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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Outdooranwendungen für Induktionsspule



mark231
25.11.2017, 18:05
Hallo Leute,

ich bin Teil eines studentischen Projekts und ich suche Probleme die möglicherweise durch unsere revolutionäre Induktionsspule gelöst werden könnten. Die Spule kann Objekte und Flüssigkeiten auf bis zu 400 Grad erhitzen und hat dabei eine sehr geringe Schwankungsbreite. Außerdem ist sie von der Größe her variabel und leicht zu transportieren. Also eigentlich perfekt für Wanderer und Outdoorenthusiasten. Habt ihr vielleicht Probleme die unsere Spule lösen könnte?
Ich freue mich auf eure Antworten!

LG Mark

Ziz
25.11.2017, 18:12
Ich frage mich, wo der Strom für die Spule herkommen soll. :roll:

Sie müsste samt Akku mehr Heizleistung pro Masse aufbringen als Gaskocher und Co. ;-)

nimrodxx
25.11.2017, 18:17
Ich finds ja immer spannend wenn jemand Probleme für seine Lösung sucht :grins::ignore:

lutz-berlin
25.11.2017, 19:17
das Problem ist das Kovea dass schon für den Outdoorbereich vorgestellt hat:ignore::ignore:

Reddo
25.11.2017, 19:49
In eine Alu-Flasche integriert, um damit innerhalb kürzester Zeit eine Wärmflasche für den Schlafsack warm zu bekommen, ohne mit Töpfen und Kochern hantieren zu müssen? Wäre natürlich auch als normale Flasche zu benutzen oder wenn man wirklich nur kochendes Wasser braucht, z.B. für dehydriertes Tütenessen oder Tee.

Edit: Von wegen Strom - eventuell für Hüttengänger?

Mus
25.11.2017, 19:51
Geh es doch mal etwas systematisch an:
Wo brauche ich unterwegs Wärme:
1.Essen kochen
2.Trinken erwärmen
3.Wärme für den Körper
4.Wärme um irgendetwas zu reparieren

1.-3. wird regelmäßig benötig und braucht viel Energie, die irgendwie mitgeschleppt oder erzeugt werden muss. Induktion braucht verhältnismäßig viel Strom. Elektrische Energiespeicher sind verhältnismäßig schwerer als Chemische (Gas u.ä.)
-> lohnt nicht, auch wenn die Spule selbst leicht ist.

Auf dem Campingplatz sieht es wieder anders aus, dann ist es aber eher Camping. Wasserkocher, Tauchsieder, Kochplatte, Heizlüfter sind alle schon erfunden und billig zu haben, vielleicht geht es aber mit eurer Spule so viel leichter, dass aus den typischen Campingartikel doch noch ein Outdoorartikel zu machen ist. Fraglich ist, ob der Preis dann nicht zum Ausschlusskriterium wird.
Außerdem muss man ja normalerweises sowieso Dinge einpacken, die die Bedürfnisse von 1.-3. decken, da man nicht wirklich weiß, ob man Strom bekommt. Also schätze ich den Bedarf dort als sehr gering.

4. Es gehen kaputt: Schuhe, Kleidung, Zeltstangen, Fahrradrahmen, Elektronik,... vorrausgesetzt die fachliche Kompetenz ist da, kann man die Elektronik und den Fahrradrahmen mit Hilfe von Hitze reparieren. Für die Elektronik reicht da aber ein kleiner Gaslötkolben, für den Fahrradrahmen braucht es dann doch etwas mehr Wumm -> also Fehlanzeige.

Zusammenfassung: im Prinzip kein Bedarf im Outdoorbereich, höchstens sehr randständige Nischen (ja ich hatte auch schon einmal einen Miniwasserkocher auf Radtour dabei, dann aber nie wieder)

Im Campingbereich, wo regelmäßig Strom verfügbar ist, wäre es durchaus denkbar, bestehende Gegenstände noch kleiner, leichter, effektiver zu gestalten. Insbesondere im Caravanbereich, wo häufig auch das entsprechende Geld und ein großes Komfortbedürfnis da ist und trotzdem vieles klein und leicht sein soll sehe ich noch am meisten Potential. Wobei dort die Induktionsspule wiederum problematisch ist, da sie nicht von Herzschrittmacherträgern benutzt werden darf.

Bluebalu
25.11.2017, 20:52
Die frage nach der Energie solltest du zuerst beantworten.
Die Zweite Frage ist wie gross darf denn das Objekt sein?
500ml Wasser -5Liter für Kleingruppen?
Und da ist es völig egal.ob das Wasser 97° oder 100° mit geringer "Schwankung" erreicht.....

Solange du so allgemeines Blabla absonderts ohne techn.Spezifikationen kann ich nur Nimrodxx zustimmen:

Probleme für Lösungen zu suchen ist der falsche Ansatz.
Mikrowelle gäbs ja auch noch....
und Hochenergie Elektrofelder ala Tesla, aber dass wird wohl keiner outdoors haben wollen....

TanteElfriede
25.11.2017, 21:11
... die Energiedichte von Akkus ist halt nix im Vergleich zu Gas, Benzin, Petroleum oder sogar Allohol... daher würde ich sagen es handelt sich um ein Todgeburt, oder etwas für den Stationären Einsatz auf Hütten... Aber mal sehen ob sich noch ein Problem für die Lösung findet.. falls nicht wäre es eine Paradoxe Lösung ohne Problem und dann stellt sich die Frage ob eine Lösung ohne Problem noch eine Lösung ist oder nur .. ja was denn?

Paddolf
26.11.2017, 01:28
... Die Spule kann Objekte und Flüssigkeiten auf bis zu 400 Grad erhitzen und hat dabei eine sehr geringe Schwankungsbreite. Außerdem ist sie von der Größe her variabel ...
Klingt irgendwie trollig: Nichtleitende Flüssigkeiten per Induktion erhitzen? Nichtleitende Objekte erhitzen - also im direkten Kontakt, wie wird der Wärmeaustausch gewährleistet? Warum sollte die Grenze bei 400 Grad (welcher Skala auch immer) liegen? Was soll Schwankungsbreite in Zusammenhang mit Induktion bedeuten? Und wie soll die Größenvariabilität der Spule gewährleistet werden?
Bevor der TO nicht überzeugender das Wirkprinzip der Spule erläutert, gehe ich davon aus, dass sich hier jemand auf unsere Kosten amüsieren möchte.

Viele Grüße, Jürgen

codenascher
26.11.2017, 01:42
Ich vermute es geht dem TO darum, durch die Wärmeentwicklung einer Induktionsspule (Verlustleistung) Flüssigkeiten zu erhitzen. Lasse mich aber gerne korrigieren.

Paddolf
26.11.2017, 02:13
Für Verlustleistung reicht eigentlich ein billiger ohmscher Widerstand (die älteren unter uns erinnern sich noch an Tauchsieder), da braucht's keine Induktion.

Aber vielleicht könnte man das Thema zwecks Theoriefindung ins Lagerfeuer verschieben.
Mein Beitrag: Ich vermute, hier kommt ein Gerät mit kryogener Phasenschwankung im dissipativen Subraum des dritten Quantenübergangs zum Einsatz.

ApoC
26.11.2017, 12:43
[...]
ich bin Teil eines studentischen Projekts und ich suche Probleme die möglicherweise durch unsere revolutionäre Induktionsspule gelöst werden könnten. Die Spule kann Objekte und Flüssigkeiten auf bis zu 400 Grad erhitzen und hat dabei eine sehr geringe Schwankungsbreite. [...]

Würdest Du kurz erklären was so revolutionär an eurer Spule im Vergleich zu erkömmlichen Spulen ist. Objektive mit Induktion auf 400 °C zu erhitzen ist heute keine Kunst mehr. Auch kleine Spulen kann man bauen. Was meinst Du mit Schwankungsbreite?

Was die Anwendung im Outdoor-Bereich angeht sehe ich da nicht viel Potential. Natürlich brauchen wir immer wieder Wärme. Der sinnvollste Zweck würde wohl noch das Kochen mit Induktion sein. Theoretisch garnicht übel. Da gibt es aber wie schon erwähnt das Problem, dass kein Akku auch nur annähernd die Energiedichte von Gas/Benzin/Spiritus erreicht. Mit 20 g Brennstoff bekommst Du einen Liter Wasser sicher zum kochen. Selbst wenn das ganze Kochsystem einen Wirkungsgrad von 100 % hätte würdest Du bei einem Liter Wasser einen fast 2 kg schweren Akku leer machen. Den Wirkunsgrad erreichst Du aber wohl nur annähernd wenn Du einen Tauchsieder verwendest.

mark231
26.11.2017, 14:23
Würdest Du kurz erklären was so revolutionär an eurer Spule im Vergleich zu erkömmlichen Spulen ist. Objektive mit Induktion auf 400 °C zu erhitzen ist heute keine Kunst mehr. Auch kleine Spulen kann man bauen. Was meinst Du mit Schwankungsbreite?

