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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Klettern...


Silke
04.07.2002, 09:18
Hui, war gestern das erste mal in meinem noch jungen Leben in einem Kletterraum (vom DAV). War das geil...also Feuer gefangen...nur, leider habe ich null Kraft in den Armen und Händen...
...ok,ok, die Technik sollte das ausgleichen, aber die habe ich nun mal auch noch nicht...
also meine Frage...was kann man an Training für Arme und Hände so alle machen, ohne sich gleich eine Sehnenscheidentzündung zu zuziehen?
Am besten irgendwas für nebenbei am Arbeitsplatz (hab hier sowieso nix besseres zu tun...), falls es sowas gibt...

Best wishes,
Silke

Saloon12yrd
04.07.2002, 09:29
Hi Silke,

gell, klettern is geil :)
Was Training angeht kann ich nen Baby Beißring (http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?&mod_nr=kb09051&artbez=Trango+Grifftrainer+Ring&k_id=0708&h_kat=Bergsport&u_kat=Training) empfehlen. Der passt in jede Jackentasche und verursacht null Geräusche - ideal für morgens im Bus :)

Bei mir hat sich ein Sekundentakt als gut erwiesen, eine Sekunde lang zu machen (nicht schnell zu und dann halten), eine Sekunde wieder auf. Repeat ad nauseum. Wenn davon 200 Wiederholungen pro Hand kein Problem mehr sind, bringt das Gerät so fast nichts mehr. Dann gibt's zwei Möglichkeiten. Entweder wie oben beschrieben aber dazu noch längere Zeit geschlossen halten oder aber weniger Finger nehmen, dazu eventuell noch den Ring nur noch mit den Außengliedern der Finger halten - schlechterer Hebel -> mehr Kraft. Letzteres hat sich bei mir als besser erwiesen.

Das gibt einiges an Grundkraft in den Unterarmen. Diese Powerball Dinger sind auch ganz lustig haben aber laut Aussage einiger Topkletterer Deutschlands einen unspezifischen Trainingseffekt. Trainieren tun sie schon, allerdings nicht optimal für Klettern. Wohl eher für Tennis aber ich errinnere mich nicht mehr genau. Für mich persönlich haben die Teile zwei Nachteile: Sie sind zu teuer und machen Lärm - Nachteil im Bus. Dazu: Wie sieht dass denn aus, wenn eine Hand in der Jacke früh morgens kreisende Bewegungen in Hüfthöhe macht und mir der Schweiß auf der Stirn steht :bg:

Naja wie gesagt die Dinger sind gut um ne gewisse Grundkraft zu bekommen. Darüber hinaus hilft es sich am Türrahmen oder ähnlichem ein 5cm dickes Brett anzuschrauben und sich am langen Arm dran festhalten. Einfach nur hängen - gutes Ausdauertraining. Wenn das zu langweilig wird mach das an 120° angewinkelten Armen, danach 90°. Ist auch das zu langweilig nimm weniger Finger oder nur eine Hand aber so weit bin ich auch noch nicht :).

Aber trotz allem: Das beste Training ist Klettern und die beste Kraft heißt "Technik". Natürlich muß man die erst mal kriegen. Hm und falls es Dir noch keiner gesagt hat, wenn Du Höhe gewinnen willst mach das mit den Beinen, nicht mit den Armen. Die Arme sind auf deutsch gesagt nur dafür da Deinen Arsch an der Wand zu halten, also nicht hinten über zu kippen. Höhengewinn immer immer immer aus den Beinen. Die Dinger sind für sowas gemacht worden :)

In diesem Sinne auf gutes Gelingen,

Saloon12yrd

Tobias
04.07.2002, 09:42
Hallo!
Auch die beste Technik ist ohne ausreichend Kraft nix wert. Ich würde Dir empfehlen ein Theraband zu kaufen. Das ist preisgünstig, past in jede Tasche und ermöglicht Dir eine FÜlle von Übungen. Wichtig ist allerding das Du Deinen ganzen Körper trainierst um Muskeldysbalancen vorzubeugen. Schau Dir doch mal meinen Trainingsplan auf www.GoOutdoor.de an (unter Infos).
Gruß.
TObias

Becks
04.07.2002, 09:43
ich mach das Ganze folgendermaßen:
So oft es geht an den Turm und 1-2 h bouldern. Da ich auf Höhe 0 um den Turm rumkletter brauch ich keinen Sicherungspartner, und technisch bringt es auch einiges. Keine Sorge, wenn Dir nach den ersten Versuchen die Arme abfallen - das ist ganz normal. Nach dem dritten Training gehts schon besser.

Solch nen Beißring muß ich mir auch mal besorgen, Klemmzüge im Türrahmen geht hier so schlecht.

Ach ja - bei mir stellt Klettern nicht DER Sport dar, denn ich ausüben möchte, sondern ist nur ein erweitertes Trainingsprogramm für das Hochgebirge. Die Nordwand letztes WE (Grad III, gefroren) wäre ich ohne etwas Übung sonst nicht frei runtergeklettert.

Alex

Silke
04.07.2002, 09:54
@ tobias... muss ja gestehen, so ein Ding mit Anleitungsbuch fliegt bei mir seit geraumer Zeit unbenutzt rum...
und da ich eh schon immer so wenig Zeit habe, muss ich sämtliche sportlichen Aktivitäten mit irgendwas praktischem verbinden...oder Leerzeiten nutzen...also Joggen und Gassigehen, Arbeitsweg und Radfahren oder Laufen, Busfahrt/Job und dann jetzt Beissring...mache nebenher demnächst entweder wieder Kampfsport oder Jazz-Tanz...und hoffe, das das reicht...

@ Sal- also, so ein Beissring wird heute noch organisiert

@ Becks...naja, in die Verlegenheit klettern zu müssen werde ich so schnell wohl nicht kommen...also ersteinmal pur geniessen, das Ganze und dann mal schauen, wann sich eine praktische Anwendung dafür findet :-)

Danke euch allen für die Tips...

