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tigger09
07.06.2004, 23:00
Hiho ihr Lieben! :)

Wo es hier ja doch einige Schwimmerfahrene gibt, könnt ihr mir vielleicht ein paar Tips geben...

Ich muß für nen Rettungsschwimmschein 4m Tieftauchen und bin daran heute kläglich gescheitert.
25m Streckentauchen hab ich geschafft, aber wenns tiefer als ca. 2m geht, tun meine Ohren so weh, daß ich wieder auftauche. Druckausgleich (also Nase zuhalten und ausatmen) hat auch nichts mehr gebracht, außerdem war es irgendwie schwierig zu entscheiden, ob mit TaucherBrille (also auch über die Nase) oder ohne und mit Nase zuhalten oder ausatmen und überhaupt blöd *grmpf* :ill:

Hat jemand von euch nen Vorschlag, wie ich das hinbekomme?


Liebe Grüße,
Hannah

Lemming
08.06.2004, 09:29
Hihi,

Ich versuch mal zu helfen...

Also ersmtal sollte das Tieftauchen nur ohne Schwimmbrille geschehen. Auch bei den relativ geringen Tiefen entsteht in der Schwimmbrille relativ zum Aussensdruck ein Unterdruck, der das Auge, bzw. die Netzhaut schädigen kann. Also entweder mit Taucherbrille, bei der du über die Nase diesen Druck ausgleichen kannst, oder ohne Brille. Sollte eigentlich der Ausbilder wissen. Zumindest wurde mir das bei meinem Ausbilderlehrgang oft genug gesagt...

Zum Tauchen selbst:
Wenn ich das richtig verstanden hab', ist der limitierende Faktor der Druckausgleich und nicht die Luft? Klappt denn der Druckausgleich an der Wasseroberfläche? Hast du gerade eine Erkältung, Schnupfen oder Allergien? Wenn nicht, würde ich vielleicht mal Kontakt zu einem Ohrenarzt suchen. Wenn er da funktioniert, solte er auch unter Wasser klappen. Fang aber auf jeden Fall mit dem Druckausgleich an, BEVOR du den Druck spürst. Wenn du erst in zwei Meter Tiefe anfängst, kann es sein, das der Druck schon zu groß ist, um ihn auszugleichen. Mach lieber zwei oder sogar drei kleinere Druckausgleiche. Also lieber in einem Meter Tiefe schon damit anfangen.

Viel Erfolg beim Üben.

Gruß

Matthias

Welches Rettungsschwimmabzweichen machst du denn?

Scubaron
08.06.2004, 10:26
Hi,

Du solltest auf keinen Fall mit einer Schwimmbrille tauchen.
Es kann hier schon bei geringer Tiefe zu ziemlich üblen Schäden kommen. Da der Druck, wie Lemming schon sagte, nicht über die Nase ausgeglichen werden kann, herrscht eine Druckdifferenz zwischen innerhalb der Brille und ausserhalb der Brille. Dadurch wird die Brille ans Gesicht gedrückt, liegt aber nur auf dem Brillenrand direkt auf der Haut auf. Der Rand quetscht dann die Gefäße um die Augen regelrecht ab.
Das kann in leichteren Fällen zu zwei schönen lila Veilchen führen, mit mehr Druck auch das Auge schädigen.

Was den Druckausgleich angeht, gibt es mehrere Methoden:

1. Mund zu, Nase zu halten und VORSICHTIG Luft in die Nase blasen (wie beim schneuzen) bis man spürt wie die Ohren "aufgehen" (knacken oder zischendes Geräusch) und der Druck ausgeglichen wird.
Viele machen dabei den Fehler, die Kiefermuskulatur anzuspannen. Dann geht es nicht/ nur schwer. Man hat den Eindruck man "drückt" wie blöd, aber es geht nicht. Locker bleiben und einfach in die Nase atmen. Wenn Du da Schwierigkeiten hast, einfach durch die Nase ausatmen und dann die Nase einfach zuhalten und weiter ausatmen. NICHT PRESSEN!

2. Mit der Zunge Druck auf den Gaumen ausüben, gleichzeitig die Kiefermuskulatur anspannen und den Kiefer dabei hin- und herbewegen. Dafür braucht man allerdings Übung.