Was die Anwendung im Outdoor-Bereich angeht sehe ich da nicht viel Potential. Natürlich brauchen wir immer wieder Wärme. Der sinnvollste Zweck würde wohl noch das Kochen mit Induktion sein. Theoretisch garnicht übel. Da gibt es aber wie schon erwähnt das Problem, dass kein Akku auch nur annähernd die Energiedichte von Gas/Benzin/Spiritus erreicht. Mit 20 g Brennstoff bekommst Du einen Liter Wasser sicher zum kochen. Selbst wenn das ganze Kochsystem einen Wirkungsgrad von 100 % hätte würdest Du bei einem Liter Wasser einen fast 2 kg schweren Akku leer machen. Den Wirkunsgrad erreichst Du aber wohl nur annähernd wenn Du einen Tauchsieder verwendest.

Hallo ApoC

Danke für deine Antwort!
Du hast Recht, dass die Höhe der Temperatur nicht sonderlich revolutionär ist, aber normale Spulen sind derzeit starr also hat man immer das Problem, dass bei einer unebenen Auflagefläche sehr viel Energie verschwendet wird. Diese Spule ist aber flexibel, da Hunderte Kupferfäden auf eine Glasfasermatte aufgenäht werden. Somit ist man nicht mehr an Ebene Flächen gebunden sondern kann die Spule variieren. Außerdem erhitzt sich die Spule nicht und braucht deshalb keine Kühlung.

Bezüglich der Sache mit dem Akku ist es ja nicht so, dass wir die Spule morgen auf den Markt bringen sollen, sondern wir bis jetzt nur Felder suchen in denen es Probleme gibt, die wir lösen könnten, ob das jetzt akkutechnisch möglich ist, ist noch nicht so wichtig.

mark231
26.11.2017, 14:26
Ich vermute es geht dem TO darum, durch die Wärmeentwicklung einer Induktionsspule (Verlustleistung) Flüssigkeiten zu erhitzen. Lasse mich aber gerne korrigieren.

Nein, bei der neuartigen Spule gibt es eben so gut wie keinen Widerstand (bei Erhitzung eines Metalls auf um die 200 Grad wird die Spule nur 30 Grad heiß), was sie energieeffizienter macht als andere Induktonsspulen.

thomas79
26.11.2017, 14:45
Bezüglich der Sache mit dem Akku ist es ja nicht so, dass wir die Spule morgen auf den Markt bringen sollen, sondern wir bis jetzt nur Felder suchen in denen es Probleme gibt, die wir lösen könnten, ob das jetzt akkutechnisch möglich ist, ist noch nicht so wichtig.

Für mich hört sich das so an, als würdet ihr gerade nur für einen Teil es Gesamtsystems zur Erzeugung von Wärme ein Problem lösen wollen. Für den Kunden wird es aber eben gerade darum gehen ein Gesamtsystem zu bekommen - von dem her sollte euch das Thema Akku schon wichtig sein wenn ihr das Produkt tatsächlich im Outdoorbereich platzieren wollt. Ihr werdet wohl kaum jemanden finden der eine leichte tolle Spule kauft wenn er dafür im Gegenzug ein Mehrgewicht für die Energieversorgung zu tragen hat. ;-)

Die Probleme die es bezüglich Wärmeerzeugung Outdoors gibt sind für mich zum einen Gewicht, zum anderen die Zuverlässigkeit und Sicherheit bei allen Wetter / Temperaturbereichen.

Nur mal so als Vergleich: Ein Gaskocher BRS 3000T wiegt 25g, dazu dann noch eine Gaskartusche. Mit einer 110g-Kartusche (mit Blech 189g) kann man je nach Bedarf gut eine Woche unterwegs sein. Für unterschiedliche Temperaturbereiche gibt es verschiedene Gasmischungen oder man steigt auf einen schwereren Benzinkocher um.

Für all das gibt es schon Lösungen. Wenn ihr da also einen Mehrwert dazu bringen wollt, dann müsstet ihr das schon unterbieten. - Am Ende kommt ihr also um das Thema Gesamtgewicht des Systems nicht drumrum.

Für mich wird das Ganze interessant wenn ihr mit Energieversorgung deutlich unter 215g und im Preisrahmen <25€ bleibt. Ansonsten gäbe es keinen Grund in was Neues zu investieren.

ApoC
26.11.2017, 14:52
Wie habt ihr es denn geschafft den Widerstand von Kupfer noch weiter zu verringern? Normalerweise ist Kupfer in Form von Hochfrequenzlitze ja schon das Material der Wahl. Die Erwärmung in der Spule aufgrund von Verlusten ist auch so schon relativ klein. Viel mehr als 30 °C haben auch die konventionellen Spulen nicht.