Becks
04.07.2002, 10:56
Von müssen kann keine Rede sein :) Es macht definitiv Spaß, erhöht die eigenen Sicherheitsreserven unterwegs und man kann endlich ein paar Gipfel ins Auge fassen, die jenseits des Normalwanderers liegen - und daher nicht so überlaufen sind.
Nix schöneres, als ne Route und nen Gipfel für sich zu haben

Alex

-CaRsTeN-
05.07.2002, 10:50
Haste was gegen Normalwanderer? :ohoh:

Becks
05.07.2002, 15:45
Nö, habe ich nicht. Ich hab nur auch gerne mal meine Ruhe - und die finde ich nicht auf Wegen wo sich viele Leute tummeln. Dies ist auch ein Grund warum ich auch zu Jahreszeiten in den Bergen bin, in denen sonst eher wenige wandern.
Ich habe nur etwas gegen Leute (ob "normal" oder "extrem"), die sich nicht an die Spielregeln halten - z.B. Krawallburschen, die nicht respektieren daß andere früh raus müssen und abends halligalli auf der Hütte machen.


Alex

Silke
05.07.2002, 16:06
muss ja sagen, von dem heftigen Muskelkater in den Untrarmen, der mich gestern mittag dann doch noch befallen hat, war aber vorher nicht die Rede :-( *heul, jammer*

tja, becks, kann dich gut verstehen...Massentourismus ist über all ätzend...auch in den Bergen...
wegen meinem vorherigen Beitrag:Klettern müssen meinte ich auch eigentlich nicht, sondern, in die Verlegenheit zu kommen, das es ohne Klettern nicht mehr weiter geht... :)

Könnt ihr ein paar Anfängerschuhe empfehlen? Werde nämlich morgen mal losziehen und mir welche anschauen /anprobieren und ggf. auchkaufen :-)

@ Sal- der tip mit dem 'Beissring' war prima. Danke :D

Becks
05.07.2002, 16:56
Als Anfänger tuts jeder Schuh, in den man reinpaßt - also nicht gleich nen High-End-Schuh holen, das ist rausgeworfenes Geld.
Mir wurde zudem geraten, anfangs nicht gleich die engsten Schuhe zu kaufen (Gefühlsecht bis in den kleinen Zeh - so mögen es Profis), da ich sonst die Lust am Klettern aufgrund der eingeschnürten Füße verlieren könnte. Bei mir sind die Schuhe jetzt gerade so eng, daß ich mit leicht eingerollten Zehen in den Schuhen drinstehe.

Geh auf jeden Fall zu einem Outdoorladen wo die Burschen sich auskennen. Ich hab zusammen mit meiner Freundin 2 h lang um die 10 Paare ausprobiert, bis wir uns entschieden haben. Und die 10 Paare haben wir in jeweils drei Größen ausprobiert bis wir zu einem Ergebnis kamen.

Alex

Silke
06.07.2002, 17:38
So, habe jetzt die ersten Schuhe ausprobiert und auch welche gefunden, von denen ich glaube, dass sie ganz gut passen...relativ hart, aber nicht die härtesten von der Sohle her, C4, Klettverschluss (die X-Ray von Five Ten...) und *heul...80 Euro...aber die günstigeren haben einfach nicht passen wollen...ziehe aber Montag nochmal in einen anderen Laden...
Gelächter gabs allerdings bei der Größenwahl...36 1/2...hat ausgesehen wie Kleinkinderschuhe :-)

Silke


(P.S. nein, ich bin keine 1.50m gross, sondern über 1.70... :roll: )

LuNAtiC
06.07.2002, 18:04
Gelächter gabs allerdings bei der Größenwahl...36 1/2...hat ausgesehen wie Kleinkinderschuhe :-)


ich hab echt augen gamacht und mich gewundert, daß sie nicht umfällt :bg:

Saloon12yrd
09.07.2002, 09:18
Haste was gegen Normalwanderer? :ohoh:

Nix was hilft ;)

Saloon12yrd

Wildy
09.07.2002, 10:33
also handkraft kann man aus einem mir noch nicht erklärbarem grund mit nem gyrotwister aufbauen...
wenn du willst bring ich das ding zum treffen mit... is funny

http://www.machtsuechtig.de/ <--- da gibbet infos



Dirk

Silke
09.07.2002, 10:40
Hi Dirk,

ja, hatte so ein Ding vor ein paar Tagen das erste Mal in der Hand...ganz schöne Fliehkräfte, die das Teil entwickelt :-) und ja, Suchtgefahr :-)

Brings auf jeden Fall mit, vielleicht haben noch ein paar mehr Leute so teile, würde ja zu gern wissen, ob sal- auch mit den Dingern im rotierrenden Zusatnd jonglieren kann (kennst du die Szene aus MIB, wo dieses Teil durch das Labor rast...so in etwa stelle ich mir das auch vor..neue Waffe, wir erledigen doch die Wildschweine nicht mehr altertümlich mit ner Steinschleuder *ggg*)

Liebe Grüße,
Silke

Wildy
09.07.2002, 10:42
ähmmm na dann okay mach ich *gggg*

Saloon12yrd
09.07.2002, 14:16
Hmmm damit jonglieren.... koine Ahnung, ist jedenfalls nen Versuch wert :)
Also 3-4 von den Teilen und ich probiers. Dann brauch ich nur ebensoviele Assistenten die die Teile andrehen und mir zuwerfen, hrrhrrhrr das wird lustig.

Sal-

Wildy
09.07.2002, 15:39
einen bring ich mit :-))

Saloon12yrd
09.07.2002, 15:48
Na dann bin ich ja mal gespannt - so lange ich nicht sowas (http://www.juggling.org/help/balls/rruben3fast.mpg) hier vollbringen muß könnte es gehen. :o

Sal-

Silke
09.07.2002, 16:36
schade eigentlich... aber zum Andrehen finden sich sicherlich Leute, notfalls würde auch ich meine untrainierten Muskeln mit dieser Tätigkeit belasten :-)

Aber Wildy, was hast du so an Tricks zu liefern?

