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Daniel Chan
09.04.2004, 11:05
Wer von euch hat Erfahrung mit Selbstverteidigung oder ist sogar ein Kampfsportler?

gi
09.04.2004, 12:44
Anwesend.

tsfc
09.04.2004, 14:36
ist lange her .....

tom

Sneaker
09.04.2004, 15:05
is scho a zeitl her..

Mephisto
09.04.2004, 16:12
Hab vor ca. 8 Jahren mal Karate gemacht...
Lang, lang ists her...

Daniel Chan
09.04.2004, 22:11
Anwesend.

Was heißt das? :D

gi
10.04.2004, 10:11
Du fragtest nach Leuten, die Kampfsport machen.
- Anwesend

Fabian
10.04.2004, 13:39
I a

Artoc
10.04.2004, 14:17
Moin

ich auch, ich auch. Willst du auch wissen was?

Ninjutsu, lege allerdings gerade eine kreative Pause ein.

Gruss Artoc

Der Pickenier
10.04.2004, 19:11
Gabs da nicht schonmal Threads zu???

Mephisto
11.04.2004, 01:51
Gabs da nicht schonmal Threads zu???

Wenn, dann verlinke bitte.
Ich zu faul zum suchen bin :bg: :bg:

Gruß,
Benni

Daniel Chan
11.04.2004, 20:36
Und welchen Stil habt ihr euch ausgesucht?

Also ich wollte eigentlich Kung Fu machen, doch es gibt hier in der Nähe keine Schulen. Ich gehe erstmal in Karate reinschnuppern und schaue dann weiter. (besser etwas, als überhaupt nichts.. :wink: )

Daniel Chan
11.04.2004, 20:37
Übrigens ein netter Link:
www.kampfkunst-board.info :bg:

Fabian
12.04.2004, 00:17
Ju-Jutsu

Janaek
12.04.2004, 12:52
Ich mach seit diesem Winter Taek Won Do, ich hab damit angefangen weil dachte das ich zwar Kraft hätte von meinem anderen Sport, es mir aber an Gelenkigkeit fehlt und ich eine gute Körperbeherrschung haben möchte, und ich muss sagen es bringt was!

gi
12.04.2004, 12:59
Ju-Jutsu
dito.

tsfc
13.04.2004, 11:47
Ich mach seit diesem Winter Taek Won Do, ich hab damit angefangen weil dachte das ich zwar Kraft hätte von meinem anderen Sport, es mir aber an Gelenkigkeit fehlt und ich eine gute Körperbeherrschung haben möchte, und ich muss sagen es bringt was!

Wenn ich mich nicht stark irre, dann gehört das 'k' zum 'won' :wink: . Tae = Fuß, Kwon = Faust, Do = 'Kunst'.

Das schöne daran ist, daß es nicht nur körperliche Leistungsmerkmale (Ausdauer, Schnelligkeit, Gelenkigkeit etc.) fördert, sondern sich mit der Zeit auch mental auswirkt! Dies gilt natürlich aber auch für andere Kampfsportarten ....

Viel Spaß!
Tom

Daniel Chan
15.04.2004, 16:25
:D
Gibts also doch ein paar Kämpfer...

Daniel Chan
19.04.2004, 14:57
Ich mach seit diesem Winter Taek Won Do, ich hab damit angefangen weil dachte das ich zwar Kraft hätte von meinem anderen Sport, es mir aber an Gelenkigkeit fehlt und ich eine gute Körperbeherrschung haben möchte, und ich muss sagen es bringt was!

Wenn ich mich nicht stark irre, dann gehört das 'k' zum 'won' :wink: . Tae = Fuß, Kwon = Faust, Do = 'Kunst'.

Fehler! :bg:
Do = Weg oder versportlichte Form

papajoe
19.04.2004, 18:35
in meiner frühen jugend mal shiu jutso und später russian martial arts. ich bereuhs nich, allein die dadurch ausgeprägten sturzreflexe haben mir beim biken schon einige verletzungen erspart.

Janaek
19.04.2004, 18:42
@wald: *g*, thx, nächstes Mal besser aufpassen, aber danke für die Übersetzung!

gi
19.04.2004, 19:18
Ja, Fallschule ist äusserst sinnvoll!


Mir gefällt an Kung Fu die vielen Bewegungen (von tiefe bis hohe Stellungen) und die Saltos und Rollen die eingebaut werden.
Macht glaub ich viel Spaß!

Vorsicht, du wirst dadurch nicht rumspringen wie Jackie Chan (das ist nämlich nur ein Film ;)) und was Saltos mit Strassenkampf zu tun haben, weiß ich auch nicht. Das ist genauso unsinnig, wie mit dem Fuß zum Gesicht zu schlagen. ;)

Kung Fu ist AFAIK eine Lehre zum beherrschen seines Körpers. Richtige Atmung, Meditation, etc. wird da groß geschrieben.

papajoe
19.04.2004, 19:50
richtige selbstverteidigung hat prinzipiell nichts ästethisches mehr an sich, sondern sollte absolut auf effektivität getrimmt sein. sonst isses eben kampfkunst.
wenn man sein leben zu verteidigen hat sind drehkicks oder son schnulli absolut unangebracht. da heißts genger kurz möglichst effektiv kampfunfähig zu machen und dann die flucht antreten.

Christian J.
19.04.2004, 19:52
mal 'ne blöde, aber ernstgemeinte Frage: Was spricht denn gegen das gute alte In-die-Eier-treten im Notfall? So kann man doch IMHO 'nen Mann am effektivsten außer gefecht setzen.

Christian

tsfc
19.04.2004, 20:09
Ich mach seit diesem Winter Taek Won Do, ich hab damit angefangen weil dachte das ich zwar Kraft hätte von meinem anderen Sport, es mir aber an Gelenkigkeit fehlt und ich eine gute Körperbeherrschung haben möchte, und ich muss sagen es bringt was!

Wenn ich mich nicht stark irre, dann gehört das 'k' zum 'won' :wink: . Tae = Fuß, Kwon = Faust, Do = 'Kunst'.

Fehler! :bg:
Do = "versportlichte Form"

??? also 'Fuß und Faust in versportlichter Form' oder wie??? ... Äh, ich glaub, ich stehe gerade auf der Leitung .... :wink: . Aber ansonsten volle Zustimmung: 'Do' heißt nicht 'Kunst'! Sorry, das hatte ich wohl ziemlich falsch in Erinnerung. Google hat übrigens noch den 'Weg' (u.a.) im Angebot, guckst Du hier (http://www.univie.ac.at/USI-Wien/ueb/inf/info%2063.htm) oder hier (http://www.randori-berlin.de/enosys/wms/wms.asp?parent=66).....

Tom

tsfc
19.04.2004, 20:13
mal 'ne blöde, aber ernstgemeinte Frage: Was spricht denn gegen das gute alte In-die-Eier-treten im Notfall? So kann man doch IMHO 'nen Mann am effektivsten außer gefecht setzen.

Christian

Nix, wenn Du schnell genug bist und richtig triffst :bg: .... Aber das dürfte nicht so einfach sein ....

T.

gi
19.04.2004, 20:41
Erstmal Verhältnissmäßigkeit checken.
Wenn er dich anpöbelt und du machst ihn zur Frau ist das schlecht! ;)

In die Eier treten ist bestimmt nicht schlecht, aber imho schon recht "populär", als Gegner würde ich sowas regelrecht erwarten. Trotzdem ist es wohl noch das Beste, was man ohne "Übung" machen kann.

papajoe
19.04.2004, 21:53
effektiver, aber evtl auch mit recht schweren folgen isn schlag vor den kehlkopf, muss nich ma stark sein, aber damit kann man imho auch einen zur strecke bringen, und das würde mir ja noch fremd liegen.

Matchbox
19.04.2004, 22:54
:sleep:

Mephisto
20.04.2004, 09:38
Entweder

mit beiden flachen Händen kräftig gegen beide Ohren schlagen = Überdruck im Mittelohr = Gleichgewichtssinn empfindlich gestört = Angreifer geht zu Boden

oder

Kräftiger Tritt mit Fußspan gegen Oberschenkelmuskel (wie beim Kickboxen gesehn) = wenn entsprechend kräftig bekommst damit den geübtsten und überlegensten Angreifer zu Boden. (Fällt um wie ein Sack Mehl). Dann hast genug Zeit zum wegrennen (bietet sich auf alle Fälle an)
Voraussetzung: Treffen

Gruß,
Benni

Gwenny
20.04.2004, 11:18
Google hat übrigens noch den 'Weg' (u.a.) im Angebot, guckst Du hier (http://www.univie.ac.at/USI-Wien/ueb/inf/info%2063.htm) oder hier (http://www.randori-berlin.de/enosys/wms/wms.asp?parent=66).....

Do (jap.) = Dao (chin.) = Weg (mit einer Menge an Deutungsmöglichkeiten)

Corina,
die vor langer Zeit 2 Jahre Jiu Jitsu gemacht hat und sich nun an Iaido versucht.

Matchbox
20.04.2004, 11:26
Kräftiger Tritt mit Fußspan gegen Oberschenkelmuskel (wie beim Kickboxen gesehn)...

tritt man nicht mit dem knochen darüber?

Mephisto
20.04.2004, 14:21
tritt man nicht mit dem knochen darüber?

Naja, des is Definitionssache, sind viele Knochen da :wink:

Gruß,
Benni

Matchbox
20.04.2004, 18:10
ich wusste nicht ob so weit unten schon das schienbein anfängt - das meinte ich jedenfalls!

Mephisto
20.04.2004, 18:43
Is ne gute Frage...
Wo sind die Anatomen die uns diese Frage beantworten können?
Wie nennt man den/die Knochen die man umgangssprachlich Span nennt?

Gruß,
Benni

alaskawolf1980
22.04.2004, 13:34
hier! Habe mal Ving Tsun gemacht. Jeder Verein schreibt das anders. Da wo ich das gemacht habe, wird es auch anders geschrieben. Ich kam leider an einen Lehrer im Verein, der die Schüler finanziell versucht hat über das Ohr zu hauen und schon echt seltsam war. Hatte was gelernt, und bin auch froh, da wieder weg zu sein, sonst hätte das noch böse enden können. Gegen den laufen einige Verfahren zur Zeit. Der Rest des Vereins war aber OK. Vielleicht wurde der schon gefeuert. Keine Ahung.

Wenn ihr also in einem Kampfsportverein irgendwie ein komisches Gefühl habt oder eine Ahnung...lieber gleich so schnell wie möglich austreten. Das erspart einiges an Ärger.

Ving Tsun, Wing Shun, Wing Tsun usw. ist übrigends zum einen eine Kampfkunst und zum anderen auch super effektiv. Da gibt es keine Filmtritte höher als die Gürtelllinie, da gibt es keine weit ausgeholen halbrunden Boxerschläger. Alles kurz, gerade, schnell, effektiv. Bruce Lee hat als Kind und Jugendlicher auch Wing Chun gelernt, bevor er später sein eigenes System entwickelt hatte. Er hat sich auch in den Straßen von Hong Kong als Jugendlicher herumgeprügelt. Und da schien ihm Wing Chun recht nützlich zu sein. Das gute an Wing Chun ist ausserdem, dass es relativ leicht erlernbar ist um sich verteidigen zu können. Und das ist ja schonmal eine wichtige Sache. Man will nicht Jahre verbringen, bevor man einen Erfolg merkt. Die Stellung beim Wing Chun ist natürlich. Alles ist beim Wing Chun natürlich. Keine Verrenkungen keine Stellung wo man zu tief oder zu instabil (zu tief = man kommt zu langsam vorwärts aus der Stellungsposition) ist.
Für Frauen ist es besonders geeignet, da hier nicht Kraft gegen Kraft angewandt wird, sondern Kraft umgeleitet wird. So kann sich auch eine schwache Frau effektiv gegen einen starken Mann wehren.

papajoe
22.04.2004, 14:10
so ungefähr war auch russian martial arts. immer schön die kraft des gegners umlenken oder ihn reinrennen lassen. keine verrenkungen, wie du schon alles sagtest. und was mir auch sehr gefallen hat: keine gürtel, abzeichen oder klassifizierungen der gruppenmitglieder.

tsfc
22.04.2004, 16:31
letzten Endes ist doch jede Kampfsportart nur so gut, wie derjenige, der sie ausübt ....

T.

Daniel Chan
24.04.2004, 21:43
Ein Kampfsportler, der ein halbes Jahr "mal so mitmacht" wird sich im Ernstfall gegen einen Schläger oder Kämpfer, für denen solche Szenen normal sind und die auf soetwas vorbereitet sind, nicht großartig verteidigen können. Es braucht viel Übung. Kung Fu = harte Arbeit :)

Die Selbstverteidigungskurse sind dafür da, um in einer Notfallsituation ein bisschen gewappnet zu sein. Auf jeden Fall wird man sich besser zu helfen wissen, als derjenige, der noch nie von Selbstverteidigung gehört hat.

alaskawolf1980
25.04.2004, 09:54
letzten Endes ist doch jede Kampfsportart nur so gut, wie derjenige, der sie ausübt ....

T.

Mit dem kleinen Unterschied, dass einige Kampfsportarten viel leichter zu erlernen sind, und man somit weniger Zeit aufwenden muß, um gelerntes in einer realen Situation halbwegs erfolgreich anwenden zu können.

Gegen felsenharte Schläger mit Milieuerfahrung kann man natürlich erst was ausrichten, wenn man viele Jahre hart trainiert. Außerdem kommt es darauf an, wie man trainiert. Ob man reale Situationen im Training nachstellt und so weiter.

Auf alle Fälle (egal welche Kampfsportart) wird das Selbstbewußtsein gestärkt und man traut sich auch mal jemanden zu helfen, der belästigt wird oder sonst was.

Daniel Chan
25.04.2004, 15:20
Da hast du verdammt recht! :bg:

Fabian
25.04.2004, 18:12
:bg:

Wobei das mit dem Selbstbewusstsein net immer so doll ist^^
Bei uns im Verein hatte ne frau den Gelbgurt bestanden und fühlt sich seit dem wie Bruce Lee persönlich :D

alaskawolf1980
26.04.2004, 20:17
Dann scheint die wirklich keine Ahnung von Bruce Lee zu haben. Also wenn ich mich wie Bruce Lee fühlen würde und glaube verteidigungsmäßig genug drauf zu haben, dann sicherlich nach dem Erwerb irgendeines Gürtels, sondern vielleicht nach mehreren Schlägereien. Die Tante sollte mal eine aufs Auge bekommen, um wieder auf den Boden zu kommen und einzusehen, wie schlecht sie für die Realität gewappnet ist.

Menelaos
26.04.2004, 21:07
Tolle Einstellung, spitze ... das bringt uns weiter ... :kotz:
Is echt komisch wie sich das Forum hier so entwickelt ... :cry:

alaskawolf1980
27.04.2004, 13:51
@Menelaos: Brauchst du immer irgendwelche dummen Smilies um zu verstehen, dass etwas nicht so ernst gemeint ist. Das war ein schnell dahingesagter Ausspruch.
Aber ich liefere hiermit die Smilies nach: :) :) :) :) Ich denke die müßten ausreichen. Es war nicht witzig gemeint und auch nicht bierernst...es war einfach nur ein schneller gedankenloser Auswurf. Achtung es folgt ein Zusatzsmilie :)

Daniel Chan
28.04.2004, 18:56
Wenn man länger eine Kampfkunst betreibt, sollte man sich auch einmal damit beschäftigen, wie es im Ernstfall aussehen könnte. Deswegen sollte man auch an vielen Kämpfen teilnehmen und mit verschiedenen Leuten ausprobieren.

gi
28.04.2004, 20:23
Wenn man länger eine Kampfkunst betreibt, sollte man sich auch einmal damit beschäftigen, wie es im Ernstfall aussehen könnte. Deswegen sollte man auch an vielen Kämpfen teilnehmen und mit verschiedenen Leuten ausprobieren.

Wie soll der Ernstfall aussehen? Jeder Ernstfall ist anders.

Fabian
28.04.2004, 20:25
Deswegen sollte man auch an vielen Kämpfen teilnehmen und mit verschiedenen Leuten ausprobieren.

Du weisst schon, das Wettkämpfe meist ohne Kontakt ablaufen ? Desweiteren kann man das wirklich nicht vergleichen, ob ein Schläger auf dich losgeht, oder ob ein Kampfsportler im Wettkampf versucht, seine Techniken gut auszuführen...

Artoc
29.04.2004, 20:56
Moin

die Situation zwischen Wettkampf/Turnier oder Straße ist nach meiner Ansicht stark verschieden.

Beim Wettkapf bist du vorbereitet, Mental und Körperlich. Auf der Straße magst du zwar Körperlich auch fit sein, aber mental bist du meistens nicht drauf vorbereitet, oder Läufst du die Ganze Zeit mit der Einstellung durch die Stadt "Da hinten werden sie Gleich hinter dem Grabbeltisch hervorspringen", wohl kaum.

Zudem gibt es beim Turnier Regeln, auf der Straße nicht.

Ein weiterer Punkt ist der Verlauf eines Kampfes. In vielen Sportarten kann man mittels Abschlagen auf den Boden dem Gegner signalisieren, dass man in der situation unterlegen ist.

Von meinem Trainer weiss ich, dass dies Regel fatal werden kann. Während er polizisten ausgebildet hat, hat er folgendes Festgestellt und in der Realen Situation bestätigen können.

Wenn die Polizisten Anwenden müssen, was sie gelernt haben, Jiu-Jitsu, oder so was und halten den Gegner auf den Boden fast, haben die Kriminellen schon des öfteren mit der flachen Hand auf den Boden geschlagen. Die Folge war der unwiederuflich eingebrannte Reflex, den Griff zu lockern, wie man das im ganz normalen Training auch macht. Blos in dieser Situation war das schlecht.

Was ich damit sagen will ist, Turniere und Wettkäpfe können als gute ergänzung zum Training angesehen werden, sind jedoch kein Vergleich mit einer echten Notsituation.

Gruss Artoc

Thomas
29.04.2004, 21:51
In einer Notsituation ist auch schnell mal ein Messer oder eine Gaspistole am Geschehen beteiligt und dann schauts für den unbedarften Wettkampfsportler auch eher schlecht aus.

papajoe
29.04.2004, 22:07
deswegen sollten waffen(atrappen) unbedingt bestandteil ernsthafter selbstverteidigung sein.

Fabian
30.04.2004, 15:01
deswegen sollten waffen(atrappen) unbedingt bestandteil ernsthafter selbstverteidigung sein.

Ne, Das wäre ne Katatrophe...
Lieber das machen was der Bewaffnete will, statt irgendwelche dummen Tricks zu versuchen ! Während man seine achso tollen Selbstverteidigungstechniken macht, hat der schon längst abgedrückt...

Janaek
30.04.2004, 15:48
Also wenn ich nem Typen mit Waffe gegenüberstände würden sich mein Bruce Willis-ich-entwaffne-den-jetzt-mit-der-boßen-Hand-Ambitionen auch stark schrumpfen. An einem Punkt an dem ganz offensichtlich die Möglichkeit von schwersten Verletzungen durch eine Bewaffnung des Gegners gegeben ist, ist man als potentieller Feigling entschieden besser dran als als mittelmäßiger Kampfsportler!

gi
30.04.2004, 15:56
@Janaek
Damit hast du vollkommen recht. Wenn der Gegner ein Messer hat und du dich auf einen Kampf einlässt geht's nicht ohne Kratzer.
Wer an solche Filme glaubt ist selber schuld! :bash:
Ich würde mich auf sowas (mit oder ohne Waffen) niemals einlassen, weil es nichts bringt. Etwas anderes ist es, wenn andere Leute auch bedroht werden.

Tobias
30.04.2004, 16:56
Hallo!

Also ich würde in solch einer Situation immer versuchen zu fliehen. Und da ich davon überzeugt bin, dass ich sicherlich schneller und länger laufen kann als mein Gegner wird das wohl die sinnvollste Variante sein. Anders sieht es natrülich aus wenn man keine Chance hat zu fliehen.
Deshalb kann es nie schaden gut trainiert zu sein.
Gruß.
TObias

Der Pickenier
30.04.2004, 19:07
Auf alle Fälle (egal welche Kampfsportart) wird das Selbstbewußtsein gestärkt und man traut sich auch mal jemanden zu helfen, der belästigt wird oder sonst was.
Tzzzz... Was ist denn das für ein Spruch?
Wenn du dich das so schon nicht traust (aus gutem Grund wahrscheinlich) wird dir ein bisschen "kampfsport" auch nix helfen.
Wenn du schon Kommandokämpfer spielen willst solltest du wenigstens schlau genug sein die Situation zu erfassen sonst landest du schnell vor Gericht oder selber im Krankenhaus...

Beispiel: "Eine Frau in der Fußgängerzone: "hilfe ich werde von diesem Mann belästigt"
Unser tapferes Helferlein kommt und haut vermeintlichem Aggresor auf die Rübe nachdem der weiter ausgetickt ist...
In den nächsten Tagen kommt dann ne nette kleine Klage wegen Körperverletzung... Das vorherige "Belästigungsopfer" versteht sich nach dem Bumsen scheinbar wieder ganz hervorragend mit ihrem Stecher und sagt dann auch noch schön gegen den netten Helfer aus... :D


Ein Kampfsportler, der ein halbes Jahr "mal so mitmacht" wird sich im Ernstfall gegen einen Schläger oder Kämpfer, für denen solche Szenen normal sind und die auf soetwas vorbereitet sind, nicht großartig verteidigen können. Es braucht viel Übung.


Kommt drauf an ob der Kampfsportler auch aus dem Ghetto kommt oder nicht.. Der Rest ist eigentlich nur eine Frage des "wie".

Damit hast du vollkommen recht. Wenn der Gegner ein Messer hat und du dich auf einen Kampf einlässt geht's nicht ohne Kratzer.

Klar, gehts ohne Kratzer... Das ist nur eher die Ausnahme als die Regel...
Solange es nur Kratzer sind... und kein Schnitt in die Hauptkabel, stich in die Organe oder einfach ein paar abgehackte Finger...

Lieber das machen was der Bewaffnete will, statt irgendwelche dummen Tricks zu versuchen ! Während man seine achso tollen Selbstverteidigungstechniken macht, hat der schon längst abgedrückt...

