GR5: Genfer See - Nizza

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GR5 zwischen Col d'Anterne und Le Brevent - Blick nach Osten

Inhaltsverzeichnis

ALLGEMEINE TOURENBESCHREIBUNG

Dieser auch als "Grande Traversée des Alpes" bezeichnete letzte Abschnitt des Europäischen Fernwanderweges E2 stellt wahrscheinlich eine der schönsten Fernrouten dar, die das europäische Festland zu bieten hat. Ausgehend vom Genfer See führt dieser 700 km lange Weg über die französischen Westalpen bis zur Mittelmeerküste und streift dabei das höchste Bergmassiv der Alpen sowie mehrere Nationalparks. Insgesamt sind während der Tour mehr als 60.000 Höhenmeter im Auf- und Abstieg zu überwinden, der höchste Punkt liegt auf knapp 2.800 m.ü.NN.

Trotz der Popularität, den der Weg in Frankreich genießt, trifft man in seinem Verlauf nur sehr selten auf Fernwanderer. Dies ist nicht zuletzt auch der Tatsache geschuldet, dass der Weg außerhalb Frankreichs recht unbekannt ist. Lediglich an Wochenenden kann man mitunter auf einige Tagesausflügler treffen, mit einem regelrechten Ansturm muss man dagegen auf den Etappen rechnen, die mit der "Tour Mont Blanc" zusammenfallen.

Der GR5 besitzt zwei offizielle Startpunkte am Südufer des Genfer Sees, Thonon-les-Bains und St.-Gingolph. Beide Strecken sind in den IGN-Karten als GR5 eingezeichnet und vereinigen sich nördlich des Col de Bise. Diese Tourenbeschreibung bezieht sich auf den Start in St.-Gingolph.


Nördlicher Teil Südlicher Teil
Ort Höhe
(m ü.NN)
Strecke total
(km)
St.-Gingolph 386 0
Novel 960 10
Col de Bise 1.916 12
La Chapelle d'Abondance 1.050 20
Col de Coux 1.992 50
Samoëns 700 65
Col d'Anterne 2.160 83
Le Brevent 2.525 100
Les Houches 950 110
Les Contamines Montjoie 1.157 132
Col de la Sauce 2.538 150
Col de Bressan 2.469 165
Landry 850 186
Col du Palet 2.652 210
Val d'Isère 1.809 220
Col de l'Iseran 2.764 233
Bessans 1.705 250
Col du Barbier 2.287 320
Modane 1.058 340
Ort Höhe
(m ü.NN)
Strecke total
(km)
Modane 1.058 340
Col de la Vallée Etroite 2.500 355
Plampinet 1.428 375
Col de la Cauze 2.530 390
Briancon 1.290 405
Col des Ayes 2.477 423
Chateau-Queyras 1.350 443
Ceillac 1.639 460
Col Girardin 2.706 474
Larche 1.670 508
Pas de la Cavale 2.711 524
St.-Étienne-de-Tinnée 1.144 553
Roya 1.500 573
Col de Crousette 2.480 585
St.-Sauveur-de-Tinnée 496 610
Col du Cairne 1.906 630
Utelle 821 655
Nizza 0 685

Hinweis: Markierte Orte besitzen einen Zug- bzw. Busanschluss.

Detaillierte Tourenbeschreibung

St.Gingolph - Samoëns

  • Strecke: 65 km
  • Aufstieg: 3.773 m
  • Abstieg: 3.409 m
Abstieg vom Col de Bise; am Horizont Pas de la Bosse, links davon ein Stück der Cornettes de Bise

Die Tour beginnt in St.Gingolph, dem kleinen schweizer/französischen Grenzort am südlichen Ufer des Genfer Sees, nur wenige hundert Meter hinter der Grenze auf französischem Boden. Das Straßenschild Novel weist die Richtung in das schluchtartige Tal des Flüsschens La Morge gen Süden. Der alpine Charakter der Tour kommt vom ersten Meter an zum Tragen, denn der Weg führt ausschließlich bergauf. Nach knapp 600 Höhenmetern wird das kleine Bergdorf Novel erreicht. Hier gibt es einen alten Weinladen und seine nicht minder alte Inhaberin scheint Gefallen daran zu haben, ächzende Rucksackträger mit ihrer Ware aufzumuntern.

Nach weiteren 950 HM steht man schließlich auf der ersten Passhöhe, dem Col de Bise (1.916m). Von hier aus hat man einen beeindruckenden Blick nach Norden, zurück auf den Genfer See, sowie nach Süden auf die Cornettes de Bise. Hinter dem Pass führt der Weg durch eine weite grasbedeckte Talrinne 400 HM hinab zu der bewirtschafteten Hütte Refuge de Bise, nur um danach erneut 300 HM zum Pas de la Bosse (1.810m) anzusteigen. Hinter dem Pass steigt man über Wiesen, vorbei an verfallenen Schäferhütten, einem Bach (lohnenswert für die Übernachtung) und später über Schotter- und Asphaltwege wieder knapp 800 HM nach La Chapelle d'Abondance ins Tal.

Entlang der Hauptstraße führt der Weg in südöstlicher Richtung aus dem Ort, später nach Süden in den Wald, an dem Wasserfall Cascades des Mattes vorbei und immer steiler ansteigend 900 HM zum Col des Mattes (1.930m) hinauf. Nach einem Abstieg von der Passhöhe um 200 HM geht es durch ein kleines Tal und entlang einer langgezogenen Bergflanke in Richtung Col de Bassachaux (1.778m). Vom Pass aus hat man einen weiten Blick zurück zum viereinhalb Kilometer entfernten Col des Mattes, den Mont de Grange und das Tal der Dranse. Zum Übernachten findet man zweihundert Meter nach Nordwesten den Hügel hinauf einige schöne Plätze mit einem 180° Panorama nach Nordosten.

Leicht ansteigend führt der Weg hinter dem Pass nach Südosten in Richtung der schweizer Grenze, die am Col de Chésery (1.992m) erreicht wird. Ab hier beschränkt sich die Ausschilderung auf die zu bewältigenden Pässe, erst auf französischem Boden findet man später wieder die gewohnte rot-weiße Markierung. Im Grenzgebiet wird übrigens überall der Euro als Zahlungsmittel akzeptiert, man muss also keine Schweizer Franken mitführen.