Ich könnte ja versuchen n junges Pferd zu organisieren und wir zeigen den anderen dann mal, wie man Rodeo reitet :-)

Oder bist du auch eher für die von Jan angedachte Schwitzhütte :bg: das wäre ja mein favorite...


aber mal wieder zum Thema, kann mir denn einer was zu den X-ray von five Ten sagen, ich zihe nämlich in ein paar Minuten in den nächsten Kletterladen....

Saloon12yrd
09.07.2002, 16:47
Schwitzhütte wäre geil, allerdings glaub ich ist jedes Zelt ne Schwitzhütte wenn das Wetter so bleibt wie es momentan in Aachen ist :)

Five Ten macht normalerweise eher Hardcore Schuhe. Der X-Ray sieht nach den Fotos auf deren Homepage aus wie ein Boulderschuh für die oberen Grade (8 und mehr). Die Zehenpartie läuft sehr spitz zu - ideal für Microtritte, aber die muß man auch erst mal mit den Fingern halten können bevor man drauftritt. Gefühlsecht sind die Schuhe mit Sicherheit, die Sohle ist Highend, wie immer bei Five Ten. Resultat: Griffig bis der Arzt kommt, aber dementsprechend weich und schnell abnutzend.

Die beiden Laschen sind praktisch, die Klettverschlüsse reichen auf jeden Fall um den Schuh zu zu halten und ermöglichen schnelles ausziehen.

Also: Für nen Anfänger sicher nicht der optimale Schuh, aber letztendlich regiert die Passform. Wenn der Dir passt taugt der Schuh, aber richte Dich drauf ein, dass der nicht all zu lange hält. Hast Du mal Schuhe von Boreal probiert?

Sal-

P.S.: Laut Homepage kostet das Baby 125 US Dollar - hallo??? Ein guter Schuh muß nicht mehr als 70 Euro kosten.

Silke
09.07.2002, 16:51
Nein, die habe ich noch nicht probiert, aber der laden hatte auchnicht soo die riesen Auswahl, aber von denen die da waren, war der X-Ray der passendste...


Werde gleich dem nächsten laden einen Besuch abstatten, die haben auch eine Wand mit griffen zum Antesten der Schuhe... dann werde ich hoffentlich merken was passt....

Thx für die Info...

Silke

Meinst du den x-Ray? der kostet hier regular 79.90 Euro....somit noch ok...

Saloon12yrd
09.07.2002, 16:55
Ich meinte den hier (http://www.fiveten.com/Product/rock/xray.html). Ist aber "improved", kann sein dass der runderneuert ist.

Ich überleg schon die ganze Zeit krampfhaft welcher Schuh mir so gut passte aber mir fällt's nich mehr ein. Ich hab die uralten "Ass" von Boreal, sind nach wie vor gut, aber mir leider zu klein. Von den Mammut Tusk kann ich Dir übrigens nur abraten, die Sohle ist mies verklebt und zu dünn.

Warte mal kurz, ich blätter such grad mal nen Testbericht.

Sal-

Saloon12yrd
09.07.2002, 17:05
So, hier die Empfehlungen des Tests in der Klettern Mai 2002. Gestestet wurden 10 Schuhe mit Klettverschluß

"Zen" von Boreal
Passform vorn: 4/5
Passform hinten: 4/5
Verschluß: 3/5
Sensibilität: 4/5
Performance Leisten/Kanten: 5/5
Performance Löcher: 4/5
Performance Foothook: 4/5
Preis: 89 Euro

"Katana" von La Sportiva
Passform vorn: 5/5
Passform hinten: 4/5
Verschluß: 5/5
Sensibilität: 5/5
Performance Leisten/Kanten: 4/5
Performance Löcher: 5/5
Performance Foothook: 4/5
Preis: 95 Euro

Dominator V von Scarpa
Passform vorn: 4/5
Passform hinten: 3/5
Verschluß: 4/5
Sensibilität: 5/5
Performance Leisten/Kanten: 4/5
Performance Löcher: 4/5
Performance Foothook: 3/5
Preis: 98 Euro

"Foothook" sollte Dir egal sein, das Wichtigste ist die Passform, der Verschluß und die "Performance Leisten/Kanten". Aber das ist halt die Krux mit den Kletterschuhen - es gibt zu viele und kein Laden hat alle. Frag die doch mal ob sie Dir den Katana mal zur Ansicht bestellen können... am besten in drei Größen.

Viel Erfolg!

Sal-

P.S.: Größe 43 passt Dir nicht zufällig oder? Ich hätte da nen Gebrauchten günstig abzugeben ;)

Silke
09.07.2002, 17:09
P.S.: Größe 43 passt Dir nicht zufällig oder? Ich hätte da nen Gebrauchten günstig abzugeben ;)

*grins*

vielleicht, wenn ich beide Füsse reinstecke, aber das dürfte das Klettern nicht gerade vereinfachen *smile*

nee, ich fürchte nicht, habe normalerweise Grösse 36...ind den X-Ray waren es 36,5...

Aber trotzden danke für dein fürchterlich nettes Angebot :bg: :bg: :bg:

Und danke für den Testbericht:-)

Silke

Silke
09.07.2002, 19:28
so, nach dem Austesten von zig weiteren Schuhen in insgesamt 3 Läden (sollten jetzt um die 14 verschiedene Schuhe in div. Grössen gewesen sein), sinds dann doch die X-Ray geworden...in einem wunderschönen Sonnengelb (uargh :( ...warum gibts die Teile nicht einfach in schlichtem Schwarz?!).

hat einfach am besten gepasst, war vom Preis erträglich und wird sofort morgen zum Einsatz gebracht...:-)

nochmal danke für die vielen Tips... :D

Grüße,
Silke

Saloon12yrd
09.07.2002, 19:39
Sei froh dass sie hell sind, am ersten Sonnentag bei 30°C weißt Du was Du daran hast. Wenn ich eins an meinen Schuhen hasse dann das schwarze Leder.

Saloon12yrd

Silke
09.07.2002, 19:58
Ok, von der Seite habe ich es noch nicht betrachtet...aber das die die Dinger sogar in Fliederfarben produziereh ...Huha...also bei meinem Farbempfinden tut das schon in den Augen weh :-)

Saloon12yrd
09.07.2002, 20:46
Hehe klar werden die auch in Flieder produziert, aber eigentlich hätte der Verkäufer Dir die Teile nicht anbieten dürfen. Warum? Na is doch klar, das ist die SeniorEdition 2002 ®, passend zur Haarfarbe der modebewußten Dame über 70. Besondere Features seit 2002: Spezielle Passform GichtStop ® im Zehenbereich und eine speziell auf Kalkleisten abgestimmte Gummimischung (Alzheim Pro ®) an den Ballen.

:bg:

Sal-

Sacki
26.09.2002, 13:35
Das beste Training für´s Klettern ist Klettern. Die beschriebenen Übungen mit Beißring oder der Knetmase sind prima für Hände und Unterarme. Wer Kraft hat, dem fällt das Klettern auch viel Leichter. Ich empfehle Eigengewichtübungen - sprich alles wo Du nur mit Deinem Körper arbeitest. Klimmzüge bringen eine ganze Menge. Als Anfänger sind sie zwar schwer und Du wirst kaum welche hinbekommen aber wenn Du sie regelmäßig machst wird ihre Anzahl sich schnell steigern. Aber denk dran das nicht aus den Armen geklettert wird. Die Beine müßen viel Kletterarbeit übernehmen wenn Du eine gute Technik bekommen willst. Also trainier auch die Beine !

ToP
27.09.2002, 22:38
Ähhhhm, als Anfänger sollte man KEINE Kraft trainieren. Das schadet mehr als es nützt. Denn.... mit viel Kraft braucht man in leichten Schwierigkeiten keine Technik, und wenn man die Technik nicht übt, oder sogar versaut, kann man auch nicht besser werden:

Hat mich mal wie ein Blitz getroffen. Ich schon Fortgeschrittener im 3. Jahr habe mich mit pressen und würgen hochgequelt, es ging ja irgendwie, und dann kam eine (etwas füllige) noch nie vorher am Fels und ist da hochgeschwebt. Keine Kraft, also geschaut und Tritte gefunden. Sehr deprimierend für mich, habe dann meine Einstellung noch mal überdacht und denkt, bis 5-6er braucht man normalerweise kein Krafttraining :bg: .

Torsten

Phil
28.09.2002, 13:29
Ja gerade so würde ich dass nicht sage... Fingerkraft ist immer gut. Hingegen hätte ich es bis jetzt noch nie nötig gehabt die Beine zu trainieren... Klar ist es SEHR wichtig viel mit den Beinen zu arbeiten, jedoch besitzt auch ein Untrainierter meist genug Kraft dafür. Bei den Fingermuskeln ist es anderst. Die werden nur sehr kletterspezifisch genutzt, d.h. wer nicht klettert hat (meist) auch keine grosse Fingerkraft. Was ich damit sagen will: Technik ist schon gut und wichtig, aber unter dem 5./6. Grad kann man sie selten richtig einsetzen. Lieber mal ein wenig an der Grundkraft arbeiten und dann die Techniken (Eindrehen, mit den Beinen arbeiten, Arme immer schön strecken, kraftschonend klettern, etc) dann später in den "schwierigeren" und auch schöneren Routen einsetzen. Im 3. Grad kann man die Technik nun mal nicht wirklich gut einsetzen weil man eh locker hochkommt.
Soweit meine Meinung... :lol:
Gruss Philipp

ToP
28.09.2002, 23:25
Technik ist schon gut und wichtig, aber unter dem 5./6. Grad kann man sie selten richtig einsetzen.

...heißt das also, erst wenn man in die "Profiliga" aufsteigt, soll man an der Technik arbeiten? Dann hat man doch schon einiges versaut. Sicher kann man als kräftiger Kerl und Anfänger am Seilende eines erfahrenen Kletteres 6. oder gar 7. hinaufkommen. Man hat sie deshalb aber noch nicht geklettert. Wenn man am vorderen Ende des Seils hängt, macht man sich sehrwohl ab dem 3.-4. Grad mehr um Technik als um Kraft gedanken. "Bloßes krampfen am Griff und ziehen wie ein Berserker" sind dann schon fast Leichtsinn.
Beinkraft hat man genug, wenn man Treppen mit hohen Stufen hochlaufen kann (also hat man eigentlich immer), Oberkörperkraft ist als Anfänger nich nötig (weder Überhänge noch einarmige Klimmzüge sind nötig) und Fingerkraft kommt am besten durchs klettern selbst (oder diversen beschriebenen Übungen).

Diese Überzeugung habe ich aus eigener Erfahrung und dem Klettern mit weiblichen Partnerinnen (die nicht über enorme Kraft verfügen aber trotzdem in mit mir mithalten / mich übertreffen)

Torsten

Christian Wagner
29.09.2002, 14:07
Also meine klettererfahrung hält sich jetzt ja mal sehr in Grenzen (ein Nachmittag in der Fränkischen Schweiz an dem ich mit Ach und Krach ne 4+ hochgestiegen bin, und diverse Klettersteige in den Dolomiten), ich muss aber doch sagen, dass, als es mir jemand zeigte (mit den Beinen Stemmen, Griffe nicht zu fest fassen...) es doch um einiges leichter ging. Ausserdem sind alle Mädels mit denen wir unterwegs waren die Wände "hochgeschwebt", während ich alter Sack an den Griffen hing und kaum weiterkam. Ihre Arme waren sicherlich nicht halb so dick wie meine.

