Irland
Aus Outdoor Wiki
Gerade in den letzten Jahren haben Reisen nach Irland in Deutschland immer mehr Zuspruch gefunden. Eine Ursache ist wohl auch darin zu sehen, dass dank der Billigflieger Irland inzwischen sehr schnell und günstig zu erreichen ist. Gleichzeitig übt aber auch die irische Kultur große Faszination aus: den klassischen Irish Pub mit Livemusik und Guinness darf man genauso wenig verpassen, wie Irish Stew oder die urtümlichen Ortschaften und vielerorts aufgeschlossenen Menschen. Neben zahlreichen kulturellen Hinterlassenschaften der Vergangenheit prägen auch die allgegenwärtigen irischen Schafe und Rinder das Landschaftsbild.
Inhaltsverzeichnis |
Landschaft, Flora und Fauna
Irland (amtlicher deutscher Name; irisch Éire [ˈeːrʲə], engl. Ireland) ist die kleine grüne Insel westlich von Großbritannien. Sie wird im Osten von der Irischen See, im Süden und Westen vom Atlantik umgeben. Politisch ist Irland zweigeteilt: Das zu Großbritannien zählende Nordirland und die Republik Irland (Poblacht na hÉireann). Berühmt ist Irland durch seine Landschaft. Diese ist im Landesinneren vorwiegend von Ebenen geprägt, die außen von den sanften grünen Hügeln umschlossen werden. In einigen Bereich, so z.B. im Südwesten auf der Beara Halbinsel, bieten sich aber auch schroffere Landschaften. Der Norden kann landschaftlich sogar ein wenig an Schottland erinnern. Das größte zusammenhängende Wassersystem besteht aus dem Lower und Upper Lough Erne im Norden, die über den Shannon-Erne-Kanal mit dem nach Westen fließenden Shannon River verbunden sind. Daneben gibt es noch zahlreiche weitere Flüsse und Seen. Nicht zu vergessen ist aber auch Irlands Küste, welche mit einer Gesamtlänge von ca. 1500 km hauptsächlich aus Steilküste besteht und ein paar spektakuläre Aussichtspunkte bietet.
Klima und Reisezeit
Kühle Sommer und milde Winter mit ganzjährig durchziehenden Tiefdruckgebieten aus dem Westen sorgen in Irland häufig für ausgesprochen wechselhaftes und windiges Wetter. Der Dynamik dieser Tiefdruckgebiete ist es jedoch zu verdanken, dass die Kalt- und Warmfronten mit ihren Niederschlagsfeldern Irland rasch von West nach Ost durchziehen. Lang anhaltende Regenfälle sind deswegen an den Küsten eher selten. Im Landesinneren führt hingegen die Stauwirkung der Gebirgszüge zu deutlich größeren Jahresniederschlagsmengen von bis zu 2500 mm. An der Küste liegen sie meist lediglich zwischen 1000 und 1400 mm. Auch die jährlichen Schwankungen der Niederschlagssummen sind in Irland recht gering. Generell ist der April als der trockenste Monat anzusehen und statistisch gesehen die beste Reisezeit.
Der extrem maritime Charakter des Klimas in Irland mit seinen ausgeglichenen Temperaturen sorgt dafür, dass man in diesem Land das ganze Jahr über unter etwa gleich bleibenden klimatischen Voraussetzungen rechnen kann. Einen Regenschutz sollte man darum zu keiner Jahreszeit vergessen, wenn die Regengüsse auch meist wie erwähnt speziell in den Küstenregionen nur von kurzer Dauer sind. Vor allem im Winter sollte man allerdings an der nordwestlichen Küste starke Winde einkalkulieren, die eine kräftige Brandung hervorrufen.
Quelle und Klimatabellen unter Top-Wetter.de
Interessante Zusatzinformationen
Sprachen
Irland hat zwei Amtssprachen: Englisch und Irisch bzw. irisches Gälisch. Letzteres wird einem Reisenden im Alltag jedoch hauptsächlich in Ortsnamen und auf Landkarten begegnen.
Anreise
Mit dem Flugzeug gelangt man sicher am schnellsten nach Irland. Ryan Air fliegt z.B. regelmäßig den Airport in Dublin an. Mit Aerlingus kann man direkt Dublin, oder über England die Flughäfen Belfast, Cork, Knock und Shannon anfliegen.
