E3

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Route des E3

Der Europäische Fernwanderweg E3 verbindet das Schwarze Meer mit der Küste des Atlantiks bei Santiago de Compostela in Spanien.
Dieser Europäische Fernwanderweg führt zur Zeit durch 11 Länder und erreicht dabei eine Gesamtlänge von 7500 km. Von Ungarn, bis zum Jakobsweg in Spanien, ist die Route gut markiert.

Inhaltsverzeichnis

Kurzinfo

Schwarzes Meer - Karpaten - Hohe Tatra - Rhön - Ardennen - Pyrenäen - Galizien - Compostela

Kap Emine (BG) - Kom (BG) - Ártánd (H) - Ungarisches Tiefland - Riesengebirge - Sächsische Schweiz (D) - Taunus (D) - Hunsrück (D) - Luxemburg - Ardennen (B) - Paris (F) - Vézelay (F) - Le-Puy-en-Velay (F) - Cahors (F) - Pamplona (E) - Burgos (E) - Leon (E) - Santigao de Compostela (E)

Türkei

In ferner Zukunft soll dieser Fernwanderweg die Türkei mit Europa verbinden. Nach dem Start in Istanbul soll die Route, quer durch den europäischen Teil der Türkei, bis nach Bulgarien führen. Bis heute gibt es keinen Weg oder eine Beschreibung für diesen Abschnitt.

Bulgarien

Die Küste am Schwarzen Meer in Bulgarien ist der offizielle Start- oder Endpunkt des E3. Die ersten Etappen dieses europäischen Fernwanderwegs sind zunächst flach, steigen jedoch schnell zu den Höhenzügen des Ostbalkans an. Der E3 führt gemeinsam mit dem Weitwanderweg Kom-Emine (am Schwarzen Meer) über annährend 20 Pässe mehr als 500 Kilomter weit nach Westen. In den einsamen Schluchten und Wälder dieser Landschaft sind noch Wölfe heimisch. Die Markierung mittels der weiß-rot-weißen Balken - ergänzt mit dem Buchstaben "KE" - sind die wenigen Hinweise auf diesen Fernwanderweg. Bis in die Berge des Hohen Balkan wird der E3 weiter geführt. Selbstversorgung in den Hütten und die Fähigkeit zur Improvisation werden in diesem Gebirge zum täglichen Begleiter. Die Hütten entlang des Fernwanderweges erleichtern in Verbindung mit den guten Karten und der Wegbeschreibung des Bulgarischer Tourismusverbandes erleichtern das Vorankommen. Der E3 führt nach Erreichen der kleinen Stadt Kom noch etwa 100 km weiter in den Westbalkan. Hier endet die Markierung. Die Weiterführung nach Rumänien soll bald realisiert werden.

Rumänien

In Rumänien ist die endgültige Streckenführung noch nicht abgeschlossen. Nach dem Überschreiten der Grenze an der Donau ist die Weiterführung des E3 über die Südkarpaten nach Norden zum Apusen-Gebirge geplant. In Cluj Napopca biegt der Fernwanderweg dann Richtung Ungarn ab, das nach 900 Kilometern erreicht wird.

Ungarn

Flach - nach den oftmals sehr steilen Pfaden des Balkans - werden die Etappen des E3 in Ungarn. Die in vielen Karten eingetragene Streckenführung über Budapest wurde geändert. Seit dem Grenzort Ártánd geht es gemeinsam mit dem E4, der vom Schwarzen Meer kommt, zur slowakischen Grenze immer nach Norden. Wirtschaftswege der Land- und Forstwirtschaft bringen den Wanderweg durch kleine Bauerndörfer zur Theiß. Die Kennzeichnung ist hier streckenweise lückenhaft. Nach 250 Kilometern Wegstrecke bei Sátoraljaújhely schwenkt der E4 nach Westen und bleibt somit zunächst in Ungarn, der E3 hingegen überquert die Grenze zur Slowakei.

Slowakei und Polen

Der EB-Weg, "Internationaler Bergwanderweg der Freundschaft Eisennach - Budpapest", der einzige große Fernwanderweg im ehemaligen Ostblock, ist nun bis nach Deutschland der Begleiter des E3.

Der E3 steigt nach Verlassen der Ronavaebene zu den Bergen der Ostslowakei an. Bei Presov geht der Wanderweg in die sanfte Hügellandschaft der Niederbeskiden über. Einsame, entvölkerte Dörfer werden vom E3 auf dem Weg nach Krynica durchquert. Das Überschreiten der Grenze zu Ungarn liegt hier schon 270 Kilometer zurück.

Erstmals führt die Route der beiden Fernwanderwege durch Polen. In westliche Richtung steigt der Weg jetzt an. In den Bergen der Tatra werden wieder Höhen von 1100 Meter und mehr erreicht. Vorbei an Berghütten des PTTK (Polnische Gesellschaft für Touristik und Heimatkunde) geht es nach Zakopane. Weiter entlang der Gebirgszüge der Hohen Tatra - teils über ausgesetzte Bergwege und durch tiefe Schluchten - wird nach 160 Kilometer Polen verlassen.

Bei Trestná verlaufen der EB-Weg und der Europäische Fernwanderweg wieder über slowakische Berg- und Wanderwege. Anstrengende 180 Kilometer Wegstrecke liegen noch vor dem Erreichen der Grenze zu Tschechien. Die Etappen steigen in den Bergen wieder bis auf 1700 Meter an. Von Zilina ist es nicht mehr weit bis zum Grenze bei Bumbálka. Seit dem ungarischen Grenzübergang haben der EB-Weg und der E3 einsame 630 Kilometer zurückgelegt.

Tschechien und Polen

Der erste Abschnitt des E3 auf tschechischem Boden führt durch Mähren. Über den Radhost (1130 m) hinunter über die Odra zur Mährischen Pforte geht die weitere Wegführung. Noch immer begleiten die Bezeichnungen "E3" oder "EB" den Weg. Schnell wird die Landschaft - auf dem Weg durch das tschechische Schlesien - flach. Nach knapp 300 Kilometer steht erneut ein Grenzübergang nach Polen an.

Durch den kleinen Ort Miedzylesie geht der Streckenverlauf hinauf zum gleichnamigen Pass (540 m). Wieder steigen die Bergpfade auf 1400 Meter. Die Grenze zwischen den beiden Ländern ist die Richtschnur des neuen Abschnitts über die Kammwege und Sättel des Eulengebirges. Eine Hochburg des Bergbaus in Polen - Walbrzych - liegt auf dem Weg durch die Sudeten. Das Riesengebirge wird im häufigen Aufstiegen und den unweigerlich folgenden Abstiegen auf Wald- und Bergwegen durchwandert. Nach 300 Kilomter verlässt der der E3 Polen zum letzten Mal.

Der E3 ist wieder in Tschechien. Die Wegmarkierungen der beiden Fernwanderwege führen den E3 ab der Stadt Harrachov über die Ausläufer des Iser Gebirges hinab in die Senke von Liberec. Im Lausitzer Gebirge reichen die Gipfel nur noch bis auf über 1000 Meter. Auf dem Weiterweg Richtung Deutschland kommen die Sandsteinfelsen im Nationalpark Böhmische Schweiz zum ersten Mal in Sicht. Vom letzten polnischen Grenzübergang bis zur Grenze nach Deutschland bei Hrensko beträgt die Entfernung 150 Kilometer.

Nach über 1400 Kilometer durch Tschechien und Polen, verbunden mit mehrmaligem Grenzwechsel, steilen Bergwegen und einsamen Gegenden erreichen der E3 und der EB-Weg Deutschland.

Deutschland

Der Lilienstein, Sächsische Schweiz

In dem ehemligen Fischer- und Schifferdorf Schmilka an der Elbe klettern der E3 und der EB-Weg hoch zu den Schrammsteinen (ca. 400 m). Über den Schrammstein-Gratweg, vorbei an den zahlreichen Aussichtspunkten geht es abwärts zum Kirnitschtal und anschließend nach Hohnstein weiter. Weiter verläuft der Pfad über die Bastei zurück zur Elbe. Vom Uferweg führt der Streckenverlauf hoch zum Lilienstein. Über die Festung Königstein gelangt der Wanderweg ins Bielatal. Die Sächsische Schweiz verlässt der E3 langsam nach Westen - immer noch gemeinsam mit dem EB-Weg durch Annaberg-Buchholz. Dieser Fernwanderweg zweigt vor dem Erreichen des Thüringer Waldes nach Eisennach ab. Die Feld- und Wirtschaftswege im Vogtland erlauben ein schnelles Weiterkommen. Der E3 ändert seine Richtung nun langsam nach Süden. Bei Selb im Fichtelgebirge wird nochmals die tschechische Grenze erreicht.

Die Grenze zwischen Thüringen und Bayern war in nicht allzu ferner Vergangenheit oft das Ende für die Wanderer aus westlicherund östlicher Richtung. Heute geht es ohne Aufenthalt weiter durch die Nadel- und Mischwälder des Frankenwaldes nach Coburg. Über breite Waldwirtschaftswege und schmale Pfade wird die Mittelgebirgslandschaft auf dem Weg zur Bischofstadt Fulda durchwandert.

Durch Nordhessen führen die Wege weiter nach Westen. Durch diese überwiegend landwirtschaftlich genutzte Region mit vielen Bauerndörfern geht es aufwärts zum Vogelsberg. Die Wetterau liegt hinter dem E3, wenn die ersten Anstiege zum Taunus bei Butzbach anstehen. Gemeinsam mit dem schwarzen "T" des Taunushöhenweges gelangt der Fernwanderweg durch die Wälder zum Großen Feldberg/Ts (880 m), nordwestlich von Frankfurt am Main gelegen. Der Europäische Fernwanderweg E1 kommt aus dem Norden hinzu. Nach einem kurzen gemeinsamen Verlauf biegt der E1 bei Schloßborn zum Mittelmeer nach Süden ab. Der E3 verläuft nördlich von Wiesbaden durch Schlangenbad nach Kaub ins UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal und in den ehemaligen "Freistaat Flaschenhals".

Markierung des E3 im Saarland

Vorbei an der Rheinpfalz bringt eine Fähre den E3 über den Strom. Eine kurze Strecke geht es am Rheinufer entlang nach Bacharach. Durch die Weinberge steigt der E3 zum Hunsrück an. Der E8 kreuzt auf seinem Weg von Irland nach Bulgarien nun die Route des E3. Dieser läuft jetzt über eine kurze Strecke gemeinsam mit dem Ausoniusweg nach Rheinböllen. Während der Ausoniusweg hier über die aussichtsreichen Hunsrückhöhen nach Westen weiter führt, biegt der E3 in den Soonwald ab. Durch das Wintersportgebiet auf dem Idarkopf (745 m) nach Moorbach. Wieder geht es durch große Waldgebiete: vom Idarwald zum Schwarzwälder Hochwald in das Saarland. Die oftmals breiten und schnurgerade verlaufenden Waldwege ermöglichen auf diesen Etappen ein schnelles Vorankommen. Die Abstiege in einige Seitentäler der Nahe bringen willkommene Abwechslung.

Im Saarland verlaufen der E3 und der Saarland-Rundwanderweg für eine kurze Zeit gemeinsam. Bei der Talsperre Nonnweiler südlich von Hermeskreil ist der "Hunnenring", eine uralte keltische Befestigungsanlage auf dem Dollberg (621 m). Der Schwarzwälder Hochwald begleitet den E3 zunächst nach Saarburg an der Saar. Zur Saarschleife bei Mettlach im Süden ändert sich nun der Wegverlauf. Der Höhenzug zwischen Saar und Mosel ist das letzte Hindernis vor der Grenze in Perl.

Der Grenzübertritt von Tschechien nach Deutschland liegt hier über 1300 Kilometer zurück.

Luxemburg

Am luxemburger Moselufer wendet sich der die Route wieder nach Norden. Ab Schengen geht die Strecke gemeinsam mit dem Europäischen Fernwanderweg E2 teils durch Weinberge entlang der Moselhänge nach Echternach. Dem Verlauf der Ostgrenze zum Nachbarland Deutschland folgt der Weg bis in den Norden des Grossherzogtums. Hier in Clervaux ändert sich die Streckenführung wieder nach Südwesten. Die westlichen Ausläufer der Ardennen und das Tal der Sûre mit seinen Dörfern liegen auf dem Weg nach Belgien. 200 Kilomter beträgt die Gesamtdistanz durch das kleine Grossherzogtum.

Belgien

Die rot-weiße Markierung der belgischen Weitwanderwege - hier der GR5 - sind jetzt die Begleitung über die Höhenzüge der Ardennen. In der Nähe der kleinen Stadt Arlon wendet sich der E3 nach Westen. Oft wird im weiteren Verlauf die Uferseite der Semois gewechselt. Die Wiesen- und Uferwege führen bis nach Bouillon. Nach 200 Kilometer Wegstrecke durch Belgien geht es zum letzten Grenzübergang für eine lange Zeit.

Frankreich

In großen Schleifen mit einer Gesamtdistanz von fast 1900 Kilometer wird der E3 durch Frankreich bis nach Spanien geführt.

Der E3 führt auf leichten Wegen langsam aus dem Hügelland der Grenzregion nach Südwesten. Bis beinahe Paris sind der Europäische Fernwanderweg und der französische Weitwanderweg GR12 auf einer gemeinsamen Trasse unterwegs.

Die leicht hügelige Landschaft der Picardie mit ihren Feldwegen erlauben ein schnelles Fortkommen. Der Weg bleibt nördlich von Reims und dem kleinen Fluss Aisne. Vorbei an Soissons durch den Foret de Copiegne nach Senlis. Bei dieser alten Stadt wechselt der E3 auf den GR1. Das Ballungszentrum der französischen Hauptstadt wird damit in einem großen Bogen östlich umgangen. Die Autobahnen, Nationalstraßen und Nebenstrecken, die ins Unendliche wachsenden Siedlungen liegen erst nach Überquerung der Seine nahe beim Foret de Fontainbleau hinter dem Weg. In diesem Wald kreuzt der E5 auf seinem Weg vom Kap Pointe du Raz nach Verona in Italien die Route des E3.

Vorerst in der Nähe der Loing geht mit dem GR13 nach Süden - Richtung südliche Champagne. Die Route verläuft weiter über Montargis und Auxerre nach Vezelay im Nivernals. Durch diese schon im Mittelalter bekannte Pilgerstadt führt einer der alten Pilgerwege, die Via Lemovencsis, nach Santiago de Compostela in Spanien. Der E3 nimmt die Route nach Süden und wird erst in den Pyrenäen wieder auf diesen alten Weg treffen. Seit Vezelay werden die Wege wieder anstrengender und die Dörfer kleiner. Häufig leben in diesen Dörfern nur noch alte Menschen. Viele Häuser stehen leer und verfallen. Immer noch mit dem GR13 geht es nun durch die einsame Landschaft Zentralfrankreichs. Im Parc Régional du Moran steigen die Berge nach sehr langer Zeit erstmals wieder auf 800 Meter an. Der GR13 endet in Bourbon-Lancy. Der E3 wechselt hier auf den GR3 und überquert kurz darauf die Loire.

Le-Puy-en-Velay

La Verenne, Andelaroche, Artfeuilles liegen an der Strecke nach Le-Puy-en-Velay. Die Monts du Forez bringen den Fernwanderweg mit vielen Steigungen oft auf über 1000 Meter. Die Route führt vor Erreichen des nächsten großen Etappenziels durch die Landschaft des Velay mit seinen typischen Basaltkelgeln. Belgien liegt in Le-Puy-en-Velay 1100 Kilometer zurück.

In Le-Puy-en-Velay ändert sich die Nummer des französischen Weitwanderweges zum letzten Mal. Der GR65 bleibt ab dieser Pilgerstadt mit den markanten Bergspitzen gemeinsam mit dem französischen Jakobsweg bis nach Spanien der Begleiter des E3. Die seit einigen Jahren wieder belebte Pilgertradition hat die Anzahl der Wanderer und Pilger in die Höhe schnellen lassen. Als Folge gibt es eine dichte Anzahl von Unterkunftsmöglichkeiten. Die rot-weiße Markierung des GR65 wird jetzt immer häufer durch die gelbe Jakobsmuschel auf blauem Grund ergänzt. Nahezu lückenlos bis in die Pyrenäen reihen sich die Symbole des Jakobsweges- und des Fernwanderweges aneinander. Auch gehören die bisher oftmals sehr einsamen Wege Frankreichs nun der Vergangenheit an. Noch ist Spanien 800 Kilomter weit weg.

Nach Südwesten wenden sich die Wege zum Tal der Allier. Der Weg führt weiter über die kahlen Höhenzüge der Montagne de la Margeride (bis 1450 m) durch den Aubrac bis nach Nasbinals. Bei Espalion trifft der E3 auf die Lot. Einige Kilometer folgt der Wanderweg dem Fluss, um dann nach Conques und Figeac abzubiegen. Weiter durch die verlassen wirkende Landschaft des Limogne und nochmals über die Lot zur Stadt Cahors führt der Weg. Ohne anstrengende Anstiege bringt die weitere Wegführung nach Moissac den E3 zur Tarn und der Garonne. Die Landschaft der Gascogne bildet mit ihrer blühenden Landwirtschaft und flachen Hügeln einen großen Kontrast zum Aubrac. Weiter führt die Route nach Condom, Montreal und nach Aire-sur-l'Adour. Nordwestlich an Pau vorbei kommen die Berge der Pyrenäen zum erstem Mal in Sicht. Die Brücke über den Fluss Gave d'Oloron bei Navarrenx bringt der Fernwanderweg endgültig in die Ausläufer der Pyrenäen. Den Pass nach Spanien überschreitet der Europäische Fernwanderweg nach steilem Anstieg von St-Jean-Pied de Port, dem Startpunkt vieler Jakobspilger.

Spanien

Von Saint-Jean-Pied-de-Port nach Roncesvalles, steigt der E3 über die Route de Napolèon - besser bekannt unter dem Namen
Navarrischer Weg - auf über 1400 Meter an. Aus dem französischen Pilgerweg, der Via Podiensis ist jetzt der spanische Camino Frances geworden. Anfangs über steile Wege, führt der Fernwanderweg aus den Bergen der Pyrenäen, hinunter nach Pamplona. In Puente la Reina ("Brücke der Königin"), vereinigt sich der Aragonesiche Weg mit der Hauptroute der Pilger und Wanderer. Durch malerische Dörfer nach Estella und Logrono. Die Provinz Navarra verlassen der Pilgerweg und der E3 durch Azofra und Santo Domingo de la Calzada.

In der sanft gewellten Landschaft der Rioja führt der Weg jetzt oft vorbei an Gemüsefeldern und Gebiete mit Weinstöcken zur Kathedrale von Burgos. Entlang der Wege Kastiliens mit seiner weiten Landschaft kommt der E3 nach Castrojeriz und Fromista. Der Horizont der unendliche erscheinenden Meseta scheint auf den fast schnurgeraden Wegen unerreichbar. Von Carrión de los Condes zieht sich der Weg über Calzadilla de la Cueza nach Sahagún.

Hinter Leon steigt der Weg langsam zu den Montes de Leon an an. Entlang der bewaldeten Hügel dieser Landschaft weiter nach Astorga auf 900 Meter. Hier beginnt der Anstieg durch die nun wieder baumlose Landschaft über den Rabanal zum Pass mit dem alten Pilgerkreuz Cruz del Hierro (1500 m). Die Wege und Pfade steigen wieder hinab nach Ponferrada (540 m). Hinaus aus der Stadt mit der Templerburg strebt der E3 weiter nach Galizien. Nochmals geht es zu einem Pass hinauf. Durch die Berge zum kleinen Ort O Cebreiro auf 1100 m Meter.

Der E3 führt hinunter ins grüne und regenreiche Galizien über Tricastela, Sarria und Melide nach Arzúa. Von hier sind es nur noch eine oder zwei Etappen bis nach Santiago de Compostela. Der offizielle Endpunkt des Europäischen Fernwanderweges E3 ist erreicht. Auch der Camino Frances endet hier nach 760 Kilometer.

Nur noch 100 Kilometer sind es von Compostela bis zur Atlantikküste. Das Kap Finisterre, im Mittelalter das "Ende der Welt", ist der natürliche Schluss für diesen Fernwanderweg vom Schwarzen Meer zum Atlantischen Ozean.

Literatur

Frankreich

  • TOPO-GUIDE Ref. 800 "Les GR de Picardie" Teilstrecke des GR12/E3 von Amifontaine bis Senlis.
  • TOPO-GUIDE Ref. 421 "Les Monts du Forez" Regionale Wanderwege und der GR3/E3 in diesem Gebiet.
  • TOPO-GUIDE Ref. 651 "Sentier de Saint-Jacques-de-Compostelle, Le-Puy - Figeac" GR65/E3
  • TOPO-GUIDE Ref. 652 "Sentier de Saint-Jacques-de-Compostelle, Figeac - Cahors - Moissac" GR65/E3
  • TOPO-GUIDE REf. 653 "Sentier vers Saint-Jacques-de-Compostelle Moissac - Condom - Roncevaux" GR65/E3

Alle TOPO-GUIDE sind in französischer Sprache. Auf der linken Seite eine gute Wanderkarte (1:50.000), rechte Seite die Wegbeschreibung, Geschäfte, Unterkunft und Besonderheiten.

  • Outdoor-Handbuch "Frankreich: Jakobsweg GR65 Via gebennenisis, Via podiensis" Der GR65/E3 von Genf über Le-Puy-en-Velay nach St-Jean-Pied-de-Port. Keine Karten, nur Skizzen, knappe Wegbeschreibungen, Unterkünfte. ISBN 3-89392-528-7

Spanien

  • Outdoor-Handbuch "Spanien: Jakobsweg" Keine Karten, nur Skizzen. Kurze Wegbeschreibungen, Unterkünfte. ISBN 3-89392-623-2

Allgemeine Info

  • Europäische Fernwanderwege, Übersichtskarte 1:3.500.000, Freytag u. Berndt ISBN 3-7079-0100-9
  • Frank Auerbach (Hrsg.), Europäische Fernwanderwege - Zu Fuß durch Europa - Steiger Verlag ISBN 3-89652-177-2 Vergriffen!
  • Hans Jürgen Gorges, Auf Tour in Europa, Kompass-Verlag ISBN 3813403386
  • Robert Wurst, Auf Europas Großen Wegen: Wandern und Kultur, Styria Graz ISBN 3222123462

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