E9

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Route des E9

Der Europäische Fernwanderweg E9 verbindet als "Internationaler Küstenweg Atlantik - Ostsee" den Süden der Iberischen Halbinsel mit dem Nordosten Europas. Die Wegführung orientiert sich dabei am Verlauf der Küsten. Noch sind die Weitwanderwege im Süden und Westen Europas nicht durchgehend verbunden. An der Kanalküste ist sowohl in Frankreich, wie auch in England eine Variante angelegt.
Die Wegführung - durchgängig im Bereich oder im nahen Hinterland der Küsten - ermöglichen über die ganze Länge eine Wanderung ohne nennenswerte Auf- oder Abstiege. Das von der EU geförderte Projekt North Sea Trail wird im Endausbau im Bereich der Nordseeküsten über Teile des E9 geführt.

Die bis heute vorhandene Strecke de E9 hat eine Gesamtlänge von ungefähr 4500 km.

Inhaltsverzeichnis

Kurzinfo

Ostsee - Nordsee - Kanalküste - Atlantik

Gdansk (PL) - Pommersche Bucht (PL/D) - Mecklenburger Bucht (D) - Elbe (D) - Ostfriesland (D) - Friesland (NL) - Zeeland (NL) - Oostende (B) - Calais (F) - Saint Malo (F) - Bretagne (F)

Estland

In Estland ist der Ausbau des E9 ins Stocken geraten. Einige lokale Wanderwege im Küstenbereich bilden die Basis für den Europäischen Fernwanderweg. Bis diese wenigen Wege zu einem durchgehenden Fernwanderweg verbunden und markiert sind, wird noch einige Zeit vergehen. Viele der vor einigen Jahren im Küstenbereich angelegten Wanderwege, die die Basis für den E9 bilden sollen, wachsen mangels Pflege langsam wieder zu.

Polen

Im Bereich der Ostseeküste Polens ist der E9 bis auf wenige Ausnahmen durchgehend angelegt und markiert. Die weiß-roten Balken als Kennzeichnung der polnischen Weitwanderwege, ermöglichen eine gesicherte Wegführung über eine Länge von annährend 660 km.

Die dicht an der Grenze nach Russland liegende Kleinstadt Braniewo, ist der vorläufige Beginn für eine ununterbrochene Wegführung des Fernwanderwegs bis zum Atlantik. Am Zalew Wislany (das Frische Haff) vorbei geht es zum Elbinger Plateau (197 m). Ganz untypisch für den E9, stehen hier einige leichte Anstiege an. Von Elblag (Elbing) mit 127.000 Einwohner die erste große Stadt in Polen, nimmt die Fähre den Fernwanderweg mit über das Zalew Wislany zur nur wenige hundert Meter breiten Nehrung, die das Haff von der Ostsee trennt. Nach den vielen Bächen und Kanälen im Mündungsgebiet der Weichsel, kommt der Europäische Fernwanderweg ins Stadtzentrum von Gdansk (Danzig).

Die aus ostgermanischen Siedlungen entstandene heutige polnische Hafenstadt, wurde nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs fast vollständig wieder aufgebaut. Die Marienkirche (Baubeginn 1343) und das Krantor sind einige Höhepunkte im Stadtzentrum. Noch hält sich die Streckenführung an den Küstenverlauf der Danziger Bucht. Die Ostseeküste, damit auch die Danziger Bucht, wird in Puck (Putzig) verlassen. Für paar Tage lösen die nördlichen Ausläufer der umliegenden Hügel die Küstenlandschaft ab.

Der Slowinzische Nationalpark wartet mit der größten Wanderdüne Polens auf den E9. Das Städtchen Leba (4100 Ew.) ist das Tor zu diesem im Jahr 1967 gegründete Nationalpark. Ab hier bestimmt der Verlauf der Ostseeküste die Route des E9. Ehemals bekannte, oder wieder bekannte Ostseebäder und -dörfer wie Darlow (Rügenwalde) und Kolobrzeg (Kolberg) liegen an dieser Küste. Auf der Insel Wollin, zwischen der Pommerschen Bucht und dem Stettiner Haff gelegen, findet der E9 seinen Abschluss in Polen. Die Windmühle
"Stawa Mlyny" (ehemaliges Navigationszeichen für Seefahrer) auf der Steinmole von Swinoujscie (Swinemünde), ist das Wahrzeichen dieser Grenzstadt. Von der Ostseeküste biegt der E9 zur Hauptstraße ab, die direkt zum Grenzübergang nach Deutschland führt.

Deutschland

Auf dem Weg durch Deutschland verlässt der E9 auf einigen hundert Kilometern den Küstenbereich. Die Nordsee wird in Deutschland nur kurz - bei Bremerhaven, Wilhelmshaven und Emden - berührt. Dadurch wurde ein direkter Verlauf in Ost-West Richtung ermöglicht. Für die Verbindung zwischen den Städten Lübeck und Hamburg, konnte auf die schon vorhandene Wegführung des E1 zurückgegriffen werden.

Trotzdem ist die Strecke noch über 900 km lang.

Nach dem Grenzübertritt verläuft der E9 durch Mecklenburg-Vorpommern. In diesem Bundesland ist die Markierung - blauer Balken auf weißem Grund - nicht überall vorhanden.

Von Ahlbeck im Naturpark Usedom, bleibt der Wanderweg zunächst dicht an der Küste. Durch die ehemaligen Fischerdörfer und heutigen Feriensiedlungen der Insel Usedom verläuft der Fernwanderweg. Nach Heringsdorf wird Bansin erreicht. Vom Langer Berg (54 m) bietet sich ein weiter Blick über die Steilküste und die Pommersche Bucht. Zwischen Achterwasser und Ostseeufer gehts es schnell weiter nach Zinnowitz und über den Pennestrom nach Wolgast. Hier bleibt die Insel Usedom zurück.

Die Bauerndörfer Groß Kiesow und Guest liegen am Weiterweg durch das Landesinnere. In Greifswald wird wieder die Ostsee erreicht. Entlang des Greifswalder Bodden wird der E9 der Bezeichnung "Internationaler Küstenwanderweg" wieder gerecht. Eingezwängt zwischen der Bundesstraße 96 und dem Strelasund führt der E9 zur Hansestadt Stralsund. Über den Rügendamm kommt der Europäische Fernwanderweg E 10 hinzu. Dieser verläuft jedoch auf direktem Weg nach Güstrow. Der E9 bleibt weiterhin an der Küste. Über Wendisch-Langendorf ist Barth das nächste Ziel. Hier ermöglicht die Fähre die Fortsetzung des E9 über die Halbinsel Draß, die im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft liegt. Aus dem Inselort Zingst führt die Route nach Westen, zur Seemannskirche am Ostseeufer bei Prerow. Die Landzunge Fischland stellt dann die Verbindung zum Festland wieder her.

Die ruhigen Wege der Rostocker Heide findet ihren, zumindest während der Badesaison, lebhaften Abschluss in Warnemünde. Die Verbindung vom Ostseebad Heiligendamm bis nach Kühlungsborn stellt ein Wanderweg entlang der Steilküste her. Zusammen mit dem Europäischen Radweg E9 - wie oftmals im Bereich der Ostseeküste - verläuft der Europäische Fernwanderweg durch die sanft hügelige Umgebung dieser Küste nach Rerik und weiter bis nach Wismar. Die Hansestadt gibt auch der vorgelagerten Bucht ihren Namen.

Über die Küstenwege der Eggers Wiek und der Wohlenberger Wiek - beide in der Wismarbucht - ist die Boltenhagener Bucht das nächste Ziel. Von Boltenhagen führen wenige Etappen zur ehemaligen innerdeutschen Grenze.

Vorbei am Liegeplatz der Passat (ehemaliges Schulschiff), geht es in die Innenstadt von Travemünde. Das Holstentor in Lübeck passiert der E9 zusammen mit dem E1 und dem E6. Diese Fernwanderwege, die weite Teile Europas erschließen, bleiben nach dem Aufeinandertreffen in der einstigen Freien Reichsstadt, fürs Erste zusammen.