Wenn er wirklich abdrücken will bedroht er dich nicht, sondern knallt dir das Kupfergeschoss gleich in die weiche Birne. Wenn man allerdings nur Budozirkus gummipistolenabwehren trainiert und nichtmal weiß wie eine richtige Pistole von der Mechanik funktioniert klappt das natürlich nicht. Natürlich sind solche Sachen immer nur ein letzter Ausweg. Aber immerhin noch eine Chance die besteht.


Wenn die Polizisten Anwenden müssen, was sie gelernt haben, Jiu-Jitsu, oder so was und halten den Gegner auf den Boden fast, haben die Kriminellen schon des öfteren mit der flachen Hand auf den Boden geschlagen. Die Folge war der unwiederuflich eingebrannte Reflex, den Griff zu lockern, wie man das im ganz normalen Training auch macht. Blos in dieser Situation war das schlecht.

Sind unsere Polizisten jetzt schon Standard?? "Juhu ich schieß alle 3 monate meine statischen 20 Schuss im Schießkino oder auf eine Pappscheibe wenn ich einer von den ganz harten bin..."
Dazu kommen dann die unglaublichen Kenntnisse des Jujutsu Gelbgurts, die nach nem Jahr nach der Ausbildung eh schon wieder vergessen sind weil man sich das Training ja sparen kann... Zum Glück kommt die schmächtige Blonde Kollegin wie im Fernsehen und holt einen raus... ;)


"Wettkampf?" naja... das was die allermeisten Kampfkünste so als Ringelpiez ohne Anfassen verkaufen nützt einem ohnehin nix.
Beim Vollkontaktkampf ohne viel Schutzausrüstung schon sehr viel mehr... Aber das ist ja böse und nur was für Schläger... Sowas machen in der deutschen Zivilgesellschaft ja nur Polen und Russen :lol:

Ob man reale Situationen im Training nachstellt und so weiter.

Was sind denn "reale Situationen"? Und wie stellt man die nach?
Lass uns an deinem Wissen Teilhaben!

Daniel Chan
30.04.2004, 22:55
Im Kampfkunst-Board:
http://www.kampfkunst-board.info/forum/showthread.php?t=16181

Daniel Chan
30.04.2004, 22:58
Deswegen sollte man auch an vielen Kämpfen teilnehmen und mit verschiedenen Leuten ausprobieren.

Du weisst schon, das Wettkämpfe meist ohne Kontakt ablaufen ? Desweiteren kann man das wirklich nicht vergleichen, ob ein Schläger auf dich losgeht, oder ob ein Kampfsportler im Wettkampf versucht, seine Techniken gut auszuführen...

Ja, aber es gibt auch Sparring.. und Training mit anderen Leuten kann man auch machen. (z. B. mit Freunden, Boxern, anderen Kampfkünstlern, Schlägern... :) )

Fabian
30.04.2004, 23:13
Das ist Quatsch, weil es einfach nicht vergleichbar ist...
Denke mal hier wurden genug beispiele genannt

alaskawolf1980
01.05.2004, 13:15
also als ich das noch früher gemacht hatte, da hatten wir Schienbeinschützer, Helm, Knieschützer, Ellbogenschützer und bei Bedarf Sackschutz und Torsoschutz. Und da wurde auch richtig trainiert und ordentlich draufgezimmert (so wie es jeder von der Inensität her wollte. Das ist schonmal ziemlcih wichtig. Denn wer immer nur Kampfkunstmäßig so tut und vor dem Kopf die Schlagbewegung stoppt, der ist nicht so gut darauf vorbeireitet auch durchzuziehen. Man muß es mal gemacht habe. Man muß das Gefühl für die Entfernung bekommen. Und das bekommt man nur, wenn man auch Kontakt mit dem Trainingsgegner hat und auch etwas Kraft hineinlegen kann. Das war zwar manchmal schon hart aber es hat auch viel genützt.
Man merkte bei solchen training was passiert, wenn man falsch reagiert udn die Technik nicht richtig ausführt.....- man bekommt etwas ab und fühlt den Schlag. So lernt man das viel schneller., da man versucht dies beim nächsten Mal zu verhindern.

Daniel Chan
01.05.2004, 16:31
Das denke ich auch so. :)

Daniel Chan
02.05.2004, 09:35
Das ist Quatsch, weil es einfach nicht vergleichbar ist...
Denke mal hier wurden genug beispiele genannt

Das ist überhaupt kein Quatsch. Willst du etwa behaupten, dass du als "niemals-Kampfsport-Gemachter" gegen einen Schläger besser gewappnet bist!? Das kann sich doch kein Kampfkünstler auf der Welt vorstellen..

In einer Notsituation ist auch schnell mal ein Messer oder eine Gaspistole am Geschehen beteiligt und dann schauts für den unbedarften Wettkampfsportler auch eher schlecht aus.

Lauf halt gleich mit ner Maschinenpistole und Körperschutzweste rum... :roll: :bash:

Fabian
02.05.2004, 13:45
Schläger sind niemals alleine, imho eigentlich feige Schweine, nur eben in der Gruppe stark, zudem können sie bewaffnet sein...

Sag mir was du gegen sie ausrichten kannst, alleine, meinetwegen auch als erfahrener Kampfsportler ? Rein gar nichts...

Matchbox
02.05.2004, 13:49
lol!

p. s.: guckt doch mal in meine signatur *g*

Der Pickenier
02.05.2004, 14:22
Schläger sind niemals alleine
Oh ein Fachmann!
Falsch

nur eben in der Gruppe stark
Naja... es gibt solche und solche

zudem können sie bewaffnet sein...
Oh nein! Wer hätte das gedacht!



Sag mir was du gegen sie ausrichten kannst, alleine, meinetwegen auch als erfahrener Kampfsportler ? Rein gar nichts...
Och da geht jedemenge... Augen ausstechen, Gelenke kaputttreten, Genick und Kehlkopf kaputtmachen.
Wer sich nur prügeln will, hat keinen Bock sich mit wem anzulegen der ihn verstümmelt. Hau dem stärksten aus der Gruppe gar fürchterlich Brutal eine rein und seine Freunde suchen das weite oder sind erstmal paralysiert.
Aber von solchen Leuten bleiben die in der Regel weg... Die suchen sich lieber weicheier die eh nix ausrichten können und das auch durch ihr Verhalten und ihre Körpersprache zeigen.

Thomas
02.05.2004, 14:40
Aber von solchen Leuten bleiben die in der Regel weg... Die suchen sich lieber weicheier die eh nix ausrichten können und das auch durch ihr Verhalten und ihre Körpersprache zeigen.
Da habe ich aber bisher ganz andere Erfahrungen gemacht. Es sind eher die kräftiger gebauten, die den "Streß" manchmal wie ein Magnet anziehen.
Jemand, der sich prügeln will sucht sich nicht unbedingt die Mimose, die nur winselnd um Gnade bettelt.

Und was das Auge ausstechen oder Kehlkopf zertrümmern angeht, sollte man grundsätzlich auf Verhältnismäßigleit achten, denn sonst geht so ein Schuß auch mal ganz kräftig nach hinten los, wenn auch erst ein paar Tage später.


In einer Notsituation ist auch schnell mal ein Messer oder eine Gaspistole am Geschehen beteiligt und dann schauts für den unbedarften Wettkampfsportler auch eher schlecht aus.

Lauf halt gleich mit ner Maschinenpistole und Körperschutzweste rum... :roll: :bash:
Darum gehts doch gar nicht. :-?


Thomas.

Der Pickenier
02.05.2004, 15:05
Aber von solchen Leuten bleiben die in der Regel weg... Die suchen sich lieber weicheier die eh nix ausrichten können und das auch durch ihr Verhalten und ihre Körpersprache zeigen.
Da habe ich aber bisher ganz andere Erfahrungen gemacht. Es sind eher die kräftiger gebauten, die den "Streß" manchmal wie ein Magnet anziehen.


Habe nix anderes behauptet... Lies nochmal ;)

Cooly25
02.05.2004, 17:15
aber nur weil mir grade so ist ;):

"Es ist eine merkwürdige Sache mit der körperlichen Überlegenheit.
Sie ist die primitivste, die es gibt, und hat nichts mit Mut und Männlichkeit zu tun.
Ein Revolver in der Hand eines Krüppels kann sie zunichte machen.
Sie ist eine Sache von Pfunden und Muskeln, weiter nichts -
aber trotzdem fühlt man sich gedemütigt, wenn man ihrer Brutalität begegnet.
Jeder weiß, dass wirklicher Mut anderswo beginnt, und dass das Muskelpaket,
das herausfordert, da wahrscheinlich elend versagen würde -
trotzdem suchen wir nach lahmen Erklärungen und überflüssigen
Entschuldigungen und fühlen uns jämmerlich, wenn wir ablehnen,
zum Krüppel geschlagen zu werden."

alles OT - aber passt irgnedwie

wer errät von wem's kommt bekommt ein Lob

Fabian
02.05.2004, 17:21
Erich Maria Remarque

papajoe
02.05.2004, 20:25
Ne, Das wäre ne Katatrophe...
Lieber das machen was der Bewaffnete will, statt irgendwelche dummen Tricks zu versuchen ! Während man seine achso tollen Selbstverteidigungstechniken macht, hat der schon längst abgedrückt...

natürlichz muss man auch da abwägen. kommt ganz drauf an, was der angreifer von einem will. wenn er dir ans leben will, und es eh zu spät is, nutzt man jede chance. wenn er nur kohle will, is klar, das man dann nich den helden raushängen lässt, um nachher nen bauchschuss oder stich zu haben...

Daniel Chan
03.05.2004, 07:38
Da kommt aber die Frage auf: Wie wollt IHR euch wehren, wenn euch irgendwelche/irgendwer angreift und ihr wisst NULL von Kampfsport? Ihr sagt, es nützt nichts, wenn man Kampfsport betreibt und habt selber nichts zu bieten.. Da ist der 5-Jährige Kampfkünstler in den meisten Fällen viel, viel besser dran...

Und wenn man schon mal in Schusswaffenbedrohung steht, dann ist jeder sowieso schlecht dran. Dann heißt es sein ganzes Hab und Gut rausrücken. :ill:

Daniel Chan
03.05.2004, 07:40
Genauso wie mit dem Beispiel:

Im Kampfkunst-Board:
http://www.kampfkunst-board.info/forum/showthread.php?t=16181

Matchbox
03.05.2004, 10:12
Da kommt aber die Frage auf: Wie wollt IHR euch wehren, wenn euch irgendwelche/irgendwer angreift und ihr wisst NULL von Kampfsport? Ihr sagt, es nützt nichts, wenn man Kampfsport betreibt und habt selber nichts zu bieten.. Da ist der 5-Jährige Kampfkünstler in den meisten Fällen viel, viel besser dran...

Und wenn man schon mal in Schusswaffenbedrohung steht, dann ist jeder sowieso schlecht dran. Dann heißt es sein ganzes Hab und Gut rausrücken. :ill:

ich prügel mich generell nicht mit fünfjährigen!

Thomas
03.05.2004, 11:52
Da kommt aber die Frage auf: Wie wollt IHR euch wehren, wenn euch irgendwelche/irgendwer angreift und ihr wisst NULL von Kampfsport?
Meiner Meinung nach hat Wehrhaftigkeit im Notfall nicht mehr unbedingt viel mit Kampfsporterfahrung zu tun. Während der eine noch überlegt, welche Wurftechnik angebracht ist, taumelt er schon lange mit einer platten Nase rückwärts. :ill: ;)

Ich glaube, ausnahmlos jeder wüsste sich bei Gefahr für Leib und Leben angemessen zu wehren. Dafür sorgt schon das Adrenalin im Körper.

Der Pickenier
03.05.2004, 12:02
Naja... Adrenalin isat ein Zeichen von Stress... Und Stress überfordert *g*

"Meiner Meinung nach hat Wehrhaftigkeit im Notfall nicht mehr unbedingt viel mit Kampfsporterfahrung zu tun."

Dafür um so mehr mit Physik und Anatomie...


"Ich glaube, ausnahmlos jeder wüsste sich bei Gefahr für Leib und Leben angemessen zu wehren"

Die Friedhöfe sind voll von solchen die Glauben...

Thomas
03.05.2004, 12:17
Adrenalin mobilisiert im Ernstfall Reserven um eben diese Stresssituation bewältigen zu können. Dadurch konnten schon unsere Vorfahren besser vor den Tieren flüchten (oder engagierter angreifen), die ihnen ans Leder wollten.

Die Friedhöfe sind voll von solchen die Glauben...
Von Erfolg habe ich nicht gesprochen... :wink:
Jeder kann nur das tun, was in seiner Macht steht. Einer der Beteiligten zieht meistens sowieso den kürzeren.

Daniel Chan
03.05.2004, 14:20
Da kommt aber die Frage auf: Wie wollt IHR euch wehren, wenn euch irgendwelche/irgendwer angreift und ihr wisst NULL von Kampfsport? Ihr sagt, es nützt nichts, wenn man Kampfsport betreibt und habt selber nichts zu bieten.. Da ist der 5-Jährige Kampfkünstler in den meisten Fällen viel, viel besser dran...

Und wenn man schon mal in Schusswaffenbedrohung steht, dann ist jeder sowieso schlecht dran. Dann heißt es sein ganzes Hab und Gut rausrücken. :ill:

ich prügel mich generell nicht mit fünfjährigen!

Macht euch ruhig lustig über mich.. :bg:
Es heißt "ein Kampfsportler der 5 Jahre Trainingserfahrung hat"

Daniel Chan
03.05.2004, 14:23
Da kommt aber die Frage auf: Wie wollt IHR euch wehren, wenn euch irgendwelche/irgendwer angreift und ihr wisst NULL von Kampfsport?
Meiner Meinung nach hat Wehrhaftigkeit im Notfall nicht mehr unbedingt viel mit Kampfsporterfahrung zu tun. Während der eine noch überlegt, welche Wurftechnik angebracht ist, taumelt er schon lange mit einer platten Nase rückwärts. :ill: ;)


Tja, das ist eben der blutige Anfänger, der noch überlegt welchen Schlag (Wurftechniken sind meistens nicht so angebracht) er anwendet.. :-?

Fabian
03.05.2004, 14:58
Also in ner Situation, in der man mit ner Waffe bedroht wird, kommt ja noch Stress usw. hinzu, alles Dinge die beim "erfahrenen Kampfsportler" ebenfalls auftreten.
Aber gut, das mit ner Waffe kommt wohl net so häufig vor, aber nochmal: Schläger greifen immer in Horden an, da ist jeder Wehrlos..

Matchbox
03.05.2004, 15:36
Aber gut, das mit ner Waffe kommt wohl net so häufig vor, aber nochmal: Schläger greifen immer in Horden an, da ist jeder Wehrlos..

ich frag mich woher du diese erkenntnis hast! das ist nämlich absoluter blödsinn. es ist zwar oftmals so das aus der gruppe heraus gehandelt wird, aber dies lässt sich nicht verallgemeinern. in der disco wurde ich auch schon mehrfach von einzelpersonen angemacht etc.
die liste der beispiele ließe sich beliebig fortführen.

was sich meiner meinung nach verallgemeinern lässt ist, dass wenn eine person kampfsport macht, sie besser vorbereitet ist als vor der zeit des trainings!
ich kenne ein paar leute, und solche leute kennt hier mit sicherheit fast jeder, die nie kampfsport gemacht haben aber über einschlägige praktische erfahrung verfügen *g* und ich bin mir bei diesen leuten nicht sicher ob sie jemandem der 5 jahre trainiert hat unterlegen sind, da viele einzelfaktoren wie mut und vor allem skrupellosigkeit mit einfließen.

es ist auf jeden fall müßig darüber zu diskutieren wer im strassenkampf den kürzeren ziehen würde.
wenn ich in kurzer zeit lernen möchte jemandem eins reinzudreschen dann lerne ich kickboxen, wenn ich ein anspruchsvolles training haben möchte mache ich z. b. boxen und wenn ich einfach nur aus spaß und freude irgendwas trainieren will, dann ist es doch egal ob ich hallenhalma mache, judo, karate oder ähnliches.

papajoe
03.05.2004, 18:56
gewisse reflexe kriegt man halt nur durch lanfristige übung. und diese ersparen einem dann egal unter welchen einflüssen von hormonen überlegen zu müssen, was man tut. dazu sinds ja reflexe. wo man diese übung herbekommt is halt nunmal meistens in nem kurs, gibt sicher auch noch paar straßenautodidakten.
aber einem, der noch nie in nem kurs oder sowas war, dem fehlen einfach die reflexe. zb schon allein wenn er fällt sichz richtig abzufangen/rollen. oder schläge zu blocken... da nützt ihm auch sein adrenalin nichts

Ennox
04.05.2004, 09:01
Hab mir mal Aikido angeschaut, aber im Moment keine Zeit dazu...

Die beste SV ist IMHO, ordentlich Hackengas zu geben...

Der Pickenier
04.05.2004, 14:14
Oder von Smith und Wesson...

Daniel Chan
07.05.2004, 18:39
gewisse reflexe kriegt man halt nur durch lanfristige übung. und diese ersparen einem dann egal unter welchen einflüssen von hormonen überlegen zu müssen, was man tut. dazu sinds ja reflexe. wo man diese übung herbekommt is halt nunmal meistens in nem kurs, gibt sicher auch noch paar straßenautodidakten.
aber einem, der noch nie in nem kurs oder sowas war, dem fehlen einfach die reflexe. zb schon allein wenn er fällt sichz richtig abzufangen/rollen. oder schläge zu blocken... da nützt ihm auch sein adrenalin nichts

Genau. Es ist immer nur derjenige gut, der besser geübt ist.

Daniel Chan
07.05.2004, 18:52
Hab mir mal Aikido angeschaut, aber im Moment keine Zeit dazu...

Die beste SV ist IMHO, ordentlich Hackengas zu geben...

Von Aikido würde ich dir schnell abraten.. Ist überhaupt nicht für SV geeignet!

Mit Jeet Kune Do, Kung Fu und Wing Chun ist man schon auf dem besseren Weg.

Fabian
07.05.2004, 19:14
Von Aikido würde ich dir schnell abraten.. Ist überhaupt nicht für SV geeignet!

Mit Jeet Kune Do, Kung Fu und Wing Chun ist man schon auf dem besseren Weg.

Kannst du das bitte mal begründen ?
Ich denke ein erfahrener Kampfsportler, "sogar" ein Judoka kann sich ganz gut im normalfall wehren..so richtig für die Straße ist allerdings imho auch nur Kick-Boxen geeignet..
Und Aikido ist ne tolle Sportart !

Christian Wagner
07.05.2004, 19:40
Also bei den Freefights sollen Judoka eigentlich immer recht gut abschneiden.

Ist IMHO auch nachzuvollziehen. Sobald sie dich am Wickel haben ist dein Arm gebrochen so schnell guckst du nicht-gggggggggg.

Ein Judoka mit etwas defence müsste eignetlich ne Waffe sein oder?

Der Pickenier
07.05.2004, 19:58
Judo?


Pah! Das Judo hierzulande taugt überhaupt nix... Da ist auch nix mit Armbrechen *g* Es sei denn es gab nen Unfall

Bei Freefights liegts halt an den Regeln... Sobald man ein knie auf dem Boden hat darf man dem Anderen keine mehr Reinsemmeln...

Aber das ist die Schrottige Grapplingglorifzierung die es vor kurzem noch gab... An vorderster Front die Gracies/Crazys mit ihrem BJJ System...


Ein Judoka mit etwas defence müsste eignetlich ne Waffe sein oder?

Ne Waffe? naja er kann gut Fallen ;)

eisvogel
07.05.2004, 21:08
Is ne gute Frage...
Wo sind die Anatomen die uns diese Frage beantworten können?
Wie nennt man den/die Knochen die man umgangssprachlich Span nennt?
Fußwurzel- und Mittelfußknochen. :wink:

Daniel Chan
08.05.2004, 12:51
Aikido ist deshalb nicht so gut für die SV geeignet, weil dort überhaupt keine Schläge enthalten sind. Deshalb kommst du auf der Straße nicht sehr weit mit Aikido. Was man braucht, ist ein harter Kampfstil und keine unnötigen Würfe. Was machst du wenn ein großer 120 kg Kerl vor dir steht? Den kannst du auch nicht so leicht umwerfen, wie in der Turnhalle. Ich würde gegen einen Aikidoka einfach einen Fußtritt nach unten machen. Füße abzuwehren lernen sie nämlich fast oder übehaupt nicht..

Der Pickenier
08.05.2004, 14:54
Und nem Judoka einfach eine Reinsemmeln... ;)

Fabian
08.05.2004, 17:36
Aikido ist was ganz anderes wie Judo...
Wenn ein 120 kg Schrank vor dir steht, kommst du mit Kung-Fu auch net unbedingt weit ;-)

Der Pickenier
08.05.2004, 20:03
Natürlich mit Kung Fu... Knie kaputttreten, in die Augen stechen... Ans Kinn hauen... Kopfstoß und viel viel mehr.... :bg:

Mephisto
08.05.2004, 20:16
@eisvogel
Herzlichen Dank.

Gruß,
Benni

Daniel Chan
08.05.2004, 20:57
Mit Kung Fu kommst du sehr viel weiter, weil du die empfindlichen Stellen des Gegners lernst und du deine schnellen, kraftvollen Schläge (oder Füße) dann wirksam einsetzen kannst.

eisvogel
08.05.2004, 23:10
@Mephisto

Gern gschen! :)

Gruß, Bernhard

Fabian
08.05.2004, 23:26
Also in Aikido lernt man auch den Handballenschlag gegen die Nase :-)

Mephisto
08.05.2004, 23:56
Wie in Karate. Wer den drauf hat und anwenden kann (gscheit), der hat scho gwonnen weil der Gegner im Extremfall nimmer lebt. Gefährliche Technik...

Gruß,
Benni

Der Pickenier
09.05.2004, 11:18
Red doch keinen Unsinn! Ihr schaut wohl zuviel Fernsehen...

"Das Nasenbein in das Gehirn rammen", ist völliger Humbug und geht auch gar nicht...