Über ein Plateau erreicht man das Refuge du Lac Vert sowie den dazugehörigen See Lac Vert. Zum Trinken wohl weniger geeignet, scheint das von Algen durchsetzte Wasser des Sees für seinen Namen verantwortlich zu sein. Auf einer Schotterpiste lässt man den See hinter sich und übersteigt am folgenden Col de Portes du Lac Vert (2.157m) das erste Mal die 2000er-Marke. Es folgt ein Abstieg von knapp 500 HM und der Weg führt, immer in einer Südostflanke verlaufend, nach Chaux Palin und La Pierre, bevor es es wieder auf einen Pass geht, den Col de Coux (1.920m). Hier passiert man erneut einen Grenzstein und findet ab sofort wieder die gewohnte französische Wegmarkierung vor.

Ein steiler Abstieg führt in das Tal von Morzine, hinter dem nahen Örtchen La Chardonnière gibt es einen hervorragenden Lagerplatz mit Wasserquelle. Das Tal ist nicht sehr ausgedehnt, und so geht der Weg auf der anderen Seite wieder hinauf, zum Col de la Golèse (1.662m). Wenige hundert Meter hinter dem Pass findet sich links die Refuge Col de la Golèse. Es folgen 960 HM Abstieg über Schotterpisten, durch dichte Wälder hindurch, an einem erfrischenden Bach vorbei bis nach Les Moulins und in das weite Tal von Samoëns.

Samoëns - Les Houches

  • Strecke: 45 km
  • Aufstieg: 2.485 m
  • Abstieg: 2.235 m
Rechts unten die Chalets d'Anterne, links die mächtigen Felswände Rochers de Fiz, am rechten Bildrand der Collet d'Anterne
   

In Samoëns muss man, besonders wenn man auf dem dortigen Campingplatz übernachtet hat, aufpassen, dass man beim Weitergehen auf der rechten Flussseite der Giffre bleibt. Der ebenfalls weiß-rot markierte Weg über die Brücke ist nicht der GR5! An solchen Stellen bewährt sich die mitgeführte Karte.

Nach Südosten führt der Weg über Sedimentboden flussaufwärts an der Giffre entlang. Nach etwa 3 Kilometern wechselt man über eine Brücke die Flussseite und gelangt wenig später in die trockengelegte, ehemalige Schlucht der Giffre. Mit Hilfe von Leitern überwindet man riesige Strudeltöpfe, lässt die Schlucht jedoch schnell hinter sich und bewegt sich in Richtung Süden, an Maison Neuve und Salvagny vorbei in Richtung Cascades du Rouget. Die Wasserfälle sind beeindruckend, wegen einer nahen Straße aber auch ein starker Besuchermagnet. Anstatt dem GR5 an der Straße zu folgen, geht man hier besser eine Variante, die direkt rechts neben dem Wasserfall sehr steil im Wald hinaufführt.

An einem Parkplatz endet die bald wieder auftauchende Serpentinenstraße, ab dort führt der GR5 in einer weiten Rinne weiter hinauf. Die große Verblockung lässt vermuten, dass sich hier einst ein Gletscher ins Tal geschoben haben muss. An den Cascades de la Sauffaz biegt der Weg jäh nach Nordosten ab. Steil geht es in der trockenen, sonnenexponierten Westflanke zum Collet d'Anterne (1.796m) hinauf, gegenüber Samoëns hat man hier bereits wieder 1100 HM in den Beinen.

Der Aufstieg hat sich gelohnt. Am Collet blickt man nach Süden auf ein drei Kilometer breites und 4 Kilometer langes Almwiesen-Hochplateau, das Naturreservat la Montagne d'Anterne. Leicht absteigend führt der Weg an der bis zu 800 Meter hohen Felsenkette Rochers de Fiz entlang in Richtung der Chalets d'Anterne. Hinter den Hütten geht es über grobe Blöcke steil nach oben und nach 200 HM führt der Weg über weitläufige Wiesen am Lac d'Anterne vorbei.

Der nächste Anstieg hinter dem See ist einer der beeindruckendsten auf der bisherigen Route. Kurz vor dem Erreichen der Passhöhe hebt sich eine kleine, weiße, unscheinbare Kuppe über den Horizont, und während man weitersteigt, erblickt man mit jedem Schritt ein kleines Stück mehr des riesigen Giganten, der sich bis dahin hinter Bergketten versteckt hielt: Das Massiv des Mont Blanc und zahlreiche andere 4000er kommen in Sicht, während man den Col d'Anterne (2.257m) erreicht.

Hinter dem Pass führt der Weg in steilen Serpentinen hinunter zum bewirteten Refuge de Moëde, unterschreitet die Baumgrenze und erreicht nach einem weiteren Abstieg den Fluss Diosaz (1.600m). Dieser führt in der Regel so viel Wasser, dass auch im heißesten Sommer Wasser nachgetankt werden kann und auch sollte. Schließlich befindet sich die nächste zuverlässige Möglichkeit erst knapp 800 Höhenmeter über dieser Stelle. An kleinen, im Sommer größtenteils trockenen Rinnsalen und vereinzelten, verfallenen Schäferhütten vorbei steigt der Weg stetig an und erreicht schliesslich über Serpentinen und grob verblocktes Gelände den Col du Brévent (2.368m). Von hier aus hat man erneut einen grandiosen Blick auf das Mont Blanc Massiv mit seinen zahlreichen und mehr als 4000 Meter hohen Monts und Aiguilles.

Ab hier verläuft der GR5 identisch mit der Tour Mont Blanc und teils über Leitern erreicht man den Grand Balcon du Mont Blanc. Dieser Wegabschnitt macht seinem Namen alle Ehre, denn er führt mehr als 1000 Meter über dem Tal von Chamonix entlang und man blickt dabei nach Süden unentwegt auf das höchste Bergmassiv der Alpen. Nach etwa einer halben Stunde erreicht man das Refuge Belachat (2.151m), in der sich eine Übernachtung wegen der Lage durchaus lohnt. Allerdings sollte man wegen den Tour Mont Blanc-Wanderern auf eine Überbelegung vorbereitet sein.

Von Belachat geht es 1000 Höhenmeter hinunter ins Tal, dabei sind einige steile Serpentinen zu überwinden. Unterhalb der Baumgrenze genießt man wieder den Schatten des Waldes, passiert einen Tierpark und erreicht schließlich über eine Verkehrsbrücke nahe des Bahnhofes Les Houches (1.008m). Einige hundert Meter durch den Ort, nahe des Sesselliftes, hat man die Möglichkeit, recht günstig und rustikal zu campen.