In Lübeck verlässt der E9 für lange Zeit die Küste Norddeutschlands. Der Naturpark Lauenburgische Seen, südliche der Hansestadt gelegen, ist das neue Ziel. In Ratzeburg und Mölln sind die drei Fernwanderwege noch zusammen. Bei Güster am Elbe-Lübeck-Kanal, erfolgt die Trennung des E6 von den beiden verbleibenden Fernwanderwegen. Der E6 führt weiter nach Süden, seinem Ziel Griechenland entgegen. Vorbei an alten, großen Herrenhäusern und durch den Sachsenwald bleiben der E1 und E9 bis zur Hansestadt Hamburg noch auf einer gemeinsammen Trasse. Ab Blankenese am Elbufer, ist der E9 wieder alleine unterwegs. Mit der Fähre geht es in Glückstadt über die Elbe nach Wischhafen.

Obstplantagen begleiten im Kehdinger Marsch den E9, der seit dem Fähranleger über den Wanderweg Elbe-Weser führt. Alte, kaum noch als solche erkennbare Moorlandschaften prägen die Umgebung der Wingst. Der Deutsche Olymp (61 m) bietet einen schönen Rundblick über die Norddeutsche Küstenlandschaft. Über Bad Bederkesa endet nach 65 km der Wanderweg Elbe-Weser in Bremerhaven.

Nochmals überquert der E9 einen großen Fluss - die Weser. In Belxen an der Wesermündung ist der Anfang des Butjadinger Weg. In Nordenhamm nimmt eine stillgelegte Schmalspurbahnstrecke diesen Wanderweg auf. Nach dem Endpunkt der ehemaligen Kleinbahnstrecke in Stollhamm, geht es über Deichwege entlang des Jadebusen bis Wilhelmshaven. Der Ems-Jade-Weg führt den Internationalen Küstenwanderweg (E9) nochmals von der Küste weg. Dieser Wanderweg orientiert sich über weite Strecken am Verlauf des Ems-Jade-Kanals. Vor dem Erreichen der Stadt Aurich, wechselt der E9 in Middelburg auf den Ostfriesland-Wanderweg. Die zum Teil schnurgeraden Wege in der Moorlandschaft um Großefehn enden am Stadtrand von Leer. An der Mündung der Leda in die Ems, nimmt des Emsweg den E9 auf. Über, oder entlang des Emsdeich, sind es nur wenige Kilometer bis nach Weener. Von hier ist die holländische Grenze nur noch eine Tagesetappe entfernt.

Niederlande

In Holland nimmt das Netz der Lange-Afstand-Wandelpaden (LAW) den E9 auf. Dieser mehr als 6000 km lang Verbund von Weitwanderwegen ist durchgehend markiert und in vielen Tourenbüchern ausreichend beschrieben. Der Europäische Fernwanderweg E9 folgt den Verlauf des LAW 5.

In Nieuweschans, direkt an der Grenze gelegen, beginnt mit dem Ward- en Wierdenpad (LAW 5-5) das erste Teilstück über 123 km. Durch den Reiderwolder Polder geht es zum Dollart. Mit Delfzil an der Emsmündung ist der erste große Ort erreicht. Durch kleine Dörfer, vorbei an den Gasfackeltürmen, kommt der Fernwanderweg wieder in den Küstenbereich. Im Groninger Hinterland teilt sich der LAW 5-5 in eine Küstenroute und eine Variante durch das intensiv genutzte Bauernland im Landesinneren.

Ab Lauwersoog übernimmt der Friese Kustpad (LAW 5-4) die weitere Streckenführung. Der Verlauf der Nordseeküste bestimmt den weiteren Weg des E9. Sehr oft wird der Wanderweg über die Deiche geführt. Vorbei an den Poldern, macht der Firse Kustpad regelmäßig Schlencker in die Naturschutzgebiete im nahen Hinterland. Eine Etappe hinter Haarlingen verlässt der E9 den LAW 5-5. Der Abschlussdeich der das Ijsselmmer von den Gezeiten der Nordsee trennt, bestimmt für gut 35 km die weitere Wegführung. Nach dem Verlassen dieses stark befahrenen Bauwerks, werden die Wege wieder ruhiger.