Glaubt mir, Tausende von Boxern wären schon unter der Erde. ;)

Du kannst versehentlich Knochensplitter durch die Nähte der Schädelknochen schieben oder durch einen Schlag auf die Außenseite eines Schädelknochens innen eine Absplitterung hervorrufen... Eben versehentlich. Aber gezielt das Nasenbein ins Hirn zu treiben, das funzt nicht. Dazu ist es erstens zu kurz und zweitens zu fragil. Wenn Du Dir das mal am Modell anschaust, dann siehst Du, daß das Nasenbein eine kleine spitzige "Knochenhaube" ist, die gegen den Schädel dahinter keine Chance hat...

Brinjian
09.05.2004, 11:44
:D

Mir gefällt an Kung Fu die vielen Bewegungen (von tiefe bis hohe Stellungen) und die Saltos und Rollen die eingebaut werden.
Macht glaub ich viel Spaß! :x :lol:

Das nenn ich zu viel Fernseh geschaut :-)
Aber das mit dem Handballenschlag ist imho auch quatsch

Der Pickenier
09.05.2004, 11:59
Bei Kung Fu gibts ja viele Stile...


Die sehr Trittintensiven im Norden und im Süden mehr "klebende Hände", und mehr in den Mann gehen etc.

Karate ist ja aus Okinawa und hat Einflüsse von beiden hauptgruppen. *g*

Auch dadurch bedingt das viele alte Meister im 19. Jahrhundert auf´s Festland gefahren sind um dort z.B. den Kranichstil zu erlernen.


Richtig ganzheitlich trainiert sind sich die Kampfsysteme insgesamt aber alle sehr ähnlich. Richtige Vollkontaktsysteme sind am Ende nur marginal Unterschiedlich, Ob Kyokushinkai Karate, VK-Kick oder Thaiboxen, Savate, Vollkontakt Kung Fu Systeme etc...

Unterliegt alles derselben Physik ;)

Daniel Chan
10.05.2004, 20:37
Das mit dem Nasenbein finde ich auch unsinn. Man kann nicht einfach den "Nasenbeintrick" beherrschen und meinen, man kann jeden Kung Fu Mann besiegen.. Der wehrt den nämlich so schnell ab das du gar nicht merkst, dass du schon außer Gefecht gesetzt bist.. :D

Ja, es gibt verschiedene Kung Fu Stile. Die sind in die südlichen und nördlichen eingeteilt. Da gibts viele Tierformen: Drache, Skorpion, Tiger, Leopard, Kranich, Schlange, Gottesanbeterin, das Zehn-Tiere-Boxen und viele mehr.

Mephisto
11.05.2004, 11:48
Hab nie geschrieben dass das Nasenbein in den Schädel getrieben wird. Ich habe die Auswirkungen eines (v.a. unbehandelten) neurogenen Schocks gemeint.

Gruß,
Benni

P.S.: Bei Boxern wird die Nase nicht von unten nach oben geschlagen, sondern von vorne nach hinten --> Nasenbeinbruch.
Nebenbei gesagt gibts beim Boxen auch immer wieder Todesfälle

Daniel Chan
11.05.2004, 17:22
Wie gesagt. Den wehrt der erfahrene Kämpfer locker ab, weil das erste, was man in einer Schule lernt, Faustschläge abzuwehren ist.. (Weil es die typischen Straßenschläger-/ Erstangriffe sind)

Menelaos
11.05.2004, 20:25
Wie gesagt. Den wehrt der erfahrene Kämpfer locker ab, weil das erste, was man in einer Schule lernt, Faustschläge abzuwehren ist.. (Weil es die typischen Straßenschläger-/ Erstangriffe sind)
Blubber, Blubber ... weisst Du wie schwierig es ist, einen Faustschlag, der mit guter Wucht geschlagen wurde, zu blocken oder aus der Bahn zu bringen?
Jedenfalls lernt man das nicht nach eine paar Stunden ...ach egal, ich bin weg. :bg: :bg:

Mephisto
12.05.2004, 11:47
Wenn man mit Blocken keine bzw. nur die Erfahrung weniger Stunden hat, ist es angebracht es mit blocken NICHT zu versuchen, da man entweder zu langsam, oder, wie Mene gesagt hat, der Block zu schmächtig sein wird um nen Schlag abzuwehren (Treffen zwo entgegengesetzte Vektoren aufeinander ...)
Allgemein zur SV mit Karate:
"Bei Karate-Wettkämpfen wie beim Dojo-Training gelten feste Regeln - beim Angriff auf der Straße hingegen gibt es keine Regeln! Dem Gegner in die Leistengegend zu treten ist bei einer Meisterschaft streng verboten, und dem Partner beim Training in die Leistengegend zu treten, wird als unwürdig und Mangel an Selbstkontrolle gewertet. Einem Gegner beim Angriff auf der Straße in die Leistengegend zu treten ist jedoch nichts anderes als wirksame Selbstverteidigung. ...
Angriffe können in vielfacher Form erfolgen. In Wirklichkeit sind sie oft brutal und erschreckend und verletzen den persönlichen Freiraum - aber sie müssen nicht zum Schlimmsten führen. Das Opfer wird in aller Regel ohnehin auf die eine oder andere Weise verletzt werden, wesentlich ist jedoch, sich auf den Angreifer zu konzenmtrieren und nicht auf Verletzungen, die man vielleicht erleidet.
Wirksame Selbstverteidigung beruht nicht auf komplizierten Techniken und formalen Bewegungen, sondern auf einfachen Reaktionen. Sowohl Karate wie allgemeine SV trainieren den Körper, eine sichere Kampfstellung einzunehmen, ausreichend Abstand zum Gegner einzuhalten und ein Gefühl für Timing zu entwickeln. Sie trainieren den Einzelnen auch in Abwehrbewegungen und entwickeln ein Gespür für unmittelbare Gefahr. Nicht jeder wendet die Kampfsportroutine als Mittel der SV an, aber ein effektiver Schlag ins Ziehl kann den Unterschied zwischen Überleben und niederlage bedeuten - und genau das ist es, was Karate von Angebinn an lehrt: Ein direkter Schlag (Choku-zuki [bzw. Junzuki]) ist ein explosiver Angriff mit der Faust in gerader Linie auf einen imaginären Angreifer." Sanette Smit 'KARATE - Traditionen, Grundlagen, Techniken' S. 82 pietsch 1. Auflage 2002 ISBN 3-613-50415-4

Will sagen: Kampfsportarten sind kein allheilendes Wundermittel, aber eine solide Grundlage.

Gruß,
Benni
P.S.: Die größte Leistung ist es den Gegner ohne Kampf zu unterwerfen. Gichin Funakoshi

Daniel Chan
13.05.2004, 09:30
Nicht ein paar Stunden Training. :)
Viel Training braucht es selbsverständlich!

Der Pickenier
14.05.2004, 10:43
@Mephisto
Red nicht von Karate wenn du nur den "Wald und Wiesen" Shotokan-Stil meinst. :wink:

Die Shotokanverbände müssen ja schon Selbstverteidigungslehrgänge für die armen Wehrlosen Karatekas abhalten...


Und wer auf der Straße nen Tritt in die Leisten als Allheilmittel ansieht...
Naja... Jeder mit nur ein bisschen Erfahrung wird sich nicht Breitbeinig in der John Wayne Gedächtnisstellung hinstellen... Es sei denn diese Stahlharten Typen mit den Klappernden Messingeiern...

Und Schläge auf imaginäre Angreifer führen auch nur zu imaginären Erfolgen...

Stell den Armen Jungen vor den 70 Kilo Sandsack und lass ihn mal seinen "Choku zuki" machen...

Der wird schnell merken das der Imaginäre Angreifer weniger an den Fingerknöcheln im Schulter und Handgelenk gezogen hat. Ist zur Abwechslung auch mal was anderes wenn man die Faust geschlossen lassen muß... :bg:

@Wald
Der erfahrene Kämpfer... Naja... Ich kenn Leute die auch mit Kieferbruch Europameister geworden sind...
Was ist denn mit den Boxern? Die fallen auch durch Faustschläge und nicht durch Tritte oder gar Druckluft...

P.S.: Bei Boxern wird die Nase nicht von unten nach oben geschlagen, sondern von vorne nach hinten

Und was ist wenn ein Haken abrutscht? :sleep:

Mephisto
14.05.2004, 11:23
@Pickenier
Ich red von Wado-Ryu. Der Junzuki (oder in anderen Stilrichtungen Choku zuki) ist sehr wohl ein sehr ernstzunehmender Schlag. Wennste genug Übung hast kannst ja mal die Wirkung auf nen Sandsack beobachten. Dieser Schlag ist aber nicht alles was es gibt, siehe weiter unten Punkt 3.
Zum Leistentritt:
1. Dort stand nichts, aber auch gar nichts von "Allheilmittel"
2. Dort stand lediglich was von "wirksamer SV"
3. Jeder Angriff und seine Verteidigung ist situationsabhängig und wird deswegen schwer hier im Forum diskutierbar sein. Wir können uns ja mal bei nem Forumstreffen gemütlich am Lagerfeuer darüber unterhalten.
4. Ich habe auch nur aus nem Buch zitiert. Du kannst es dir gerne aus deiner örtlichen Bibliothek ausleihen und selber nachlesen. Ich fand die zitierten Stellen nur passend.

Ach noch was:
Und Schläge auf imaginäre Angreifer führen auch nur zu imaginären Erfolgen...
Logisch. War uns allen klar. Schläge auf imaginäre Angreifer kommen eh nur in einer Disziplin vor: Der Kata. Und die dient bekanntlich anderen Gründen: Atemtechniken, Konzentration, u.s.w. ...

Du hast anscheinend mein Fazit in meinem letzten Beitrag nicht gelesen:
Kampfsportarten sind kein allheilendes Wundermittel, aber eine solide Grundlage.

Gruß,
Benni

Daniel Chan
14.05.2004, 14:30
Der erfahrene Kämpfer... Naja... Ich kenn Leute die auch mit Kieferbruch Europameister geworden sind...
Was ist denn mit den Boxern? Die fallen auch durch Faustschläge und nicht durch Tritte oder gar Druckluft...

Was hat das denn mit irgendeinem Europameister mit Kieferbruch zu tun?

Habe ich wohl geschrieben, dass Boxer sich nicht verteidigen können?

Nicht übertreiben
14.05.2004, 23:06
Meiner Meinung nach liegt das Problem darin, dass die Angreifer oft auch irgendeinen Kampfsport ausüben + Übung im realen Kampf haben.
Außerdem haben sie weniger Skrupel und sind mental vorbereitet .

Ich hab auch mal ein paar Jahre Judo und Jiu-Jitsu gemacht. Während der ganzen Zeit habe ich es einmal angewendet und das war höchst unangenehm...auf der Expo (in einem dieser dunklen Räume) ist jemand gestolpert und hat sich im Fallen an meinem Nacken festgehalten (tat ziemlich weh), irgendwie hat da nen Reflex funktioniert und der Typ flog ziemlich schnell durch die Luft, danach waren wir beide uns nur noch in einer Tour am entschuldigen :roll:

Ich würde immer laufen, wenn man merkt das der andere schneller ist und es immer noch drauf anlegt kann man dann immer noch seine "Kampfkünste" unter Beweis stellen!

Ansonsten: Auch der Shotokan-Stil ist zur Verteidigung geeignet, mann muss nur entsprechend trainieren.

Der Pickenier
15.05.2004, 08:44
Dem letzten der das behauptet hat wurde in Kiew vor johlender Menge der Schädel eingeschlagen... :roll:

Daniel Chan
15.05.2004, 09:57
Laufen ist keine gute Alternative! Denn wenn du 2km läufst und dann deine Kampfkünste anwenden musst, dann bist du ziemlich aus der Puste.

Im Allgemeinen ist jeder Art von Kampfsport und Training irgendwie hilfreich. Es gibt aber verschiedene gute und schlechte Wege.

Jeder sollte die Kampfsportart wählen, die ihn am meisten liegt und Spaß macht. Sofern man sich aber gar nicht vorbereitet, siehts dann oft schlecht für denjenigen aus.

Daniel Chan
21.10.2004, 15:55
Ich muss mich wegen Aikido korigieren:
Natürlich ist jede Kampfkunst oder Kampfsportart zur SV geeignet. Vor allem Wing Tsun, Aikido und alle anderen asiatischen Stile.

PS: Was ist, wenn jeder z. B. Karate betreiben würde? Das wäre doch langweilig. :wink:

Yogi
21.10.2004, 20:01
Bin seit nunmehr 10 Jahren beim Judo dabei, wuerde aber nicht sagen, dass man damit auf der Straße viel ausrichten kann. Dafuer gibts gesonderte Lehrgaenge.

Akela
22.10.2004, 22:24
... habe gerade einen Selbstvertidigunskurs für Mädels gemacht!

"Mussten" auch unseren Lehrer "hauen" (trainierter Kampfsportler :bg: )
war trotzdem 'ne deftige Überwindung zuzuhaun :o

(Klar krieg ich keinen "umgehauen", aber hoffentlich wundert er sich so über die Gegenwehr, dass ich eine Gelegenheit zum abhauen finde, noch besser - ich muss es nieeee ausprobieren!)

Hab außerdem vor langem mal ein Jhr Jaido gemacht - fand ich gut, nur leider ist der Lhrer weggezogen :bash:

Miki_Bisamratte
12.12.2004, 22:53
Selbstverteidigung ist ein dehnbarer Begriff.

Für einen Kampfsportler ist der Straßenkampf zu brutal, tödlich und schnell. Er entspricht nicht den sportlichen Regeln.
Situationen, grade in Fällen bei denen Menschen in Massen auftreten, ziehen sie meist Eskalationen mit sich, die unvorhersehbar sind.

Meine Nahkampfausbildung läuft bald aus und ich denke ich bestehe alle Anforderungen... jetzt zumindest.
Man kann als Privatmann allein, oder im Verein, schwer den Ablauf eines wirklichen Überfalls üben... denn meistens will man ja selbst keine Verletzungen davontragen.
Bei uns fließ schon mal eppes an Blut :roll: ... aber wir haben alle nen Zettel unterschrieben, im Fall des :ill: :shock:

Viele Ratschläge in Bezug auf Straßenkampf und Überfall richten sich für meinen Geschmack zu sehr nach Medien und Actionfilmen.

Fakten sind zum Beispiel das man garantiert bei einem Messerkampf verletzt wird; der Gegner nach einem Unterbauchstich nicht "tot umfällt"; und der Gegner, wenn er am Boden ist, noch lange nicht besiegt ist (wie im Sport sonst der Fall).
Hat man den Gegner "besiegt" können Gruppenmitglieder erst abhauen, schwere Waffen holen und zurückkehren.
Ganz zu schweigen von der gesetzlichen Regelung in Deutschland, bei Anwendung von erlernter Kampftechnik, bei Personen ohne gleichwertige Ausbildung.

Allgemein gilt lediglich: Hit and run - draufhauen und abhauen.

Die meisten privaten Kurse gehen von einer Standartsituation aus... was aber wenn man Gepäck trägt, in meinem Fall ein Gewehr, oder Schußwaffengewalt droht?
Das Wichtigste am Ganzen Kurs, sind Würfe, Nervenkontraktionsgriffe und Bodenkampftechniken.
Es kommt viel zu schnell vor, das man seitlich angesprungen wird und auf dem Boden kämpfen muss.
Die "Gelehrten" streiten sich über die moralische Vertretbarkeit von militärischem Nahkampf im zivilen Ausbildungsbereich... ich bin nur 6 Stunden am Tag Zivilist, aber ich möchte dieses Wissen nicht missen, wenn es hart daher kommt.

Gruß, Ratte.

Onkel Tom
18.12.2004, 20:00
Hab' mal vor X-Jahren ganz ordinäres Tae-Kwon-Do gemacht. Und danach mal kurzfristig in Karate versucht - war aber nichts für mich.
Gruß
TOM

Mephisto
18.12.2004, 22:47
A geh, Karate is doch nett! 8) Was hastn für Stilrichtung gemacht?

Gruß,
Benni der sich in Wado-Ryu quält...

Onkel Tom
18.12.2004, 23:38
Shotokan.

Mephisto
19.12.2004, 14:43
ShotokanHolzhackerkarate :wink:

Onkel Tom
19.12.2004, 18:01
Hab' ja auch nur ein paar Wochen gemacht :cry: . Und das ist, wie gesagt schon lange her.
Jetzt seh' ich mir Kampfsport am besten im TV an :lol:
TOM

Indiana Jones
26.12.2004, 22:41
Ich kann euch uneingeschränkt das von meiner Oma praktizierte und gelehrte " Tritt-ihm-in-die-Eier-und-traktier-ihn-mit-dem-Regenschirm-Kune-Do" empfehlen. :wink:
Ebenfalls in der Praxis bewährt haben sich die SIG-Sauer 220er Reihe in 9mm Parabellum, mit einem schönen schweren Hohlspitzgeschoß verladen, Speer Gold dot oder 8 Gramm Federal Hydrashok. 8)
Nein, im Ernst: Ich habe auch ziemlich lange nicht nur Kampfsport, sondern dezididerte SV gemacht, und bei allem vermeintlichen Realismus: Natürlich verleihen dir solche Kenntnisse einen sogar oft erheblichen Vorsprung gegenüber jemandem, der keinerlei Ahnung hat.
Aber jemand, der aus halbwegs intakten Verhältnissen kommt, und für den Gewaltanwendung normalerweise keine Option ist, hat zumindest beim ersten mal gegenüber einem Schläger das Nachsehen, ganz einfach deshalb, weil er so perplex über den tatsächlichen Angriff und das Ausmaß der Aggression ist. ( Meine Erfahrung ) Mädchen insbesondere sollten sich keinen Illusionen hingeben, daß sie einen Angreifer, ( der sie deshalb als Opfer auserkoren hat, weil er überlegen ist ) im Normalfall neutralisieren können. Pfefferspray ist allerdings sehr hilfreich.

Nordlicht
30.12.2004, 17:24
HAB LANGE KINTU GEMACHT UND BIN IN HH-BARMBEK AUFGEWACHSEN;
NOCH FRAGEN´?

Indiana Jones
30.12.2004, 23:46
KINTU IST JA GANZ NETT, ABER MIT EURYTHMIE KANN SICH NICHTS MESSEN!!!!

Mephisto
31.12.2004, 18:30
Kenn nur Ki-Tu

Daniel Chan
01.01.2005, 12:17
Wer sich mit diesem Thema mehr und ausführlich befassen will, dem empfehle ich: www.kampfkunst-board.info :)

Misumi
14.03.2005, 14:29
Ich mache seit 3 Jahren Tae Kwon Do.

lupold
03.04.2005, 16:04
@wald

hab vor 15! jahren mal 4 jahre karate stil Wado-Ryu geübt. bei blau abgebrochen.
geblieben sind die besonderen bewegungsabläufe beim schlagen mit hand und fuß, die verbesserten reflexe sowie der stand. das scheint man nicht zu verlernen.
zur selbstverteidigung hab ichs zum glück nie gebraucht.

Väinämöinen
04.04.2005, 16:21
escrima, wt, und europäischer schwertkampf :)

Tiago
05.04.2005, 14:53
Hi
ich mache seit 7 jahren Thai-Boxen, in meiner Jugend habe ich noch Judo und Tae- Kwon- Do gemacht, aber ich mag ganz gerne das Körpernahe!

Ist zwar nicht gerade Selbstverteidigung, aber es wuerde schon helfen wenn es hart auf hart kommt, wobei ich sagen muss das jede Form von Gewalt ausserhalb des Rings ein ARMUTSZEUGNIS ist...

Greetz TIAGO

Menelaos
05.04.2005, 15:39
, wobei ich sagen muss das jede Form von Gewalt ausserhalb des Rings ein ARMUTSZEUGNIS ist...

Greetz TIAGO
Saubere Einstellung, sollte mehr Leute mit dieser Meinung geben ...

Väinämöinen
06.04.2005, 15:53
wenn man nur imme die wahl hätte...

benedikt j.
06.04.2005, 16:17
man hat, hmmm, man hat immer die Wahl, manchmal ist die eine Wahl die gesündere, manchmal die andere die weisere. Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Aber klar ist doch, dass Gewalt nur im allerletzten Fall angewendet werden darf und da auch nur mit Überlegung.

mfg bene

Aguara
07.05.2005, 21:31
So, dann trag ich mich auch mal schnell ein.

Nach jahrelangem Judo und dann Karate bin ich schliesslich zum wing chun (kung fu) und eskrima gekommen.

wing chun ist meiner meinung nach, betrachtet unter den stichpunkten, effektivität und gesundheit eine erstklassige wahl.

wenn man eskrima beherrscht kann man notfalls eine ganze gruppe vermöbeln, natürlich ist gewalt ein armutszeugnis, da shcliesse ich mich gerne an.

peace

Aguara
07.05.2005, 22:02
ach ja und noch was!

ich hab ein paar seiten vorher über die, wie mir scheint, etwas unsinnige diskussion über werte der kampfkünste gelesen.

ein judoka kann genauso gefährlich sein wie jemand der kung fu macht. unterschätzt NIE die unterbewussten Leistungen (von mir aus der sogenannte Killerinstinkt).
Ich kenne leute die sind in allen schulen ziemlich weit vorn (erfahrung), und da garantiere ich jedem, dass sie von irgendeinem auf der strasse eine geklopft bekommen und gerade abliegen würden. ohne jegliche gegenwehr...

es gibt andere, die hatten noch nie kampfkünste gelernt und die bleiben stehen und machen instinktiv das richtige (lucky punches).

es spielt nicht so eine rolle was man trainiert, sondern wie. und dann spielt auch der killerinstinkt eine rolle. wie gesagt. es gibt leute die haben dann zuviel angst usw...

boxen ist dank seiner simplen technick, meiner meinung nach, eine sehr effektive selbstverteidigung. um dies jedoch gut zu trainieren muss man sehr viel einstecken was auch auf die lebenserwartung schlägt.