ToP
29.09.2002, 14:08
Eben :D

Phil
29.09.2002, 21:27
@Top: Ich wollte damit nur sagen dass Anfänger vorallem einfach möglichst viel klettern sollen, statt sich schon am anfang mit Technik herumzuplagen.
Wenn man dann schon ein klein wenig ahnung hat sieht man dann auch besser wo man die Technik anwenden kann. Wenn du einem blutigen Anfänger etwas von Technik erzählst dann geht dem dass genau am Arsch vorbei, schlussendlich zieht er sich doch einfach so gut wie möglich irgendwie hinauf. Meist hat man als Anfänger noch genug damit zu tun sich nicht gerade in die hose zu machen.
Aber wie immer, ich denke dass krafttraining oder kein krafttraining ist einfach ansichtssache.
Ich finde krafttraining ok. Zudem ist der lerneffekt höher weil man länger klettern kann und nicht schon nach 2-3 Routen "gepumpte" Oberarme hat.
Also, ich wünsche euch allen noch viel spass und eine unfall- und verletztungsfreie zeit beim klettern (ob mit oder ohne krafttraining)
Gruss
Philipp

Becks
30.09.2002, 10:04
Hi,
Krafttraining finde ich ok, aber wenn dann gezielt für die Unterarme und Hände. Damit kann man sich über längere Zeit auch im Überhang einfach mal in nen Griff hängen und überlegen wie es weitergehen kann.
Dadurch daß man sich nicht Kraft in den Schultern etc. antrainiert vermeidet man den Fehler, sich den Kletterstil zu versauen. Frauen haben nicht umsonst oftmals eine bessere Technik drauf - liegt daran daß ein trainierter Mann ne "schwierigere" (so im 6er Bereich) Route auch mal eiskalt durchbolzen kann. In die Griffe reinhängen und mit den Armen ziehn wie ein Blöder.
Technisch lernt man dabei nix - was sich dann später rächt und man daran sieht daß man selbst nicht weiterkommt und ne dünne Frau so eben mal nach oben schwebt....


Alex

Sacki
01.10.2002, 14:23
Sicher - Technik ist verdammt wichtig. Mit Krafttraining meine ich auch nicht, daß man den Hulk Hogan aus sich machen sollte. Aber als ich vor etlichen Jahren damit begann stetig etwas Krafttraining zu machen (nicht fürs Klettern sondern als normales Training !), viel mir das Klettern nach einiger Zeit viel viel einfacher ! Ich denke es ist eine sehr gute Unterstützung.

freaklimber
02.01.2003, 16:08
hi,

also ich klettere jetzt schon seit 2-3 jahren und habe viele kumpels die zwar gut klettern aber noch nicht lange und die haben probleme, nämlich mit den RINGBÄNDERN. sie sind die sache zu schnell angegangen und konnten besser klettern(von den muskeln her) als ihre ringbänder es verkraften würden. die tragen jetzt tapes und die sind ja bekannt für den teufelskreis den sie verursachen. damit möchte ich sagen das es wichtig ist zum anfang nicht gleich so viel mit kraft zu klotzen, weil die ringbänder sich über jahre entwickeln. jeder zweite tag und kontinuirlich... dann kommen auch die ringbänder mit. ohnehin haben sich dieverse powerballs und beißringe, bei mir als uneffektiv erwiesen. klettern und bouldern ist der beste weg erfahrung zu machen. auch ist die anwesenheit eines erfahrenen wichtig, da dieser immer wieder tricks zu technik vermitteln kann und dann lernt man VIEL schneller.

@newbie-schuhkäufer: ich empfehle einen mittel harten schuh der bequem sitz und in der fachsprache auch meist als slipper benannt wird. diese sind preiswert(besonders in CZ)

Silke
12.01.2003, 11:15
Nächste Frage zum Thema Klettern....

Wärmt ihr euch irgendwie vorm Klettern auf? Oder geht ihr einfach an die Wand und legt los?

Bisous,

Silke

Saloon12yrd
12.01.2003, 11:27
Auch wenn mich die Sportwissenschaftler gleich wieder steinigen: Es geht beides. Wir haben lange Zeit vorher aufgewärmt. Ein paar Minuten Seilspringen und danach eigentlich nur noch Dehnübungen für die Hände, Finger und Arme/Schultern. Danach in die erste einfache Route einsteigen, wirklich eine die man kann und die nicht anstrengend ist.

Irgendwann sind wir aber dazu übergegangen vor der ersten Route einfach eine Viertelstunde in Bodennähe rumzuklettern, was in etwa den selben Effekt hat. Klar, wer sich dann gleich an die kleinsten Triffe hängt wird schnell Freude an seinen Sehnen haben, aber bei den großen Henkeln tritt nicht mehr Belastung auf als wenn man ne Kiste Wasser trägt. Wärmt sich dafür jemand auf? Nö. Man kann das Warmklettern immer wieder intensiver machen in dem man nach jeweils ein paar Minuten die nächstkleineren Griffe und Tritte nimmt.

Die letzten paar Male wo ich klettern war hab ich beides Kombiniert, also erst einige Dehnübungen und dann in Bodennähe Klettern bis man wirklich warm ist. Ich hab nämlich gemerkt, daß Dehnübungen zwar ganz nett sind aber klettertechnisch überhaupt nichts bringen, deshalb beides. Danach kann man dann auch oft (nicht immer) die oben erwähnte "Warmkletterroute" weglassen und gleich was interessantes aber trotzdem nicht zu schweres klettern.

So, Feuer frei, die Steine stehen da drüben *duck*

Sal-

Tobias
12.01.2003, 19:47
@Saloon
Also ich werde Dich ganz bestimmt nicht steinigen. Ich hätte nur zwei Perfektionierungen anzubieten. Also ein Aufwärmen sollte mindestens 20 Minuten andauern, wobei die die Intensität langsam steigen sollte. Ein Warmklettern halte ich auch für möglich wenn man vom sehr leichten zum schwereren geht. 20 Minuten deshalb weil dann erst eine signifikante Steigerung der Körperkerntemperatur stattfindet. Ein vorheriges Dehnen der Muskulatur ist schlichtweg sinnlos, und wenn man es aus Gründen der mentalen Einstellung aus das Klettern nicht missen möchte sollte man ein leicht federndes Dehnen machen.
Gruß.
Tobias

Saloon12yrd
13.01.2003, 18:11
Tobias: Begründe mir bitte mal weshalb
a) Dehnen der Muskulatur sinnlos sein soll und
b) ich dann z.B. bei jedem Leichtathletikwettkampf (auch die von Weltformat) sehe wie sich die Leute dehnen. Ich vermute einfach mal daß hinter Sportlern der Weltelite auch Sportmediziner der Weltelite stehen.