In den Straßen von Den Helder nimmt der Hollands Kustpad (LAW 5-2/5-3), den E9 auf. Dieser Weitwanderweg ist aus dem Zusammenschluss von Visserpad (LAW 5-2) und Duin- en Polderpad (LAW 5-3) entstanden. Die Streckenführung geht durch Dünenlandschaft und vorbei an den Stränden der Nordsee über Haarlem nach Zandvoort. In diesem Seebad mit der Rennstrecke in den Dünen nimmt der Europäische Fernwanderweg E11 seinen Anfang. Von Den Haag mit seinem historischen Stadtzentrum, ist es dann nichtg mehr weit bis nach Hoek van Holland.

Neben dem erneuten Wechsel des Weitwanderwegs, nun auf den Deltapad (LAW 5-1), kommt in Hoek van Holland der E8 dazu. Über die unzähligen Kanäle, Flussarme und Seen Seelands bringen eine Vielzahl von Fähren und Brücken die beiden Fernwanderwege weiter nach Südwesten. Der Europäische Fernwanderweg E8 trennt sich kurz vor Vlaardingen vom E9. Aber schon in Goedereede kreuzt der E2 auf seinem Weg von Schottland zum Mittelmeer, den E9. Teilweise führt der Deltapad durch, gelegentlich über die Kämme der Dünnen Seelands. Die Dämme des Deltaplan lässt der E9 auf seiner Route nach Belgien ebenfalls nicht aus.

In Sluis nahe der Grenze zu Belgien, endet das niederländische Teilstück des E9 nach annährend 650 km.

Belgien

Im Königreich Belgien nimmt zunächst der von der Milchwirtschaft geprägte Landstrich zwischen der Grenze und Brügge den E9 auf. Von dieser alten Handelsstadt in Flandern, führt der belgische Weitwanderweg GR5A weiter bis an die Nordseeküste. Diese kommt beim Seebad De Haan in Sicht.

Die 72 km lange flämische Küste velässt der E9 nun nur noch für sehr kurze Abstecher in einige nahe gelegene Naturschutzgebiete. Im weiteren Verlauf werden die Seebäder Bredene, Oostende, Middelkerke und Westende durchquert. Der bis zu 700 m breite und 67 km lange Strandabschnitt des E9, endet am Seebad De Panne an der französischen Grenze.

Der Europäische Fernwanderweg E9 kommt in Belgien auf eine Gesamtlänge von gut 140 km.

England

Die Variante des E9 auf der Britischen Insel bleibt im Bereich der Südküste, also am Englischen Kanal. Eine Vielzahl überregionaler und lokaler Wanderwege wurde zu einem beinahe durchgehenden Fernwanderweg verknüpft. Die in den Küstenstädten vielfach vorhanden Fährverbindungen nach Frankreich ermöglichen einen Wechsel zur Hauptstrecke des E9 auf dem Kontinent. Die heutige Route von Dover bis nach Plymouth, kommt auf eine Gesamtlänge von 444 Miles (711 km).

In der Hafenstadt Dover (hier setzt der E2 auf das Festland über) macht der Saxon Shore Way den Anfang. Von den Kreidefelsen geht es in die Hügellandschaft im Südosten Englands. Zahlreiche Orte und Denkmäler dieser Region erinnern an die Invasion der Normannen. Wieder zurück zur Küste geht es mit dem South Downs Way.

Die Hafenstadt Portsmouth liegt schon am tiefen Einschnitt des Solent. Diese Bucht wird seit Langstone Harbour vom Solent Way erschlossen. Auf der Isle of Wight, bietet der Isle of Wight Costal Path, eine Möglichkeit zur Umgehung der von Werften und Industrie geprägten Stadt Southampton. Die Insel wird im Hafen von Yarmouth wieder verlassen.

Wieder geht es auf dem Solent Way bis nach Lymington. Hier erfolgt der Wechsel auf den Bournemouth Costal Path, der in Milford on Sea schon wieder endet.

Die Abschluss bildet der sehr gut markierte South West Costal Path. Auf 340 km bleibt dieser Weitwanderweg immer im Bereich der zum Teil großartigen Küstenlandschaft. In der Stadt Poole, mit dem größten Naturhafen der Welt, nimmt dieser Weg seinen Anfang. Der seit 2001 zum Welterbe der UNESCO zählende Küstenabschnitt der Dorset and East Devon Coast, wird auf dem Weg nach Westen ebenfalls durchquert. Diese 185 Millionen Jahre alte Felsformation bietet von den steilen Klippen grandiose Ausblicke über das Meer und auf die Steilküste. Die Grafschaft Devon mit der Großstadt Plymouth ist der Endpunkt des E9 auf der Insel. Der South West Costal Path führt noch weiter durch Cornwall bis nach Land's End.

Frankreich

Der Grenzübertritt aus Belgien erfolgt in der Dünenlandschaft der Kanalküste. Noch liegen über 2000 km entlang die Weitwanderwege Frankreichs vor dem E9.

Der Siedlung Bray-Dunes kurz vor Dunkerque, ist der erste Ort den der Europäische Fernwanderweg auf seiner Teilstrecke durch Frankreich berührt. Die Hafenstadt Dunkerque wird durch das endlose Industriegbiet am westlichen Stadrand verlassen. Auf der weiteren Route nach Calais bleibt der E9 immer im Bereich der Küste. Der Leuchtturm am Cap Gris-Nez ist nicht nur für dier Schifffahrt eine Wegmarke, hier ändert der E9 ebenfalls seine Richtung. Vorläufig geht es weiter nach Süden. Hinter Boulogne-sur-Mer folgen die Küstendörfer le-Touquet-Paris-Plage an der Mündung der Cance und Berck-Plage. Hier verlässt der E9 für kurze Zeit die Küstenregion am Ärmelkanal. Einige Kilometer geht es nun landeinwärts bis zum Foret de Crecy. Bei diesem Wald endet noch immer die markiert Route des E9. Die kleinen Landstraßen der Picardie stellen eine gute Möglichkeit für das Weiterkommen dar. Zwischen Abbeville und St-Valery-sur-Somme, wird die Somme, die hier zum Kanal ausgebaut ist, überquert.

Das Städtchen Staint Valery-sur-Somme ist der Beginn des französischen Weitwanderwegs GR21. Mit diesem Wanderweg geht es - vorbei am Atomkraftwerk von St-Martin-Plage - bis nach Dieppe in der Normandie. In diesem traditionellen Seebad wird die Côte d'Opale von der Côte d'Albâtre abgelöst. Auf diesem Streckenabschnitt ermöglichen einige markante Aussichtspunkte, wie Sotteville-sur-Mer, Yport und Falaise d'Aval, einen weiten Blick übers Meer und die Küste.

In der Hafen- und Industriestadt Le Harve an der Mündung der Seine, wechselt der E9 auf den GR223. Die Seine bleibt nach dem Verlassen der Pont Normandie (Brücke) zurück. Am Küstenverlauf der Seine-Bucht orientiert sich der weitere Streckenverlauf. Bei Caen wird die Küste für eine kurze Zeit verlassen. Nach Cherbourg gelangt der Fernwanderweg über den Pointe de Barfleur - ganz im Norden der Normandie. Das Cap de la Hague ist ein neuer Wendepunkt. Wieder geht es direkt nach Süden. Der Golfe de St-Malo mit den Iles-Anglo-Normandes (Channel Islands, GB) bleibt für viele Etappen die Umgebung des Internationalen-Küstenwegs. Die Uferstrecke wird nur bei Coutances kurz verlassen. In Avranches im Südosten des Golfs, kommt der E5 hinzu. Ein erneuter Wanderwegwechsel steht an. Der GR34 führt nun entlang der Côte d'Emeraude zur Klosterinsel Mont-St-Michel.