Tiago
08.05.2005, 21:08
kann ich mich echt nur anschließen...*daswasichschonimmersagenwollte* :bang:

Daniel Chan
09.05.2005, 08:17
Aber klar ist doch, dass Gewalt nur im allerletzten Fall angewendet werden darf und da auch nur mit Überlegung.
Da schließ ich mich nur an. :wink:

ice
10.05.2005, 01:49
ja ich auch, nur was kann ich sagen was nicht schon gesagt wurde???
vieleicht dieses:
Behandle immer alle anderen fair und friedvoll , aber rechne nicht damit fair und friedvoll behandelt zu werden. Gehe Streit und Konflikten aus dem Weg aber rechne nicht damit daß dies andere auch so tun.
Ich persönlich finde Kampfkunst oder Selbstverteidigung wichtig und sinnvoll für alle friedliebende Menschen. Nur leider machen das auch viele Menschen die weniger friedliebend sind.
Kampfkunst schärft die Sinne. Im Outdoor und Reisesinn gilt für mich: Ein "Kampf" der nicht stattfindet ist ein gewonnener Kampf.
Mein praktisches wie philosophisches Wissen über Kampfkunst hat mich und meine Frau, schon vor vielen Dingen bewahrt. Das wichtigste ist meiner Meinung nach Prävention. Oder aber gesunder Menschenverstand der einem sagt hier nicht lagern, hier schnell weg u.s.w.. Und spätestens bei Menschenmengen (so ab 50 Menschen) speziell in Krisengebieten kann sich jeder seine KK egal welche sonstwohin stecken, weils nix mehr bringt. Ansonsten wer mal mehr in die Materie hineinschnuppern möchte:
www.kampfkunstforum.de
www.14936.rapidforum.com

benedikt j.
10.05.2005, 10:44
@Aguara: ich hätte mal ne Frage: Ich hab noch nie Kampfsport ausgeübt und bin mittlerweile stattliche 19 Jahre alt. Ich würde gerne Kung Fu lernen! Brauch ich dazu irgendeine Erfahrung in der Hinsicht auf Kampfsport? Bin ich schon zu alt??

mfg bene

Mephisto
10.05.2005, 11:19
Ein "Kampf" der nicht stattfindet ist ein gewonnener Kampf.

oder auch:
Die größte Leistung ist es den Gegner ohne Kampf zu unterwerfen. Gichin Funakoshi
8)

Aguara
11.05.2005, 19:04
@Aguara: ich hätte mal ne Frage: Ich hab noch nie Kampfsport ausgeübt und bin mittlerweile stattliche 19 Jahre alt. Ich würde gerne Kung Fu lernen! Brauch ich dazu irgendeine Erfahrung in der Hinsicht auf Kampfsport? Bin ich schon zu alt??

mfg bene

man ist nie zu alt um was zu lernen ;) aber ich weiss was du meinst.
kommt eben ganz auf den stil draufan.

- akrobatische stile wie wu-shu, südshaolin aber auch nord und tierstile (auch da ists von tier zu tier unterschiedlich^^) ist es ein wenig ungünstig weil etwas spät und der körper lange braucht um sich daran zu gewöhnen. es sei denn du bist körperlich schon eine maschine :bg:

nur weil es ein wenig ungünstig ist, heisst das noch lange nicht, dass man darin richtig gut werden kann; es kommt immer auch auf das engagement und interesse an. (wer häts gedacht^^)

- effiziente selbstverteidigungsstile wie wing chun (in deutschland auch wing tsun....wurden angeblich von ner nonne entwickelt ;) ) und, soviel mir ist, jeet kune do können in jedem alter gelernt werden. da ist es, würd ich sagen, genau umgekehrt. es bringt praktisch nichts früh anzufangen, weil kinder uä. nicht recht wissen was sie mit den bewegungen anzufangen haben.

erfahrung?neee, das lernst du dann ja hoffentlich. es ist natürlich uU von vorteil wenn man schon was gemacht hat. va. in der körperschulung. (das kann auch aber durch skaten, usw kommen) ich zb. hab lange zeit judo trainiert, in sachen feger usw (dies im wing chun auch gibt) rechtes fallen, macht mir keiner was vor ;)

was fürn stil darfs denn sein? ich hoff ich hab dir ein wenig helfen können.

benedikt j.
11.05.2005, 21:31
ich würde mich eher für einen nicht so akrobatischen Stil entscheiden, da ich durch meine Körpergröße von 1.90 etwas daran gehindert bin, aber du schreibst ja eh, dass zu diesen Stilen ein wenig Erfahrung nicht schlecht wäre, also nix für mich.
Ich werd einfach mal bei Studienbeginn (is erst in einem Jahr, aber vorher informieren schadet nie :bg: ) mich in der Unistadt nach Schulen umschaun, vielleicht tut sich da was auf.
Noch ne Frage: Wieso bezeichnest du die Stile wie wing chun als effizient? Lernt man bei diesen Stilen schneller Techniken, die einem weiterhelfen, als in den Stilen z.B. der einzelnen Tierarten?

mfg bene

Aguara
11.05.2005, 21:44
1.90...also bist so einer der nur die faust fallen lassen muss um jemanden KO zu hauen. :lol: also mit 1.9m bist du das schon etwas benachteiligt (dafür mehr kraft und gewicht zum reinlangen :bg: )

neee!!! überhaupt nicht. ich hab nicht gesagt, dass man erfahrung haben muss! lediglch dass sie einem zugute kommen kann.
aber das ist absolut kein kriterium. ist das selbe wie beim fussballspielen; wennde schon viel gerannt bist, bist du da besser und sonst lernst du es ;)

mit effizient meine ich, das es ein selbstverteidigungsstil ist. d.h. strassensituationen werden möglichst behandelt und dies ist auch der fokus (und NUR der fokus ;) )

die bewegungen sind so "perfekt" ausgelegt, dass man immer seine zentrallinie (also wichtigste stellen) schützt und wenn möglich gleichzeitig zurückschlägt. und das bei minimalen körperlichen anstrengungen ( => Effizienz) :P . brachiale kraft kommt nicht so zum einsatz wie zb. bei boxstilen; dafür ist die technik wirklich genial, auch wenn sie anfangs recht kompliziert ist. (ich rede über wing chun)

und ja. leider ist diese kampfkunst so gut, dass es immer mehr "fakes" gibt, die leider mehr auf die kohle schaun als qualität (abgesehen davon ist kungfu nie ganz günstig! ) ; also fordere die schule auf, dir etwas vorzuzeigen, zb. einen simulierten angriff und schau, wie einer dieser schüler die situation meistert. noch besser, besuche mehrere schulen (wenns in der nähe hat) und/oder frag mich um info ;)

benedikt j.
11.05.2005, 22:01
ich werd auf jeden fall mehrere Schulen besuchen, vielleicht auch mal ein Probetraining absolvieren. Hört sich auf jeden Fall alles interessant an.
Wieso dauert des noch so lange bis zum Studium :x
Ist Wing Chun ein eigener Stil oder kann man den auch wieder in mehrere unterteilen? Des hört sich für mich am interessantesten an, da ich das ganze gerne für die Selbstverteidigung erlernen möchte!

mfg bene

Aguara
11.05.2005, 22:13
ja, probetraining absolviere. muss eigentlich überal möglich sein. wenn nicht, sofort merken ;)

wing chun ist schon ein stil; kung fu die "sport"-art. also heisst das eigentlich wing-chun kung fu^^ . wobei man beachten muss, das wing chun verschieden geschrieben wird. in deutschland zb. vor allem wing tsun (WT) aber auch Ving Tsun...ist alles dasselbe.

jep. wer wing chun kann ist sicherlich verdammt gut bedient auf der strasse!

benedikt j.
12.05.2005, 11:20
Wie lange dauert es denn, bis man ein paar seiner Techniken auch gezielt anwenden kann (1 Jahr?) Kommt wahrscheinlich wieder auf Talent und Engagement an, oder? :D

mfg bene

siddharthar
12.05.2005, 11:39
ich denke die sichersten methoden zur selbstverteidigung sind nutzlos wenn man sie nicht ausführen kann.
ich habe lange zeit karate gemacht in einem club der recht aggresiev war.
ich bin dann ausgetreten weil ich gemerkt habe das viele der techniken die ich gelernt habe nicht zur abwehr sind sondern um einen menschen wirklich zu verletzten. wenn ich schon denke was die schläge auf den solarplexus (weis nicht ob das korrekt geschrieben ist) ausrichten oder handkantenschäge nach einem block dann hab ich angst vor den folgen.
wer will schon einen menschen so verletzen das er nachher vielleicht nicht mehr aufsteht.
auch bin ich nun mehr der ansicht das wenn man in gegenden ist wo die gefahr besteht das man überfallen wird auch besonders aufmerksam sein kann und somit vielen gefahren ausweichen kann.
und für den fall das trotzdem was passiert ist (zwar feige) der tritt in den schritt bei einem mann die beste möglichkeit um es kurz und schmerzvoll zu halten.
eine gute verteidigungsform übrigens ist win tschung (korrekt geschreiben?)
:wink:

benedikt j.
12.05.2005, 11:49
Genau aus den Gründen, die du angeführt hast, wollte ich kein Karate machen. Die Schläge sind dort für mich zu endgültig. Ich meine, dass Kung Fu (kommt sicher auf den Stil an) nicht diese Endgültigkeit besitzt.
Ich mein auch, dass wenn man eine Kampfsportart beherrscht, einfach sicherer durch dunkle Straßen geht (wenn möglich, natürlich umgehen).
Außerdem will ich Wing Chun nicht nur wegen der Selbstverteidigung ausüben, sondern auch um meinen Körper ständig fit zu halten und einfach die Grenzen kennen lernen, die ich erreichen kann.

mfg bene

Aguara
13.05.2005, 00:02
wing chun ist eine optimal für den selbstschutz.
bis dir auf der strasse wirklich keiner was vormacht dauert es allerdigns schon jahre. ein guter schüler 3-4 jahre würd ich mal sagen. verteidigen auf der strasse schon nach 1 jahr.

karate hab ich auch mal gemacht. es stimmt leider, dass das westliche karate eben viel zu verwestlicht ist^^ ; aber auch karate ist gut für die selbstverteidigung.

und etwas das mir schon vorher aufgefallen ist: ich glaub kaum dass das mit den eiertritten funktioniert

1. braucht ein tritt ziemlich lange bis er am ziel ist (ich weiss wie es ist, hab auch schon vollkontakt gekämpft). schläge sind da viel effizienter.

2. wird JEDER halbwegs funktionierende gangster sein (edelstes wär vllt ein wenig übertrieben) schmerzhaftestes teil schützen; d.h. er rechnet damit dass diese attacke kommen kann, eben weil so viele leute das gefühl haben, dies bringe die beste wirkung (und genau das macht sie ineffizent!)

3. steht nicht jeder gangster da wie wild bill hickock (d.h. die stelle kann unzugänglich sein)

alternativ zu den geschlechtsteilen wär ein richtiger kurzer tritt ins schienbein. (braucht weniger lang, weniger gefährlich für dich selber, schmerzhaft, und es gibt zwei :bg: )

dann kann man immernoch davonrennen und sehen ob er ein harter junge ist^^ (auch das argument, ja dann biste viel zu viel ausgepowert wenn er dich stellt gilt nicht. denn das ist der andere ja auch wenn er dich die ganze zeit verfolgt hat. chancengleichheit^^)

@sidd: wenn dich jemand angreift dann gibt es nur ein "ich oder du". alles andere ist da irrelevant. milde in ehre, aber nicht im kampf; wenn du zögerst hast du leider im normalfall schon verloren. wenn mich jemand vergewaltigen (das glaub ich zwar eher nicht :bg:) oder töten will, dann gilt das gleiche für mich (ohne das vergewaltigen^^). dann kann es uU schon sein, dass man den angreifer gerade so trifft das er stirbt, aber lieber er als ich.

das abhauen halte ich für eine sehr effektive methode. kaum einer wird einen über 3 strassen verfolgen.

siddharthar
13.05.2005, 06:07
ich glaub e nicht das ich ein kandidat für überfälle bin.
1,90, nicht schlecht trainiert und habe in den letzten 12 jahren gelernt mich zu verteidigen. :bash:
ich meinte das mit den ernsthaft verletzen bei einem überfall auch nur so das ich nicht eine woche oder so auf nem revier sitzten muss nur weil ich mich verteidigt habe, es keine zeugen gab und der angreifer nicht mehr spricht oder mich vielleicht anzeigt. es gibt ja länder wo man als einreisender :rot: gleich mal verdächtiger ist als jeder einheimische :gelb: .
aber ja: es geht nichts über das Ritz :kaffee:

pp
20.05.2005, 12:50
@bene: in welcher stadt studierst du - vielleicht kann ich dir ein paar tips geben...gerade was die vereine angeht

2. alter grundsätzlich ist primär egal, ausser wenn du mal asienmeister werden wilst oder so ;-) dann sollstest schon mit nem salto zur welt gekommen sein ;-)
denn denn körper soll ja geformt werden(ist auch ein grundsatz - allerdings nach der formung des GEISTES - das ist bei jedem Kampfsport/kampfkunst gleich)

zur zeit: nach ca. 1/2 bis 1 jahr hast du was drauf, zumindest so, dass du dich "sicherer" fühlst.
man sollte allerdings bedenken, dass heutzutage kaum noch einer mit der "faust" angreift - meistens gibts heutzutage ein messer, latte, was auch immer dazu - das heisst, es ist brutaler geworden..solche techniken lernst du natürlich nicht so schnell und als erstes - wahrscheinlich aber beim wing tsun als erstes, da da besonders auf paralellität in den verteidigungstechiken gelegt wird. bei allen anderen gehts mehr stückweise und abwehr/angriff gegen bewaffnete" kommt zumeist erst später...

@Aguara: also ist echter schmarn, dass ne hand/fausttechnik effizienter als ne fusstechnik ist! kommt auf die situation draufan...allerdings kannst du mit ner fuss/fusssprungtechnik auf jeden fall mehr kraft unterbringen.

ich glaube auch, dass win tsun(wie auch immer - es gibt mehrere bestätigte richtige schreibweisen) gut zur verteidigung ist - gerade für frauen, da es primär um die nutzung/weiterleitung/ umleitung von kräften zurück zum angreifen geht - das heisst, dein eigener aufwand soll so geing wie möglich ausfallen.

ähhh wer sagt, dass karate oder kung fu(was auch immer da) grundsätzlich immer vollkontakt ist?
die grosse kunst gerade beim kunfu ist halb/semi-kontakt - denn dann hast du deinen körper unter kontrolle... nicht die typen die unkontrolliert irgendwohin ihr bein oder ihre hand fallen lassen

kurze frage: welchen dan(?) hast du im judo, da du davon sprichts, dass dir niemand so schnell was in fegetechniken vormacht???


meine meinung ist, dass der einen vorteil hat, der sich vorher überlegt, wie er "zuschlägt" - besonders diejenigen, die eine ausbildung in irgendeiner Kampfsportart haben. denn gerade die sollten vorher schon mal darüber nachgedacht haben, was alle diese dinge bedeuten - deswegen sagte ich ja - der GEIST soll geformt werden.

*pühhh* jetzt reichts


lg - paul

benedikt j.
20.05.2005, 12:56
Hi pp,

ich hatte eigentlich schon vor Meister aller Kampfsportarten zu werden. Du hast gerade meinen Traum zerstört. Pfui :bg: :bg:
Ich weiß noch nicht genau, wo ich studiere, aber ich hab mich mal auf ein paar Unis festgelegt (Regensburg, Freiburg, Würzburg)

mfg bene

Aguara
22.05.2005, 01:05
@Aguara: also ist echter schmarn, dass ne hand/fausttechnik effizienter als ne fusstechnik ist! kommt auf die situation draufan...allerdings kannst du mit ner fuss/fusssprungtechnik auf jeden fall mehr kraft unterbringen.

kurze frage: welchen dan(?) hast du im judo, da du davon sprichts, dass dir niemand so schnell was in fegetechniken vormacht???


da muss ich gewaltig widersprechen! im einer schlägerei ist ein tritt nur dann brauchbar, wenn du 1) dem gegner schon so eine reingebraten hast, dass er benommen ist oder 2) um den gegner zu stoppen wenn er wie ein wilder auf dich einschlägt (=> stopptritt; hat nur die wirkung von aufhalten, praktisch keine weiteren schäden)

dies gilt für den normalverbraucher umso stärker, da diese keine tritte ausführen können. ich würde mal sagen dass 90% der erfolgreichen angriffe mit der hand ausgeführt werden. Natürlich ist das was anderes wenn man taekwondo oder so macht und tritte fast täglich trainiert.

ich habe den brauen gurt gemacht, also 1. kyu wenn ich mich recht erinnere^^ (schwarz wär dann 1.dan)

Daniel Chan
24.05.2005, 01:20
Ich trainiere auch Wing Tsun, finde aber die Stellung ein bisschen zu unbeweglich, da man mit dem ganzen Gewicht auf dem hinteren Fuß steht und ihn nachziehen muss. Ich hab gehört beim Ving Tsun soll das anders sein und man steht 50/50 gleichmäßig auf beiden Füßen. Ich finde diese Stellung auch besser, weil man da mehr Bewegungsfreiheit hat. Jeet Kunde Do ist übrigens sehr zu empfehlen. Dieser Stil wurde von Bruce Lee entwickelt, der früher Wing Chun bei seinem Meister Yip Man betrieben hat. In den USA hat er dann sein JKD entwickelt und eigene Schulen aufgemacht. Hier (http://www.tommycarruthers.com/video.htm) gibts ein paar Beispiele von einem bekannten JKD'ler Tommy Carruthers.
Leider hab ich hier auf dem Land im Fichtelgebirge keine JKD Schule und daher bin ich in WT gegangen. Gefällt mir aber auch ganz gut bis eben auf die ungewöhnliche Stellung. Die Iras-Stellung nimmt man übrigens nur am Anfang des bevorstehenden Angriffs an, jedoch steht man in den meisten alltäglichen Situationen nicht in der Iras-Stellung sondern ala Blitzdefence mäßig. :wink: So viel von mir dazu.

mfg
Daniel

dutch
30.05.2005, 10:14
Salve!
Da ich grad keine Zeit habe, verweise ich auf unten stehende HP.
Jene welche vertritt meine Auffassung bzgl. selfdefense.

cheers dutch

www.ctc-freiburg.de

Daniel Chan
11.06.2005, 14:00
die Situation zwischen Wettkampf/Turnier oder Straße ist nach meiner Ansicht stark verschieden.
[...]
Zudem gibt es beim Turnier Regeln, auf der Straße nicht.
Beim Wing Tsun wird im gegensatz zu Karate, Boxen etc. gegen alle Regeln verstoßen und Wettkämpfe kennt man dort überhaupt nicht. Man ist darauf bedacht den Angreifer so schnell wie möglich mit so wenig Aufwand wie möglich zu bezwingen bezüglich Winkel von Armen und Beinen. Hohe Tritte gibt es dort, wie Alaskawolf schon sagte, nicht. Mein Lehrer sagt immer, dass WT kein Kampfsport ist sondern eine Kampfkunst, da hat er auch Recht. :)

pp
13.06.2005, 11:46
@wald - da hast völlig recht - wird ja auch oft als kampfkunst beschreiben(WT)

es wäre ja auch recht schwierig, da nen turnier oder wettkämpfe draus zu machen - es gibt weder schritt/trittfolgen(katas,...etc.) noch richtige angriffstechniken - wo man angriff - verteidigung aufzeigen könnte.

allerdings glaube ich halt, dass es recht effizient für viele ist - da es sich halt primär um kraftumleitung/rückleitung handelt - eben für frauen und anfänger recht effizient!!!

regeln werden allerdings bei fast allen kampfsportarten/kapfkünsten verletzt: ich glaube kaum, dass es einen technisch und auch sonst regelconfirmen kapf(im turnier) gibt - bescheissen und tricksen tut jeder...
auf der strasse sowieso

@aguara

nochmal zum thema kicks/sprungkicks:
ich meinte schon die leute, die kicks täglich trainieren - den anderen kommts sicher gar nicht in den sinn, auf jemanden loszuspringen

ich trainiere jetzt schon ein paar jährchen muay thai/kickboxen und glaube, dass ich jemanden schon recht effektiv kicken kann bzw. wohl mehr nen sprungkick verwenden würde....
und diese techniken sind definitiv sehr effinzient und hart!!!
für ne kleine demonstration einfach mal K1 montags auf eurosport 20.15 oder den film ong bak anschauen...
K1 ist grundsätzlich sehr realistisch und gut geschnitten - und die leute sind natürlich auch sehr gut (vorallem eben die muay thai-kämpfer!)

ong bak: sehr geile kampfszenen - vorallem wenn man weiss, dass diese sachen ohne matten, compi und ähnlichen scheiss gemacht wurden - der typ ist einfach geil - gerade seine knickkicks *respect*

allerdings springen nicht gerade sehr viel muay thais durch die gegend, die sowas draufhaben..
die, dies können, werden sich ausserdem in der öffentlichkeit strengstens hüten bei kleineren sachen wirklich so abzugehen - dafür ist die gefahr einer anzeige(und da ziehst du immer den kürzeren!!!) viel zu gross...

deswegen ist grundsätzlich wahrscheinlich wirklich zu Wt, judo oder ähnlichem zu raten..
axo: ich habe den 2.ten brauen im judo (denn es gibt noch untersparten im brauen - genau gesagt 6!) in sofern weiss ich was ne fussfegetechnik ist ;-)


so long - paule

Daniel Chan
13.06.2005, 13:37
Das einzige was es überhaupt an "Wettkämpfen" gibt, ist der Chi Sao Wettkampf (Klebende Hände).

Hab gestern noch eine kleine Definition auf meiner Page geschrieben:
Greift ein Gegner an und man ist nur bemüht die "Angriffssymptome"
(die jeweilige Schlag-, bzw. Tritttechnik) abzuwehren, so ist das Problem des Angriffs
durch den Gegner nicht gelöst, sondern quasi nur "vertagt"-
Ein Konzept des "hinter-den-Aktionen-des-Gegners-hinterherjagen" entsteht.

Das faszinierende chinesische Kampfsystem Wing Tsun hingegen folgt einer völlig anderen Konzeption,
indem es von vornherein darauf bedacht ist die Angriffsursache (sprich den Gegner) im Moment des
Herankommens auszuschalten.

Im Training werden die wesentlichen Voraussetzungen für die Umsetzung
dieser Konzeption geschaffen: Timing, Raum-und Distanzverständnis, die Kenntnis
von Wegen und Stukturen (z. B. Umgehen/Erzeugen von Kraft) u. a.