Bin gespannt.

Sal-

Tobias
13.01.2003, 19:31
@Saloon
Sicher eine berechtigte Frage. Das Dehnen hat nach neuesten Studien nur eine beweglichkeitsfördernde Komponente, jedenfalls das klassische statische Dehnen. Das Dehnen Verletzungen vorbeugt oder die Regeneration beschleunigt scheint nicht der all zu sein. Führt man ein Dehnprogramm zur Erhaltung oder Verbeserung der Beweglichkeit aus, sollte man dies frühestens eine Stunde nach der Aktivität ausführen.
Die Spitzensportler die Du im Fernsehen siehst Dehnen sich nicht zur Verletzungsvorsorge, um ihre Muskelspindelsysteme zu aktivieren. Diese Systeme geben dem Körper darüber Auskunft welcher Spannungszustand gerade im Muskel herrscht. Diese Information ist von entscheidender Bedeutung um möglichst schnelle Kontraktionen der Muskuklatur zu erreichen. Da aber eine dauernde Erregung der Muskelspindeln durch statisches Dehnen ihrere Reaktionsfähigkeit senkt, führen alle Sportler, die die Fähigkeit schnelle Kontraktionen auszuführen für ihre Sportart brauchen, eine ballistisches Dehnprogramm aus. Wenn man nun mal überlegt für welche Sportarten dies gilt fallen einem sehr viele ein:
- alle Disziplinen der Leichtathletik
- alle Sprints (Kanu, Fahrrad, ....)
- alle Ballsportarten
- alle Rückschlagsportarten
usw.
Gruß.
Tobias

Silke
30.01.2003, 14:11
Nochmal als Verständnisfrage:

Dehnen von kalten Muskeln zur Steigerung der Beweglichkeit macht (meines Wissens) keinen Sinn.
Aufwärmtraining mindestens 20 Minuten (kenne ich auch nicht kürzer).
Warum Dehnen erst 1 Stunde nach der Aktivität? Sind da die Muskeln nicht wieder kalt?

Ich kenne Dehnen unter Spannung, meint (sehr leihenhaft ausgedrückt) z. B. bei der Spagatvorbereitung: Jemand drückt dir die Beine soweit auseinander wie geht ohne das es schmerzhaft ist (alternativ geht das auch mit Deuserband), dann hält man selbst mit Muskelkraft dagegen. Nach einer Weile wieder entspannen und schon kann man nochmal einen Zentimeter weiter dehnen... Richtig? Falsch? Schädlich?

Grüße,

Silke

Christoph
05.02.2003, 22:42
Hmm, das dehnen nicht Verletzungen vorbeugen soll, finde ich merkwürdig.

Aus meiner Volleyballerfahrung kann ich nur sagen, dass eigentlich immer, wenn ich mich nicht nach dem Einlaufen dehne (geiler Wortwitz eigentlich :lol: ), schon beim Sport oder in den Tagen danach irgendwas "zieht".
Insofern bleibe ich dabei. Und dass das Dehnen meine Reaktion verlangsamt habe ich auch noch nicht festgestellt. Das müsste man mal testen....


Ach ja, so nebenbei weil von dem Schuh hier in dem Thread schon mal die rede war. In einem Hamburger Laden (Extra-tour) gibt es den Katana im Moment um 30€ reduziert. Falls sich jemand für die Dinger interessiert.
Hab die mal anprobiert, war neidisch, wegen des im Vergleich zu meinem billigen Bufo, tollen (bequemen) Innenmaterials.
Was ich nur nicht verstehe, wie man in dem Schuh auch noch den großen Zeh aufstellen soll, das Ding sieht zwar nacher aus wie eine Sichel (von der Seite, daher kommt wohl auch der Name :) ) aber der große Zeh bleibt bei mir grade, weil da gar kein Platz nach oben zum aufstellen ist. Oder gehört das bei den Dingern so?

Hubi
06.02.2003, 11:06
Hallo Silke!

Also aufwärmen sollte schon sein.
Kommt drauf an, in was für eine Tour du einsteigst.
Hier bei mir in der Pfalz würd ich mich schon ab ner IV aufwärmen.
(Pfälzerbewertung!)
Bei Bouldern sowieso, denn da wirds ja dann gleich richtig schwer... :lol:

Die Seite www.klettertraining.de kann ich dir nur empfehlen. Ich hab das Buch davon, ist auch nicht schlecht.

Ansonsten hier noch ein paar Link zum Klettern in der Pfalz:

www.palatinum.info
www.pfalzklettern.de - Ist von mir, aber es ist noch nicht viel drauf :(
http://www.pfaelzer-kletterer.de
http://www.neutouren-suedpfalz.de/
http://www.xoxs.de
http://www.boulderxs.de


Hubert

Tobias
20.02.2003, 17:58
@Silke
Wie schon gesagt, Dehnen hat keinen präventiven Charakter (ist erwiesen). Demnach lohnt es sich auch nur bei schnellkräftigen Sportarten sich nach dem Aufwärmen ballistisch zu Dehnen. Um die Beweglichkeit zu fördern ist es egal, ob man die kalte oder warme Muskulatur dehnt, solange man es behutsam tut. Jegliches Dehnen mit Hilfe von Außen ist allerdings nicht der Gesundheit förderlich.
Gruß.
Tobias

ToP
01.03.2003, 14:11
Hallo,

ich halte es für ausreichend, mit meinem Rucksack zum Einstieg zu laufen. Das dauert 30 - 60 min und der Rucksack ist mit einem "kleinen" Snack und der Klettersachen nicht gerade leicht. Wenn das T-Shirt nass vom tragen ist, reicht das doch, oder?

