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Klaus Klaus ist offline
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03.01.2005, 11:23   Patagonien
  #1  


Hallo Leute,

hat von Euch jemand Tips für Patagonien ?
(Links Reiseberiche Karten etc.)

Danke im Voraus,
Klaus.
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drah drah ist offline
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03.01.2005, 11:42  
  #2  


Hallo,

war erst vor kurzem dar und kann dir bestimmt helfen wenn du etwas konkreter wirst. gebiet, reisezeit, vorhaben etc... ansonsten einfach mal googln, da findest du jede menge.
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Klaus Klaus ist offline
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03.01.2005, 13:34   Patagonien
  #3  


Ich möchte im Torres del Paine NP zwei-drei Wochen wandern.
Reisezeit im Februar (Hoffentlich ist das noch nicht zu spät)

LG
Klaus.
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derMac derMac ist offline
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03.01.2005, 14:03  
  #4  


Also 3 Wochen scheinen mir für Torres del Paine scheint mir etwas viel. 7 bis 10 Tage sollten da locker reichen. Ist auch etwas überlaufen dort. Es gibt da unten aber noch andere schöne Stellen. Je nach Erfahrung könnt ihr vielleicht auch etwas außerhalb der vorgegebenen Treckingpfade wandern (nicht unbedingt im Nationalpark).

Ich werd heute abend mal schauen was ich noch so alles über die Gegend finde. Gute Karten zu bekommen ist übrigens nicht ganz so einfach wie in Europa. Vielleicht schreibst du ja mal noch was über den angestrebten Schwierigkeitsgrad deiner Tour.

Februar ist dort mitten im Sommer und sollte sehr gut passen.

Grüße
der Mac
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Klaus Klaus ist offline
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03.01.2005, 14:48   Schwierigkeitsgrad
  #5  


Wir haben beide bereits längere Trekkingtouren gemacht. Ausserdem sind wir regelmässig in den Alpen unterwegs. Wir haben aber nicht vor in Patagonien alpinistisch anspruchsvolle Touren zu machen.
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derMac derMac ist offline
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03.01.2005, 23:39  
  #6  


Da fällt mir ein, ich wollt ja noch was schreiben.

Es gibt da unten nicht wirklich viele markierte Wege (bezogen auf die Größe des Landes), die wenigen sind oft sehr gut besucht. Im Torres del Paine Park mögen sie es nicht sehr, wenn du die Wege verlässt. Anderswo wird das eher keinen interessieren. Schön sind Torres del Paine (sehr viele Wanderer) und Los Glaciares (Fitz Roy, Cerro Torre, die großen Gletscher, nicht ganz so viele Touristen). Dann gibt es bei Ushuaia noch einen NP der sehr schön und kaum besucht sein soll. Meine Lieblingsregion ist aber die chilenische Region XI. Dort ist in den niederen Regionen der Wald aber oft so dicht, das man da mit Rucksack (und auch ohne) nicht durchkommt.

Das Wetter ist auch im Sommer nicht wirklich heiß und wir hatten sogar Anfang Januar einmal Schneefall.

Viel Spaß
der Mac
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04.01.2005, 07:47  
  #7  


Auch wenn ich jetzt Werbung mache *duckandrun*, kauf dir mal die aktuelle BERGE Zeitung. Die hat gerade als Titelthema Patagonien.... ich verschlinge die Berichte und die Bilder auch gerade ;)

Gruß
Carsten
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04.01.2005, 07:56  
  #8  