Noch anzumerken sei, dass Wing Tsun nach einem minimalistischen Prinzip arbeitet,
sprich im Gegensatz zu anderen Stilen nicht auf jedes neue, sich stellende Problem,
eine neue Technik erschafft, bzw. hinzufügt, sondern sich auf einfachste,
direkteste Mittel beschränkt und diese versucht, zu perfektioneren.

Die Gründer der EWTO (= Europäische Wing Tsun Organisation) sind
Keith R. Kernspecht zusammen mit Leung Ting von Hong Kong.
Yip Man ist jedoch der Urgroßvater vom WT. Er hatte auch über 5 Jahre
Bruce Lee im Wing Chun trainiert bevor Bruce nach Amerika zog.

Wer mehr über Wing Tsun und andere Kampfkunstarten erfahren möchte,
kann sich im großen, sehr empfehlenswerten Kampfkunst-Forum informieren.
nachzulesen hier (http://blatt.bl.funpic.de/wingtsun.htm)

Grüße
Daniel

Daniel Chan
13.06.2005, 15:32
in einer schlägerei ist ein tritt nur dann brauchbar, wenn du 1) dem gegner schon so eine reingebraten hast, dass er benommen ist oder 2) um den gegner zu stoppen wenn er wie ein wilder auf dich einschlägt (=> stopptritt; hat nur die wirkung von aufhalten, praktisch keine weiteren schäden)
Am besten ein gleichzeitiger Schlag (schön aus der Mitte) und Tritt zum Schienbein (nach außen gedreht). Da sagen die meisten dann nichts mehr, vor allem wenn man dann noch ein paar Techniken nachsetzt.. :ill:

dutch
15.06.2005, 14:39
HI !
Generell fällt mir auf, dass bei den Kettenfauststößen der Ellbogen sehr tief gehalten wird. Was m.E. nach der Zielvorstellung des KravMaga, via Inside Defense eng nach außen auf die Deadside zu gelangen und dort mit relativ hohem Ellbogen (= Passivschutz/Deckung gegen Schläge mit der anderen Hand) Counterattacks abzuliefern zuwiderläuft.
WT'ler weisen dort zumindest eine recht große Deckungslücke auf.
Wie überhaupt Ex-WT'ler einen zu aufrechten Stand haben und ihren Kopf/Kinnbereich gerade zu schon darbieten.
Wir bevorzugen dagegen das eher Boxerische - sprich Kinn runter, Stirn vor, Schultern etwas hochgezogen und Neigung nach vorne.
Außerdem erscheinen mir tatsächlich die einzelnen Kettenfauststöße zu schwach und ich ziehe den KM-Ansatz vor, mehrere eher schwere Counterpunches (meistens straight) mit der einen Hand abzuliefern, während die andere "trappt" bzw. den Angriffsarm des Aggressors zu immobilisieren versucht.
Ein WT'ler mag argumentieren:
Die Ellbogen sind bei den KFST so gerichtet, dass sie einen von außen angreifenden Arm keilförmig wegdrücken
Als Kravist sag ich dazu nur:( Yeah, right :o )

mfg dutch

Daniel Chan
16.06.2005, 20:53
Die Ellbogen sind bei den KFST so gerichtet, dass sie einen von außen angreifenden Arm keilförmig wegdrücken
Als Kravist sag ich dazu nur:( Yeah, right :o )
:wink:
Also wenn du einen Hacken oder einen Schwinger meinst hier meine Lösung/Anpassung: Die Kettenfauststöße (KFS) sind gerade und der Hacken/Schwinger macht eine Kurve. Daher haben diese eine kürzere Distanz als die KFS. (bei den KFS werden die Ellbogen nicht so tief gehalten, sondern bei einzelnen Fauststößen) Man greift nicht gleich mit KFS an, um Gottes Willen! :) Man sucht erst den Kontakt mit den Armen und versucht die Arme zu immobilisieren, dann erst kommen KFS. Wenn einer mit einem Schwinger angreift -> viel zu langsam und Kopf ungedeckt -- mit einem Hacken -> schon schneller aber die Distanz ist kürzer. Bei beiden braucht man nur einen geraden Fauststoß oder Stich etc. zum Kopf zu machen. Der Hacken/Schwinger wird automatisch dadurch abgeblockt. Zusätzlich hat man zur Sicherheit noch den zweiten Arm bereit. Ach noch was: Die KFS müssen geübt werden, damit sie 1. schnell sind, sodass der Angreifer nicht mehr reagieren kann und 2. stark sind um den Gegner nicht nur "anzustubsen". Der erste Punkt ist mir jedoch viel wichtiger.

Bei der Kopfhaltung mit dem Kinn nach unten kann man prima Kicks ansetzen, da der Gegner nicht viel sieht. Ich hab Mal mit einem von meiner Klasse geübt, der Kickboxer ist und der hatte seine Arme vor seinen Augen. Noch dazu konnte man ihm immer auf seinen oberen Kopf treffen oder die Arme festhalten, da man sehr an ihn herankommt. Meiner Meinung nach ist nicht die Kopfhaltung bei den WTlern falsch, sondern die Anfangsstellung, also die IRAS, wo man frontal zum Gegner steht und nicht seitlich und wenn man vorgeht, ist das Gewicht ist zu 90% auf dem hinteren Bein und das stört mich ein bisschen, schon von wegen der Ausweichmanöver zur Seite und nach hinten. Sinn von dem leichten vorderen Fuß soll die schnellere Abwehr von Fußtritten sein (Fußtritte werden normalerweiße mit Fußtritten abgefangen) und die Unanfälligkeit gegenüber Fußfegern.

Hier noch eine kleine Demonstration, was ich unter "Kettenfauststöße" und "Bedrängen" verstehe (aus dem Jeet Kune Do): Video (http://inat.org/JKD/movies/Attacking%20Blast.mpeg) :wink:

Beste Grüße
Daniel

Daniel Chan
16.06.2005, 22:08
Hab noch ein bisschen nach Videos über Wing Chun gestöbert:
Mystery of Sticking Hands (http://www.mastercarloslee.shawbiz.ca/mystery_of_stickinghands_2.WMV)
Das ist das Chi Sao

dutch
17.06.2005, 18:48
@wald
Hi !!
Ich danke für die ausführliche Darstellung und fundierte Argumentation!
So stelle ich mir konstruktiven Meinungs-Erfahrungsaustausch(auf theoretischer Ebene) vor.
Merci!
Was nicht heißen soll, daß ich nun vom Kravist zum WT'ler mutiere :wink:

mfg
dutch

Daniel Chan
18.06.2005, 09:55
Was nicht heißen soll, daß ich nun vom Kravist zum WT'ler mutiere
Ne, siehe meine Signatur im KK-Board:
"Der Mensch als kreatives Individuum ist viel wichtiger als irgendein Stil oder System." :wink:

Daniel Chan
18.06.2005, 12:47
regeln werden allerdings bei fast allen kampfsportarten/kapfkünsten verletzt: ich glaube kaum, dass es einen technisch und auch sonst regelconfirmen kapf(im turnier) gibt - bescheissen und tricksen tut jeder...
auf der strasse sowieso
Ich war Mal zwei Mal beim Karate und dort gab es auch einen zusätzlichen Karatezweig für die Selbstverteidigung auf der Straße. Dort werden dann wahrscheinlich auch keine Regeln beachtet. :)

waldläufer05
29.07.2005, 17:57
Ich habe zehn Jahre Judo gemacht und zwischendurch mal ein bisschen Ju-Jitsu. Wenn du prügeln willst dann bist du beim Kung-Fu völlig falsch.
Dann würde ich dir Kickboxen oder Thaiboxen empfehlen.
Beim Kung-Fu gibt es viele traditionelle Formen, die nicht gerade eine effiziente Selbstverteidigung ausmachen. Aber wenn du auf dieses Geschnörkel stehst, ist es genau das richtige.

Ein guter Kompromiss finde ich Ju-Jitsu. Effizient und vielseitig. Hebel-, Würge-, Schlag- und Wurftechniken, sowie Messerabwehren und kämpfen mit einfachen Waffen (Schirm, Stock usw.).

Viel Spass beim :bash: :ill:

Daniel Chan
04.08.2005, 22:23
Beim Kung-Fu gibt es viele traditionelle Formen, die nicht gerade eine effiziente Selbstverteidigung ausmachen. Aber wenn du auf dieses Geschnörkel stehst, ist es genau das richtige.
Und genau beim Wing Tsun und Jeet Kune Do, das auch Kung Fu ist, gibt es so etwas nicht. Es gibt keine tiefen oder hohen Stellungen, keine hohen Tritte oder gesprungene Techniken, Rollen, Saltos oder sonstigen Schnörkel. Dort lernt man ausschließlich nur Techniken, um den Gegner so schnell und so einfach wie möglich auszuschalten. Meist dauert der Kampf nur ein paar Sekunden.
Infos zu Jeet Kune Do gibt es hier (http://www.kampfkunst-board.info/forum/showthread.php?t=3455) und zum Wing Chun gibt es auch eine FAQ (http://www.kampfkunst-board.info/forum/showthread.php?t=30308) im KK-Board.

"99% der orientalischen Selbstverteidigung ist Humbug. Es ist "aufgejazzter" Kram. Es sieht toll aus, aber funktioniert nicht."
"Meine Bewegungen sind einfach, direkt und nicht-klassisch."
"An der Kampfkunst ist nichts Geheimnisvolles. Nimm die Dinge wie sie sind: Schlage, wenn du schlagen mußt, tritt, wenn du treten mußt."
"Der leichte Weg ist auch der richtige Weg."
"Jeet Kune Do ist die Kunst, die nicht auf Techniken oder Lehrsätzen beruht. Sie ist einfach wie man selbst."
Zitate von Bruce Lee

"Ist der Weg frei, stoß vor!" das wichtigste Prinzip des Wing Tsun. ;)

Ich war schon Mal in Karate und hab beim Aikido zugeschaut. Wäre nichts für mich.

@waldläufer05
Entdeckst du "Schnörkel" bei diesen JKD Videos (http://jkd.inat.org) von Tommy Carruthers? Wohl eher nicht. Ich gebe zu, Wing Tsun hingegen hat schon einige kompliziertere Formen eingebaut, doch die muss man natürlich üben. Aber Pak Sao und Lap Sao sind echt ziemlich simpel und für mich die wichtigsten Techniken, die man meiner Meinung nach bei jedem Training üben sollte. Bei beiden Stilen ist jedoch Angriff die beste Verteidigung. Es wir also kein Schlag abgeblockt, sondern es wird generell auf die Zentrallinie permanent angegriffen, bis der Gegner bewältigt ist. Ich könnt noch weiter schreiben, aber ich denke die beiden Links erklären es noch besser.

Grüße
Daniel

[edit: Link bearbeitet]

Daniel Chan
04.08.2005, 22:35
mal 'ne blöde, aber ernstgemeinte Frage: Was spricht denn gegen das gute alte In-die-Eier-treten im Notfall? So kann man doch IMHO 'nen Mann am effektivsten außer gefecht setzen.
*altenpostausgrab* :bg:
Das finde ich inzwischen als effektivste Möglichkeit jemanden zu besiegen. Am besten einen geraden schnellen peitschenden Tritt. Den noch 1000 Mal geübt (natürlich nur mit Schutzausrüstung ala Tiefschutz.. :bg:) kann der sehr nützlich auf der Straße sein, da die meisten Schläger nicht oft auf ihre Eier unten achten und diese decken. Zudem stehen die meist frontal zu einem und da bietet sich so ein Tritt, der länger als die Faust ist, sehr gut an. :ill: ;)

Gruß

Mephisto
05.08.2005, 11:07
Die Betonung liegt aber auf "schnell"! Sonst ist ein Tritt meisten vieel zu langsam!

Gruß,
Benni

Daniel Chan
06.08.2005, 13:07
Jap, schnell und peitschend. :wink:
http://inat.org/JKD/movies/Realism.mpeg
Das hier ist z. B. ein Tritt.

Mephisto
06.08.2005, 23:41
Jap, schnell und peitschend. :wink:
http://inat.org/JKD/movies/Realism.mpeg
Das hier ist z. B. ein Tritt.
Jep, des is verdammt schnell...

Daniel Chan
07.08.2005, 13:22
Jo, der Typ ist aus Schottland. :D

Grüße

Buschtrommler
01.09.2005, 13:48
hoi allerseits!
ich interessiere mich sehr für Krav Maga! kennt sich da einer hier aus und weiß, ob es sowas in der region um tübingen gibt? auf was lässt man sich da ein?
gruß
buschtrommler

Mephisto
01.09.2005, 14:17
Is des net des aus Russland?

Buschtrommler
01.09.2005, 15:44
neee, das ist israelisch. nicht schoen, aber wirkungsvoll...
gruß
buschtrommler

p.s. http://www.krav-maga.de

Mephisto
01.09.2005, 16:06
Ja genau, da hab ich mal nen Flyer rumliegen gesehen für ein Probetraining oder sowas... Ist glaub ich recht interessant.

Gruß,
Benni

Daniel Chan
01.09.2005, 20:27
hoi allerseits!
ich interessiere mich sehr für Krav Maga! kennt sich da einer hier aus und weiß, ob es sowas in der region um tübingen gibt? auf was lässt man sich da ein?
Damit kenn ich mich nicht aus und weiß auch nicht was dort überhaupt gelehrt wird. :) Probiers aber Mal bei deiner Suche vielleicht hier (http://www.kampfkunst-board.info/forum/forumdisplay.php?f=50) oder auf der Seite www.ikmf.de (http://www.ikmf.de).

Gruß

Daniel Chan
27.01.2006, 17:44
Hier noch ne kleine Videosammlung über WT und JKD:

Jeet Kune Do:
http://jkd.inat.org/
http://www.bathjkd.co.uk/Clips/
http://www.taoofgungfu.com/videos.htm
http://www.wtkungfu.com/Pages/Gallery/Video/BruceLee.mpg
http://www.youtube.com/results.php?related=bruce%20lee%20jeet%20kune (leider nicht zum abspeichern, ich suche auch noch an einer Lösung)
http://www.jeetkunedo.by.ru/down_mpeg/mpegs.htm
bzw. der Thread dazu: http://www.kampfkunst-board.info/forum/f48/jeet-kune-do-killer-clips-20357/
http://www.mitachiacademy.com/movie.htm


Wing Chun:
http://www.sifugrados.com/mcvideos.shtml
http://www.wtkungfu.com/Pages/Gallery/Video/Gutierrez1.mpg
http://www.wingtsunwelt.com/artikel.php?id=715
http://www.mastercarloslee.shawbiz.ca/videoclips.htm
http://www.seiwasser.de/ (->Galerie ->Videos)

So das wars erst Mal für den Anfang. Werde denn Thread dann noch mit weiteren Links ergänzen.

Grüße

Lightfoot
14.02.2006, 15:24
Ich habe früher mal Tae Kwon Do gemacht. Irgendwann ist mir klargeworden, daß übliche waffenlose Selbstverteidigung gut auf das vorbereitet, was ich eigentlich gar nicht brauche: Kämpfe gegen ein oder zwei waffenlose Gegner, z.B. typische "Diskoprügeleien". Habe u.a. deshalb mit Kampfsport aufgehört.

Meine Selbstverteidigung sieht so aus, allem Ärger aus dem Weg zu gehen, auch wenn man dabei klein beigeben muß.

Wenn das nicht geht, empfehle ich die Verwendung von Hilfsmitteln, z.B. Pfefferspray (Achtung: in D kein Einsatz gegen Menschen erlaubt!), CS-Gas, oder, wenn es ganz hart kommt, einem Messer, sofern einem Schußwaffen nicht zur Verfügung stehen. Man muß die begrenzte Wirksamkeit auch dieser Sachen natürlich kennen, aber ohne sie sieht es bei ernsthaften Auseinandersetzungen imho eher mau aus. Genauso wichtig ist die Kenntnis des Notwehrrechts mitsamt seinen diffizilen Verästelungen!

Ich hoffe, das klingt nicht zu martialisch, ich bin eigentlich durch und durch zivil und friedliebend und prügel mich eher weniger, aber man sollte sich nicht zu viele Illusionen über Kampfkunst machen.

Voitsberg
14.02.2006, 20:59
Ja da bin ich doch nicht alleine auf der Welt...
Bin auch WTler, momentan in Pause.
Ich hab mir vorher auch einige andere Kampfsportarten angesehen, wollte dann Aikido machen aber da gabs bei uns nix.
So kam ich zum WT, und mir gefällts.
Ausser daß ich einiges gelernt habe das im Notfall wirklich was bringt, hab ich ein viel besseres Körpergefühl bekommen, was ich wiederum beim Kanufahren einsetzen kann.

Was mir aber dabei am besten gefällt: die Bewegungen sind natürlich, nicht so "eckig" wie bei Karate oder so. Und niemand braucht ein Bewegungstalent zu sein, auch schwache, übergewichtige Menschen oder sogar Rentner können das lernen und sich zur Wehr setzen.

Also, ich bin begeistert und kanns nur weiter empfehlen.

LG
Voitsberg

Daniel Chan
02.07.2006, 12:56
Ich habe früher mal Tae Kwon Do gemacht. Irgendwann ist mir klargeworden, daß übliche waffenlose Selbstverteidigung gut auf das vorbereitet, was ich eigentlich gar nicht brauche: Kämpfe gegen ein oder zwei waffenlose Gegner, z.B. typische "Diskoprügeleien". Habe u.a. deshalb mit Kampfsport aufgehört.

Meine Selbstverteidigung sieht so aus, allem Ärger aus dem Weg zu gehen, auch wenn man dabei klein beigeben muß.
hm, gute Einstellung.
http://www.kampfkunst-board.info/forum/f16/hat-schon-selbst-erlebt-15595/
http://www.kampfkunst-board.info/forum/f16/deeskalation-gewaltfreie-sv-45646/
Diese 2 Threads möchte ich dir ans Herz legen. :)

experienced
16.08.2006, 15:21
seit acht jahren...

vince
18.08.2006, 01:22
Kung FU (Quan Dao)mache aber gerade Pause, da ich wegen der Schule kaum Zeit mehr habe. Ansonsten habe ich mal für kurze Zeit Karate gemacht. Im Moment mache ich nur sparring mit ein paar Freunden.

Nathalie
16.09.2006, 12:04
Hallo ihr Lieben

ich will mich ja nur äußerst ungern in diese überaus "männliche" Diskussion einmischen aber ein/zwei Sachen muss ich doch einwerfen.

Selbstverteidigung schön und gut. Ist ja von vorteil wenn man meint sich verteidigen zu können ABER ich finde, das man das allein durch den gesunden menschenverstand und Instinkt schon weiß.

KampfSPORT (Betonung liegt auf sport). Also was ihr hier über Kehlkopf-schläge, Ohr-ab-schlagen und was weiß der Teufel noch alles schreibt, finde ich nicht so prickelnd. Mag ja sein, das es manchen von euch einen besonderen Kick ( im Bezug auf das Wissen) gibt aber im Ernstfall reagiert ihr möglicherweise ganz anders oder könnt überhaupt gar nicht eure tollen Techniken anwenden....

Apropos Ernstfall....wie oft wurdet ihr denn schon mit Messern, Maschinengewehren, Pistolen, Panzern etc ( :wink: ) angegriffen? Also mal im Ernst die Diskussion ist glaube ich müßig. Und ehrlich gesagt finde ich es auch nicht so toll, mir sowas rumzuprahlen. Ist ja schön, das ihr wißt, wie man jemandem das Nasenbein in den Kopf haut aber glaubt ihr allen Ernstes das ihr im Notfall wirklich dazu kommt das zu machen???

Möglicherweise ( :bg: ) spricht da ganz deutlich die Frau aus mir raus aber ich habe auch schon gelesen, das der ein oder andere Mann das auch nicht so toll findet.
Will hier auch niemanden zu nahe treten aber das ist echt nicht mein Fall.... :D

Waldwichtel
16.09.2006, 19:27
Hallo ihr Lieben

ich will mich ja nur äußerst ungern in diese überaus "männliche" Diskussion einmischen aber ein/zwei Sachen muss ich doch einwerfen.

Selbstverteidigung schön und gut. Ist ja von vorteil wenn man meint sich verteidigen zu können ABER ich finde, das man das allein durch den gesunden menschenverstand und Instinkt schon weiß.

KampfSPORT (Betonung liegt auf sport). Also was ihr hier über Kehlkopf-schläge, Ohr-ab-schlagen und was weiß der Teufel noch alles schreibt, finde ich nicht so prickelnd. Mag ja sein, das es manchen von euch einen besonderen Kick ( im Bezug auf das Wissen) gibt aber im Ernstfall reagiert ihr möglicherweise ganz anders oder könnt überhaupt gar nicht eure tollen Techniken anwenden....

Apropos Ernstfall....wie oft wurdet ihr denn schon mit Messern, Maschinengewehren, Pistolen, Panzern etc ( :wink: ) angegriffen? Also mal im Ernst die Diskussion ist glaube ich müßig. Und ehrlich gesagt finde ich es auch nicht so toll, mir sowas rumzuprahlen. Ist ja schön, das ihr wißt, wie man jemandem das Nasenbein in den Kopf haut aber glaubt ihr allen Ernstes das ihr im Notfall wirklich dazu kommt das zu machen???

Möglicherweise ( :bg: ) spricht da ganz deutlich die Frau aus mir raus aber ich habe auch schon gelesen, das der ein oder andere Mann das auch nicht so toll findet.
Will hier auch niemanden zu nahe treten aber das ist echt nicht mein Fall.... :D

Hi Nathalie, es geht doch bei einer echten Kampfsportart gar nicht um Verteidigung, sondern um die Freude am Sport an sich, auf die Fitness etc...
Wenn du mal ein richtiges Training mitmachst, wirst du gleich merken, dass klassischer Kampfsport wie Karate, Taekwondo.. nicht agressiv macht, da man bei den Übungen wahnsinnig konzentriert bei der Sache sein muß. Das Reaktionsvermögen wird gesteigert, der Gleichgewichtssinn, die Dehnbarkeit der Sehnen (ich habe Karate gemacht, nun Hapkido) - bei uns kann jeder ab dem Braungurt Spagat! Und es wird beim Training die gesamte Muskulatur beansprucht. Wenn du zum ersten Mal trainierst, spürst du zig Muskeln, von deren Existenz du gar nichts gewußt hast!
Kampfsport ist einfach klasse!!!