Für die Hallenkletterer ist das natürlich nix :bg:

Torsten (*aus der Versenkung auftauch*)

Tobias
01.03.2003, 18:25
@Top
Das ist schon fast zuviel des Guten :bg: ! Nach dem Aufwärmen sollten gerade die ersten Tropfen Schweiß die Stirn entlanglaufen.
Gruß.
Tobias

freaklimber
13.03.2003, 21:25
aufwärmtraining...?


passiert mir auch manchmal... :lol:

ne ne, ist schon wichtig aber wenn ich da so typen sehe die erst ne viertelstunde hopsen und sich die haaransätze dehnen kommt mir das :kotz: . ich selbst boulder ne easy strecke in einem pullover --> wird warm, und dann steiger ich die schwierigkeit. manchmal kletter ich auch ein bissle bevor ich dann richtig anfange zu bouldern. :D

Bananenquark
20.06.2005, 11:21
Help me please!

Okay, ich bin auch ein Neuling, kraflos, techniklos aber motiviert!

Nun dacht ich mir, alle zwei Tage so ne Stunde/90 Minuten rumbouldern wären sinnvoll, hab auch bald erste Fortschritte verzeichnen können (technisch und muskulös :D ).
Aber nun gestern merk ich, nach einem Tag Pause, dass es doch nit so doll is, ziehen in den Unterarmen und hab's dann doch sein lassen.

jeder zweite tag und kontinuirlich... dann kommen auch die ringbänder mit.
Kann das so einer bestätigen?
Es ist wohl stark vom Traningszustand abhängig, mh? Aber kann man vielleicht doch grob sagen, wieviel noch gut is? Hab nämlich keinen Bock auf Verletzungen infolge von Überlastung oder sowas.

Would be thanful, Anka

derMac
20.06.2005, 12:32
Ich hab zwar keine Ahnung vom Klettern, aber Muskeln und Sehnen hab ich auch. :wink:
Und ich glaube, man sollte zwischen diesen Dingen unterscheiden. Wenns mal ein wenig in den Muskeln zwackt (Unterarme), dann ist das kein großes Problem. Immer mal ne Pause ist aber auf jeden Fall gut. Eine Überbelastung der Sehnen und Sehenscheiden kann jedoch zu chronischen Problemen führen die nur schlecht wieder wegzubekommen sind. Keine Ahnung ob es da ne Tainingsregel gibt, ich würde einfach versuchen, auf meinen Körper hören. Bei dir klingt es jedoch nach Muskelproblemen, also halb so wild.

Mac

Nicht übertreiben
20.06.2005, 13:28
Gerade am Anfang wuerde ich aufpassen, ueberlastete Sehnen sind nämlich wirklich kein Spass und es dauert eine Weile, bis sie sich an die Belastungen beim Klettern angepasst haben.

Lieber mal eine Pause zuviel, als zuwenig und auf den Körper hören ;)

Bananenquark
20.06.2005, 13:57
Okay, war vielleicht nicht ganz verständlich meinerseits.
Dass das ziehen gestern nicht weiter tragisch war, war mir klar. Nur wurd mir erst gestern dadurch bewusst, dass ich vielleicht etwas aufpassen sollte. Eben auf den Körper hören, aber wenn er eben sehr leise spricht ist es doch schnell zu spät, bis man ihn wahrnimmt.
Oder auf was muss ich denn besonders achten? Ringmuskel? Wie oft Klettern (oder so tun als ob) is denn okay, für Anfänger? Gibts nicht irgendwelche Grundtipps?

Nicht dass ich mich noch ganz kaputt kletter...

Grüße, erdbeermilchshakeschlürfende Anka

derMac
20.06.2005, 14:04
Nee, Ringmuskel ist was anderes. :bg:
Die oben erwähnten Ringbänder halten die Sehnen an den Fingern in ihrer Bahn und werden beim Klettern recht heftig belastet. Deswegen taped man da ja auch.

Mac, der jetzt aufhört über Dinge (Klettern, Anatomie) zu reden, von denen er nicht wirklich was versteht.

Bananenquark
20.06.2005, 14:13
Upps, ja, meint ich doch :bg:.
Nu aber das tapen bringts ja auch nit wirklich.

Vielleicht ist es besser, von den Dingen, wo man keine Ahnung hat zu reden, als sie auch noch zu tun...

Nicht übertreiben
20.06.2005, 14:21
Vom Tapen halte ich eigentlich gar nichts, selbst wenn ich dadurch die ensprechenden Ringbänder oder was auch immer entlaste, verhinder ich damit gleichzeitig, dass sie dazu angeregt werden sich auf höhere Belastungen einzustellen und erzeuge damit ein Ungleichgewicht aus Können etc. und körperlicher Belastbarkeit in diesem Bereich. Dann lieber so steigern, dass sich alles gleichmässig entwickelt.

Als ich angefangen habe zu klettern, habe ich es definitiv uebertrieben. Wir waren auch so ca. 2-3x die Woche und dann immer, bis es absolut nicht mehr ging. Irgendwann brauchten wir dann alle eine Zwangspause :bg:

Ne allgemeine Regel gibt es da aber bestimmt nicht, hängt viel zu sehr vom Körper, der Art der Kletterei, Dauer der Belastung etc. ab.