Im Torres del Paine NP kann man neben der grossen Runde durchaus auch sehr stille Ecken im Park besuchen. Wenn man vom Campamento Torres einfach mal weiter geht, zur Rückseite der Torres, ins Tal mit dem Campamento Japones, siehts z.B. schon mal ganz anders aus.
Beste Anlaufadresse in Natales ist "der Schweizer", die Pension heißt AFAIR Casa Cäcilia. Dort bekommst du alles: Karten, Sprit, Gepäckaufbewahrung, Tickets etc. Man sollte mittlerweile aber vorher anrufen, ist immer recht voll.
In Natales gibt es auch solche "Adventure Companies", die teils an dne grossen Refugios (z.B. Grey) Stützpunkte haben. U.U. kann es sich lohnen, mit denen mal Kontakt aufzunehmen, um sich im Anschluss an die Wanderung ein besonderes Schmankerl zu gönnen: Die Rückfahrt nach Natales per Kajak, dauert ab Lago Pehoe ca. 2 Tage, den Rio Sarmiento (?) runter und über den Fjord Ultima Esperanza zurück nach Natales.
Noch ein Tip für Los Glaciares NP: Vom Cerro Torre Basecamp am Gletscher entlang in das Tal zwischen Cerro Torre und Fitzroy! Dann ggf. über den Paso de Nubes zum Refugio am Rio Electrico!

HTH...
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Grüssle...
Martin
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04.01.2005, 13:29  
  #9  


ich bin auch im Februar in Patagonien zum Trekking. Bisheriger Plan:Torres del Paine (8-10 Tage), Los Glaciares (4-6 Tage), Puyehue-Travers (4 Tage) und Besteigung des Villarica. Hat jemand schon mal zufällig die/den Puyehue-Travers gemacht und hat ein paar Tipps.
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04.01.2005, 14:02  
  #10  


Moin

Ich kann mich nur dem Mac anschließen. Ich würde sogar noch extremer sagen: Vergiss Torres del Paine, Los Glaciares (schau dir die Bilder in der Berge an, das reicht) und schau dir die XI. Region an. Dort trampeln sich nicht die Touris gegenseitig auf die Füsse und man kann verschiedene Trekkingtouren machen. Schöne Ort sind z.B. Cerro Castillo, Lago Leon, Lago Cochrane, die Carretera Austral generell, Lago General Carrerra, Rio Baker, Tortel oder die Fjorde vor der Küste. Im Bruckmannführer "Trekking in Patagonien" stehen ein paar schöne Touren drin. Einfach wunderschön dort, rel. einsam, die Campesinos sind noch sehr nett. Allerdings nicht wirklich gut markierte Wege (von Ausnahmen abgesehen). Und ich muss zugeben, das ein Auto (4x4) recht vorteilhaft wäre, um von Tour zu Tour zu kommen.
Es gibt eher so Straßenkarten, mir fällt nur gerade nicht der Name ein. Oder halt supergenaue Karten vom Militär.

Und hier gibt es auch noch spanische Infos

Vielleicht noch zum Anfüttern:



oder das hier:



Grüße, Robert
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04.01.2005, 14:06  
  #11  


und noch ein paar Tips für zealander

Ich war auch schon am Puyehue. Eine schöne Tour. Allerdings wollen die Leute am Haupteingang (an der Straße nach Argentinien) Geld haben. Hmmh, naja nicht so viel, aber so was ist immer ein kleiner negativer Beigeschmack. Die Frau in der Finca auf der anderen Straßenseite verkauft übrigens super leckere Empanadas (wenn man sein Geld ein wenig streuen will). Dann geht es ziemlich steil hoch, fast ohne Serpentinen, 3-4h. Brecht euch irgendwas von den Sträuchern zum Wedeln ab, dort wimmelte es bei mir damals (januar) von Riesenbremsen. Am Waldrand steht ein Refugio. Dann geht es am Gipfel vorbei über Vulkanasche und Geröll zu den heißen Quellen. Ab dem Refugio alles ziemlich einfach, fat nur gerade, einfach zu finden. Man kann noch Abstecher zu der Lava am Horizont machen, ziemlich beeindruckend. Wenn du am erstem Campingplatz bist, geh noch ein bisschen weiter, da kommt noch ein schönerer. Und nimm etwas mehr Wasser vom Refugio mit, das schmeckt dort oben alles nach Schwefel. Von dort dann noch mal ein halber Tag zu den Schlammgeysiren. Wir sind dann wieder zurück gegangen, aber man kommt wohl auch zu einem anderen Ort, wenn man dort weitergeht. Und wenn man dort startet, spart man sich den Eintritt.
Ach ja, diese kleinen Sträucher mit den rosa oder roten Beeren am Weg und am Campingplatz, die sind essbar (die Beeren) und sehr lecker, um das Müsli aufzufrischen. Sind mit unseren Blaubeeren verwandt.