Nathalie
18.09.2006, 08:47
Da will ich dir ja auch gar nicht widersprechen und mein Beitrag war auch eher auf die etwas merkwürdigen Techniken bezogen, die hier zur Sprache kamen und meiner Meinung nach, nichts mit Sport zu tun haben

Daniel Chan
24.09.2006, 22:35
Bevor man irgendwelche Urteile zieht, würde ich dringend anraten dieses Forum ein wenig durchzustudieren, dann klären sich viele Fragen von alleine:

http://www.kampfkunst-board.info/forum/f16/

Über dieses Thema kann man zigmilliarden Seiten diskutieren, aber bitte nicht hier. :)

Daniel Chan
20.10.2006, 21:36
Hallo ihr Lieben

ich will mich ja nur äußerst ungern in diese überaus "männliche" Diskussion einmischen aber ein/zwei Sachen muss ich doch einwerfen.
Nur zu. Ich liebe solche Diskussionen! :wink: (im Ernst)

Selbstverteidigung schön und gut. Ist ja von vorteil wenn man meint sich verteidigen zu können ABER ich finde, das man das allein durch den gesunden menschenverstand und Instinkt schon weiß.
Das stimmt nicht. Wenn du ins Wasser geschubst wirst, kannst du schwimmen, obwohl du es nie gelernt oder ausprobiert hast? In den Martial Arts lernst du z. B. erst Mal, wie man überhaupt sein Bein oder Arm bewegen kann, sodass man auch ohne viel Kraft etwas damit anstellen kann.

KampfSPORT (Betonung liegt auf sport). Also was ihr hier über Kehlkopf-schläge, Ohr-ab-schlagen und was weiß der Teufel noch alles schreibt, finde ich nicht so prickelnd.
Das gibt es im Sport nicht. Sport hat Regeln. Drausen auf der Straße/Wald/Dschungel gibt es keine! Da ist es dem Vergewaltiger oder besoffenen Straßenschläger egal, wenn er irgendwelche Regeln bricht... Außerdem gibt es noch andere bessere Sachen, als Ohr abschlagen oder Kehlkopfangriffe, die ein bisschen freundlicher bzgl. des Notwehrrechtes sind... :roll:

Mag ja sein, das es manchen von euch einen besonderen Kick ( im Bezug auf das Wissen) gibt aber im Ernstfall reagiert ihr möglicherweise ganz anders oder könnt überhaupt gar nicht eure tollen Techniken anwenden....
Falsch. Nimm dir Mal als Beispiel viele Türsteher, Polizisten oder einfache Schlägereiopfer, die sich auch mit Selbstverteidigung beschäftigen und mehr oder minder heil aus einem Ernstfall raus gekommen sind, ihn sogar schon vornherein (Aufgrund ihrer theoretischen SV Kenntnisse) vermeiden konnten.

Apropos Ernstfall....wie oft wurdet ihr denn schon mit Messern, Maschinengewehren, Pistolen, Panzern etc ( :wink: ) angegriffen? Also mal im Ernst die Diskussion ist glaube ich müßig. Und ehrlich gesagt finde ich es auch nicht so toll, mit sowas rumzuprahlen. Ist ja schön, das ihr wißt, wie man jemandem das Nasenbein in den Kopf haut aber glaubt ihr allen Ernstes das ihr im Notfall wirklich dazu kommt das zu machen???
Wie schon gesagt, du brauchst keinem weder das Nasenbein in den Kopf zu hauen, noch ihm das Genick zu brechen. Ich kann wohl sagen du hast eine ziemlich falsche Vorstellung von Kampfkunst. :P

Möglicherweise ( :bg: ) spricht da ganz deutlich die Frau aus mir raus aber ich habe auch schon gelesen, das der ein oder andere Mann das auch nicht so toll findet.
Will hier auch niemanden zu nahe treten aber das ist echt nicht mein Fall.... :D
Nicht unbedingt die Frau, auch Männer denken so. Ich empfehle jedem sich mit Selbstverteidigung auseinandergesetzt zu haben. Nachher, wenn man zusehen musste, wie die Freundin/Freund von Typen halbtot am Boden getreten wurde.. glaub mir, da kommen dir alle andere Gedanken außer liebevoll und zärtlich zu solchen Idioten zu sein. :bash:

Kampfkunst hat außerdem einen guten nebeneffekt, die da z. B. wären: Selbstbewusstsein, Respekt, Körper und Geist, Körperhaltung, kann heilen, wie z. B. Chi Gong, Konzentration, soziales Lernen, Verantwortung und es macht auch noch Spaß. Wer hätte das gedacht! ;)

Grüße

derMac
27.10.2006, 20:42
Kampfkunst hat außerdem einen guten nebeneffekt, die da z. B. wären: Selbstbewusstsein, Respekt, Körper und Geist, Körperhaltung, kann heilen, wie z. B. Chi Gong, Konzentration, soziales Lernen, Verantwortung und es macht auch noch Spaß.
Also Chi Gong ist bestimmt keine Kampfkunst. ;)
Und zu den ganzen positiven Wirkungen: Die von dir oben so oft erwähnten brutalen Schläger betreiben natürlich garantiert keine Kampfkünste. :wink:

Mac

Joshu
14.11.2006, 12:42
Also man kann die Angelegenheit im Prinzip auf folgende Aussage verkürzen:

Traditionelle Kampfkünste (Aikido, Karate-Do, Kung Fu etc.) und alle Varianten des Kampfsports (Kickboxen, Free Fight etc.) helfen, die Fähigkeit zur Selbstverteidigung zu verbessern.

Beide Varianten sind aber nicht sonderlich effizient, denn die primäre Zielsetzung ist in diesen Fällen nicht, Menschen auf SV-Situationen vorzubereiten.

Wer gezielt SV erlernen will, sollte sich unter den entsprechenden SV-Schulen umschauen. Da gibt es leider viele unseriöse Angebote. Erste Hinweise auf die Seriosität des angebotenen SV-Curriculums sind:

1. Einfache, schnell zu erlernende Techniken, die keine besondere Fitness erfordern
2. Keine Verwendung von Fausttechniken, statt dessen Schläge mit der Handwurzel
3. Keine Orientierung auf Schlagwechsel, statt dessen Training für den Erstschlag

Gruß Joshu

Joshu
14.11.2006, 12:42
Also man kann die Angelegenheit im Prinzip auf folgende Aussage verkürzen:

Traditionelle Kampfkünste (Aikido, Karate-Do, Kung Fu etc.) und alle Varianten des Kampfsports (Kickboxen, Free Fight etc.) helfen, die Fähigkeit zur Selbstverteidigung zu verbessern.

Beide Varianten sind aber nicht sonderlich effizient, denn die primäre Zielsetzung ist in diesen Fällen nicht, Menschen auf SV-Situationen vorzubereiten.

Wer gezielt SV erlernen will, sollte sich unter den entsprechenden SV-Schulen umschauen. Da gibt es leider viele unseriöse Angebote. Erste Hinweise auf die Seriosität des angebotenen SV-Curriculums sind:

1. Einfache, schnell zu erlernende Techniken, die keine besondere Fitness erfordern
2. Keine Verwendung von Fausttechniken, statt dessen Schläge mit der Handwurzel
3. Keine Orientierung auf Schlagwechsel, statt dessen Training für den Erstschlag

Gruß Joshu

Daniel Chan
14.11.2006, 22:52
Also man kann die Angelegenheit im Prinzip auf folgende Aussage verkürzen:

Traditionelle Kampfkünste (Aikido, Karate-Do, Kung Fu etc.) und alle Varianten des Kampfsports (Kickboxen, Free Fight etc.) helfen, die Fähigkeit zur Selbstverteidigung zu verbessern.
Bis dahin richtig.

Beide Varianten sind aber nicht sonderlich effizient, denn die primäre Zielsetzung ist in diesen Fällen nicht, Menschen auf SV-Situationen vorzubereiten.
Aha. Das ist mir aber neu. Es kommt immer auf die Schule und den Lehrer an. Wie und für was etwas trainiert wird. Das kann man nicht verallgemeinern.

Wer gezielt SV erlernen will, sollte sich unter den entsprechenden SV-Schulen umschauen. Da gibt es leider viele unseriöse Angebote. Erste Hinweise auf die Seriosität des angebotenen SV-Curriculums sind:

1. Einfache, schnell zu erlernende Techniken, die keine besondere Fitness erfordern
Hmm, erkär Mal das Wort "einfach". Inwiefern kann eine Technik einfach sein? Meinst du vielleicht eine Technik, die sich auf instinktive Reaktionen stützt? Eine Technik, die eher einer Universallösung ähnelt? Eine Technik, die den kürzesten Weg zum nächsten Ziel wählt?

2. Keine Verwendung von Fausttechniken, statt dessen Schläge mit der Handwurzel
Hab ich noch nie gehört. Und ich war schon in über dutzend verschiedenen Kampfschulen für Selbstverteidigung, die alle mit der Faust zugeschlagen haben.. :lol:

3. Keine Orientierung auf Schlagwechsel, statt dessen Training für den Erstschlag
Erinnert mich sehr an Tommy's Seminar in Berlin. Aber du meinst doch nicht im ernst, dass jeder Mensch im Stande ist einen Angriff richtig zu erkennen (rechtliche Situation) und so schnell, präzise und stark zu handeln, dass der Angriff mit einem einzigen Angriff (ein Schlag oder Tritt) beendet ist. Das ist nämlich schon die höchste Stufe der SV, die Bruce Lee übrigens sehr gut beherrschte und so sich diese auch erlauben konnte.
Das braucht allerdings sehr viel Timing, Ausführungsgeschwindigkeit, Distanzverständnis, Power, Beweglichkeit, Reaktionsschnelligkeit, Körpermechanik, Non Telegraphic Moves usw. die man nur durch sehr viel Übung erreichen kann. Das ist also erst Mal nichts für Anfänger, da diese beim Versuch einer solchen Technik eher "abgeschossen" werden. Es muss daher ein gewisser Schlagwechsel erfolgen, da man nur so richtig kämpfen lernt. Und sei es schon wegen dem Distanzverständnis oder das Studieren des Gegners.
Aber ich weiß schon was du meinst. Du vertritst die Meinung von Mr. Carruthers. Keine ewig langen Sparrings- oder Wettkämpfe, sondern jeweils ein bis fünf Sekunden und der Kampf ist vorbei. Training unter realitätsnahen Umständen und nicht nur auf der Matte im Dojo mit T-Shirt und Sportschuhen.

Daniel Chan
14.11.2006, 22:52
Also man kann die Angelegenheit im Prinzip auf folgende Aussage verkürzen:

Traditionelle Kampfkünste (Aikido, Karate-Do, Kung Fu etc.) und alle Varianten des Kampfsports (Kickboxen, Free Fight etc.) helfen, die Fähigkeit zur Selbstverteidigung zu verbessern.
Bis dahin richtig.

Beide Varianten sind aber nicht sonderlich effizient, denn die primäre Zielsetzung ist in diesen Fällen nicht, Menschen auf SV-Situationen vorzubereiten.
Aha. Das ist mir aber neu. Es kommt immer auf die Schule und den Lehrer an. Wie und für was etwas trainiert wird. Das kann man nicht verallgemeinern.

Wer gezielt SV erlernen will, sollte sich unter den entsprechenden SV-Schulen umschauen. Da gibt es leider viele unseriöse Angebote. Erste Hinweise auf die Seriosität des angebotenen SV-Curriculums sind:

1. Einfache, schnell zu erlernende Techniken, die keine besondere Fitness erfordern
Hmm, erkär Mal das Wort "einfach". Inwiefern kann eine Technik einfach sein? Meinst du vielleicht eine Technik, die sich auf instinktive Reaktionen stützt? Eine Technik, die eher einer Universallösung ähnelt? Eine Technik, die den kürzesten Weg zum nächsten Ziel wählt?

2. Keine Verwendung von Fausttechniken, statt dessen Schläge mit der Handwurzel
Hab ich noch nie gehört. Und ich war schon in über dutzend verschiedenen Kampfschulen für Selbstverteidigung, die alle mit der Faust zugeschlagen haben.. :lol:

3. Keine Orientierung auf Schlagwechsel, statt dessen Training für den Erstschlag
Erinnert mich sehr an Tommy's Seminar in Berlin. Aber du meinst doch nicht im ernst, dass jeder Mensch im Stande ist einen Angriff richtig zu erkennen (rechtliche Situation) und so schnell, präzise und stark zu handeln, dass der Angriff mit einem einzigen Angriff (ein Schlag oder Tritt) beendet ist. Das ist nämlich schon die höchste Stufe der SV, die Bruce Lee übrigens sehr gut beherrschte und so sich diese auch erlauben konnte.
Das braucht allerdings sehr viel Timing, Ausführungsgeschwindigkeit, Distanzverständnis, Power, Beweglichkeit, Reaktionsschnelligkeit, Körpermechanik, Non Telegraphic Moves usw. die man nur durch sehr viel Übung erreichen kann. Das ist also erst Mal nichts für Anfänger, da diese beim Versuch einer solchen Technik eher "abgeschossen" werden. Es muss daher ein gewisser Schlagwechsel erfolgen, da man nur so richtig kämpfen lernt. Und sei es schon wegen dem Distanzverständnis oder das Studieren des Gegners.
Aber ich weiß schon was du meinst. Du vertritst die Meinung von Mr. Carruthers. Keine ewig langen Sparrings- oder Wettkämpfe, sondern jeweils ein bis fünf Sekunden und der Kampf ist vorbei. Training unter realitätsnahen Umständen und nicht nur auf der Matte im Dojo mit T-Shirt und Sportschuhen.

Mephisto
14.11.2006, 22:58
Mit der entsprechenden SV-Schule(n)meinst du aber nicht zufälligwww.san-jian.de ;-)

Willkommen im Forum! Die o.g. Website klingt interessant, ist des Blockunterricht oder nebenbei?

Gruß
Benni

Joshu
15.11.2006, 12:25
Hallo Daniel, kurz zu Deinen Gedanken:

Die primäre Zielsetzung in den traditionellen Kampfkünsten, so wie sie heute in 9 von 10 Fällen unterrichtet werden besteht nicht darin, den Schülern Selbstverteidigungsfähigkeiten beizubringen. Ein großer Teil der Budokünste (Karate-Do, Aikido etc.) beispielsweise fokussiert auf eine charakterlich-mentale Schulung, es geht dabei viel eher um Fragen der Selbsterfahrung- und erkenntnis, als um Straßenkampftauglichkeit.

Betrachtet man die Trainingsmethoden klassischer Kampfkünste in realen Kriegszeiten, findet man sehr schnell heraus, daß dort ganz anders geübt wurde. Formen (Kata, Daolu) hatten beispielsweise einen weitaus geringeren Stellenwert als heute.

Die primäre Zielsetzung in den Kampfsportdisziplinen, besteht ebenfalls nicht darin, den Schülern Selbstverteidigungsfähigkeiten beizubringen. Es geht hier um das Training von Fähigkeiten des Kämpfens gemäß eines bestimmten Reglements. So schlägt man in einer gewissen Karate-Wettkampfdisziplin gründsätzlich mit den Fäusten nicht zum Kopf.

Das ist einfach eine Regel, die alle Beteiligten etwas entlasten soll. Das Resultat davon ist (und ich habe mich Vertretern dieser Schule Sparring erlebt), daß die Wettkämpfer Schwierigkeiten haben, Handschläge zum Kopf zu blocken, decken bzw. parieren. Sie brauchen das einfach nicht für ihr Wettkampftraining. Das wäre unter SV-Gesichtspunkten aber notwendig.

Unter einfachen Techniken verstehe ich ersteinmal Bewegungen, die motorisch leicht erlernbar und auszuführen sind. Damit fällt ein großer Teil des klassischen Kung Fu von vornherein aus. Hier bewegen sich die Hände sehr häufig auf komplexen spiralförmigen Bahnen. Da sieht kein Mensch durch, wenn er nicht wirklich Zeit investiert.

Kommen wir kurz zur Verwendung von Fausttechniken in der SV. Wenn Du schon einmal mit der nackten Faust gegen einen Sandsack geschlagen hast, weißt Du, daß das keine einfache Angelegenheit ist. Es tut weh, und es fühlt sich an, als könnte da ganz leicht was kaputt gehen.

Bevor jemand hart mit seiner nackten Faust zuschlagen kann, ohne das Risiko einer Selbstverletzung einzugehen, vergehen mindestens 6 Monate. Und das ist eine sehr optimistische Kalkulation. Schläge mit dem Handgrund sind hingegen risikolos nach einer halben Stunde Training anzuwenden. Deshalb würde man diese Variante stets bevorzugen, wenn es darum geht, einem Anfänger etwas über SV zu lehren.

Abschließend zur Frage des Zuerstschlagens - Eine einfache Regel der SV lautet: Wer zuerst schlägt, siegt. Das klingt brutal und primitiv, aber es ist statistische Wirklichkeit. Deshalb geht es in seriöser SV meiner Meinung nach darum, den Leuten beizubringen, sofort zuzuschlagen, wenn absehbar ist, daß die Situation nicht ohne Gewalt lösbar ist. Wer auf den Angriff des Gegners wartet unterliegt in der Regel, ganz einfach, weil es für einen Nichtkönner unendlich schwieriger ist, einen wirklich entschlossenen Angriff abzuwehren, als selbst effektiv anzugreifen.

So weit meine Sicht der Dinge.

Gruß aus Berlin

Joshu
15.11.2006, 12:31
Hallo Mephisto, danke für das "Willkommen". San Jian wäre für jemanden, der ausschließlich an SV interessiert ist keine gute Wahl. Wie Du vielleicht gelesen hast, machen wir sehr viel mehr und sind daher keine SV-Schule, obwohl bei uns auch Nahkampf unterrichtet wird.

San Jian funktioniert übrigens wie andere Kampf- und Kriegskunstschulen auch, das heißt durchlaufendes Training mit mehreren Trainingseinheiten pro Monat, also kein Blockunterricht.

Gruß aus Berlin

Daniel Chan
15.11.2006, 23:26
Unter einfachen Techniken verstehe ich ersteinmal Bewegungen, die motorisch leicht erlernbar und auszuführen sind. Damit fällt ein großer Teil des klassischen Kung Fu von vornherein aus. Hier bewegen sich die Hände sehr häufig auf komplexen spiralförmigen Bahnen. Da sieht kein Mensch durch, wenn er nicht wirklich Zeit investiert.

Kommen wir kurz zur Verwendung von Fausttechniken in der SV. Wenn Du schon einmal mit der nackten Faust gegen einen Sandsack geschlagen hast, weißt Du, daß das keine einfache Angelegenheit ist. Es tut weh, und es fühlt sich an, als könnte da ganz leicht was kaputt gehen.

Bevor jemand hart mit seiner nackten Faust zuschlagen kann, ohne das Risiko einer Selbstverletzung einzugehen, vergehen mindestens 6 Monate. Und das ist eine sehr optimistische Kalkulation. Schläge mit dem Handgrund sind hingegen risikolos nach einer halben Stunde Training anzuwenden. Deshalb würde man diese Variante stets bevorzugen, wenn es darum geht, einem Anfänger etwas über SV zu lehren.

Abschließend zur Frage des Zuerstschlagens - Eine einfache Regel der SV lautet: Wer zuerst schlägt, siegt. Das klingt brutal und primitiv, aber es ist statistische Wirklichkeit. Deshalb geht es in seriöser SV meiner Meinung nach darum, den Leuten beizubringen, sofort zuzuschlagen, wenn absehbar ist, daß die Situation nicht ohne Gewalt lösbar ist. Wer auf den Angriff des Gegners wartet unterliegt in der Regel, ganz einfach, weil es für einen Nichtkönner unendlich schwieriger ist, einen wirklich entschlossenen Angriff abzuwehren, als selbst effektiv anzugreifen.
Hmm, da sag ich nur: Mehr trainieren! :ignore:

Es ist übrigens verantwortungslos einen Anfänger irgendwelche "leicht erlernbaren" Techniken zu lernen, da man nur durch regelmäßiges und effektives Training sich erfolgreich zu Wehr setzen kann. Daher finde ich es etwas verantwortungslos einem Anfänger Handflächenschläge in ner halben Stunde beizubringen und ihm dann zu sagen: "Du musst schneller als dein Gegner sein." Das braucht wie gesagt sehr viel Training. Um das kommt man nicht herum. Es ist also mindestens ein bis zwei Jahre (je nach Häufigkeit) Training einzuplanen, bevor man über so etwas wie SV sprechen kann. Denn Straßenschläger sind nicht blöde und wissen auch, dass man schneller sein muss um zu siegen und was die manchmal für Zeug draufhaben kann man sich gar nicht vorstellen. :P

Grüße aus München
Daniel

ps. es geht übrigens nicht so sehr um Technik, sondern um Eigenschaften eines Kämfpers, die Attributes. JKD FAQ von Frank Burczynski (http://www.kampfkunst-board.info/forum/f48/f-a-q-jeet-kune-do-jun-fan-gung-fu-32915/) bzw. KPST Teil 10 Attributes (http://www.kampfkunst-board.info/forum/f48/kpst-10-eigenschaften-attributes-8100/)

Joshu
16.11.2006, 14:31
"Mehr trainieren" ist die typische Einstellung eines Kampfkünstlers oder Kampfsportlers. SV funktioniert ganz anders. Nehmen wir einen Vergleich: Auch wenn jemand nur einmal im Jahr einen Erste Hilfe Kurs macht, ist das besser, als würde er sich gar nicht mit dem Thema befassen.

Leute, die von guten SV-Trainern während eines SV-Kurses in die psychologischen und praktischen Grundlagen eingewiesen werden, wozu beispielsweise auch Gang, Haltung, Stimme usw. gehören, sind in der Regel besser auf SV-Situationen vorbereitet, als Leute die gar nichts machen.

Deshalb müssen wir in seriöser SV immer erstmal davon ausgehen, daß wir es mit Durchschnittsmenschen zu tun haben, die nicht gewillt sind, mehrere Jahre ihrer Freizeit dem SV-Training zu widmen.