Gruss
Thorben

cd
20.06.2005, 16:25
Ich weiß ja net, wie du das Klettern angehst: Als Hochleistungssport oder als nette Sache mal so nebenher. Ich mach zweiteres. Und da hab ich keine Lust mich mit irgendwelchen Trainingsplänen rumzuärgern.
Klettern gehe ich, wenn ich Lust drauf hab (ziemlich oft :bg:), wenn ich Zeit finde (nicht oft genug :( ) und wenn ich keine wie auch immer gearteten Gebrechen hab. Zum Technik üben dürfte es schlussendlich eigentlich zu selten sein, Kraft kommt nebenher.
Kurz: solange es noch Spass macht und nicht weh tut ists denke ich OK.
Vermutlich ist es gerade anfangs sinnvoll, nicht so arg auf Kraft zu gehen, sondern erstmal zu versuchen sich ne saubere Technik anzueignen. Weil dann brauchts einfach weniger Kraft. Das kann man sich dann für irgendwelche weit überhängende spiegelglatte Granitplatten aufheben... :bg:

cd

Bananenquark
20.06.2005, 16:35
Es ist ne äußerst nette Sache nebenher. Also klar, wenn ich Lust drauf hab, und das hab ich immer, Zeit nehm ich mir dazu einfach und sonst bin ich fit.
Ich hab eben befürchtet, dass es zu spät sein wird, wenn es weh tut. Denn ich muss mich da schon bremsen, nicht zu oft zu gehn, also eben nicht täglich. Mein Trainingsterritorium is nämlich gleich 200m vom Haus, n altes Sandsteingemäuer (Viaduct). Naja, vielleicht hör ich einfach mehr, was mein Körper dazu so meint, ansonsten scheints keine Möglichkeit zu geben.

Thanx @ all, Anka

ice
21.06.2005, 03:29
Auch wenn mich jetzt für meine Aussage alle Extremkletterer/ Extremtrainierer/Pulsuhrträger :bg: steinigen wollen.
Für alle die anfangen zu klettern:
Klettert erst mal und macht euch noch keine Gedanken um Training u.s.w.. Hört auf Euren Körper(Finger) Wenn ihr merkt dass es zuviel wird macht mal Pause. Müssen wir denn heutzutage für alles eine komplette Gebrauchsanweisung haben? (Inwieweit kann ich mein belastetes Gelenk, wenn ich es tape noch belasten ?perverser Gedanke an sich) Und wieder hört auf euren Körper!. Es ist nun mal ein Unterschied ob jemand der trainiert ist zum klettern anfängt, oder jemand der die ganzen Muskeln die zum Klettern gebraucht werden, sein ganzes Leben noch nie gebraucht hat.
2. Kraft, Technik, Körpergefühl und Psyche bekommt man nur durchs Klettern.
3. Spezifisches Training ist erst ab einem gewissem Punkt nötig (ab 7)
4. Klettern besteht nun mal nicht nur aus Kraft und Technik sondern aus vielem mehr und das lernt man nur durch das Klettern

Bananenquark
22.06.2005, 18:36
my home near my castle
http://img66.echo.cx/img66/2464/bridge0113ww.th.jpg (http://img66.echo.cx/my.php?image=bridge0113ww.jpg)

...mehr Bilder laden geht grad net. :(

Nachher geh ich wieder, und hör, was mein Ich mir sagt.

AK

Thomas
22.06.2005, 22:52
Wie, und da boulderst Du um die Pfeiler?

Bananenquark
22.06.2005, 23:08
Bis jetzt nur an einer Seite, außenrum pack ich noch net. Joa und an der Seite hoch pack ich auch noch net, also hab ich noch genug zu tun. :)

Thomas
23.06.2005, 07:55
Bis jetzt nur an einer Seite, außenrum pack ich noch net. Joa und an der Seite hoch pack ich auch noch net, also hab ich noch genug zu tun. :)
Die Innenseiten der Torbögen sind sicher auch nicht uninteressant. :)

Bim
23.06.2005, 08:45
die Brücke sieht hier (am RZ) verdammt hoch aus... Naja ich boulder lieber am FH Tor in Karlsruhe (Foto folgt) :bg:

Bananenquark
23.06.2005, 11:55
@ Bim, du lebst ja auch noch! :D RZ?

Bim
23.06.2005, 16:13
RZ=Rechenzentrum das ist der Raum in dem man viel PCs und einen zügigen Internetzugang hat...

Tiago
23.06.2005, 20:55
Zügig ist doch auch eher an FHs untertrieben... :bg:
Wir haben hier in Ravensburg nen Turm draussen und für DAV Mitglieder isses umsonst... :wohoo:

Eisbär
29.07.2005, 00:10
Bis jetzt nur an einer Seite, außenrum pack ich noch net. Joa und an der Seite hoch pack ich auch noch net, also hab ich noch genug zu tun. :)

Hmm,coole Sache an einer Brücke!
Aber ich kenne die Steinchen an solchen Brücken als ziemlich kantig und Messerscharf.
Und der einzige Halt für die Griffel sind die Kanten zwischen 2 aufeinanderliegenden Steinen.

Wie pullst Du denn überhaupt?

Würde mal gerne sehen,wie jemand an solchen Brücken rumklettert.
Bzw. wie er/sie das macht.

Gibt sicher Brücken an denen das gehen würde von der Beschaffenheit ,aber wenn ich mir das Bild so ansehe ,sieht da nichts nach Fugen oder Löchern um halten aus.

Wer sicherst von oben?
Oder kletterst etwa ohne rope? ;)

Brücken und Gebäudeklettern, bitte soviel links wie es geht. :)

Bananenquark
29.07.2005, 10:19
Nö, meine Brücke ist nicht sehr kantig, blöd ists nur, wenn man blöd an der Wand streift, weil die Wunden vom Sandstein nervig sind, hab das Gefühl, die heilen schlechter als andere Schrammen.
Zwischen den Steinen gibts nicht viel Halt, weil die auch kürzlich frisch restauriert wurd :grrr: .
Aber die Steine sind hervorstehend genug und nicht ganz glatt, sondern haben einzelne Griffe/Tritte.

Von oben sichern ist easy, einfach Seil ans Geländer. Mach ich aber selten, weil ich meist in Bodennähe bzw unter der Brücke bleibe.

Meine Brügge ist ne coole Location, mit Mäuschen und ab und an untendurchtrottenden Rehen.

Bin auch n bissel aufm Gebäudeklettertripp. Liegt halt näher als Fels.

Liebe Grüße, Ann