Wichtig bei allen Methoden: Du erzeugst erhöhten Druck in den luftgefüllten Hohlräumen des Kopfes. Der Druck muss auch wieder raus. Also beim auftauchen langsam machen, nicht hochschießen! Teil Dir die Luft entsprechend ein.
Fang rechtzeitig mit dem Ausgleich an, nicht erst wenn die Ohren schmerzen. Dann ist der Druck meist schon so hoch, dass Du nicht mehr ausgleichen kannst. Faustregel: das erste mal bei ca. 30-40 cm Tiefe, dann ungefähr jeden 3/4-1m
Und: nichts erzwingen. Üb lieber erstmal getrennt den Druckausgleich (vielleicht kennst Du einen Taucher, der das ein bißchen mit Dir übt) und dann mach Deine Übungen für den Schein.

Das ist auch ein bißchen von der Tagesform (und natürlich der Gesundheit) abhängig. Ich habe auch schon Tauchgänge ausgelassen, weil es an dem Tag einfach nicht ging.
Wenn Du die Nase zu hast, Heuschnupfen, Grippe, Erkältung usw. hast Du unter Wasser nichts verloren, nicht mal in einem Schwimmbad. Es kann durchaus passieren, dass Du bei z.B. Erkältung Luft in die Nebenhöhlen kriegst, diese aber anschließend nicht mehr entweichen kann. Das tut genauso weh, geht aber erstmal nicht mehr weg..... Das kann einige Zeit dauern und ist auch nicht wirklich gesund.

Mit Nasenspray o.ä. würde ich keine Experimente veranstalten.

Gruß

Scuba

tigger09
08.06.2004, 11:02
Vielen, vielen Dank!!! :D

Es war auch keine Schwimmbrille, das durften wir nicht - ich habs oben geändert.
Ich versuch mich am DLRG-Silber... bis aufs Tieftauchen und die kombinierte Übung hab ich alles...

...und jetzt geh ich üben! :roll: :)

Chris 2
25.06.2004, 22:31
Und wie bitte tauchen dann "Gertätetaucher" oder auch ich als Schnorchler 30-5 m mit Brille???????? :o :o :o

ICh kann der Aussage "Ohne Brille tief"( in dem Falle nur 4m) nicht zustimmen.

Gibt dpch für diese Zwecke extra Taucherbrillen mit möglichst geringen Luftvolumen intus

Chris 2
25.06.2004, 22:32
Jedenfalls klappt bei mir alles ohne Zwischenfälle.

Finn
26.06.2004, 01:35
Hi Hannah!

Habe dir mal eine PN geschrieben. Vielleicht hilft dir die Infoquelle weiter :)

Gruß
Finn

Scubaron
05.07.2004, 09:20
Und wie bitte tauchen dann "Gertätetaucher" oder auch ich als Schnorchler 30-5 m mit Brille???????? :o :o :o

ICh kann der Aussage "Ohne Brille tief"( in dem Falle nur 4m) nicht zustimmen.

Gibt dpch für diese Zwecke extra Taucherbrillen mit möglichst geringen Luftvolumen intus


Lemming gings hier um die SCHWIMM-Brille, mit der sollte man wirklich nicht tief tauchen. Durch die getrennten Augenschalen ist definitiv kein Druckausgleich möglich (außer man kann genug durch den Tränenkanal pressen, das bezweifle ich allerdings). Mit einer normalen Taucherbrille kann man selbstverständlich tief tauchen, für Apnoe-Taucher gibt es hier die etwas kleinere Ausgabe mit kleinem Volumen (hat auch nur den Sinn, daß man nicht soviel der wertvollen Atemluft für den Druckausgleich verbrät).

david0815
05.07.2004, 15:20
Ich versuch mich am DLRG-Silber... bis aufs Tieftauchen und die kombinierte Übung hab ich alles...


hey, den hab ich auch! Kann also nicht so schwer sein. Wird schon klappen. :D

Bei uns waren eigentlich nur die Griffübungen schwer, weil der Prüfer den Ernstfall wirklich simuliert hat und sich wirklich an dich rangeklammert hat. Und das war so ein 100kg Koloss! :ill: Das war ganz schön heftig aber geklappt hat´s.

mfg

David

Bananenquark
05.07.2004, 16:22
...war bei mir auch so, find ich aber gut, der Ernstfall war zwar "nur" simuliert, aber wenn du wirklich mal in die Lage kommst biste froh drüber!

Rostet nicht ein, sondern übt hin und wieder mal.