Ein anderer Vergleich ist das beispielsweise vom ADAC angebotene Sicherheitsfahrtraining. Man kann belegen, daß Autofahrer, die ein solches Training absolvieren in Gefahrensituationen besser reagieren, als andere. Das tun sie, obwohl sie kein regelmäßiges Fahrtraining praktizieren. Genau so verhält es sich mit SV.

Es wäre Unsinn zu verlangen, jemand müsse erst mal zwei Jahre trainieren, bevor er sich gegen ein Angriff zu Wehr setzen kann. In Wirklichkeit gibt es überhaupt keine Zeitspanne, die notwendig ist. Es gibt nur graduelle Verbesserungen.

Jemand der zwei Stunden mit mir trainiert, wird sich danach besser verteidigen können als vorher. Trainiert er zwei Wochen mit mir, wird es noch besser sein. Irgendwann läßt diese Tendenz allerdings nach. Die Fortschritte werden geringer. Jemand der vier Jahre übt ist nicht unbedingt geschickter als jemand, der zwei Jahre trainiert.

Zusammenfassung: Für einen SV-Kurs gilt ebenso wie für die Bereiche Erste Hilfe oder Sicherheitsfahrtraining "Vermittlung von Grundlagenwissen, Training von Basistechniken"

Daniel Chan
16.11.2006, 23:00
Es wäre Unsinn zu verlangen, jemand müsse erst mal zwei Jahre trainieren, bevor er sich gegen ein Angriff zu Wehr setzen kann. In Wirklichkeit gibt es überhaupt keine Zeitspanne, die notwendig ist. Es gibt nur graduelle Verbesserungen.
Das ist höchstens gut fürs Marketing, aber nicht für die Realität auf der Straße. :roll:

Kifaranga
17.11.2006, 00:32
Ich habe zwar weit weniger Erfahrung als einige hier, möchte aber auch mal meinen Senf dazu geben.

Es ist IMHO nicht immer so, dass SV gleich in eine Schlägerei ausartet.
Für mich (allerdings weiblich) bedeutet SV eben auch, nicht wie ein Kaninchen vor der Schlange zu erstarren, sondern Aktionen zu setzen. Einige Angreifer kann man wenigstens als Frau oft schon durch Gegenwehr abschrecken, weil es schlicht und einfach nicht erwartet wird. Und da kann auch ein kurzes Training durchaus nützlich sein.

Trotzdem mache ich mir mit meinen rudimentären Kenntnissen keine Illusionen darüber, dass ich, wenn es einer drauf anlegt, einen ernsthaften Angriff 1. aushalten und 2. abwehren könnte, nur weil ich ein Jahr WT und einige Monate andere Kampfsportarten gemacht habe. Aber geschadet hat es mir in keinem Fall und ich kann mich nun recht gut einschätzen. Allerdings habe ich auch keine Lust, mich zu fürchten oder nur mit Begleitschutz herum zu laufen, bis ich Meisterin einer Technik bin. :ill:

Wenn ich die Möglichkeit hätte, wäre die beste SV Technik für mich derzeit ein schneller Sprint oder etwas Parkour :bg:

Joshu
17.11.2006, 07:58
In der Tat. Der Beginn des SV-Trainings hat mit der Verteidigung gegen routinierte Gang-Schläger sowenig zu tun, wie Führerscheinmachen und Formel1.

Gruß aus Berlin

Björns
27.11.2006, 20:00
Hat hier irgend wer fortgeschrittene Erfahrungen mit Krav Maga?

Ich selbst habe einiger Jahre Kung Fu auf Anwendung gemacht und mich auch in anderen Bereichen umgetan (Boxen, Kick Boxen, WT, Judo, ...).

Grade mache ich seit ca. 3 Monaten KM und frage mich ob die Techniken dort noch mal allgemeiner und tiefer werden.

Beispiel aus dem KM:
Wir stehen in einer Übung eine Armlänge weit auseinander direkt vor einander und der Angreifer schlägt zu.
Ich soll abwehren indem ich jeweils mit der Rechten gegen die Recht und mit der Linken gegen die Linke gehe. Und gleichzeitig aus der Schlaglinie ausweiche.

IMO nicht grade die tolle SV. Zumal ich ja immer überlegen muss welche hand ich nehmen soll. Wer Kernspechts Blitzdefence gelesen hat weiß was ich meine. Was haltet Ihr davon. Kommt da noch mal was gescheites oder sind die so rückständig?


Mit freundlichen Grüßen und Danke für Eure Tips
Tobi

Daniel Chan
28.11.2006, 18:26
Du konzentrierst dich zu sehr auf die Technik. Du musst deine Techniken zum leben erwecken. :wink:

mars
28.11.2006, 19:20
ich mach ju-jutsu (blauer gürtel) und würde empfehlen:
wer sich wirklich gezielt und effektiv verteidigen können will -
lernen

mars
28.11.2006, 20:06
Beispiel aus dem KM:
Wir stehen in einer Übung eine Armlänge weit auseinander direkt vor einander und der Angreifer schlägt zu.
Ich soll abwehren indem ich jeweils mit der Rechten gegen die Recht und mit der Linken gegen die Linke gehe. Und gleichzeitig aus der Schlaglinie ausweiche.


:bash: ich wage zu bezweifeln, dass das viel sinn hat, außer vielleicht um die schnelligkeit zu trainieren. vorrausgestzt ich hab dich richtig verstanden: er schlägt mit seiner rechten und du must mit deiner rechten abwehren???

Daniel Chan
28.11.2006, 21:20
Wieso nicht gleich selber Schlagen statt abzuwehren? :bg:

edit: Es schult durchaus auch die Wahrnehmungs- Erkennungsschnelligkeit, Entscheidungsschnelligkeit, Ausführungsgeschwindigkeit, Koordination und Körperkontrolle etc. ist also eine durchaus sinnvolle Übung, um die Sinne zu schärfen.

outdoorfeelinggermany
19.12.2006, 15:27
Also ich melde mich hier nun auch einmal zu Wort...
Ich mache seit einiger Zeit ne Kampfsportart, die nennt sich UCC - ultimate close combat. Bei diesem System ist es so, dass nicht auf irgendwelche Gurte oder so einen Qutsch geguckt wird, weil dies hauptsächlich zur "Geldmacherrei" benutzt wird und absolut nichts über die Fähigkeit auf der Straße aussagt.
Bei meinem sport ist es eh so, dass man nicht 10.000 Techniken lernt, weil das der komplette Qutsch ist. Naja egal wen es interessier kann ja mal gucken:
www.ucc.hamburg.de

outdoorfeelinggermany
19.12.2006, 15:27
www.ucc-hamburg.de

sorry, falscher link

derMac
19.12.2006, 22:36
Also ich melde mich hier nun auch einmal zu Wort...
Ich mache seit einiger Zeit ne Kampfsportart, die nennt sich UCC - ultimate close combat. Bei diesem System ist es so, dass nicht auf irgendwelche Gurte oder so einen Qutsch geguckt wird, weil dies hauptsächlich zur "Geldmacherrei" benutzt wird und absolut nichts über die Fähigkeit auf der Straße aussagt.
Bei meinem sport ist es eh so, dass man nicht 10.000 Techniken lernt, weil das der komplette Qutsch ist.
Das sagen viele von den jeweils anderen so ähnlich. :wink:

Mac

Björns
19.12.2006, 23:09
Du konzentrierst dich zu sehr auf die Technik. Du musst deine Techniken zum leben erwecken. :wink:
Na mal gut, dass Du so gut über mich bescheid weißt. :roll:

Es geht hier um eine Basis-Technik aus dem KM und es würde mich mal interessieren, ob ihr diese Vorgehensweise auch von anderen Systemen her kennt.

Danke und Gruß

Daniel Chan
19.12.2006, 23:19
Mit KM kenne ich mich leider nicht aus. Sorry. :)

outdoorfeelinggermany
20.12.2006, 13:45
bei mir ist es aber nun so, dass ich vorher andere kampfsportarten gemacht habe alla kung-fu, judo und escrima. und bei diesen sachen ist es einfach so, dass man ewig braucht um es so zu beherrschen, dass man damit auch etwas nützliches anfangen kann. solange jemand vor dir steht der keine kampferfahrung und auch keine kampfsport erfahrung hat hat man sicher mir jeder Kampfsportart bessere Chancen, nur dies ist ja häufig nicht der fall. deswegen habe ich auch mit den kampfsportarten aufgehört. bei mir ist auch einfach der fall, dass wir auch die möglichkeit haben uns mit anderen kampfsportlern zu messen, im sparring und da stehen die ucc leute immer besser da. aber ist ja auch egal, besser etwas tun als gar nichts...

viele grüße, tobi

Daniel Chan
21.12.2006, 21:39
Sparring, Wettkämpfe und Kampfsport ist nicht sinvoll für Selbstverteidigung. Du musst lernen zu fighten, nicht zu sparren... :wink:

outdoorfeelinggermany
22.12.2006, 16:22
ohoh ! ein ganz erfahrener, sorry aber warum bitte sollte Training und vor allem Sparring nicht sinnvoll sein ? Und wie bitte sonst willst du erlernen vernünftig zu fighten ? Willst du etwa los gehen und dich wie willt mit irgendwelchen Leuten prügeln ? Außerdem ist es immer eine Frage wie man Sparring definiert ! Ich selbst bin schon in die Situation gekommen, meine "Kampfkünste" unter Beweis zu stellen und kann nur sagen, dass es definitiv was bringt, vor allem das Sparring, weil man dort auch lernt sein gelerntes in Stresssituationen zu beherschen und im Ernstfall ein wenig ruhiger und überlegter zu handeln. Naja aber bleib von mir aus weiterhin der Überzeugung, dass es alles nichts bringt.

Viele Grüße und frohe Weihnachten, der Tobi

Daniel Chan
27.12.2006, 01:34
Klar, du verstehst ja alles.

Und ja, Sparring ist Definitionssache. Und Kampfsport ist nicht sinnvoll für Selbstverteidigung! (nochmals für die Nichtchecker) :ignore:

Ach und wer hat geschrieben, dass Training nicht sinnvoll ist? :lol:

outdoorfeelinggermany
27.12.2006, 19:25
Das habe ich nie! behauptet ! Das mit dem Kampfsport habe ich bei dir wohl falsch gelesen sorry.

Bis denne, Tobi

Shorty66
27.12.2006, 19:39
am sichersten ist wohl kämofen aus dem weg zu gehen.
AUch flüchten halte ich meistens für klüger als sich mit selbstverteidigung rumzuschlagen.
Aber wie würdet ihr euch verteidigen wenns mal nicht anders geht?
Mein ziel wäre dabei
1. effektive und vor allem leicht zu erlernende techniken zu verwenden
sowie
2. Den "gegner, zwar zurückzuschlagen, jedoch nur soweit verletzen wies grade nötig ist.

Das lässt sich meist nur sehr schwer mit kampfsportarten machen und slebstverteidigung ala "tritt in die Eier" finde ich unter aller sau.

Was gibts für möglichkeiten?

Daniel Chan
27.12.2006, 20:25
Du könntest es mit Hebeln, Würfe und Festlegetechniken oder auch Bodenkampf versuchen. Da käme Aikido, Jiu Jitsu und Judo gerade richtig. Aber Techniken, bei denen du den Gegner nicht verletzen brauchst, funktionieren nicht gegen Schläger, sondern eher gegen besoffene "ruhigere" Typen, ältere und jüngere "nervende" Personen. Außerdem ist es gut für Polizisten geeignet, da sie ja nicht jeden gleich schlagen dürfen und meist irgendwie fixieren müssen, bis Verstärkung eintritt oder die Handschellen angelegt werden.

Allerdings kannst du auch mit einigen "harten" Stilen was anfangen. Ich hatte z. B. Mal einen Partner, mit dem ich fast 2 Jahre Wing Tsun trainiert habe. Der hatte schon vorher 20 Jahre Aikido gemacht und macht es immer noch. Und naja. Wir haben da Mal so ein freieres Training gemacht, wobei jeder Mal den Bösen spielen sollte und dann umgekehrt. Der hatte sein Wing Tsun mit Aikido so perfekt miteinander kombiniert, dass er mit mir regelrecht spielhaft Boxsack oder Fixiermännchen spielen konnte. Jaja alte Erinnerungen kommen auf. Das waren noch Zeiten... :) aber ich fand diese Mischung echt nicht schlecht. Das war für mich der echte Steven Seagal. Seinen Namen verrate ich an dieser Stelle aber nicht. Das wäre nicht in seinem Sinne gewesen. Gute Nacht. ;)

Grüße
Daniel

outdoorfeelinggermany
27.12.2006, 20:44
Ich sehe es generell auch so, dass man am besten immer weglaufen sollte! Das will ich hier nocheinmal stark betonen, ich bin kein Schläger oder so. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich persönlich kein Mitleid mit einer verletzten Person haben kann, die mich angegriffen hat... Wobei ich diese Person natürlich auch nicht gleich Krankenhausreif prügeln würde, aber halt so, dass ich dann weg laufen kann. Ich lerne bei meinem "Sport" auch Hebel und so weiter, aber die finde ich persönlich nicht so toll.
Naja nun denn, ich kann es aber auch gut verstehen, dass man sein Gegenüber nicht verletzen möchte. (Obwohl kommt immer drauf an, was er gemacht hat...)

Viele (gewaltfreie) Grüße
und auf das man die Gewalt hoffentlich nicht so oft braucht...

Shorty66
27.12.2006, 20:55
also ich kann gut verstehen, wenn man aus wut jemanden verletzt. allerdings würde ich mir wünschen, mich von solchen taten im affekt freisprechen zu können. Schließlich sind das ja auch nur (dumme) menschen. Und eigentlich find ichs echt blöd jemandem weh zu tun. Nicht nur das es nicht sonderlich sozial ist, sondern es zeugt halt einfach von geringer intelligenz. Naja.
Und wenn ich nun wüsste wie ich jemanden los werde ohne ihn ernsthaft in mitleidenschaft zu ziehen würde ich mich deutlich wohler bei solchen aktionen fühlen.

outdoorfeelinggermany
27.12.2006, 21:03
Ja, das ist auch richtig und ich musste auch noch nicht wirklich oft Leuten "weh" tun. Aber ich persönlich habe keine Lust die Hebel alle zu lernen, weil die einfach zu kompliziert sind, oder besser es dauert zu lange diese zu lernen... Außerdem haben die Hebel den Nachteil, dass der Typ oder die Frau, wer weiß, gleich wieder aufsteht und dir dann wohl möglich hinterher läuft oder ich weiß nicht was. Aber ich habe es bisher auch ganz gut verstanden den Streit mit meinem Mundwerk zu lösen... (das geht wirklich ;-) ) Aber wenn weglaufen und das alles nichts mehr nützt, nun denn !

Allerdings würde ich nicht sagen, dass es von geringer Intelligenz zeugt, wenn man jemanden verletzt, der einen angegriffen hat ! Und ich empfinde es auch nicht als Asozial.

Wenn man nun mal keine Hebel etc. kann, die nichts bringen, dann muss man halt leider etwas härter werden. Im übrigen kann man auch jemanden mit Hebeln stark verletzen.

Viele Grüße, Tobi

Daniel Chan
27.12.2006, 21:31
Hier habe ich auch noch einen interessanten Text von Flo, http://www.kampfsport-test.de gefunden.
Zum Thema „Einsatz von Kampfsport auf der Straße“

Als ich die Kampfsport-Test Website vor einigen Jahren ins Netz gestellt habe, hatte ich nie damit gerechnet, wie populär sie einmal sein würde, von einigen hunderttausend Besuchern ganz zu schweigen. Obwohl ich an der Site bis heute nicht das geringste kommerzielle Interesse habe (im Gegenteil, sie kostet mich nur Zeit und Geld) hat sie mir in anderer Hinsicht sehr viel gebracht – als Plattform für den Erfahrungsaustausch mit anderen, meist ausgesprochen netten und interessanten Menschen. In letzter Zeit häufen sich jedoch leider auch mails, bei denen sich meine Begeisterung absolut in Grenzen hält. Besonders, wenn mir jemand schreibt, wie sehr ihm „meine Empfehlungen“ dabei geholfen haben, sich auf der Straße durchzusetzen.

Selbstverteidigung ist grundsätzlich ein Aspekt bei jedem Kampfsport. Allerdings wird das Ganze schnell zu einem Problem, wenn irgendwelche Holzköpfe das als Ausbildung zum Straßenschläger missverstehen. Damit es auch der letzte Idiot kapiert: Schlägereien sind nicht cool, genau so wenig wie diejenigen, die damit ihr verkümmertes Selbstwertgefühl aufpolieren wollen. Ich hatte bestimmt nie vor, hier eine Anleitung zum Leute aufmischen zu liefern, also erspart mir bitte in Zukunft Fragen wie „Wie kann ich jemanden am schnellsten weghauen?“ oder „Was machst Du denn immer, wenn Du jemanden schnell zerlegen musst?“.

Viele Menschen, besonders jüngere, glorifizieren Straßenschlägereien. Ich habe nicht vor, hier einen Vortrag darüber zu halten, warum das so ist. Nur zu den Konsequenzen möchte ich kurz etwas sagen. In erster Linie ist es wichtig zu begreifen, dass eine Schlägerei nicht vorbei ist, nur weil man gerade mal gewonnen hat (von der Möglichkeit auch jederzeit verlieren zu können mal ganz abgesehen). Danach geht der richtige Ärger erst los. Die Angst vor der Polizei, die Angst vor Rache, die Angst davor, sich gerade wegen ein paar Minuten unkontrollierter Wut sein ganzes Leben versaut zu haben. Ganz ehrlich, es macht überhaupt keinen Spaß, wegen schwerer Körperverletzung in einem sechsstündigen Prozess als Angeklagter vor Gericht zu stehen, mit der glorreichen Aussicht auf fünf Jahre Knast vor sich. Noch weniger Spaß macht es dann, wenn der Staatsanwalt laut drüber nachdenkt, das Ganze wegen dem Maß an gezeigter Brutalität als versuchten Totschlag zu werten. Und das alles nur, weil man seinen gottverdammten Stolz nicht für zwei Minuten in die Tasche packen konnte. Die Gefängnisse sind voll von Menschen, die für ein paar Sekunden solcher Machoscheiße ein paar Jahre ihres Lebens verloren haben. Ich kenne keinen einzigen, der im Nachhinein gesagt hat, dass es das wert war. So oder so, bei einer wirklichen Schlägerei verliert man immer – entweder gleich vor Ort, oder kurz danach vor Gericht.
Es ist eine weit größere Leistung, einem Streit aus dem Weg zu gehen (auch wenn das bedeutet, nachzugeben und eventuell die Kneipe zu wechseln) als ihn mit den Fäusten zu beenden. Auch wenn man sich 100-mal im Recht fühlte – Recht haben und Recht bekommen sind zwei völlig verschiedene Paar Stiefel, ganz besonders bei der deutschen Rechtsprechung. Das sollte man sich immer kurz vor Augen halten, bevor man zuschlägt.

Keine Panik – man verliert nicht gleich sein Gesicht, wenn man eine Schlägerei vermeidet. Ganz im Gegenteil. Die wirklich guten Leute auf der Straße haben es sowieso nicht nötig, sich damit zu profilieren, andere zu zerlegen. Das ist nur etwas für diejenigen, die ihre Minderwertigkeitskomplexe irgendwie zu kompensieren versuchen. Es ist nicht das Geringste dabei, wenn man Ärger aus dem Weg geht. Sollte man deswegen Angst haben, bei seinen Freunden an Ansehen zu verlieren ist es nur an der Zeit zu überdenken, was echte Freunde eigentlich ausmachen sollte. Natürlich gibt es Situationen, in denen man um Gewalt nicht herumkommt, das will ich nicht abstreiten. Wenn man seine Freunde, seine Familie oder sich selbst vor einer akuten Gefahr schützen muss. So etwas passiert aber so gut wie nie. Wer mehrmals pro Woche „seine Freunde schützen muss“ sollte sich definitiv einen anderen Freundeskreis zulegen.

Und weil ich so oft gefragt werde: Vom Arbeiten an der Tür abgesehen hatte ich in den letzten zwei Jahren genau zwei echte Schlägereien. Und auch die nur, weil ich eingegriffen habe, als solche (bereits mehrfach vorbestrafte) „Straßenhelden“ grundlos auf andere Menschen losgegangen sind. Trotzdem hab ich vor Gericht bitter dafür bezahlt. Das war das mit dem Unterschied von „im Recht sein“ und „Recht bekommen“. Und wenn die Justiz dich einmal wegen so etwas auf dem Kicker hat und der Staatsanwalt Dich schon im Gang persönlich begrüßt, bist du grundsätzlich vor Gericht immer der Verlierer. Ganz einfach.

Es ist ein gewisser Reifeprozess, der einen mit dem Alter ruhiger werden lässt. Allerdings ist es sicher die beste Art, aus den Fehlern anderer zu lernen, bevor man sie selbst durchleben muss. Besonders auf einem Gebiet wie diesem, wo oft nur ein hauchdünner Spalt zwischen einer vermeintlicher Selbstverteidigung und vollendetem Totschlag liegt. Es ist mir deswegen ein echtes Anliegen, dass das, was ich hier auf meiner Website veröffentliche nicht falsch verstanden wird. Leider gibt es auch noch viele Schulen/Trainer, die sich ihrer Verantwortung darüber was sie unterrichten, nicht wirklich bewusst sind. Man kann Menschen mit diesen Dingen verletzen, man kann als Sieger aus einer Schlägerei hervorgehen – aber man kann ebenso dann bei der Urteilsbegründung nur zweiter Sieger sein und es sich den Rest seines Lebens auf einer 8m² Zelle bequem machen.

In diesem Sinne hoffe ich, dass ich mir hier nicht umsonst die Finger wund getippt habe. Erstens weil ich keinen Bock mehr darauf habe, auf stapelweise Prolo-mails zu antworten und zweitens, weil ich wirklich hoffe, manchen Leuten damit ein wenig die Augen geöffnet zu haben. Und wenn mich deswegen jetzt irgendwelche Mongos als Moralapostel bezeichnen, kann ich hervorragend damit leben :-)

Flo

Shorty66
27.12.2006, 22:08
1.Aber ich habe es bisher auch ganz gut verstanden den Streit mit meinem Mundwerk zu lösen... (das geht wirklich ;-) )


2.Allerdings würde ich nicht sagen, dass es von geringer Intelligenz zeugt, wenn man jemanden verletzt, der einen angegriffen hat ! Und ich empfinde es auch nicht als Asozial.