Um mit dem Auto nach Irland zu gelangen, muss man einiges an Zeit und Geld einkalkulieren. Von Frankreich oder England aus muss man die Fähre benutzen, wobei für deutsche Reisende Frankreich die günstigere Variante darstellt. Direkte Verbindungen gibt es zwischen dem französischen Roscoff und Rosslader, sowie zwischen Cherbourg und Rosslarre oder Cork. Möchte man trotz längerer Fahrzeit wegen des landschaftlichen Reizes über Südengland fahren, dann empfiehlt sich Wales. Dort nimmt man die Fähre entweder von Pembroke nach Rosslare oder von Holyhead nach Dublin.
Informationen zu den Fähren nach Irland findet man auf: Ferry Know How
Unterkunft
Die übliche Unterkunft in Irland ist das sogenannte Bed & Breakfast, wo man, wie der Name schon sagt, ein Bett und ein Frühstück vorfinden wird. Diese findet man in praktisch allen Orten, wobei die Preise meist sehr vernünftig sind. Weiterhin ist wildes Zelten in Irland völlig problemlos toleriert, sofern man sich von bewohntem Gelände fern hält oder die Eigentümer um Erlaubnis fragt - welche sicherlich fast immer erteilt wird! Eine (meistens etwas guestigere) Alternative zu den B&B's sind Hostels. Die Preise liegen meist bei 15-20Euro, je nach Lage und Ausstattung. Bei vielen Hostels ist es möglich im eigenem Zelt zu schlafen, der Preis verringert sich dadurch um etwa 30-50%.
Mobilität
Zum Zielgebiet kommt man am billigsten mit dem Bus. Der Zug ist vergleichsweise sehr teuer. Trampen funktioniert auch heute noch sehr gut, es ist allerdings die Frage ob es sich bei den (wirklich nicht teuren) Buspreisen noch lohnt. Wer die Zeit hat sollte sich die Gelegenheit aber auf keinen Fall entgehen lassen: Oft entwickeln sich Bekanntschaften die zu einer Essenseinladung o.ä. fuehren.
Einkaufen
Lebensmittel sind in Irland im Vergleich mit Deutschland relativ teuer. Zu den billigeren Läden gehoeren LIDL, ALDI, TESCO und SAINSBURY'S welche immer öfter in größeren Ortschaften zu finden sind.
Ansonsten sind die Lebensmittel, welche die einheimische Bevölkerung vorwiegend kauft, meist preisgünstiger. Es lohnt sich also, auf die irischen Verzehrgewohnheiten zu achten und mal nach Lebensmitteln zu schauen, welche man hierzulande als eher teuer kennt.
Outdooraktivitäten
Irland bietet viele interessante Möglichkeiten zu Outdooraktivitäten. Hauptsächlich von Interesse ist Irland für Wanderer und Radfahrer. Insbesondere Fernwanderer finden in vielen Gegenden markierte Trails, die sehr gut ausgebaut (und wohl leider auch recht überlaufen) sind. Aber auch für Radfahrer bietet sich einiges, wobei man mit dem Rad schnell weite Teile der Insel durchfahren und somit viele Gegenden kennenlernen kann. Auch Kletterer habe ich dort schon getroffen...
Touren
Ein Buch, das viele gut dokumentierte und schön gelegte Routen in ganz Irland beschreibt, ist der Cycling-Guide Ireland von Lonely Planet
Trails
- Dingle Way und Pilgrim's Route
- Beara Way
- Kerry Way
- South Leinster Way
- Wicklow Way
- Western Way
- Burren Way
Karten und Literatur
Reiseberichte im Forum von outdoorseiten.net
- Ultraleicht auf dem Kerry Way. (2009)
- Einst in Donegal - Bluestack Mountains und weiter (2004)
- Irland mit Vorspiel im Hunsrück (2009)
- Reisetagebuch Irland - Kerry u. Cork (2006)
- Groundwork in Ireland (2007)
- Acill Island (2008)
- Maamturks Challenge (2008)
- Cape Clear Island (2006)
- Irland August 2006
- Wicklow Way & Burren Way. Oder: Ich will ultraleicht (2007)
- County Clare – Entlang der Küste (2007)
- Irland Tagebuch 2006 (Fragment)
- Zu Fuß in Irland (2005)
- Dingle Way (2006)
- Beara und Kerry in drei Akten (2006)
- Rundtour zu Fuß mit dem Bus und per Auto (2004)
Links
Länderinformation des Auswärtigen Amtes
Discover Ireland - Offizielle Seite der Fáilte Ireland National Tourism Development Authority
Visit Ireland - Irisches Reiseportal
Walking in Ireland - Wegbeschreibungen und Tipps
Waymarked Ways of Ireland - Wegbeschreibungen markierter Wanderwege
Werkzeuge