Les Houches - Landry

Eine halbe Tagesetappe noch bis Landry im Tal der Isère
  • Strecke: 76 km
  • Aufstieg: 3.224 m
  • Abstieg: 3.324 m

-- Stichpunkte, Text in Arbeit --

  • Hinter Les Contamines Montjoie gibt es einen Campingplatz mit der Möglichkeit, die Wäsche maschinell zu waschen.
  • Am Col du Bonhomme werden bis in den Juli hinein Leichtsteigeisen empfohlen, im August 2003 waren diese nicht erforderlich.
  • Hinter dem Col du Bonhomme, am Refuge de la Croix du Bonhomme trennen sich GR5 und TMB wieder, ab hier ist man wieder fast alleine
  • Am Gratweg des Col de la Sauce besteht bei Sturm oder Vereisung erhebliche Absturzgefahr! Entsprechend imposant ist aber auch der Tiefblick während der Wanderung.
  • Im Plan de la Laie (1.820m) hatten wir auch im Rekordsommer 2003 Nachtfrost.
  • Landry ist entgegen der Beschreibung des Führers ein nahezu ausgestorbenes Örtchen. Es gibt eine kleine Bar, das einzige nennenswerte Ladengeschäft ist an einem kleinen Campingplatz. Hier gibt es auch CampinGaz-Kartuschen.
  • Von Landry aus verkehren Züge Richtung Albertville, von Albertville aus kommt man in nahezu alle Richtungen (z.B. nach Lyon und mit dem TGV nach Nizza).

Landry - St.-Sauveur-de-Tinnée

Landry zur Refuge de la Leisse


Die GR5 folgt hinter Landry erst ein Stück der D87, verschwindet dann aber im Wald um noch zweimal die Strasse bis Moulin zu kreuzen. In Moulin quert man den Ponturin, es geht etwas überhalb des Baches weiter in das Tal hinein. Kurze Zeit später trifft die GR5 auf die Fahrstrasse, dieser folgt man dann bis zur P.N.V.-Refuge de Rosuel. Die GR5 geht an der rechten Talseite den Hang hinauf.

Die Hotelstadt Val Claret

Nach dem Aufstieg am Talende passiert die GR5 eine kleinen Schutzhütte und quert den Ponturin. Ab hier läuft man auf Nationalparkgebiet, die GR5 geht über eine Wiesenfläche hinweg, unterhalb liegt der Lac de la Plange. Der Weg steigt bis zum Lac du Grattaleu kontinuierlich an, am See muss man um die rechten Spitze herum und den schmalen Pfad am Hang hinauf. Hinter der nächsten Kuppe steht die Refuge du Col du Palet, kurze Zeit später erreicht die GR5 den Col du Palet, hier verlässt sie den Nationalpark wieder. Der Abstieg Richtung Val Claret erfolgt teilweise auf einer Piste. Das Tal gehört zu den bekanntesten Ski-Gebieten in Frankreich, entsprechend viele Lift sind an den Hängen. Ab hier geht der GR 5 nach links weg Richtung Val d'Isere. Der GR 55 zweigt bei der Talstation der Gletscherbahn (Grande Motte) nach rechts ab. Der Aufstieg zum Col de la Leisse führt zuerst unter der Lifttrasse und schwenkt oberhalb nach rechts. Auf Wiesen steigt man weiter hinauf. Zuletzt geht es über Geröll und von Gletschern geschliffenen Felsen. Nach dem Col de la Leisse (2760 m), man hat hier einen schönen Ausblick, beginnt der Weg mässig zu fallen. Über Geröll und Felsen steigt man hinunter zum kleinen Stausee Plan des Nettes, den man am nördlichen Ufer bis zum Abfluss folgt. Anschliessend geht es noch einige Höhenmeter auf einem Wiesensteig hinunter zur Refuge de la Leisse (2487 m). Die jungen Wirtsleute auf der Hütte sind sehr freundlich und hilfsbereit, allerdings sollte man unbedingt reservieren, sonst muss man im Zelt vor der Hütte schlafen. Für diese Etappe braucht man zwei Tage.

Von Landry bis zur Refuge Col du Palet sind ca 1700 Höhenmeter aufzusteigen und man benötigt gut 6 Stunden. Am zweiten Tag wandert man bis zur Refuge de la Leisse ungefähr 5 Stunden.

Refuge de la Leisse zur Refuge L'Arpont

Die Refuge L'Arpont

(ca. 6 - 7 Std. Gehzeit - Höhenmeter hinauf 600 m, abwärts 400 m) Von der Hütte steigt man zuerst 50 Hm hinunter, bevor man das lange Leisse-Tal durchwandern muss. Das Leisse-Tal zieht sich entlang der Bergflanke des Motte-Gletschers in einer Linkskurve hinaus zu einer alten Steinbrücke. Nach der Überquerung der Leisse führt der Steig in Serpentinen hinauf zu einem Denkmal. Hier zweigt der Weg nach links ab und führt zuerst durch Felsblöcke, später entlang einer steilen Wiese fast eben hinüber zu einem Plateau. Wenn man Glück hat erblickt man hier auch Steinböcke. Nach einem kurzen Aufstieg erreicht man kleine Gletscherseen. Der Ausblick hieroben ist sensationell. Nach vorne erblickt man den grossen Gletscher des Pelve. Beim untersten See biegt der Weg nach links und in einer weiten Kurve durchquert man den Boden des ehemaligen Gletschers. Nach dem kleinen Aufstieg über die Muräne wandert man teils über Wiesen, teilweise auch durch Felsbrocken hindurch, jetzt wieder absteigend hinunter zur Refuge L'Arpont. Auch hier gibt es Steinböcke. Die Refuge ist meist überfüllt, daher reservieren. Wir hatten bis in diesem Abschnitt herrliches wolkenloses Wetter, bei Schlechtwetter ist dieser Teil aber nicht ungefährlich.



Refuge L'Arpont zur Refuge Plan Sec

Die Refuge Plan Sec im morgendlichen Schneesturm

(ca. 6 Std. Gehzeit - Höhenmeter 700 hinauf und 700 abwärts) Von der Refuge L'Arpont wandert man zuerst über ein Plateau abwärts. Es geht über mehrere Gletscherbäche hinweg und man passiert einige Steinhütten und eine Kapelle. Entlang des steilen Hanges, der zur Doronschlucht hinunterreicht, passiert man anschliessend eine Schafalm (bei Regen ziemlich schmutzig). Danach beginnt wieder ein Aufstieg auf ein Plateau, dass über Almwiesen und Felsen zu einer Alm hinaufführt. Weiter geht zuerst fast eben, dann wieder in Serpentinen hinunter. Entlang eines steilen Hanges geht der Steig zu einem Kar und dann weiter über Schafweiden hinaus zur Refuge Plan Sec. Diese Hütte liegt ungefähr gleich hoch wie die Refuge L'Arpont. Von der Plan Sec-Hütte hat man einen herrlichen Ausblick auf die beiden Stauseen, die direkt unterhalb der Hütte liegen.

An diesem Tag und dem nächsten hatten wir leider schlechtes Wetter. Bei Nebel, Regen und sogar Schneefall hatten wir leider keine Aussicht.





Refuge Plan Sec nach Modane

Die Alm Pierre Brune oberhalb Modane im Nebel

(ca. 6 Std. Gehzeit - Höhenmeter: 300 hinauf und 1300 abwärts) Zuerst wandert man oberhalb des Stausees entlang einer Schotterstrasse. Bei der Refuge La Fournache zweigt ein Steig links ab und erreicht nach kurzem Abstieg den Zufluss des oberen Stausees. Über eine Holzbrücke überquert man den hier tief eingeschnittenen Gletscherbach. Anschliessend folgt ein Aufstieg bis zur Abzweigung zum Col de Masse. Hier kann man denn Aufstieg zum Col de Masse und weiter zum Aussichtsgipfel Rateau d'Assois (3131 m) wählen. Dieser Weg führt dann wieder zur Refuge Orgere hinunter. Der andere Weg führt ab der Abzweigung wieder leicht hinunter und auf der anderen Seite der Stauseen entlang der Bergflanke des Rateau d'Assois hinüber zum Col de Barbiere. Dieser Pass ist kein eigentlicher Pass, sondern nur eine Wegmarke. Vor dem Col fällt der Weg sogar leicht und steigt nach demm Passieren wieder an. Nach einer Alm erreicht man wieder eine steile Berflanke. Nach kurzer Wanderung knickt dann der Weg links ab und führt in steilen Serpentinen in den Wald hinunter. Kurz vor der Refuge de L'Aiguille Doran steigt der Weg wieder etwas an. Über eine Almwiese erreicht man dann die Refuge L'Orgère. Jetzt geht es leicht hinunter zur Alm Pierre Brune. Ab hier beginnt dann der Abstieg nach Modane. Durch einen Wald geht der Weg steil und direkt in Serpentinen hinunter. Durch den Ortsteil Loutraz erreicht man dann nach überquerung der Arc den Bahnhof von Modane.


Von Modane zur Refuge Mont Thabor

Blick zurück auf Modane

(ca. 6 Std. Gehzeit - Höhenmeter: 1600 m hinauf) Am Bahnhof von Modane wendet man sich westwärts und durch eine Unterführung kurz danach erreicht man den Weg, der zum Waldrand unterhalb der Autobahn führt. Steil geht der Weg im Wald hinauf und erreicht eine kleine Strasse, die fast eben zum Schieort Charmaix hinübergeht. Kurz vor dem Ort muss man noch einen Bach überschreiten. Durch Charmaix geht die Strasse dann weiter hinauf, an der Gite d'Ètape vorbei (ist ab 16:00 Uhr geöffnet) und zu einer Brücke, die man überquert. Hier zweigt der Weg rechts ab. Auf einem alten Militärweg muss man bis kurz vor einer weiteren Liftstation steil hinaufwandern. Kurz vor der Station kann mann alte Bunkeranlagen besichtigen. Anschliessend windet sich die Schotterstrasse weiter steil hinauf und erreicht ein Stauwehr. Hier kann man zwie Wege wählen. Rechts geht der GR 5 weiter hinauf zum Col de la Vallèe Etroite und weiter zur Refuge Mont Thabor. Oder man wendet sich nach links und wandert auf einem Weg weiter nach oben. Nach einer Alm wird ein Hochtal erreicht. In einem weiten Bogen muss man nun weiter ansteigen und erreicht direkt die Refuge Mont Thabor.




Mont Thabor (3178 m)

Die Gipfelkapelle auf dem Mont Thabor

Wenn man will kann man von der Thabor-Hütte aus den Mont Thabor besteigen. Man braucht dafür ca. 6 Stunden. Von der Hütte muss man zurück zum Col de Vallèe Etrote wandern. Dann wendet man sich nach rechts und steigt in ein Hochtal zum Quellgebiet der Tavernette hinein. Dort erreicht man einen Gletschersee, an dessen Ostufer der Aufstieg zum Plateau am Fusse des Grand Sèru beginnt. Oben durchquert man dieses Hochplateau bis zum Fusse des Gipfelaufbaus des Mont Thabor. Über steile Serpentinen führt der Steig über Geröll und Schneefelder hinauf bis zur Kapelle, die kurz vor dem Gipfel steht. Wenn scharfer Wind pfeift ist man froh eine kurze Rast in der Kapelle halten zu können. Ein kurzer Abstecher noch zum Gipfel, dieser ist allerdings nur ein Schottermugel. Ist das Wetter gut hat man aber eine sehr schöne Rundumsicht. Der Abstieg erfolgt dann über die gleiche Route zur Mont Thabor-Hütte.






Refuge Mont Thabor nach Plampinet

Auf dem Col des Thures

(ca. 6 - 7 Std. Gehzeit - Höhenmeter: 400 m hinauf und 1400 m abwärts) Zuerst wandert man zurück zum Col de Vallèe Etroite, dann steigt man über Almwiesen hinunter und erreicht ein Hochtal, das die Tavernette durchfliesst. Entlang des Baches erreicht der Weg eine Steilstufe und anschliessend eine Brücke. Hier knickt der Weg nach links und folgt einer Strasse hinunter in das Vallèe Etroite. In einer der zwei Refugen kann man einkehren. Hier wird italienisch gesprochen, da dieses Tal Teil einer Italienischen Enklave ist. bei der Refuge Tre Alpini beginnt der Aufstieg über steile Serpentinen zum Col des Thures. Durch einen schönen Bergwald windet sich der Steig steil hinauf und erreicht einen kleinen See auf dem Hochplateau. Immer wieder kann man sich an dem grandiosen blick auf die Drei-Königsberge erfreuen. Nach dem Pass geht es wieder ein kurzes Stück leicht abwärts und man erreicht den Waldrand wieder. Hier fällt der Steig wieder steil hinunter in ein Bachtal. Nach dieser Schlucht wird der kleine Ort Roubion erreicht. Nach erreichen der Bundesstrasse zweigt der Weg wieder rechts ab und überquert einen Fluss. Anschliessend durchquert man auf dieser Strasse mehrere Campingplätze und erreicht nach einer Stunde Marsch Plampinet.



Plampinet nach L'Envers du Fontenil

Blick vom Col de la Lauze zurück zum Col de Dormillousse

( ca. 8 Std. Gehzeit - Höhenmeter: 1200 hinauf und 1400 abwärts) Zuerst muss man mehrere Serpentinen auf einer Schotterstrasse hinaufsteigen. Diese Strasse folgt dan dem Hang hinein zur Alm des Ayes. Der Steig überquert hier einen Bergbach und steigt dann steil hinauf zu einem Hochplateau. Diese durchquert manund erreicht nach einer weiteren Steilstufen das Col de Dormillousse. Zuerst ein paar Höhenmeter fallend, dann aber wieder ansteigend erreicht der Weg einen weiteren Pass. Das Col de la Lauze (2529 m) ist der höchste Punkt dieser Etappe. Ein schöner Rundumblick lässt den Aufstieg schnell vergessen. Nach dem Col geht es hinunter in ein Hochtal und erreicht einen Schotterweg. Dieser Weg folgt in einem weiten Rechtsbogen einem Bachtal hinunter nach Montgenevre. Der Ort wird durchquert. Kurz danach zweigt links ein Steig ab und man überquert hier die noch sehr kleine Durance. Nach kurzem Aufstieg erreicht dieser Steig eine alte Militärstrasse. Zuerst steil hinunter, später nur mehr leicht abfallend erreicht man nach ca. 2 Std. den Ort L'Envers du Fontenil. Hier muss man der Strasse zur Brücke über die Durance hinunter folgen und diese überqueren. Durch einen Torbogen rechts von der Brücke erreicht man die Gite d'Ètape "La Phoque", die in einer alten Mühle untergebracht ist. Der Wirt ist äusserst nett und das Abendessen sehr lecker.



L'Envers nach La Chalp

Ausblick vom Col des Ayes

(ca. 8 Std. Gehzeit - Höhenmeter: 1200 hinauf und 700 abwärts) Zuerst muss man wieder zum GR 5 zurück, der auf der anderen Flussseite verläuft. Diesem folgt man nach Süden und erreicht fast eben die alte Steinbrücke über die Durance. Tief unten rauscht der Fluss durch eine Schlucht. Nach der Brücke erericht man die Altstadt von Briancon. Nach einem leichten Rechtsbogen in der Altstadt verlässt der GR 5 diese wieder und wendet sich gleich nach dem Stadttor nach links (Achtung auch nach rechts ist ein markierter Gr 5). Durch dn Schappe Park führt der Weg hinunter und hinaus zu der Strasse, die zum Fort hinaufgeht. Kurz danch zweigt aber der Weg wieder rechts ab. Hier ist der Gr 5 gut markiert. Man erreicht kurz danach den Abflussbach des Stausees und folgt diesem auf der linken Seite ein Stück in das Tal hinein. Dann wird der Bach überquert und man steigt auf eiunem Schotterweg bis fast zur Staumauer hinauf. Anschliessen muss man wieder einer Strasse folgen, die nach rechts abfallend zum Vorort Villar-St.Pancrace hinübergeht. Von dort beginnt dann der Aufstieg in das Tal des Ayes. Rechts vom der Schlucht, die der Bach gebildet hat, gelangt man zuerst auf einer Strasse, später durch den Wald hinauf zu einer Schotterstrasse. Durch den Wald geht der Steig ziemlich steil hinauf. Die Strasse geht dann fast eben weiter zu den Chalets des Ayes hinauf. Jetzt geht es wieder in einen Wald hinein und der Weg geht zuerst steil und später wieder flacher werdend hinauf auf eine Hochalm. Über der Baumgrenze geht es über Matten weiter hinauf. Zuletzt ist noch eine Steilstufe zu überwinden bevor der Steig das Col des Ayes erreicht. Nach dem Pass geht es gleich wieder steil hinunter und man erreicht einige Chalets auf einer schönen Hochalm. Auf einem Schotterweg windet sich nun der Weg hinunter zu den Campingplätzen von Brunissard. Hier beginnt eine asphaltierte Strass, die hinaus nach Brunissard führt. Nach ca. 2 km auf der Bundesstarsse erreicht man den Ort La Chalp. Das Hotel "Le Borne Ensoleillèe" ist zu empfehlen.


La Chalp nach Ceillac

Der Lac Roue oberhalb des Weilers Les Maisons

(ca. 8 Std. Gehzeit - Höhenmeter: 1400 hinauf und 1400 abwärts) Gleich nach vor dem Hotel geht der Steig in den Wald hinauf. Im Wald folgt er dem Berghang fast eben hinüber zum Weiler Les Maisons. Nah dem kleinen Ort steigt man durch Blumenwiesen hianuf zum Lac Roue, der sehr idyllisch in einer Hochebene liegt. Leicht nach rechts wendend folgt der Weg einem kleinen Waldsteig und fällt anschliessend steil hinunter zur Bundesstrasse, die nach Chateau Queras hinaufgeht. Nach kurzem Marsch auf dieser Strasse zweigt eine kleine Strasse rechts ab und führt zuerst hinunter, dann um den Hügel herum, auf dem das Fort Queras steht, zu der Brücke die einen Fluss überquert. Jetzt geht der Weg wieder steil hinauf in die Schlucht eines Baches hinein. Immer bergauf wechselt man zwischen Wald und Wiesen und erreicht das Col Fromage (2301 m). Nach dem Pass muss man wieder steil hinuntersteigen und erreicht unten die Strasse, die in den Ort Ceillac hineinführt.






Ceillac – Fouillouse

Der Lac Miroir (Spiegelsee) beim Aufstieg zum Col de Girardin

(ca. 23 km und 8 Std Gehzeit – Höhenmeter hinauf 1300 abwärts 1100) Von der Gite d’Etape Les Baladins geht man zuerst hinunter zum Fluss Mèlezet und folgt diesem ungefähr 1 km auf der Strasse D 60 südöstlich bis zum Campingplatz. Durch den Campingplatz geht der Weg weiter bis rechts der Weg über steile Serpentinen eine Geländestufe überwindet. Über diese fällt ein Wasserfall herunter den man ab und zu rauschen hört. Oben geht der Weg durch einen Wald weiter hinauf und erreicht den Lac des Près-Soubeyrand (Spiegelsee). Am Ostufer vorbei steigt der Weg weiter hinauf. Zuerst überquert man Almen später erreicht man die Skipisten von St. Anne. Den Liftanlagen folgt der Weg hinauf zum Lac St. Anne und der gleichnamigen Kapelle. Das nun folgende Hochtal wird durchquert, bevor der Weg die letzten Höhenmeter steil auf den Col de Girardin hinaufführt. Hier auf 2700 m hat man einen herrlichen Rundblick. Der Abstieg erfolgt zuerst über steile Serpentinen, dann über ein kleines Plateau über Wiesen. Bevor man eine kleine Alm mit einer Hütte erreicht muss man noch eine Geländestufe überwinden. Über Almwiesen steigt der Steig weiter bis zur Abzweigung nach Maljasset hinunter. Hier wendet sich der Steig nach rechts und man wandert zuerst entlang eines steilen Hanges und später sehr steil hinunter zur asphaltierten Strasse. Nach ein paar hundert Meter erreicht man den kleinen Weiler La Berge. Hier kann man an einem Brunnen Wasser nachfüllen, bevor man den beschwerliche Marsch auf der Strasse in Angriff nimmt. Nach zwei Stunden Marsch erreicht man eine alte Steinbrücke, die 96 m über der rauschenden Ubaye, diese überquert. Kurz danach muss man einen kurzen Tunnel durchqueren und ein paar Kehren der Strasse nach Fouillouse folgen. Der GR 5 zweigt dann links ab und führt über einen steilen Steig durch einen Wald ein paar hundert Höhenmeter hinauf, bevor er nach rechts schwenkt. Entlang eines Hanges erreicht man nach kurzer Zeit wieder die Strasse und kurz danach die Gite d'Etape in Fouillouse.



Fouillouse - Larche

Fortanlage Viraysse unterhalb des Col de Mallemort

(ca. 13 km und 7 Std Gehzeit – Höhenmeter hinauf 800 abwärts 1000) Der GR 5 folgt der Strasse aus Fouillouse südöstlich hinaus. Leicht ansteigend folgt diese Strasse dem Fouillousebach und wendet sich später vom Bach weg hinauf zu alten Bunkeranlagen. Später überquert dan der Weg den Bach Riou und erreicht über einen Steilaufschwung den Col du Vallonnet (2524 m). Die kleinen Seen auf der Passhöhe sind meist schon im Juli ausgetrocknet. Nach dem Pass kann man zwei Wege wählen. Der GR 5 führt rechts in ein Hochtal hinunter und erreicht später über einen Schotterweg wieder ansteigend die Fortanlage von Viraysse. Die zweite Möglichkeit erspart den Abstieg in das Hochtal. Der Steig wendet sich leicht nach links Richtung Col de la Partiolette. Nach kurzer Zeit, es geht hier durch Steintrümmer hindurch, zweigt rechts ein Steig ab der entlang der Bergflanke des Mt. Meyna fast eben ebenfalls zur Fortanlage Viraysse hinüberführt. Will man den Tète de Viraysse (2772 m) besteigen, kann man nach der Fortanlage links weiter hinaufsteigen oder man folgt dem GR 5 hinauf zum Col de Mallemort (2558 m) und steigt links auf einem Saumpfad weiter hinauf. Auf der Bergspitze ist ebenfalls eine alte Fortanlage mit herrlicher Aussicht. Nach dem Col de Mallemort führt der Steig in steilen Serpentinen auf eine Hochalm hinunter. Auf der Wiese steigt der GR 5 weiter hinunter und gelangt schliesslich im Tal des Rouchousebaches auf die Strasse. Auf dieser erreicht man nach kurzer Zeit den Ortskern von Larche. Die Gite d’etape ist auf der anderen Seite des Baches.






Larche - Bousieyas

Blick vom Col de Fourches zurück in den Salso Morèno

(ca. 20 km und 7 Std Gehzeit – Höhenmeter hinauf 1200 abwärts 800) Von der Gite d’etape in Larche führt der GR 5 ca 200 m auf der Bundesstrasse D 900 Richtung Italien aus dem Ort hinaus. Bei der zweiten Gite d’etape zweigt links eine asphaltierte Strasse ab, die ca.5 km hinauf zum Eingang in den Nationalpark Mercantour führt. Über die Brücke Pont Rouge auf 1907 m betritt man den Park und der Weg schwenkt nach rechts in ein Tal ein. Auf einer Schotterstrasse erreicht man nach weiteren 2 km den Aufschwung zum Lac Lauzaniere, der auf 2284 m liegt. Der Steig führt über Almwiesen weiter hinauf zu drei kleineren Seen. Das letzte Stück geht es über Geröll hinauf zum Pas de la Cavale (2671 m). Auf der anderen Seite geht der Steig zuerst ca. 300 Höhenmeter steil in Fels und Geröll hinunter. Im von Dolinen durchsetzten Kessel Salso Morèno geht der Weg über Almwiesen weiter hinunter. Nach Überschreitung des tief ausgewaschenen Bachbettes der Tour steigt der GR 5 wieder 150 Höhenmeter hinauf zum Col de Fourches (2261 m). Hier kann man noch Bunkeranlagen besichtigen. Nach dem Pass fällt der Weg wieder und führt über Almwiesen hinunter nach Bousieyas. Dabei quert man die Passstrasse, die zum Col de Bonette hinaufführt mehrmals. Das letzte Stück bis zur Gite d’etape, die direkt an der Passstrasse liegt, muss man auf der Strasse wandern.