1. Ach beissen geht auch? gibts da ne spezielle technik? ;-)

2. Klar, ist ein wenig zu hart ausgedrückt von mir. Wenn man mal handgreiflich werden "muss" dann finde ich es als pazifist aber nur konsequent wenn man versucht möglichst geringen schaden von dauer anzurichten.
Allerdings würde ich es natürlich als optimal ansehen alle Streitigkeiten Verbal lösen zu können. Schon klar, dass das so wahrscheinlich nie möglich sein wird. Aber der versuch ists schon wert.

outdoorfeelinggermany
27.12.2006, 22:39
zu1:
klar gibt es da spezielle Techniken: Immer schön begrenzt beissen, d.h. den Mund nicht ganz auf, damit der Gegner dich nicht trifft, dann die Kraft aus dem Hals und nicht aus der Hüfte nehmen, da hat man die meißte Power und zu guter letzt nicht vergessen den Mundschutz vom letzten Training raus zu nehmen ;-)

Nein im Ernst, ich konnte schon vielen Konflikten mit meiner verbalen Überlegenheit aus dem Weg gehen, auch wenn ich irgendwo dazwischen gegangen bin, hat einmal von 2 geklappt, das zweite Mal war nicht so schön, leider...

zu2:
Kann ich wie schon gesagt komplett nachvollziehen, aber bis man Hebel gezielt einsetzen kann dauert es, aber dass habe ich ja auch schon beschrieben (oder?).
Und dann kommt es immer darauf an, was man als Schaden in Kauf nehmen kann... Ich finde solange der andere nicht ins Krankenhaus muss und keine Verletzungen hat, mit denen er länger zu tun hätte, liegt alles im grünen Bereich.

Es gibt aber auch Schläge, mit denen man seinen gegenüber nicht wirklich verletzt aber trotzdem in Gewissem Maße "außer Gefecht setzt" weil er einfach so Perplex ist, das er nicht mehr weiß wo hinten und vorne ist, weil kein Mensch mit dem besagten Schlag rechnet, von dem nimmt man aber keinerlei Schaden. Aber dieser Zustand bleibt dann auch nicht allzulage erhalten, dann heißt es a) laufen oder b) "weiter arbeiten".

Besser natürlich a...

Shorty66
27.12.2006, 22:44
generell kommt die situation, das man tatsächlich handgreiflich werden muss wohl nur dann vor, wenn man
a)nicht schnell genug zum weglaufen ist oder
b)man sich sorgen um jemanden drittes macht. Blöderweise können diese dritten meist nicht mehr so toll weglaufen wenn man sich schon sorgen machen musste.

Es bleibt wohl einfach dabei, das ich handgreiflichkeiten ziemlich mist finde. Auch wenn oder gerade weil man ihnen wohl nie ganz aus dem weg gehen kann

outdoorfeelinggermany
27.12.2006, 22:50
Ja ich sehe es auch so. Bei mir ist es bisher auch nur zu dem Punkt b gekommen. Was ich da noch erwähnen möchte, ein Freund von mir hat mal von einem Neo-Nazi ein paar in die Fresse bekommen und hat ihn dabei einfach nur ausgelacht, da gehört denke ich auch ne Menge Stärke zu, der fand das nur leider nicht so witzig und hat ihm ein Skateboard durch das Gesicht gezogen, da konnt er nicht mehr lachen, böse Sache aber die "Aktion" an sich finde ich nicht schlecht...

Erwin
27.12.2006, 22:54
Klar versucht der normale Mensch es friedlich zu lösen. Aber es ist eine gewisse Sicherheit vorhanden, wenn die Verteidigung steht. Mein Freund für die "Schottland-Wales-Irland-Touren" kann auch Teak-Wan-Do. Es ist halt ein gutes Gefühl. Gebraucht haben wir dies noch nie. Aber in diesem Jahr in Wales bei Cardiff mit meinem Bruder wurde es brenzlich. Meine Art, mehr Rückzug als Ihn durch unsere Anwesenheit zu ägern, mit dem Typen ins Gespräch zu kommen, brachten nichts. Auf unserem Übernachtungsplatz kam er schließlich nach einer Stunde mit zwei Kampfhunden zurück. Zwei glückliche Zufälle halfen uns:

1. Die Hunde wollten nicht auf Kieselsteine laufen (Wir waren am Strand)
2. Wegen dem Lagerfeuer (Qualm, Funken, Kälte) hatte ich mir in der Zwischenzeit meinen Schweizer-Armeekampfanzug angezogen

Die Hunde waren sehr aggressiv, aber der Typ ist bei meinem Anblick wieder weg ohne ein Wort. Ich kann kein Kampfsport und hätte eher zu fest (auch Eier) als zu wenig zugetreten oder geschlagen. Bei der Bundeswehr bin ich ausgemustert worden und sehr friedlebend.
Angst hatten wir beide absolut und froh ohne Schlägerei den Urlaub zu geniesen.
Erwin

outdoorfeelinggermany
27.12.2006, 23:07
Tja da habt ihr echt Glück gehabt. Ich glaub bei zwei scharfen Hunden ist spätestens Feierabend, außer man hat vielleicht irgendein Spray oder sonstwas zur Hand...

Shorty66
28.12.2006, 00:09
Die frage ist halt ne ähnliche wie bei dem waffen gesetz in amerika.
Da "brauchen" auch ne menge leute ne waffe um sich im ernstfall "sicher" zu fühlen. Und jährlich kommen tausende unschuldige durch waffen um.

Der Vergleich ist sicher hart, aber wie oft würde man eher zuschlagen weil mans halt kann, statt es nochmal mit worten zu probieren?

Bei so ner aktion wie dem nazi wärs allerdings deutlich schlauer gewesen beim lachen wegzurennen....

outdoorfeelinggermany
28.12.2006, 00:11
Tja, aber dass ist leider nicht Möglich gewesen....

So, gute Nacht, ich muss pennen.

Daniel Chan
02.01.2007, 14:58
Hallo,
ich hab da noch ein anderen Text von ruf-der-wildnis.de gefunden, der das auch ganz gut von der anderen Seite erklärt:

Die Vorteile der "einzigen Antwort" liegen auf der Hand:
es ist nicht notwendig die Art des Angriffs zu erkennen (wichtig in entscheidenen Millisekunden), ohne nachzudenken kann eine sinnvolle Selbstverteidigung eingeleitet werden, meine wichtigen Körperteile sind geschützt, ich verschwende meine wertvolle Zeit nicht mit sinnlosen Abwehrversuchen, es gibt einen Überraschungseffekt beim Angreifer, der psyschisch nicht unterschätzt werden darf. In dem Moment der Überraschung hat er verloren.
Das funktioniert auch verbal. Zum Beispiel gibt es ja die Standardsituation:

"Ey, was guckst Du?!"
Folgt darauf die Antwort: "Entschuldige, ich habe Dich mit einem Bekannten verwechselt" ist der verbale Angreifer erst einmal perplex. Eine logische Antwort, die wie aus der Pistole geschossen kommt - da kann der Angreifer nichts mehr machen. Ein Kampf wurde vermieden. Vermeide immer Kampf wo es geht. Immer daran denken, dass schnell das Augenlicht verloren ist, dass Du querschnittsgelähmt durch einen Schlag werden kannst.

Im Seminar wurde zwischendurch des öfteren angesprochen, daß WT zu brutal ist. (Die Überraschungseffekte sind sehr auffallend und überraschen eben, machen Angst). Hier mußte der Sifu erst einmal erklären, daß WT eine Abwehrreaktion ist. Der Angreifer greift Dich an, aber nicht um Dich zu liebkosen. Der Angreifer möchte Dich verletzen, wenn nicht gar töten. Selbst wenn er Dir "nur eine pfeffern" will, kann es zu Entstellungen im Gesicht kommen. Sehr schnell kann eine Schlägerei auch im Rollstuhl enden: Du bist querschnittsgelähmt. Dabei hast Du Glück, denn ebenso kann ein Schlag auf die Wirbelsäule dein Leben beenden. Und wenn es um mich oder so einen gewalttätigen Typ geht, dann entscheide ich mich lieber für mich. Es ist eine ganz existenzielle Angelegenheit, es geht um das nackte Überleben. Und so sollte auch gekämpft werden. Es muß jedem klar sein, worum es geht.

Es gilt, aus der Opferrolle heraus zu kommen. Nicht immer der Typ zu sein, der gesenkten Blickes aus der Lieblingsdisko schleicht und nie wieder kommt, nur weil er immer angepöbelt wurde. Nicht der Typ zu sein, der gehänselt wird oder die Frau zu sein, die von Männern sexuell belästigt wird. Natürlich ist WT nicht die Antwort, aber der Konflikt muß nicht immer umgangen werden. Der Konflikt mit Worten ist ja nichts Schlimmes und kein WT-Mann wird zuerst körperlich angreifen, weil er weiß worum es geht. Der Konflikt mit Worten wird nur deshalb umgangen, da er sehr schnell mit Gewalt beantwortet wird. Mit WT braucht sich keiner vor dieser Konsequenz fürchten. Und mit dieser Einstellung kann ich mich gegen die Bedrängnis anderer wehren. Je mehr ich bedrängt werde, desto mehr wehre ich mich. Weil es mich stört, und davon setze ich den "Bedränger" sehr schnell in Kenntnis. Hat auch etwas mit Gleichberechtigung zu tun.

mars
09.02.2007, 15:31
Und wenn die Justiz dich einmal wegen so etwas auf dem Kicker hat und der Staatsanwalt Dich schon im Gang persönlich begrüßt, bist du grundsätzlich vor Gericht immer der Verlierer. Ganz einfach.


is ja auch wegen gleichberechtigung

Daniel Chan
20.02.2007, 15:23
Also wer sich für Wing Tsun interessiert, sollte auf keinen Fall Sifu Bernd Wagner verpassen. Der hatte Mal ein Falling Step auf einem Seminar vorgeführt. Fand ich sehr interessant.
http://youtube.com/watch?v=vTZUibPr6kU

Und wer in der Nähe von München wohnt:
www.martial-arts-center.de
Original Schüler Wong Shun Leungs. :) Dort trainiere ich derzeit auch.

Und wer in Schottland ist, der sollte sich Mal bei Tommy Carruthers sehen lassen. Beim Seminar in Berlin fand ich ihn sehr eindrucksvoll.
http://youtube.com/watch?v=iBTM6_l-Gdk

Und wer in der Schweiz wohnt, dem empfehle ich natürlich Pierre Hartmann. Jesse Glovers Non Classical Gung Fu.
http://youtube.com/watch?v=Hn02ZwKytn0

Hexe
13.03.2007, 18:31
Als ich noch in Bonn gewohnt habe, hab ich mal VIng Chun mit gemacht. Das war auch total genial und hat ne menge Spaß gemacht...! Man fühlt sich schon irgendwie sicherer, wenn man (vor allem als Frau) abends aus dem Haus geht und weiß, dass man da so einige Tricks drauf hat, die den Angreifer schon erschrecken können... :roll: :bg:

Müsste das eigentlich noch mal machen, bin da jetzt natürlich total raus..leider... :shock:
Ist aber auch immer eine sau teure angelegenheit das Ganze...! :bash:

Daniel Chan
15.03.2007, 19:29
Manche geben 300 € für ne Stereoanlage oder irgendein Schmuck aus. Dafür könnte man genauso 8 Monate trainieren. :wink:

Hexe
16.03.2007, 09:18
Manche geben 300 € für ne Stereoanlage oder irgendein Schmuck aus. Dafür könnte man genauso 8 Monate trainieren. :wink:

Stimmt, aber selbst dafür hätte ich keine 300€ über, die brauch ich für andere Dinge dringender.... :roll: :bg:

Modedit: Nachfolgendes OT Geblubber gelöscht. Zurück zum Thema bitte

MichaelS
23.05.2007, 09:44
Geselle mich auch einmal dazu ...

Ich beschäftige mich mit Muai Thai, für alle die damit nichts anfangen können, es wird den meisten als Thai Boxen bekannt sein.

Gruß
Michael

Carni
23.05.2007, 10:22
Geselle mich auch einmal dazu ...

Ich beschäftige mich mit Muai Thai, für alle die damit nichts anfangen können, es wird den meisten als Thai Boxen bekannt sein.

Gruß
Michael

Kämpfst du auch bei Turnieren oder so mit?
Weil das find ich ma richtig krass, grad Muai Thai, wenn man da nen Knie ins Gesicht oder gegen den Brustkorb kriegt, da können dann mehr als Knochen brechen....

ice
24.05.2007, 01:29
Geselle mich auch einmal dazu ...

Ich beschäftige mich mit Muai Thai, für alle die damit nichts anfangen können, es wird den meisten als Thai Boxen bekannt sein.

Gruß
Michael

Kämpfst du auch bei Turnieren oder so mit?
Weil das find ich ma richtig krass, grad Muai Thai, wenn man da nen Knie ins Gesicht oder gegen den Brustkorb kriegt, da können dann mehr als Knochen brechen....
Ich hab auch schon mal gesehen oder gehört daß bei köperbetonten Sport oder Kampfkunstarten der eine oder andere blaue Fleck auftreten kann, auch durchaus Verletzungen entstehen können. Was ich allerdings noch nicht gesehen oder gehört habe ist daß etwas anderes als Knochen brechen können. Vieleicht mag es ja im "krassen" Muai Thai explizite Körperstellen geben die im Gegensatz zu anderen Kampfsport/kunst arten anders "brechen". Wenn ja teilt mir das bitte mit. Ich bin gerne bereit zu lernen.
Ansonsten halte ich es mit dem Comedian Dieter Nuhr der mal sagte (frei überesetzt: ) Wir leben in einer Demokratie und jeder kann seine Meinung äußern aber man muß seine Meinung nicht äußern. Oder anders gesagt : " Wenn man von etwas keine Ahnung hat einfach mal die Fresse halten"

@Carni Is net bös gemeint

Und mal so als Denkanstoß für all diejenigen die hier in diesem speziellem Unteroutdoorforum gerne ihr spezielles Technikwissen oder auch sonstiges spezielles der jeweiligen Kampfkunst/sport artiges gerne weitergeben.
Bedenkt mal, daß das hier kein laberforum ist im Sinne von Kkforum sondern daß es hier eben um das "Outdoor,Survival" geht.
Ein interssanter Punkt wäre z.B. mal Selbstverteidigung gegenüber Tieren z.B. Wildschweinen, Bären, und sonstigem Vichszeug unter KK spezifischen Gesichstpunkten.

ice
06.06.2007, 01:07
Haloooohhh.
Was denn, wie denn, wo denn, keine Antworten. Wo sind denn jetzt all die KKler?? Das mit der Tier SV war übrigens ernst gemeint. Ich weiß ist schwierig aber schreibt mal....

Schattenwolf
08.06.2007, 11:48
Hi ice,

Tier SV ist nicht so einfach.

Es gibt in einigen Survivalbüchern der SAS, Navy Seal usw. einige Verhaltensweisen bei Tieren.

Zum allgemeinen Thema der Selbstverteidigung kann ich nur sagen:
Weniger ist mehr. Boxen, Tritttechniken, ein paar Hebeln, ein/zwei Würfe, Fallschule und Laufen.

Marty
26.07.2007, 10:36
hallo,

ich habe 10Jahre Taekwondo gemacht, habe dann leider aufgrund des Schichtsdienstes aufhören müssen. Habe jetzt nicht den ganzen Thread gelesen aber trotzdem ein kurzes Kommentar dazu:
Ich muss sagen, dass ich immer erstmal versuche die Situation zu entschärfen. Meistens ist es doch so, dass einer nur pöbeln will und dir nicht das Geld aus der Tasche ziehen will (meine Erfahrung).
Wenn das entschärfen nicht funktioniert einfach stehen lassen, wenn er hinterher kommt wegrennen und nur wenn er schneller ist versuchen(!) sich zu wehren. Denn ich denke, dass man auch mit dem Erlenen eine Kampfkunst nicht gefeit ist vor vertzungen o.ä.
Aber was das Training auf jeden Fall lehrt: Selbstvertrauen!, Schnelligkeit, Gelenkigkeit, Fitness und Gemeinschaftssinn

schnuffiwuffi
26.07.2007, 12:08
Meistens ist es doch so, dass einer nur pöbeln will und dir nicht das Geld aus der Tasche ziehen will (meine Erfahrung).
Wenn das entschärfen nicht funktioniert einfach stehen lassen, wenn er hinterher kommt wegrennen und nur wenn er schneller ist versuchen(!) sich zu wehren. Denn ich denke, dass man auch mit dem Erlenen eine Kampfkunst nicht gefeit ist vor vertzungen o.ä.

Wenn es mal nur das Pöbeln wäre. Es gibt durchaus auch Exemplare, die rein aufs Schlagen aus sind. Da kommst du gar nicht dazu das Entschärfen zu probieren ... geschweige denn wegzurennen :( :bang:

Schnuffiwuffi

Marty
26.07.2007, 12:20
naja wie ich schon sagte in dem fall kann man es dann versuchen(!). Baer auch da würd ich nicht erst mit irgendwelchen tollen griffen und hebeln veruschen sondern einfach "drauf los hauen" und versuchen die empfindlichen Stellen zu treffen....aber wie gesagt ich hatte Glück mir isses noch nicht passiert ich wurde bisher nur angepöbelt und konnte mich dem bisher gut entziehen (s.o.)

Spurensucher
28.07.2007, 10:37
Naja, verehrte Zeitgenossen,

wenn man davon absieht, dass manche nahmhafte Selbstverteidigungsarten sich die Tricks und Kniffe aus der Tierwelt abgeschaut haben, sehe ich da eher schwarz, für den Einsatz an SV in der hiesigen Tierwelt.

Viel nützlicher empfinde ich es, sich ein bisschen mit dem Verhalten der Tiere auseinanderzusetzen. Manche Tiere greifen nur an, weil sich der Mensch ihnen gegenüber falsch verhält und sie sich von ihm bedroht fühlen. Sie setzen sich lediglich zur Wehr. Viele Situationen könnten sicherlich vermieden werden.

Die wenigsten Tiere greifen den Menschen an, weil sie ihn auf ihrem Speiseplan wähnen. Die meisten Tiere meiden die Zweibeiner. Ausnahmen tauchen zwar auf, das kann nicht bestritten werden.

Dennoch ein Bär mit blossen Händen in SV abwehren zu wollen, ist reine Utopie. Ein Prankenhieb, ein Biss und aus ist's mit der SV, vermute ich mal.

Gruss Spurensucher

Mephisto
28.07.2007, 11:38
Hehe, Spurensucher, ich glaube dass Marty einen Buchstabendreher drin hat und ABER schreiben wollte und nicht BAER ;-) Ich glaube auch einen Bären mit bloßen Händen anzugehen kommt einem Himmelfahrtskommando gleich

Spurensucher
28.07.2007, 13:59
Hehe, Spurensucher, ich glaube dass Marty einen Buchstabendreher drin hat und ABER schreiben wollte und nicht BAER ;-) Ich glaube auch einen Bären mit bloßen Händen anzugehen kommt einem Himmelfahrtskommando gleich

*Grmmmmpfff* Immer diese Navigationsstörungen auf den Tastaturen. :grins:

Gruss Spurensucher
*Heutige Meisterin in der Disziplin "Fettnäpfchen-Treten" * http://foolstown.com/sm/yel.gif

DaRamses
18.10.2007, 13:33
Hallo,
ich bin derzeit auch auf der Suche nach der Kampfkunst und bin mal über Aikido gestoßen. Meiner Meinung nach eine der genialsten Künste. Da hier oft steht, das sei nicht für SV geeignet, hab ich mich mal umgesehn, weil die Argumente im ersten Moment ja doch irgendwie einleuchten. Dann bin ich auf das gestoßen:
http://www.youtube.com/watch?v=JIowy89IXco&mode=related&search=
Den Typ schätz ich so um die 70 und ein Herkules is das auch ned (zumindest äusserlich). :o

Man kann sich wahrscheinlich ned so schnell wie bei Karate o.ä. selbst verteidigen, aber dass Aikido dafür nicht geeignet ist kann man glaub ich ned sagen.

MfG!

Komtur
18.10.2007, 14:06
Man kann sich wahrscheinlich ned so schnell wie bei Karate o.ä. selbst verteidigen, aber dass Aikido dafür nicht geeignet ist kann man glaub ich ned sagen.

Naja, bei solchen Vorführungen sollte man immer vorsichtig sein. ;-)
Der Angreifer weiss was kommt und lässt sich entsprechend fallen, bzw. agiert in gewünschter Form.

"Real" sieht so etwas dann ganz anders aus.
Betreibe selbst seit ca. 15 Jahren verschieden Kampfkünste und Selbstverteidigung - da gibt es große Unterschiede.

Bei vielen lernt man est mal Monate- oder Jahrelang die Grundstellungen usw. - für reine Selbstverteidigung absolut nutzlos.
Wenn Dir ein böser Junge gegenüber steht - stellst Du Dich dann erst mal in Deiner Grundstellung auf?
Hast Du dann die Hände oben? Stehst Du dann leicht seitlich?
Wohl eher nicht.

Zu Aikido - schau Dir mal Filme von Steven Seagal an ;-)
Aikido Meister mit 7. Dan

Wenn Dir allerdings ein geübter Boxer gegenüber steht, nützt Aikido nicht sooo viel, da es eine vollkommen andere Bewegung ist - was nicht heisst, das es unnützt ist.

Schau mal bei youtube.com nach "Wing Tsung" und "Wing Chung" - das ist reine Selbstverteidigung ohne Regeln - die beachtet ein Gegner eh nicht. Nach einem Jahr Training schon recht brauchbar - wenn man einen guten Trainer hat.
Das SEK trainiert dies ebenfalls ;-)

Ansonsten kann ich noch Crav Maga empfehlen:
http://www.krav-maga-medechuv.de/
Wirst in D aber kaum eine Schule finden.

Ausserdem gibt es reine Selbstverteidigungs-Kurse - hängt dann aber vom Trainer ab. Meiner hat 7 schwarze Gürtel in verschiedenen Kampfsportarten und daraus gibt es eine gesunde Mischung.

Gruß

Dirk