Isomatte
Aus Outdoor Wiki
Eine Isomatte (Iso=Isolation) ist eine Bodenunterlage und schützt den Benutzer vor Kälte von unten, Schmutz und Nässe. Isomatten kommen in vielen Bauarten und Materialien daher und sind je nach Einsatzzweck optimiert. Eine gute Isomatte kann den benötigten Schlafsack oder Daunen Quilt deutlich dünner ausfallen lassen als eine weniger gute, da ein grosser Teil der Wärme beim Schlafen nach unten verloren gehen kann.
Inhaltsverzeichnis |
Schaumstoffmatten
Die einfachste Variante. Hergestellt aus geschlossenem Schaumstoff sind sie nicht oder nur wenig komprimierbar und dadurch je nach Grösse unter Umständen sehr sperrig. Durch ihr niedriges Gewicht und ihre Unempfindlichkeit gleichen sie diesen Nachteil aber wieder aus. Schaumstoffmatten gibt es auch mit Metallbedampfung, wodurch sie bei gleicher Isolationswirkung dünner gebaut werden können, allerdings meist auf Kosten des Komforts. Gut einsetzbar sind sie im Einsatzbereich „Schmutz“ und als Zweitmatte bei wirklich kaltem Untergrund. Man kann sie auch leicht bearbeiten und nach persönlichen Bedürftnissen zuschneiden, dadurch sind sie in der UL-Szene beliebt, wo sie z. B. gerollt (dickere Matten) oder gefaltet (dünne Alu-Matten) als Aussteifung für ultraleichte Rucksäcke dienen. Beliebtestes Material ist Evazote. Die Bundeswehr-Faltmatte ist eine klassische faltbare Matte, eine bessere (und deutlich komfortablere) Variante ist die Therm-A-Rest Z-Lite, deren Profilierung an einen Eierkarton erinnert.[1]
Luftmatratzen
Einfache Luftmatratzen
Diese Matratzen isolieren nur durch ein mehr oder weniger dickes Luftkissen. Vorteile sind die Baugröße und die Schwimmfähigkeit – Nachteile die eher geringe Isolation und der mäßige Komfort.
Selbstaufblasende Luftmatratzen
Nach den Schaumstoffmatten die am weitesten verbreitete Art Matratzen. Sie bieten einen guten Kompromiss zwischen Baugröße, Gewicht und Isolation, kommen in den verschiedensten Dicken und Ausführungen und von mehr als einem Dutzend Herstellern in unterschiedlichster Qualität. Klassiker sind hier Therm-a-rest aus Irland und Artiach, relativ neu im Feld ist Exped. Die Matratzen haben ihren Namen von dem offenzelligen Schaumstoff im Inneren, der sie bis zu einem gewissen Grad durch Entfalten selbst aufbläst – wenn man sie zu Beginn des Lagerbaus auspackt, muss man meist nur noch wenig nachblasen, um sie prall genug zum Schlafen zu haben. Gewichtsersparnis bieten hier die verschiedenen Dicken und Größen sowie Innen- und Außenmaterialien (z. B. gestanzter Schaum innen). Selbstaufblasende Isomatten sind meist falt- und dann rollbar, um möglichst wenig Platz wegzunehmen. Sie sind relativ empfindlich und sollten mit einer Unterlage verwendet werden (Zeltboden, Plane, Schaumstoffmatte).
Daunenmatten
Daunenmatten wurden in den 1960er-Jahren von Warmlite erfunden, fristeten danach aber eher ein Schattendasein. In der Daunenmatte isoliert nicht Schaumstoff, sondern (wie der Name schon sagt) Daune. Neuerdings gibt es eine Reihe von (sich ständig ändernden) Daunenmatten von Exped, die industriell hergestellt werden. Die Daunenmatte verbindet die besten Verhältnisse Baugröße/Packmaß/Gewicht/Isolation, kostet aber auch sehr viel und ist sehr empfindlich. Exped versucht, durch Designänderungen den Problemen von Luftverlust und Delaminierungen beizukommen, was in der neuesten Serie auch gelungen ist. Daunenmatten kommen in Dicken bis zu 10 cm (Warmlite, in den Schlafsack mit eingearbeitet) oder 9 cm bei Exped und isolieren zuverlässig bei sehr tiefen Temperaturen. Auch hier gilt es, eine gute Unterlage zu verwenden – in Kombination mit einer dünnen Schaummatte sind die Wärmewerte enorm. Daunenmatten gibt es mit eingebauten Pumpen, andere Versionen benutzen den Packbeutel der Matte als Pumpe – feuchte Atemluft verklumpt die Daunen und senkt den Isolationswert.
Werkzeuge