An welcher Uni bist Du?

mark231
26.11.2017, 17:01
Wie habt ihr es denn geschafft den Widerstand von Kupfer noch weiter zu verringern? Normalerweise ist Kupfer in Form von Hochfrequenzlitze ja schon das Material der Wahl. Die Erwärmung in der Spule aufgrund von Verlusten ist auch so schon relativ klein. Viel mehr als 30 °C haben auch die konventionellen Spulen nicht.

An welcher Uni bist Du?

Also die Spule haben nicht wir erfunden, sondern unser Team ist nur zuständig dafür Anwendungsfelder für die Spule zu finden. Hab mir das noch einmal angeschaut und du hast Recht bei der Spule wird auch eine Hochfrequenzlitze mit 500 Drähten verwendet, ist in dem Punkt also wie eine Spule im Herd.

Ich studiere an der Wirtschaftsuniversität Wien, was auch der Grund ist, dass ich keine extrem genauen technischen Angaben machen kann, da ich nur das über die Spule weiß, was uns die Erfinder gesagt haben.

Mus
26.11.2017, 17:08
Hallo Leute,

ich bin Teil eines studentischen Projekts und ich suche Probleme die möglicherweise durch unsere revolutionäre Induktionsspule gelöst werden könnten. Die Spule kann Objekte und Flüssigkeiten auf bis zu 400 Grad erhitzen


normale Spulen sind derzeit starr also hat man immer das Problem, dass bei einer unebenen Auflagefläche sehr viel Energie verschwendet wird. Diese Spule ist aber flexibel, da Hunderte Kupferfäden auf eine Glasfasermatte aufgenäht werden. Somit ist man nicht mehr an Ebene Flächen gebunden sondern kann die Spule variieren. Außerdem erhitzt sich die Spule nicht und braucht deshalb keine Kühlung.



Nein, bei der neuartigen Spule gibt es eben so gut wie keinen Widerstand (bei Erhitzung eines Metalls auf um die 200 Grad wird die Spule nur 30 Grad heiß), was sie energieeffizienter macht als andere Induktonsspulen.

Hä??? Die Spule erhitzt Flüssigkeiten und wird dabei nicht heiß aber außerdem ist der Wirkungsgrad besser, weil die Auflagefläche flexibel ist?????

Frage: Was studierst du und in welchem Semester???

Bluebalu
26.11.2017, 17:18
Mus falls du diesen Witz noch nicht kennst:

Ein Mann fliegt einen Heißluftballon und bemerkt, dass er die Orientierung verloren hat. Er reduziert seine Höhe und macht schließlich einen Mann am Boden aus. Er lässt den Ballon noch weiter sinken und ruft: "Entschuldigung, können Sie mir helfen? Ich versprach meinem Freund, ihn vor einer halben Stunde zu treffen, aber ich weiß nicht, wo ich mich befinde!"

Der Mann am Boden sagt: "Ja. Sie befinden sich in einem Heißluftballon. Ihre Position ist zwischen 40 und 42 Grad nördliche Breite, und zwischen 58 und 60 Grad westliche Länge."

"Sie müssen Ingenieur sein", sagt der Ballonfahrer.

"Bin ich", antwortet der Mann. "Woher haben Sie das gewusst?"

"Sehen Sie", sagt der Ballonfahrer, "alles, was Sie mir gesagt haben, ist technisch korrekt, aber ich habe keine Ahnung, was ich mit den Informationen anfangen soll, und ich weiß immer noch nicht, wo ich bin."

Der Ingenieur sagt daraufhin: "Sie müssen ein Manager sein."

"Bin ich", antwortet der Ballonfahrer, "woher haben Sie das gewusst?"

"Sehen Sie", sagt der Ingenieur, "Sie wissen nicht, wo Sie sind, oder wohin Sie gehen. Sie haben ein Versprechen gegeben, von dem Sie keine Ahnung haben, wie Sie es einhalten können, und Sie erwarten, dass ich Ihnen dieses Problem löse. Tatsache ist: Sie befinden sich in exakt derselben Position, in der Sie waren, bevor wir uns getroffen haben, aber irgendwie ist jetzt alles meine Schuld."



Genauso stellt sich mir hier dieser Thread dar, mehr dazu von mir : Never ever!!

mark231
26.11.2017, 18:32
In eine Alu-Flasche integriert, um damit innerhalb kürzester Zeit eine Wärmflasche für den Schlafsack warm zu bekommen, ohne mit Töpfen und Kochern hantieren zu müssen? Wäre natürlich auch als normale Flasche zu benutzen oder wenn man wirklich nur kochendes Wasser braucht, z.B. für dehydriertes Tütenessen oder Tee.

