Ich persönlich fotografiere am liebsten allein. Das hat gar nicht mal etwas mit wartenden Kameraden zu tun, sondern ich bin dann eher in der richtigen Stimmung.

Ich denke mal, man kann beides - fotografieren und schöne Stimmungen genießen. Man darf es mit dem Fotografieren nur nicht übertreiben, sondern muss die Kamera auch mal weglassen können. Ich erinnere mich z. B. an einen Sonnenaufgang in Leh, für den ich auf den kleinen Hügel mit dem Geisterhaus gestiegen bin. Es war wunderschön zu sehen, wie die Sonne erst die Bergspitzen erreichte, sich immer weiter nach unten arbeitete, die Shanti-Stupa erreichte etc. Einfach eine unglaublich schöne Morgenstimmung. Und zwischendurch habe ich immer wieder mal das Stativ herumgetragen und ein paar Fotos gemacht. Umgekehrt habe ich beim Nordlicht in Abisko darauf verzichtet, ins Haus zu rennen, die Kamera zu holen, alles aufzubauen etc. und bis ich so weit gewesen wäre, wäre das Nordlicht vielleicht schon vorbei. Also habe ich stattdessen einfach nur dagestanden und es betrachtet.

Christine

Markus Mohr
24.10.2005, 11:16
Nebenbei muss ich erny recht geben. Einen Sonnenuntergang kann man nicht mehr wirklich geniessen wenn man zwanghaft versucht ihn abzulichten.

Oh ja, das kommt mir doch mehr wie bekannt vor. :bg: Wie oft ist es mir schon passiert, das ich einen Sonnenuntergang, oder auch ein Feuerwerk nur durch den Sucher der Kamera betrachtet habe, und dann später gemerkt habe, das ich eigentlich gar nichts von der Realität mitbekommen habe. Oder bei Sonnenuntergängen kommt man plötzlich gar nicht mehr von der Stelle weg, weil man jedes mal denkt, jetzt ist er noch schöner.
Mir ist es sehr schwer gefallen einfach mal die Kamera zu Hause zu lassen, bzw. im Zelt. Aber man bekommt erstens alles mit, und kann dann auch wirklich genießen. Und der größte und beste Fotoapperat der Welt ist immer noch das menschliche Gehirn.

Aber nun mal zum eigentlichen Thema:

Ich habe bei meinen Wanderungen immer den Foto griffbereit dabei. Je nach Strecke kann es dann schon sein, das man immer wieder neue Interessante Motive entdeckt. Daduch brauch man natürlich auch länger.
Bei Wanderungen in einer kleinen Gruppe wird man jedoch unweigerlich mitgezogen. Da kommt man dann nicht so sehr zu Fotos. Die Motive die ich unbedingt ablichten möchte, die fotografiere ich auch, und laufe dann halt wieder den anderen hinterher.
Wenn man nur zu zweit unterwegs ist, sollte man schon etwas Rücksicht auf den anderen nehmen. Zumindest wenn dieser von fotografieren auf Wanderungen nichts hält. Aber ich habe eigentlich noch keinen kennengelernt, der auf einer Wanderung keine Fotos gemacht hat :wink:

Gruß Markus

Buschtrommler
24.10.2005, 16:34
hmmm, also ich photographiere auch gerne, aber man muss es doch nicht gleich so übertreiben, dass man die wirklichkeit nicht mehr mitbekommt... wenn ich auf einem gipfel sitze setze ich mich erstmal hin und geniese und wenn ich erstmal genug hab, dann mach ich photos und geniese danach wieder... man ist doch nicht auf der flucht wo man gleich weiter muss... und wenn man einen sonnenaufgang ablichten will reichen doch 3 photos und bei 3 photos auf 10 min hat man immernoch genug zeit zum geniesen. also ich finde man kann durchaus auch ne kamera in der hand haben ohne sich selber zu hetzen... 8) ich mache auf einen monat wanderung etwa 1000 photos, aber das heißt ja nicht, dass man dauernd auf dem auslöser sitzen müsste. abends oder an einem ruhetag hat man viel zeit zum geniesen und photografieren, wenn man etwa 3 stunden vor sonnenuntergang das zelt aufgebaut hat. man muss halt früh aufstehen, aber so lässt geniesen und photographieren sich gut zusammenbringen. ich sehe da weniger ein problem, man sollte sich halt nicht hetzen...
gruß
buschtrommler

Zwiebelforscher
24.10.2005, 17:42
also ich muss sagen, dass bei mir das photografieren bei mir echt die totale entspannung ist. um mal auf den sonnenuntergag einzugehen, der hier oft als beispiel angeführt wird, möchte ich mal folgendes sagen, ich genieße sonnenuntergänge natürlich auch gernem, doch bei jeden sonennuntergang kribbelt es in meinen fingern diesen bildreich festzuhalten, da ich von der verschiedenheit eines jeden einzelnen fasziniert bin. und gerade durch das photgrafeiren eines solchen, erlebe ich diesen um einiges intensiver ... :old:

das heißt natürlich nicht, dass ich bei romantischen abenden einfach meine kamera raushole und wie ein wahnsinniger anfange zu knipsen, ich kann mich auch manchal bremsen ;)