und auch dazu noch was zum Anfüttern:


der Weg zu den heißen Quellen

Der Puyehue im Nebel und Sandsturm

Grüße, Robert
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04.01.2005, 14:16  
  #12  


Vielen Dank!!! werd mir die die sache mit dem auslassen von Torres und co mal durch durch den kopf gehen lassen...
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04.01.2005, 14:33  
  #13  


Zitat von Robiwahn
Ich würde sogar noch extremer sagen: Vergiss Torres del Paine, Los Glaciares (schau dir die Bilder in der Berge an, das reicht) und schau dir die XI. Region an.
Also das ist vielleicht ein wenig zu hart. Dem Fitz Roy zuzuschauen, wie er aus den Wolken kommt, ist einfach Wahnsinn. Die Wolken steigen nach oben und man denkt: 'höher kann der gar nicht sein'. Isser aber. Und das geht Stundenlang und die Wolken steigen und steigen und es ist kein Gipfel in sicht. Da kommt kein Bild auch nur halbwegs ran. Der Haken dabei: Meist sieht man nichts außer Nebel. Und selber hochsteigen kann man gleich vergessen. Und dem Moreno beim Kalben zuzusehen hat auch was.

Warum hast du das obere der Bilder nicht in den Fotowettbewerb gestellt? Das gefällt mir sehr gut. Und ja, es gibt noch andere Berge als den Fitz Roy dort, trotzdem ist der was Besonderes. :wink:

Was ich an der XI. Region aber am meisten mag ist der Wald dort. Das kommt auf Bildern nicht so rüber, aber der ist genial. Gerade auch in Verbindung mit den Schneebedeckten Bergen.

Grüße
der Mac
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04.01.2005, 15:07  
  #14  


@mac

Das Bild habe ich nicht reingestellt, weil es leider nicht von mir ist und ich den Fotografen nicht fragen konnte. Aber der Cerro Castillo ist schon ein genauso genialer Berg wie der Fitz roy oder die Torres (Besonders bei Vollmond :wink. Ok, die Torres und der Fitz Roy sind auch wunderschön (ich habe hier die aktuelle Berge liegen), aber was mich stört ist, das alle unter Patagonien nur diese Ecke mit diesen Bergen verstehen und dort hinwollen. Patagonien ist mehr und vielfältiger. Es gibt in der XI. Region so viele wunderschöne Ecken, die nicht so überlaufen sind. Die ich einfach anpreisen will, auch auf die Gefahr hin, das es dann nicht mehr so einsam ist. Aber bis die Besucherzahlen des NP Torres del Paine (ca. 80.000 je Jahr) erreicht werden, braucht es noch eine Weile in der XI. Region (ca. 10.000 Touris).
Und mit dem Wald hast du absolut Recht. Unten der immergrüne Regenwald mit Lianen, Epyphyten und fast undurchdringlichem Unterholz, darüber dann die laubabwerfenden Lengawälder, dann das Krummholz (das heißt sogar auf chilenisch so), dann kurz Geröll und dann gleich die Gletscher. Und das alles direkt neben der Straße. am schönsten sind die Wälder im März/April, also im Herbst. Eine intensive Laubfärbung, meine Fresse. Ich war noch nie in Canada, aber ich würde den Canadian Summer als Vergleich zum Vorstellen vorschlagen.