Edit: Von wegen Strom - eventuell für Hüttengänger?

Danke für deinen Beitrag! Weißt du ob es für so etwas Bedarf bei Hüttengängern geben würde?

nimrodxx
26.11.2017, 19:33
Hä??? Die Spule erhitzt Flüssigkeiten und wird dabei nicht heiß

Das ist das coole an Induktion und passt so schon... Durch das Elektrische Feld wird tatsächlich nicht die Spule heiß, sondern direkt der z.B. (Ferromagnetische) Topf... In der Theorie hast du dadurch auch weniger Verluste, da die Wärme direkt im Topfmaterial entsteht und nicht erst den Umweg über heiße Luft (sorry ist wirklich kein Seitenhieb ;-)) gehen muss...

Ob das jemals einen Gaskocher im Preis/Gewichts/Leistungssegment wage ich persönlich allerdings zu bezweifeln (allerdings braucht es manchmal auch solche Ideen um über den Tellerrand zu blicken:cool:!)

Bei der Flexibilität und dem Wirkungsgrad hört man aber das Marketing raus :grins:

ApoC
26.11.2017, 19:45
Naja genau genommen ist es das magnetische Feld. Es stimmt aber die Spule wird kaum bis garnicht warm sondern nur der ferromagnetische Topfboden oder was auch immer.

Mit dem Wirkunsgrad muss man aufpassen was man wie und wo vergleicht. Von elektrischer Energie zu Wärme im Wasser ist der gute alte Tauchsieder immernoch unübertroffen und es wird auch schwer (unmöglich?) das zu ändern.

Wie der Wirkungsgrad vom Gaskocher ist müsste man mal durchrechnen und dann mit dem Gesamtwirkungsgrad vom elektrischen System vergleichen.

Reddo
26.11.2017, 20:03
Danke für deinen Beitrag! Weißt du ob es für so etwas Bedarf bei Hüttengängern geben würde?

"Customers don't know what they want until you've shown them." sagte Steve Jobs und der Erfolg gibt ihm recht :bg:. Dass Hüttengänger bisher die Hände gen Himmel gestreckt und um die Ankunft der Wasserkoch-Flasche gebetet haben, wage ich zu bezweifeln. Du musst halt einen echten Mehrwert herausarbeiten, ins Produkt integrieren und dann verkaufen ;-)

Was studierst Du denn?

Mus
26.11.2017, 21:19
[OT]Das ist das coole an Induktion und passt so schon... Durch das Elektrische Feld wird tatsächlich nicht die Spule heiß, sondern direkt der z.B. (Ferromagnetische) Topf... In der Theorie hast du dadurch auch weniger Verluste, da die Wärme direkt im Topfmaterial entsteht und nicht erst den Umweg über heiße Luft (sorry ist wirklich kein Seitenhieb ;-)) gehen muss...
Mir ist die Wirkweise der Induktion schon klar, nur sieht es für mich nicht so aus, dass es ihm wirklich klar ist, wenn er die Erwärmung der Flüssigkeiten und Metalle so in einem Atemzug nennt. Denn auch wenn die Spule nicht warm wird, muss erst mal ein entsprechend dickes Metall erwärmt werden, um die Flüssigkeit warm zu bekommen und da war's schon wieder Essig mit dem Vorteil.
Da ich schon sowohl mit Gas als auch mit Induktion gekocht habe kann ich sagen, dass sich das echt nix gibt von der Zeit bis zum Kochen. Nur der klassische E-Herd ist da im Nachteil.
Die andere Seite ist doch: die flexible Spule ist ja nicht ein echter Vorteil bei diesem Prinzip, das wäre sie dann, wenn die Energie direkt über die Wärme übertragen würde, da stört dann z.B. ein nicht plan aufliegender Topf bzw. die dazwischen liegenden Luftpolster immens. Auch hier ist der Gaskocher gleich auf, denn für den kann der Topf so verbeult sein, wie er will.

Chouchen
27.11.2017, 00:36
Einen Vorteil von Induktionskochern sähe ich a.) beim Unterwegssein in waldbrandgefährdeten Gebieten oder überhaupt da, wo es ein Verbot von offenem Feuer gibt und b.) bei Flugreisen, wo die Mitnahme von Gas-/Benzinkochern schwierig/kaum möglich ist, bzw. wenn am Ziel eher Strom verfügbar ist als entsprechende Kartuschen.