Arti
03.08.2004, 21:45
ich kann Lemming mit der Behauptung, dass bei einer Schwimmbrille in einer gewissen Tiege ein Unterdruck entsteht, nicht zustimmen.
Wenn man Taucht auch nur auf 4m entsteht eine Drucksteigerung um 0,4bar ( bei 10 Metern 1,0 bar ) Die Luftvolumen wird also zusammengedrückt und es ensteht ein Ausgleich in der Schwimmbrille, der auch 0,4bar mehr als an der Wasseroberfläche besteht.
--> also ein Überdruck. Und was dann lediglich passiert, ist dass Auf das Auge ein überdruck von 0,4bar wirken. Auf den gesamten Körper wirken auch die 0,4bar und es entsteht wieder ein mehr oder weniger Ausgleich die einem gesunden Menschenkörper nicht viel ausmachen sollten. Bei größeren Tiefen kann der Körper das nichtmehr hinbekommen.

So seh ich meinen Standpunkt ( ich lasse mich gerne belehren wenns nicht so sein sollte )

Die Schmerzen im Ohr kommen nur weil im Innenohr der Druck von der Öberfläche herrscht und durch das "Schneuzen in die geschlossene Nase" das Innenohr und der Druck wird angepasst. Beim Auftauchen wird der Druck von selbst angepasst. Man sollte aber nicht die Luft anhalten, da sich das Volumen der Luft wieder ausdehnt.

Genug gefachsimpelt

Gruß Arti

Lemming
03.08.2004, 22:10
Hi Arti,

Ich versuch das nochmal richtig darzustellen:

Wenn du tauchst, steigt der Umgebungsdruck. Soweit sind wir uns einig :bg: In der Schwimmbrille bleiben allerdings das Volumen und die Luftmenge gleich. Also bleibt auch der Druck gleich, ist also der, der an der Wasseroberfläche herrscht. Da der Druck der Umgebung allerdings ansteigt, entsteht relativ dazu ein Unterdruck in der Schwimmbrille. Die Netzhaut ist da ziemlich empfindlich
Bei einer Taucherbrille hab' ich die Möglichkeit, die Luftmenge durch die Nase auszugleichen und somit den Druck dem Außendruck anzupassen.

Hoffe, ich hab's verständlich erklären können

fanaticTRX
03.08.2004, 22:15
So, jetzt nochmal langsam: In den beiden Hälften der SChwimmbrille ist Luft eingeschlossen, deren Druck nicht (im Gegensatz zur Taucherbrille) ausgeglichen werden kann. Was passiert? Es entsteht eine Druckdifferenz zwischen Wasser und Körper auf der einen Seite und Luft in der Brille auf der anderen Seite. Durch diese Differenz wird die Brille stark aufs Gesicht gepreßt (ausprobieren, ist schon bei 2-3 Metern so) , da der Wasserdruck "versucht", die Luft in der Brille auf den Aussendruck anzugleichen, d.h. zu komprimieren. Sobald das Gummi der Brille nichts mehr hergibt, um den Raum, dem die Luft in der Brille zur Verfügung hat, zu verkleinern (und so die Luft zu komprimieren und einen Druckausgleich herbeizuführen), steigt die Kraft, die auf alle "Wände" des Hohlraumes Brille einwirkt. Unter anderem Auch die Kraft auf die "Wand Auge. Und da diese "Wand" leiuchter nachgibt als die Brillenscheibe, wird das Auge in Richtung Hohlraum d.h. aus der Augenhöhle "gesaugt"/gedrückt. AUA!
:sleep:

Arti
03.08.2004, 22:20
fast lemming :D aber in dem, dass die Brille an das Gesicht gedrückt wird wird das Volumen in Schwimmbrille komprimiert und so entsteht ein +Druck und das ist so wie es fanatic gesagt hat, das auge wird nach innen gedrückt 8)
In allem anderen geb ich dir Recht

fanaticTRX
03.08.2004, 22:27
Eben nicht: Es entsteht ein UNTERDRUCK gegenüber dem Umgebungsdruck. Der Druck der Umgebung steigt, der Druck in der Brille kann das aber nur solange mitmachen, wie der Spielraum des Brillengummis eine Raumverkleinerung zulässt. Sobald das Gummi nichts mehr hergibt, bleibt der Druck in der Brille gleich - bei weiterem Abtauchen aber steigt der Umgebungsdruck weiter an. Da die physikalische Tendenz zum Druckausgleich hin zum höheren Umgebungsdruck durch Raumverkleinerung weiter anhält, muss das Auge als schwächste Komponente dran glauben, der Augapfel bzw die netzhaut werden in Richtung Brillenglas gesaugt.

Bene

(der einen PADI AOWD-SChein + X Tauchstunden auf dem Buckel hat und weis wovon er redet.)