Chapelle St-They am Pointe du Van

Das Gezeitenkraftwerk zwischen Saint Malo und Dinard passieren der E5 und der E9 noch zusammen. Der E5 biegt dann ins Innere der Bretagne ab. Die Strecke des E9 bleibt weiterhin im Bereich der Küste. Unzählige Buchten liegen am Weiterweg nach Westen. Über das Cap Fréhel, durch die Badeorte Sables-d'Or, le Val-André und durch die Stadt St-Brieuc bleibt der Golf von Saint-Malo zurück. Noch bleibt der Weg an der Küste am Eingang zum Englischen Kanal. Diese Küste, und den GR34, verlässt der E9 bei Plestin les Grèves. In das von der Landwirtschaft geprägte Binnenland der Bretagne biegt der GR340 danach ab. Am Waldrand des Forét de St-Ambroise gesellt sich nochmals der Europäische Fernwanderweg E5 hinzu. In den Straßen von Huelgoat übernimmt der GR37 durch den Parc Regional d'Armorique die Wegführung. Die Atlantikküste wird erstmals in le Faou erreicht. Hier endet der GR37. Wieder geht es in das Hinterland der Bretagne. Nach kurzer Wegstrecke über Menez-Hom (330 m) kommen der E9 und der E5 im Douarnenez endgültig zur Küste. Dicht an der Küstenlinie des Atlantischen Ozean hält sich jetzt die Wegführung.

Das vorläufige Ende des E9 in Frankreich, ist am Pointe du Raz erreicht. Die Weiterführung nach Süden ist für die Zukunft vorgesehen. Eine genaue Wegführung steht allerdings noch nicht fest.

Spanien

Der E9 ist zwischen (Ost-West-Richtung am kantabrischen Meer) Irun und Ribadeo ausgezeichnet mit rot/ weissen Markierungen (wie in Frankreich die GR-Wege). Viele Wege sind instandgesetzt, teilweise verbunden mit Naturlehrpfaden.

Parallel zum E9 verläuft der Pilgerweg ""Camin0 del Norte", auch "Camino del Coste". Teilweise sind diese beiden Wege gemeinsam markiert. Der E9 verläuft meistens an der Küste, während der Jakobsweg auch Abkürzungen durch das Hinterland macht.

Teilweise, abhängig vom Interesse der Provinz- / Gemeindeverwaltung, sind die E9-Wege sehr schön ausgebaut und kombiniert mit Lehrpfaden, z.B. und herausragend, im Baskenland über den Berg "Jaizkibel" nach Donostia, um den geschichtsträchtigen Ort Gernika herum, und wieder ab Bilbao / La Arena bis zur Provinzgrenze kurz vor Ontos (Grenze Baskenland / Kantabrien).

Als Jakobspilger ist der Verfasser immer wieder auf die Markierungen und Hinweistafeln des E9 gestossen, bzw. auf dessen Pfaden gewandert, auf seiner Küstenstrecke zwischen Irun (Grenze F/E) und Ribadeo (Grenze Asturien / Galicien).

Portugal

In Portugal ist der E9 nur in Ansätzen realisiert worden. Für eine ununterbrochene Routenführung entlang des Atlantiks fehlen in fast allen Landesteilen entsprechende Wege. Der Europäische Fernwanderweg soll über den teilweise vorhandenen GR11 (etwa 200 km markiert) führen. Bis der E9 am Leuchtturm auf dem Cabo de Sao Vicente endet wird noch einige Zeit vergehen. Im Norden des Landes verläuft dieser Fernwanderweg zu großen Teilen über die Route des Caminho Português. Bis eine endgültige Wegführung entlang der Küste gefunden ist, bietet sich der Caminho do Tejo als Alternativstrecke an. Dieser als Pilgerweg nach Fatimá gedachte Weg führt weiter über Coimbra nach Porto und Santiago. Ausführliche Infos siehe Caminho Português.

2012 ist zwischen Sagres und und Santiago do Cacém im küstennahen Hinterland, alternativ Porto Covo bei Sines als Küstenvarinate, die Rota Vicentina eröffnet worden. Die Route entlang der Küste zählt nun zum GR 11 und ist damit auch Teil des E9.

Literatur

Allgemeine Info

  • Europäische Fernwanderwege, Übersichtskarte 1:3.500.000, Freytag u. Berndt ISBN 3-7079-0100-9
  • Frank Auerbach (Hrsg.), Europäische Fernwanderwege - Zu Fuß durch Europa - Steiger Verlag ISBN 3-89652-177-2 Vergriffen!
  • Hans Jürgen Gorges, Auf Tour in Europa, Kompass-Verlag ISBN 3813403386
  • Robert Wurst, Auf Europas Großen Wegen: Wandern und Kultur, Styria Graz ISBN 3222123462

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