Bousieyas – St. Dalmas le Selvage

Blick zurück zum Tete de Vinaigre - kurz vor St.Dalmas

(ca. 11 km und 5 Std. Gehzeit – Höhenmeter hinauf 500 abwärts 900) Der GR 5 führt auf der Strasse hinunter und zweigt bei der nächsten Kehre nach rechts auf einen Schotterweg ab und überquert die Pra. Auf der Schotterstrasse entlang der Pra steigt der Weg hinauf. Weiter oben kürzt der GR 5 die in Serpentinen hinaufführende Strasse und führt steiler im Lärchenwald nach oben. Das letzte Stück wandert man wieder auf der Strasse und dann noch einmal über Almboden, bevor man den Col de la Columbière (2307 m) erreicht. Ein kurzer Abstecher auf den Tete de Vinaigre (2394 m) lohnt wegen der herrlichen Aussicht. Auf der anderen Seite des Passes windet sich der Steig über Almböden hinunter zu einer aufgelassenen Alm. Hier blühen besonders viele Blumen. Weiter unten durchquert der Steig eine Rinne und verlässt den Nationalpark Mercantour. Durch aufgelassene Felder die mit Steinmauern gefasst sind erreicht man den Ort St.Dalmas le Selvage. Die Gite d’etape befindet sich hier gleich am Ortsanfang.




St. Dalmas le Selvage - Roya

Blick zurück auf den Wintersportort Auron - oberhalb St.Etiènne de Tinèe

(ca. 21 km und 7 Std. Gehzeit – Höhenmeter hinauf 1000 abwärts 1100) Zuerst quert der GR 5 den Ort und windet sich um die Kirche zu einer Brücke hinunter. Auf der Bundesstrasse geht der Weg ein Stück nordöstlich und zweigt dann auf eine Forststrasse rechts ab. Dieser Strasse folgt der Weg auf den Col de Anelle (1739 m). Ein kurzes Stück wird die Strasse durch einen Waldweg abgekürzt. Auf dem Pass befindet sich eine Quelle. Der Weg zweigt hier links ab und führt noch weiter zur Anelle Alm hinauf. Die Strasse wird links verlassen und über einen Wiesenweg wird die Alm durchquert, bevor der GR 5 auf der anderen Seite wieder auf eine breite Schotterstrasse mündet. In einigen Kehren überwindet man einige Höhenmeter hinunter, bevor man die Strasse links auf einen Steig verlässt um abzukürzen. Entlang des Hanges führt der Steig dann weiter und zuletzt durch Gärten hinunter nach St. Etiènne de Tinèe. Im Ort gibt es einige Läden zum Einkaufen. Der Weg führt durch die Stadt hindurch und auf einer kleineren Strasse hinaus zu einem Kreisverkehr. Auf der anderen Seite der Bundesstrasse geht der Weg rechts in den Wald hinauf und steigt in steilen Serpentinen nach Auron hinauf. Der Schieort wird wieder durchquert und bei der Liftstation am Südende des Ortes erreicht der Weg wieder den Wald. Im Schatten steigt der GR 5 hinauf zum Col du Blainon (2011 m), wobei Liftrassen mehrmals überquert werden. Auf der anderen Seite windet sich der Steig auf saftigem Almboden hinunter nach Roya. Die Gite d’Etape ist in einer alten Schule untergebracht und neu renoviert.


Roya – Refuge de Longon

Die Refuge de Longon

(ca. 17 km und 7 Std. Gehzeit – Höhenmeter 1280 hinauf und 600 hinunter) Zuerst geht der Weg einige Meter hinunter zum Tal der Roya und über eine Holzbrücke betritt man wieder den Nationalpark Mercantour. Durch Wald steigt der Weg steil hinauf zur Alm Sallevieille. Auf Almböden erreicht der Weg das Quellgebiet der Sallevieille und steigt über einen Aufschwung steil in ein Hochtal hinauf. Auf Moorböden geht der Weg eben weiter um dann durch Felsen und Geröll weiter hinaufzuführen. Das Col de Crousette (2480 m) wird erreicht, aber der Weg führt noch weiter auf Geröll hinauf zu einem Höhenrücken. Wenn man den Mont Mounier besteigen will muss man hier links weiter hinaufsteigen. Auf der anderen Seite des Rückens führt der Steig wieder steil hinunter auf ein Plateau, das sehr spärlich bewachsen ist. Leicht ansteigend und dann hinunterführend erreicht der Weg das Col de Moulinès (1981 m). Über Wiesen überquert der Weg oberhalb des Bergdorfes Vignols einige Rinnen und steigt dann wieder hinauf zu der Hochebene des Longonbaches. Auf der Alm erreicht der Weg schließlich die Refuge de Longon.



Refuge de Longon – Saint Sauveur sur Tinèe

Das kleine Bergdorf Roure 600 m oberhalb von St.Sauveur

(ca. 11 km und 4 Std. Gehzeit – Höhenmeter 1400 hinunter) Die Refuge verlässt der Weg kurz fast eben bis zu einem Steilabruch des Longonbaches. Unten verlässt man den Parc Mercantour und steigt weiter hinab bis zum verlassenen Almdorf Rougios. Auf einer Schotterstarsse geht es durch einen Wald hinaus zum Col de Barre (hier gibt es eine Quelle) und weiter hinunter zum Bergdorf Roure. Der Weg geht durch das Dorf hindurch und fällt hinunter nach Saint Sauveur. Die Strasse nach Roure wird dabei mehrmals gekreuzt. Beim Abstieg durch teilweise aufgelassenen Gärten hat man immer wieder grandiose Ausblicke in das Tinèe-Tal. Bei der Kirche Saint Blaise erreicht man den Ort.






Wir sind die Gegenrichtung von Nizza bis St. Sauveur sur Tinne in 3 Etappen, dann bis Ceillac in 7 Etappen und zuletzt bis Landry in 10 Etappen gewandert. Näheres auch auf unser HP (www.wollanek.at).