Arti
03.08.2004, 22:29
ich hab grade mal in meiner großen Tauchfibel nachgeschaut. Da steht
Unser Körper besteht zum größten Teil aus Wasser und wird durch diese Druckzunahme nahezu überhaupt nicht belastet oder zusammengedrückt, da Wasser nicht kompressibel ist. Allerdings gibt es in unserem Körper, und da sieht das schon ganz anders aus. Luftgefüllte abgeschlossene Räume werden unter höherem Druck kleiner und bei nachlassendem Druck wieder größer

Das Gesetz von Boyle und Mariotte

Lemming
03.08.2004, 22:31
Hi Arti,

Sorry, Fanatic hat geschreiben, daß das Auge nach AUSSEN gedrückt/ gezogen wird, also in Richtung der Schwimmbrille und er hat damit völlig recht :bg:

Gruß

Matthias

CMAS Bronze und kennt Rettungstaucher (SCNR :bg: )

fanaticTRX
03.08.2004, 22:31
Das bestätigt dann ja meine Theorie - Räume werden kleiner, auch der Raum Brille... ich fühl mich gerne bestätigt, weis aber niocht ob dus jetzt genauso siehst...

Arti
03.08.2004, 22:38
hmm ja der Raum wird kleiner aber ich kann mir das net vorstellen, dass dann das Auge rauskommt. Ich denke eher, dass die Brille nachgibt ( im Sinn näher ans Auge gepresst wird ) als, dass das Auge rauskommt.
Ich bin Morgen wahrscheinlich eh mit meinem Tauchlehrer in Linkenheim unterwegs und den werde ich mal fragen. Ich denke der als alter Hase wird mir da mit Sicherheit Auskunft geben.

Arti
03.08.2004, 22:51
Hab was in meinem Buch gefunden. Und ich muß Euch Recht geben.

Sorry meinerseits :roll: Dort steht :
Barotrauma der Maske bzw. des Auges
Das Barotrauma des Auges ist durch den luftgefüllten Raum der Tauchmaske bedingt. Beim Abtauchen hat der Druckausgleich über die Nase zu erfolgen, die im Maskenraum liegt. Schwimmbrillen oder solche Konstruktionen, bei denen die Nase nicht in den Maskenraum integriert ist, sind daher für das Tauchen nicht geeignet. Unterbleibt der Druckausgleich-ein häufiger Anfängerfehler-, so kommt es durch den relativen Unterdruck im Maskenraum zur Schleimhautbeschädigung des Auges und der Nase mit Blutaustritten. Ein Überdruckbarotrauma beim Auftauchen kann nicht entstehen, da die sich ausdehnende Luft über den Maskenrand entweicht.

wieder was gelernt

Froschmann Rehlein
13.12.2004, 21:19
Moin!

Da wurde doch der ein oder andere Dünnsinn erzählt :wink:

Wenn ich Tigger richtig verstanden habe, bezog sich die Frage auf einen 4 m Apnoe "Tauchgang".

Bei 4 m muss man sich mit einer Schwimmbrille schon ziemlich doof anstellen, um sich durch Unterdruck beim Auftauchen die Augäpfel "rauszusaugen". Eher fallen Euch die Augen beim Niesen raus :wink:

Man sollte aber nicht die Luft anhalten, da sich das Volumen der Luft wieder ausdehnt.

Auch das trifft bei diesem Beispiel nicht zu. Will ich apnoe zum Grund tauchen, atme ich ein, halte die Luft an und tauche ab. Mit dem Abtauchen verringert sich durch den steigenden Umgebungsdruck das Lungenvolumen. Der Mensch ist in diesem Stadium (und auch in anderen) nicht in der Lage, Sauerstoff zu erzeugen, um das Lungenvolumen unter Druck wieder zu vergrößern. Taucht man wieder auf, vergrößert sich das Lungenvolumen wieder - allerdings genau auf das Ursprungsvolumen. Vorausgesetzt, man hat auf dem Weg nach unten nicht abgeatmet. Dann ist's natürlich weniger ...

Das einzige Problem bei Tigger scheint also der Druckausgleich zu sein, der hier ganz richtig beschrieben wurde.

Der Druckausgleich sollte sofort beim Abtauchen begonnen werden und nicht erst, wenn es in den Ohren drückt. Hat man eine zu enge Ohrtrompete, muss man die Luft mit Gefwalt in das Innenohr pressen und das ist schmerzhaft. Ausserdem kann durch die ungünstigen Druckverhältnisse Gewebeflüssigkeit in das Innenohr dringen und das ist noch (und länger) schmerzhafter.