Oder das Bild hier



Und das noch dazu (ich würde am liebsten mein halbe Festplatte hochladen)



Ach ja, "schwärm", ich will wieder dahin. Wir sind mal um Tortel ein bisschen im Wald "spaziert" und sind dabei 2m über dem Grund auf dem Unterholz gelaufen, so dicht war das. Absolut genial.
Meine Unterschrift kommt übrigens von dort und war das Motto der Patagonier, mit denen ich gearbeitet habe. Und bedeutet: Wer sich beeilt, wird Zeit verlieren

sehnsüchtige Grüße

Robert

PS: Es gibt da noch einen Strauch, der hat so kleine bläuliche Beeren und Stacheln, eine Berberitze (wird auch in Dtl. manchmal als Parkstrauch gepflanzt), genannt Calafate. Wächst an Weg- und Weiderändern. Man sagt, wer von der Calafatebeere ißt, den wird die Sehnsucht nach Patagonien nie verlassen und er wird wiederkommen. Ich habe Unmengen von dem Zeug gegessen.
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04.01.2005, 15:28  
  #15  


Mal was ganz anderes, ich hab heute meinen Offtopic-Tag:

Wie kommt man denn dazu dort unten Diplom? zu machen?

Mac
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04.01.2005, 15:35  
  #16  


So, ich hab immer noch meinen Senf dazu zugeben. Hier mal ein Beispiel für diese Straßenkarten, von denen ich geredet habe.



also schöne Sachen sind z.B: (von Norden nach Süden)

- La Junta und von dort aus zum Lago Palena, zum Lago Verde oder zum Volcan Melimoyu
- Parque Nacional Queulat, fast direkt an der Carreterra Austral, ein Gletscher, der sich auch in ein Tal reinschiebt und abundzu abbricht
- das Tal des Rio Simpson östlich vor Pt. Aysen
- das Valle de la luna bei Nirreguao
- natürlich der Cerro Castillo
- am nördlichen patagonischen Eisfeld unzählige kalbende Gletscher, z.B. am Lago Leon und am Rio Nef
- der Lago General Carrerra und die umliegende Gegend, wunderschön, der See hat ein Blau wie im Bilderbuch
- Cochrane, und der Lago und die Reserva dazu, bestens zu Angeln geeignet und zum Trekken, vielleicht trifft man sogar einen Huemul dort
- Tortel per flieger über das nördliche Eisfeld, zurück per Boot auf dem Rio Baker
- Monte San Lorenzo
- die Carrerra Austral (es gibt Leute, die fahren dort mit dem Fahrrad lang, in meinen Augen etwas zu extrem, weil anstrengend und holprig)
usw., usw.

Wie gesagt, man braucht oft ein Auto. Trampen ist bei einer Verkehrsdichte von 4-10 Autos am Tag relativ schwierig, dafür ist die Wahrscheinlichkeit größer, das man dann auch mitgenommen wird. Es gibt auch Busse, aber nicht jeden Tag. Nördlich von Coyhaique mehr Verkehr, südlich davon immer weniger. In Coyhaique, der Regionshauptstadt, gibt es auch Anbieter von Trekkingtouren, mit Pferd, zu Fuss, mit Boot, Angeltouren (bei Amis sehr beliebt) usw.. Prinzipiell ist die Region eher für 3-4 Tagestouren geeignet, danach wieder zurück nach Coyhaique und zur nächsten. Weniger extreme Sachen. Ich würde auf Anhieb ein 4-Wochen-programm für mich zusammenstellen können.

Grüße, Robert
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04.01.2005, 15:44  
  #17  


*sabber*

Die Gegend um San Lorenzo / Lago Belgrano ist auch super toll. Viele Guanacos, Gewässer mit hundert Farbnuancen.....
.. oder rund um Bariloche /Arg. Cerro Cathedral, tronador, das Tal des Rio Manso....ach ja....*seufz*
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04.01.2005, 15:49  
  #18  


Hi Mac

Tja, wenn man Forstwissenschaften in Tharandt studiert, Hiwi am Tropeninst. der Uni ist und der Prof. Kontakte da runter hat, kann man leicht in sowas reinrutschen. Ich habe dann dort 6 Monate in Coyhaique gelebt, mit der Forstverwaltung CONAf und einem DED-Büro zusammengearbeitet und untersucht, wie Kleinbauern ihre Wälder bewirtschaften. Ergebniss: so gut wie gar nicht. Die meisten Campesinos sind einfach traditionell Viehzüchter, die manchmal nen Baum umhacken, wenn sie Brennholz oder mehr Weidefläche brauchen. Sehr viel mehr ist da nicht.
Und in den 6 Monaten hatte ich natürlich viel Zeit, mit meinen Kollegen die gesamte Region zu bereisen und Calafate zu naschen .

Ach ja, damit es nicht ganz offtopic wird. In der X. Region gibt es einen privaten Nationalpark, den Parque Pumalin. Dort versucht Douglas Tompkins (der Gründer und Ex-besitzer von Esprit) seine privaten Ideen von Naturschutz, nachhaltiger Nutzung der Ressourcen und ökonomische Entwicklung der Situation der Bewohner zu verwirklichen. Der hat riesige Flächen aufgekauft und aus der traditionellen Nutzung genommen. Ich bin nur kurz durchgefahren und das ganze wird auch ziemlich kontrovers diskutiert, aber ich finde es sehr spannend, interessant und unterstützenswert. Und auch bereisenswert. Googelt mal nach Parque Pumalin.

Was hat dich denn dahin geführt ?

Grüße, Robert
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04.01.2005, 16:19  
  #19  


Zitat von Robiwahn
Was hat dich denn dahin geführt ?
Urlaub Ist aber ganz schön stressig, wenn man nur gut 4 Wochen hat. Deshalb war ich in der Region auch nur 6 Tage.

on topic:
Aber an einigen Stellen ganz im Süden wird wohl massiv abgeholzt. Kenn ich aber nur ausm Fernsehn. Das mit Doublas Tompkins kannte ich schon, aber auch nur ausm Fernsehn. :wink:

Ach ja, an alle die da runterfahren: Kauft euch einen Sombrero wie ihn die Huasos (chil. Cowboys) tragen. Ich hatte die ganze Zeit einen auf und das kam unheimlich gut an bei den Einheimischen. Nur eche Huasos hab ich nicht gesehen. Obwohl, wenn das jetzt alle Touristen machen isses auch wieder langweilig.

Mac
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04.01.2005, 16:46  
  #20  


Es wird abgeholzt, keine Frage. Teilweise richtig professionell und im großen Stil, um das Holz zu verkaufen, teilweise halt die kleinen Bauern, die Weideland gewinnen wollen. Als die Region vor ca. 80-100 Jahren besiedelt wurde, gab es den Landtitel vom chil. Staat erst nach dem Nachweis der Bewirtschaftung. Und als Bewirtschaftung wurde fast nur Beweidung anerkannt. also weg mit den Wäldern und Kühe und Schafe hin.Und gerodet wurde per Feuer. Man sieht teilweise auf den Fincas noch die halbverrotteten Stämme auf den Weiden liegen. Die sind bis zu 40 oder 60 Jahre alt! In den 40-50er Jahren sind den Leuten dann die Rodungsbrände außer Kontrolle geraten, da haben 4-5 Millionen Hektar gebrannt. Der Himmel muss so ähnlich wie bei Matrix ausgesehen haben. Und das 10 Jahre lang. Danach setzten große Erosionserscheinungen ein, die den Hafen von Pt. Aysen verlandet haben und Coyhaique zur Hauptstadt werden lassen. Und seitdem gibt es die Pflanzungen oberhalb von Coy., damit die Stadt nicht von Erdrutschen weggespült wird. Man lernt leider immer erst aus Fehlern. Sehr schade das alles, aber jetzt nicht mehr so schnell rückgängig zu machen.
Die großen Firmen wollen halt einfach abhacken, verkaufen und Profite maximieren (die chilenen sind da ziemlich gut drin), die kümmern sich nicht um die Regeneration des Waldes. Und leider sind auch immer noch Kahlsschläge üblich. Und das Ley Bosque Nativo, das die sinnvolle nachhaltige Bewirtschaftung von Naturwäldern regeln und fördern soll, hängt seit Jahren im Streit um Details im Parlament fest.
Deswegen: So schnell wie möglich hin, bevor alles weg ist. (Nee, das wird nicht passieren)

Grüße, Robert

PS: Echte Huasos fahren heutzutage Camioneta. Nur, wenn sie das Vieh auf ihren Riesenfincas einfangen wollen, dann werden die Pferde gesattelt. Und dann kommt man sich wirklich wie im Western vor.
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