<Baustelle, Wer kennt den restlichen Abschnitt?>

St.-Sauveur-de-Tinnée - Nizza

Utelle, ein kleines Dorf in den Seealpen
  • Strecke: 76 km
  • Aufstieg: 2.016 m
  • Abstieg: 2.512 m
-- Gedankenliste, Text in Arbeit --
  • In St.Sauveur gibt es einen günstigen Campingplatz hinter einem Sportplatz etwas von der Straße entfernt.
  • Bis zum Col du Caire Gros geht es zum Teil recht heftig bergauf und man sollte in St. Dalmas Valdeblore noch einmal die Wasservorräte füllen, für eine ganze Weile kommt man dann nämlich an keiner Quelle mehr vorbei.
  • Auf dem Col du Caire Gros stehen ein paar gesprengte Bunkerreste herum. Hier lohnt sich eine Taschenlampe, das gut erhaltene, recht große Tunnelsystem ist ganz interessant. Biwakieren kann man an dieser Stelle auch gut.
  • Hinter dem Caire Gros kommt wie gesagt eine "Durststrecke". Sehr trocken aber mit einer tollen Wegführung und schönen Aussichtspunkten. Bei gutem Wetter kann man das Mittelmeer sehen.
  • Nach ein wenig Abstieg kommt man an alten Kasernengebäuden und einer Kirchenruine vorbei. Der Führer ist hier etwas missverständlich, die angekündigte Quelle Source Brasque (reichlich frisches und kaltes Wasser) befindet sich direkt an der Straße hinter dem "Ort". Unbedingt Wasser nachfassen!
  • In Utelle gibt es wieder Wasser. Aber Vorsicht! Auf dem Marktplatz gibt es zwei Brunnen, die von unterschiedlichen Reservoirs gespeist werden. Brauchwasser (Eau non potable) und Trinkwasser (Eau potable). Genau hinsehen!
  • In Utelle gibt es einen kleinen Lebensmittelladen
  • Ein ganzes Stück hinter Utelle kann man auf einem schrägen Wiesenstück einigermaßen gut campen, empfehlenswerter ist es eventuell, bis zu einer Kapelle (Saint-Antoine) zu gehen -> Ebene Wiese und tolle Aussicht!
  • Im weiteren Verlauf des Abstieges gibt es in einem Ort (Cros d'Utelle) an einer Mauer einen Trinkwasserhahn
  • Im Vésubie-Tal verkehren angeblich Busse in Richtung Nizza
  • Der Rest der Strecke ist recht unspektakulär. Viele kleine Ortschaften werden passiert, dadurch gibts aber auch an jeder Ecke was zu trinken. (Wasser ist Gold wert in den Seealpen)
  • Das letzte Stück sind wir wegen der ungenauen Beschreibung anders gelaufen, an einer Hauptstraße herausgekommen und letztlich mit einem Schienenbus in die Stadt gefahren.
  • In Nizza selbst ist es schwierig, etwas zum Campen zu finden. Wir haben uns nach Cagnes sur Mer abgesetzt, leider war der Platz jedoch gerade abgebrannt. Ist ein ganzes Stück zu Laufen aber wesentlich ruhiger als die Plätze an der ausgebauten Schnellstraße entlang der Cote d'Azur.
-- in Arbeit --

Besonderheiten technischer Art

  • Schwierigkeitsgrad der Tour und Länge:
    • Die Tour stellt durchaus eine sportliche Herausforderung dar. Immerhin sind über zahlreiche Pässe und Täler reichlich 60.000 Höhenmeter im Auf- und Abstieg zu überwinden. 1000 Höhenmeter im Auf- bzw. Abstieg sind während einer einzelnen Etappe keine Seltenheit.
    • Die Länge der Tour beträgt ca. 700 km, mindestens ein Monat sollte dafür eingeplant werden.
  • Anfahrt:
    • Eine Anreise per Flugzeug ist nur am nördlichen und südlichen Ende des Weges sinnvoll.
    • St.-Gingolph erreicht man per Flugzeug (Geneve International Airport) und Bus, Nizza wird von vielen Fluglinien direkt angeflogen (Aéroport Nice Côte d'Azur)
  • Nahrungsversorgung:
    • Spätestens alle drei Tage kommt man an Ortschaften vorbei, in denen Lebensmittel nachgekauft werden können.
    • Die Wasserversorgung ist im nördlichen Teil relativ* unproblematisch, Richtung Mittelmeerraum muss jedoch mit großer Trockenheit und ganzen Tagesetappen ohne Wasserangebot gerechnet werden.
      * Im "Jahrhundertsommer" des Jahres 2003 war auch im Norden ein Großteil der kleinen bis mittleren Wasserläufe völlig ausgetrocknet.
    • Der Süden kann, wie bereits erwähnt, extrem trocken fallen. Dann sollte man jede Möglichkeit nutzen, die Vorräte aufzufüllen (Hinweise im Führer beachten). Bei über 30°C und den Anstrengungen einer Bergtour kann akuter Wassermangel schnell kritische Folgen haben.
    • Trinkwasser: "Eau potable"
    • kein Trinkwasser: "Eau non potable"
  • Karten
    • Wanderführer: "GR5: Genfer See - Nizza", Conrad Stein Verlag, ISBN 3-89392-507-4, 12,90€
    • Meistens ist man wegen der guten Ausschilderung nicht auf eine Karte angewiesen. Mitunter kreuzen jedoch Wege, die ebenfalls mit der rot-weißen Markierung versehen sind, sodass man an einigen Stellen Gefahr läuft, den falschen Weg einzuschlagen.
    • Die TOP25-Serie von Institut Géographique National im Maßstab 1:25.000 ist ideal zur Feinorientierung, allerdings braucht man dann sehr viele Karten für die Tour:
      • 3528ET, 3530ET, 3531ET, 3531OT, 3532OT, 3532ET, 3633ET, 3534OT, 3634OT, 3535OT, 3536OT, 3537ET, 3637OT, 3538ET, 3639OT, 3540ET, 3640OT, 3641ET, 3741OT, 3742OT
    • Karten können meist direkt vor Ort gekauft werden, sodass man nicht alle von Beginn an mitschleppen muss.
  • Notwendige Ausrüstung:
    • Im Frühjahr werden auf einigen Teiletappen in den Alpen Leichtsteigeisen empfohlen.
    • Auf den Pässen (bis zu 2.770m) ist auch im Sommer zum Teil mit empfindlichen Temperaturen zu rechnen, sodass auch warme Kleidung unbedingt dazugehört.
    • Ein Wasserreservoir ist empfehlenswert.
  • Klimainformationen:
    • Während das Klima im nördlichen Teil atlantischen Einflüssen unterliegt, wird es im südlichen Teil eher durch das Mittelmeer bestimmt. Dies hat zur Folge, dass es im Norden regelmäßig und auch unabhängig von der Großwetterlage zu Niederschlägen kommen kann. Im südlichen Teil ist es meist trockener, dafür kommt es im Frühjahr und Herbst häufig zu heftigen Gewittern.
  • Sonstige wichtige Besonderheiten:
    • Das Zelten ist in sämtlichen Nationalparks verboten. Im Bereich der "Tour Mont Blanc" gilt ein ausdrückliches Campingverbot, welches auch regelmäßig per Helicopter auf Einhaltung überprüft wird. Hier empfielt sich die Benutzung von Campingplätzen bzw. Hütten.

Siehe auch

GR 5A Noord, die Variante and er beglischen Küste.

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