Ansonsten gilt bei allen Apnoe-Übungen: In der Ruhe liegt die Kraft. Alles langsam machen, keine Hektik. Es hilft, seine Atmenanhaltezeit zu trainieren. Man wird nicht so leicht unter Wasser hektisch, wenn man weiss, dass man im Notfall locker 2 bis 3 Minuten lang die Luft anhalten kann. Es hilft, wenn man die Lunge vor dem Abtauchen nicht ganz voll pumpt, dann setzt der Atemreiz unter höherem Umgebungsdruck später ein. Hyperventilation vor dem TG ist natürlich absolut verboten! Wegen der Gefahr des Schwimmbad-Blackouts sollte man Apnoe-Übungen nur unter strenger Aufsicht machen, mir ist schon zweimal fast das Licht ausgegangen.

Genug gelabert, gut's Nächtle,

Rehlein

PS. Das Ding, das sich Taucher über die Augen packen, heisst MASKE, nicht Brille :old:

Lemming
14.12.2004, 23:18
Hihi,

Bei 4 m muss man sich mit einer Schwimmbrille schon ziemlich doof anstellen, um sich durch Unterdruck beim Auftauchen die Augäpfel "rauszusaugen". Eher fallen Euch die Augen beim Niesen raus

Die Druckgefahr besteht beim Abtauchen, da hier die Druckdifferenz größer wird und nicht beim Auftauchen.

Die Gefahr ist auch eher, daß die Bindehaut/ Netzhaut.... geschädigt wird. Die ist bei Druckunterschieden wohl etwas umpfindlich. Wenn ich mit meinen kleinen Schweden-Schwimmbrillen auf 3m gehe merke ich auf jeden Fall schon einen recht unangenehmen Druck in der augengegend. Daß das Auge wirklich rausfällt halte ich auch für eher unwahrscheinlich.

Es hilft, wenn man die Lunge vor dem Abtauchen nicht ganz voll pumpt, dann setzt der Atemreiz unter höherem Umgebungsdruck später ein.

Das mußt du jetzt mal genauer erklären. AFAIR wird der Atemreiz durch die CO2-Konzentration im Blut ausgelöst und nicht durch den Druck in der Lunge :-? Die Lunge nicht ganz voll zu pumpen hat den Grund, daß man nicht so viel Auftrieb hat und leichter runtertauchen kann. Beim Streckentauchen kommt noch der etwas geringe Wasserwiderstand dazu :D

Gruß

Matthias

Froschmann Rehlein
17.12.2004, 17:48
Moin Mathias!

Das mußt du jetzt mal genauer erklären. AFAIR wird der Atemreiz durch die CO2-Konzentration im Blut ausgelöst und nicht durch den Druck in der Lunge :-?


Da hast Du natürlich Recht. Das CO2 steuert den Atemreiz. Das macht ja auch die Hyperventilation vor dem TG so gefährlich. Zusätzzlich zur Schulmedizin kommt aber noch der Faktor "Erfahrung". Und der besagt eindeutig (auch nachzulesen in Ausbildungsbüchern), dass der Atemreiz ebenfalls vom Füllstand der Lunge beeinflusst wird (die med. Erklärung weiß ich leider nicht mehr). Ebenso spielen psychische Faktoren eine Rolle. Ist man nicht gerade Apnoe-Profi, kann man mit leichten und ablenkenden Tätigkeiten (z.B. Schraubenbrett, guckst Du Bild) deutlich längere Tauchzeiten erreichen.

http://www.froschmaenner.de/training/schrauben1.jpg

Die Lunge nicht ganz voll zu pumpen hat den Grund, daß man nicht so viel Auftrieb hat und leichter runtertauchen kann. Beim Streckentauchen kommt noch der etwas geringe Wasserwiderstand dazu :D

Genau. Dann noch A-backen zussammen kneifen und Ohren anlegen und man gleitet pfeilschnell wie eine Makrele durch die trübe, kalte See 8)

Grüße,

Rehlein

tigger09
17.12.2004, 19:37
Wenn ich mit meinen kleinen Schweden-Schwimmbrillen auf 3m gehe merke ich auf jeden Fall schon einen recht unangenehmen Druck in der augengegend.
Dito - der Tip, die Brille wegzulassen war schon ganz gut :D.

Beim Streckentauchen war super, daß der Trainer mich mit seiner Uhr unter Wasser geschickt hat - ich sollte mindestens das 1 1/2-fache, was ich sonst für die Tauchstrecke brauche, unten bleiben.

Was es bei mir beim Tieftauchen im Endeffekt gebracht war wohl das Nasenspray... :wink: