Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Höhenangst
Bezugnehmend auf das aktuelle Thema 'Boardtreffen Sommer':
Bilder von Braunwald:
http://jeannie.chemie.uni-konstanz.de/~becks/misc/Braunwald/
Alex
@ Becks: Bist Du bei Deinen ersten Bergtouren direkt solche Klettersteige hochgegangen? Liegt die Schwierigkeit allein in der Überwindung der 'Höhenangst'?
@ Alle, die schon einmal Klettersteige gegangen sind: hat Euch das Überwindung gekostet oder seit ihr da ganz locker hoch?
Tom
Mephisto
25.02.2004, 12:44
Wie ich mal einen Klettersteig gegangen bin (Höhenglücksteig (http://www.bergwacht-nuernberg.de/freizeittipps/klettersteig/hgs.htm)) hab ich Blut und Wasser geschwitzt.
Ernsthaft: Ich hab dermaßen geschwitzt dass ich beinahe mit den Händen vom Stahlseil abgerutscht bin!
War hart, bin aber immer weitergegangen (jaja, immer der Masse nach :bg: )
Gruß
Benni
Nicht übertreiben
25.02.2004, 12:48
Klettersteige bin ich bisher noch nicht hoch aber beim Klettern ist es ja das Gleiche.
Erstmal: Angst ist gut :bg: Du mußt nur rational damit umgehen. Bevor Du runterguckst schaust Du Dir einfach die Sicherung vor Dir an, machst Dir klar, dass Du nicht fallen kannst und dann guckst Du nach unten. Mir geht es inzwischen so, dass ich mehr Angst habe wenn der Boden zu nah ist als wenn ich viel Luft unter mir habe (Da kann bei Fallen eigentlich nichts schlimmes passieren!)
Ich muss aber zugeben, dass ich nie richtige Höhenangst hatte :bg: Wenn Du wirklich vor Angst nicht mehr klar denken kannst, dann würde ich erstmal mit Topropeklettern, Abseilen etc. anfangen wo nichts passieren kann und man sich an die Höhe gewöhnt.
Thorben
Also, nen Klettersteig bin ich noch nie nicht gegangen und ganz ohne Höhenangst bin ich auch nicht- auch wenn mein Dad mich mit 8 Jahren auf den Dachfirst von umserem Haus gesetzt hat. :bg:
Bei ner 12 m hohen Route in ner Kletterhalle freu ich mich auch immer, wenn ich den letzten Haken drin hab, das gibt so ein erleichterndes Gefühl...
Und bei nem 100 m Abhang vor meiner Nase ist mir auch nicht sooo sonderlich wohl...
Aber wenn ich mich dann mal überwunden hab, ist die Höhe gar nicht mehr so schlimm, allerdings auch nur, wenn ich gesichert bin, sonst ist mir auch dann nicht wohl.
Gruß,
Britta
@Britta: hmm, lass uns mal Vorstieg im DAV-Turm üben gehen... es wird langsam Zeit für mich, irgendwie.
Hast du Lust?
Ich glaube, ich muss im Sommer wieder in die Berge.
Flachlandtiroler
25.02.2004, 12:52
Ich gehe eigentlich keine Klettersteige, aber exponierte Kletterstellen kommen natürlich auf Hochtouren auch vor. So ein gewisses "Hui"-Gefühl gehört dazu, mildert sich nach ein oder zwei Stellen ein wenig. Ich sehe diese "Höhenangst" positiv, sie bewirkt nämlich die erforderliche Konzentration; bei längeren Touren ist m.E. das Anstrengendste, diese Konzentration permanent aufzubringen; die reine Muskelanspannung und konditionelle Belastung ist ein nachrangiges Problem.
Kurz gesagt: "Höhenangst" = hilfreiche Körperreaktion.
Zusatz: Ungesichert ist der Effekt erheblich heftiger, das Seil ist schon eine psychologische Stütze (obwohl man da natürlich genausowenig stürzen darf).
Können wir gerne machen, sobald ich wieder in HH eingetrudelt bin. Dann müssen wir uns mal nen Satz Expressen besorgen und dann geht das los! :)
Ab April bin ich wieder da...
Gruß,
Britta
ich hab schonmal 6 Expressen...
Ab April? Himmel, was mache ich solange?
Überhänge in der Kaifu klettern? Hmm :(
Nicht übertreiben
25.02.2004, 13:01
Ich glaube wir sollten nen Forumsclimbingtreff (ist das die richtige Mischung aus Deutsch und Englisch um hip zu klingen :bg: ) Hamburg einrichten :bg:
Klingt gut :)
Vielleicht kann mir dann mal jemand ein bisschen Technik beibringen, ohne die wird es nämlich langsam ein bisschen stressig...
....(Höhenglücksteig (http://www.bergwacht-nuernberg.de/freizeittipps/klettersteig/hgs.htm))...
Ups, aber da kann mir niemand erzählen, daß so etwas für Anfänger gemacht ist. Doch eher für sportlich ambitionierte mit entsprechender Erfahrung (zumindestens der 3. Teilabschnitt), oder irre ich mich da?
Ich fühle mich in der Höhe grds. nicht besonders wohl, habe aber festgestellt, daß ich dieses Gefühl durch rationales Denken ('ich bin gesichert, es kann nichts passieren') ganz gut in den Griff bekomme. Solche Erfahrungen habe ich bisher allerdings nur in relativ geringen Höhen gemacht: einmal in einem Park namens 'Rock&Ropes', in dem man in 10 bis 15 Meter Höhe über Seile, Brücken, Balken balancieren mußte. Dann beim Klettern in der Halle und einmal beim Abseilen in eine Höhle (30 m).
Mein Problem ist aber auch noch nicht mal die Befürchtung, abstürzen und auf dem Boden aufschlagen zu können. Da habe ich schon Vertrauen in die Sicherungsmittel. Ich hasse es einfach zu fallen! Und wenn es auch nur ein paar Meter sind. Dieses Gefühl ist für mich der reinste Horror. In dem oben genannten Park mußte man sich aus 20 Meter Höhe gesichert durch ein Seil fallen lassen und dann an diesem Seil wie Tarzan hin und herpendeln. Obwohl ich in einem Gurt saß und ganz relaxt hätte springen können, habe ich mich so fest mit den Armen an dem Seil festgeklammert, daß es mir dieselben fast aus den Gelenken gehauen hätte :wink: .....
Tom, der niemals Bungee Jumping ausprobieren würde ..... einen Fallschirmtandemsprung hingegen komischerweise schon
Nicht übertreiben
25.02.2004, 13:17
@Gwenny: Wer hat denn was von Technik gesagt...es ging darum hip zu sein :bg: (Was kletterst Du denn so?)
Das mit der Angst vorm Fallen kenne ich übrigens auch, ich hatte mal einen Absturz der ..sagen wir knapp über dem Boden endete. Danach hatte ich ne ganze Zeit panische Angst vorm Vorsteigen (vorher nie!) das ganze ist durch ein paar Sprünge ins Seil dann irgendwann überwunden worden. Ich habe aber nachwievor ziemlich Hemmungen ins Seil zu springen, ich halte einfach so lange fest bis ich falle :bg: die Stürze sind aber immer viel angenehmer als erwartet!
Im Klettersteig oder Alpin darf man aber alles machen, nur nicht Fallen. Man überlebt zwar, es kann aber schon ein bisschen wehtun :o
Thorben
Mephisto
25.02.2004, 13:27
@tsfc:
Wir waren da von der Feuerwehr aus und hatten nen erfahrenen Kletterer dabei der uns ein wenig im Klettern (Grundlagen, Knoten etc..) ausgebildet hat weil wir grad neu eine Absturz-/Höhensicherungsgruppe gebildet hatten.
Der dritte Teil des HGS ist definitiv sehr krass. Weiß nicht wie ich des überstanden habe. Naja mit der notvendigen Motivation ung Gruppenzwang kommt man überall irgendwie weiter :-?
Gruß
Benni
Höhenangst hab ich bislang noch nie gehabt, hab allerdings meinen ersten Klettersteig auch schon mit 6 Jahren gemacht. Und war ab da ziemlich beleidigt mit meinen Eltern, wenn wir "nur" wandern waren.
Jetzt beim Sportklettern ist es eher so, dass ich mich erst dann wohl fühle, wenn der Grounder aufgrund der Höhe unmöglich geworden ist.
Wenn aber jemand ein gutes Mittel gegen Höhenangst hat, dann immer her damit. Ein Freund von mir geht zwar liebend gerne mit zum Klettern, aber nach 3 Metern fangen die Knie an zu schlottern, und er muss sich regelrecht weiter zwingen. Ist auf Dauer halt auch nicht so prickelnd für ihn.
glowfire
25.02.2004, 13:42
Höhenangst ist doch klasse - das gibt allem einen gewissen Kick und man ist viel konzentrierter als ohne eine gewisse Angst.
Da es ja hier auch ein wenig um das Sommertreffen geht, wir können ja für alle nicht höhensicheren ein kurzes Einführungsseminar machen und uns an die Höhe gewöhnen. Abseilen wäre dazu doch klasse - irgendwo werden wir dann schon eine Brücke finden die wir runter können.
Ich glaube auch, dass der Höhenglückssteig nicht wirklich für blutige Anfänger, also diejenigen, die noch nie geklettert sind, geeignet ist. Allerdings glaube ich, dass man sich die dazu nötige Erfahrung relativ schnell aneignen kann und mit entsprechender Unterstützung der Gruppe so einen Klettersteig ohne größere Probleme meistern kann. Es muss nur jemand dabei sein, der den Steig sehr gut kennt und auf alle Gefahren / (Tritt-) Möglichkeiten hinweisen kann.
glowfire
25.02.2004, 13:46
Wenn aber jemand ein gutes Mittel gegen Höhenangst hat, dann immer her damit. Ein Freund von mir geht zwar liebend gerne mit zum Klettern, aber nach 3 Metern fangen die Knie an zu schlottern, und er muss sich regelrecht weiter zwingen. Ist auf Dauer halt auch nicht so prickelnd für ihn.
Üben Üben Üben - es kann nichts passieren. Rationales Denken aneignen und Vertrauen in das Seil / Sicherungsperson ... sammeln ;)
Eine Pille dagegen gibt es nicht - oder doch ein Psychopharmaka könnte da helfen (Extasy??) - wo sind den hier die Chemiker - die können bestimmt sowas zusammenmischen :P
.....Da es ja hier auch ein wenig um das Sommertreffen geht, wir können ja für alle nicht höhensicheren ein kurzes Einführungsseminar machen und uns an die Höhe gewöhnen. Abseilen wäre dazu doch klasse - irgendwo werden wir dann schon eine Brücke finden die wir runter können.....
Das fände ich klasse! Vielleicht besteht ja auch noch bei einigen anderen Interesse. Ansonsten muß man ja auch nicht die ganze Zeit aufeinanderhängen. Die, die klettern wollen und können, soll dies ruhig tun! Ich setzte mich dann derweil auf eine Bergwiese und fütter die Ziegen :bg:
Tom :)
Üben Üben Üben - es kann nichts passieren. Rationales Denken aneignen und Vertrauen in das Seil / Sicherungsperson ... sammeln ;)
Rational weiss er durchaus dass nichts passieren kann. Da liegt ja das Problem, Höhenangst ist eben nicht rational ;-)
Eine Pille dagegen gibt es nicht - oder doch ein Psychopharmaka könnte da helfen (Extasy??) - wo sind den hier die Chemiker - die können bestimmt sowas zusammenmischen :P
An bunte Pillen hab ich dabei auch nicht gedacht. Naja, werde ich ihn halt jedem weitern Meter hochquatschen müssen :)
naja, aber immerhin geht dein freund ja immer mit. also muß das, was er dadurch gewinnt doch wertvoller und wichtiger sein, als seine höhenangst. vielleicht gefällt es ihm ja gerade, die angst jedesmal aufs neue zu besiegen...
gruß,
tom
glowfire
25.02.2004, 17:18
An bunte Pillen hab ich dabei auch nicht gedacht. Naja, werde ich ihn halt jedem weitern Meter hochquatschen müssen :)
Darauf wird es wohl rauslaufen - sollte aber bei jedem neuen Versuch besser werden :D
alaskawolf1980
25.02.2004, 17:34
@tsfc: Sei frfoh dass du deine Höhenangst mit rationalen Denken genügend unter Kontrolle hast. Meine Freundin und auch meine Schwester bekommen Höhenangst, wenn sie beim Skifahren oben auf den Pisten sind und hinab ins Tal schauen können. Obwohl sie an einen nicht so steilen Hang sind. Nur der Gedanke daran, dass sie so hoch sind und es tief ins Tal hinab geht macht ihnen schon mullmige Gefühle. Bin ich froh, dass ich sowas nicht habe. OK, auf dem Predigerstuhl in Norwegen und auch dort wo der Stein zwischen zwei Felsen eingeklemmt ist, da bekommt man ganz schön Hosenflattern, wenn man genau an der Kante liegt und hinunterschaut. Das ist aber auch Hammer, wenn es 600 Meter senkrecht nach unten geht. Auch wenn man sich nur hinlegt, hat man immer die Angst, dass man von hinten runtergeschuppst wird.
Wer in Norwegen mal urlaub macht, der sollte unbedingt zu diesen beiden Felsen laufen. Einfach atemberaubend die Aussicht. Diese beiden DInger sind auch ganz berühmt. Richtige Tourisehenswürdigkeiten.
.... Auch wenn man sich nur hinlegt, hat man immer die Angst, dass man von hinten runtergeschuppst wird. ....
:bg: ja genau, das isses. diese irrationalen gedanken marke 'wenn ich jetzt einen fuß nach vorne setzen würde, dann würde ich erst hier anecken, dann dort auftitschen und dann hätte ich noch genügend zeit für ein paar salti bis es unten platsch machen würde' habe ich fast immer, wenn ich oben stehe und herunterschaue. zum glück hört das auf, sobald ich mich auf die sache selbst konzentrieren muß.
hm, da fällt mir gerade auf, alaskawolf, daß sich unsere fallphantasien wunderbar ergänzen würden. mein anderer gedanke, der mir immer durch den kopf schießt, beginnt nämlich so: 'wenn ich den da vorne jetzt ein wenig stupsen würde, dann würde er erst ......' :bg: :bg: :bg:
damit habe ich mich wohl als potentieller kletterpartner für alle ewigkeit ins absolute aus geschossen :bg: :bg:
just kidding,
tom :D
Hey, cooles Thema! könnte man IHMO sogar ins Outdoorforum, oder besser, Medizinforum verschieben
Wenn ich an ner Wand hänge, steh ich aufgrund der Höhe unter großem Stress. Man könnte es auch als Angst bezeichnen. Ich bin mal in ner Höhle kurz steckengeblieben und hatte auch da Angst, in diesem Moment, sogar fast Panik. Aber diese Ängste oder Stress, sind auch ein Grund, weswegen ich sowas mache. Sozusagen der "Kick", ich würde sie also positiv bewerten.
Wenn ich aber in der überfüllten Gletscherbahn "Pitzexpress" stehe, schnürt sich mir der Brustkorb zusammen, mir wird im dümmsten Fall schlecht und die Luft bleibt weg. DAS ist bestimmt nicht nett.
Ner Freundin von mir passiert genau das in der Höhe. es gibt also offensichtlich verschiedene Arten von "Höhenangst", mit der einen kann man leben, ist sogar "erwünscht", die andere ist inakzeptabel.
Is aber n spannendes Thema. Wär toll, wenn viele Meinungen und Erfahrungen zusammenkämen.
-bac
Ist echt ein interessantes Thema.
Runtergucken von einem festen Standpunkt kann ich eigentlich ganz gut. Ich erinnere mich, daß ich in Island neugierig in jede noch so tiefe Schlucht geschaut habe, während sich die anderen schon längst mit flauem Gefühl abgewandt hatten. Das macht mir gar nix.
Aber wenn ich ein paar Meter Luft unterm Hintern habe, dann wird mir auch ein bißchen komisch. Aber es ist wie bei Tom auch mehr die Angst vor dem Fallen, weil das Gefühl auch so hasse (ich spring ja kaum vom Dreimeterbrett, weil ich es nicht mag, wenn der Magen sich so hebt).
Also Höhenangst tendenziell kaum. Dafür aber Platzangst, wenn es sehr eng wird. War mal in Tschechien in einem Silberbergwerk, wo die Stollen extrem eng und niedrig waren. Da mußte ich schon mal tief durchatmen, um wieder ruhig zu werden. Von Gefühl her stelle ich mir Höhenangst so ähnlich vor, wenn ich es auch noch nicht erlebt habe.
Sylvia
Also bei mir ist das mit der Höhenangst irgendwie eigenartig...
Wenn ich irgendwo im Gebirge bin und von oben in ne Schlucht schau, und wenn es 100 Meter oder mehr runtergeht, dann stört mich das nicht. Bin ich aber bei der 3. oder 4. Sprosse einer Leiter, dann verkrampf ich mich und trete den Rückzug an.
Zum Abseilen kann ich nur sagen, dass es ne geniale Sache ist, wir haben das vor kurzem mal wieder gemacht. Wenn man da an nem Seil von ner Brücke runter hängt und noch gut 6 Meter Luft unterm Arsch hat, dann ist da schon so ein mulmiges Gefühl. Unten angekommen haben die körpereigenen Drogen dann aber nen coolen Effekt :bg: :bg:
Leider ist nach dem 3. oder 4. Mal der Kick weg.
Allerdings ist es auch immer wieder ein lustiger Anblick wenn man da unter der Brücke hängt und dann Leute vorbeikommen. Die schaun häufig sowas von doof !!! :bg:
Höhenangst zeigt sich bei mir wirklich in den verschiedensten Formen und wenn es bei mir nicht gerade um Leitern geht, dann ist sie mir immer eine Hilfe mich zu konzentrieren.
Gruß
Philipp, der den KICK spüren will !!! :bg :bg:
so wie aoraki könnte ich nicht eine schlucht hinunterschauen. ich würde mich (ohne sicherung, sei es auch nur ein hinlegen auf den flachen boden) unsicher fühlen. das bloße schauen gibt mir auch nichts. dieselbe schlucht sich abzuseilen hingegen, würde mich reizen....
womit ich übrigens auch extreme probleme habe, sind hohe türme, die nur über offene treppenstufen / geländer mit freiem blick auf die tiefe zu erreichen sind. da ist es mir sogar schon passiert, daß meine beine schwer wie blei wurden und ich koordinationsprobleme bekommen habe.
an einem seil gesichert, aber in noch größerer höhe, hat das gefühl eher etwas mit dem von bacchus angesprochenen kick zu tun, zwar stressig aber doch wieder angenehm.
habe mal kurz gegooglet und dabei festgestellt, daß man einen 'normalen' höhenschwindel von höhenangst unterscheiden muß. hier (http://www.neuro24.de/hoehenangst.htm) der link.
gruß,
tom
alaskawolf1980
26.02.2004, 11:03
*mal schnell das Sicherungsseil aus tsfc's Händen reiß* :bg:
Das mit den Stupsen denke ich auch manchmal. Wenn die so auf dem Boden liegen und über die Predigerstuhlkante schauen...langsam von hinten anpirschen, die Beine hochnehmen wie bei "Schubkarre" und dann fröhliche Fahrt :bg: :bg: :bg: :bg:
ALs ich früher mal auf Klassenfahrt beim Münster Dom war, da habe ich schon gemerkt, wo langsam meine Grenzen sind. In der Spitze des Turmes, welche mit Ornamenten aus stein lediglich verziert ist, geht nochmal eine Wendeltreppe hinauf in die Spitzer der SPitze. Da schaut man die ganze Zeit links udn rechts durch die ganzen Öffnungen der Spitze. Und diese öffnungen sind so viele, dass man so viel Aussicht hat, dass man schon wieder ein ungutes Gefühl bekommt. Da haben meine Beine echt geschlackert. Und dann auch noch die vielen Leute die in Gänsemarsch hoch und runtergingen. In dieser Situation habe ich mir vorgestellt, wie die ganze Spitze abbricht und mit den Leute auf den Treppen runter auf den Platz kracht. Aber wenn man so hoch ohne richtigen Bezugspunkt ist, dann ist diese ANgst normal. in den Bergen ist man ja immer auf dem Boden der Tatsache. Da hat man genug, worauf man steht.
Flachlandtiroler
26.02.2004, 11:43
in den Bergen ist man ja immer auf dem Boden der Tatsache. Da hat man genug, worauf man steht.
Das sehe ich anders. Im Gegensatz zu Kirchtürmen, Freitreppen, Klettersteigen u. dergl. zeichnen sich "richtige" Berg m.E. vor allem dadurch aus, daß man eben nicht weiß, ob der Tritt hält. Volle Belastung eines Haltepunkts vermeidet man tunlichst (zumal, wenn's der einzige "gute" Haltepunkt ist...), beim Abdrücken rechnet man immer mit etwas "Schlupf". Feingefühl statt Bizeps sozusagen.
In diesem Zusammenhang war im DAV-Jahrbuch ein sehr interessanter Artikel über die "Ernsthaftigkeit" einer Tour (im Gegensatz zum "Schwierigkeitsgrad"). Es wurde anschaulich geschildert, wie ein Topkletterer an einer steilen, schlecht absicherbaren Geröllhalde (UIAA nur I+ oder so) $TOPIC bekam...
Gruß, Martin
Nicht übertreiben
26.02.2004, 14:05
Geht mir auch so, wenn es Kletterstellen gibt, dann fühle ich mich immer ziemlich sicher, weil ich irgendwie das Gefühl habe zu wissen was ich da tue. Wenn ich auf einem dieser typischen Geröllfelder der Alpen unterwegs bin (Alex weiß was ich meine) dann fühle ich mich alles andere als sicher...
Das gleiche auch wenn der letzte Sicherungspunkt in einer Route 10m entfernt ist, ich aber weiß wie es weiter geht und die Situation im Griff habe - keine Angst, wenn ich an einer Kante stehe dann habe ich schon ein mulmiges Gefühl...
Richtige Höhenangst ist das aber gleube ich alles nicht, ich vermute mal, dass dann automatisch quasi die Urinstinkte das Gehirn beherschen und ein klares Denken unmöglich machen.
Thorben
OK, auf dem Predigerstuhl in Norwegen und auch dort wo der Stein zwischen zwei Felsen eingeklemmt ist, da bekommt man ganz schön Hosenflattern, wenn man genau an der Kante liegt und hinunterschaut. Das ist aber auch Hammer, wenn es 600 Meter senkrecht nach unten geht. Auch wenn man sich nur hinlegt, hat man immer die Angst, dass man von hinten runtergeschuppst wird.
Wer in Norwegen mal urlaub macht, der sollte unbedingt zu diesen beiden Felsen laufen. Einfach atemberaubend die Aussicht. Diese beiden DInger sind auch ganz berühmt. Richtige Tourisehenswürdigkeiten.
Oh ja, auf dem Predigerstuhl habe ich 1995 gestanden und es war einer meiner erhebensten Momente... während mein Onkel in Gedanken sein Testament schrieb
Mir wurde eigentlich nur mulmig, als mir bewusst wurde, dass man nicht im Wasser landet, wenn man runterfällt.
Sonst habe ich glücklicherweise keine Probleme mit Höhen, das könnte auch damit zusammenhängen, dass mein Vater mich schon relativ früh auf Bäume und später auf Berge gescheucht hat.
An etwas ausgesetzten Stellen merke ich schon eine gewisse Anspannung, die meine Konzentration ansteigen lässt und ich denke, ich besitze den nötigen Respekt, um nicht leichtsinnig zu werden.
Wobei ich mir dann hauptsächlich Gedanken um meine Mitstreiter mache...
Allerdings habe ich festgestellt, dass es schon ein Unterschied ist, ob ich einen luftigen Grat entlangspaziere oder an einem Seil 15 Meter über dem Boden hänge. Der Bodenkontakt ist für mich doch ziemlich wichtig und der Gedanke, dass alles an einem Seil hängt manchmal ein wenig beunruhigend.
Nicht übertreiben
26.02.2004, 15:08
Dein Vater mußte Dich auf Bäume raufscheuchen? Meiner war immer froh wenn ich heile wieder unten war :bg:
Meiner auch :D
Ich sollte immer mit seiner elektrischen Eisenbahn spielen oder mein Zimmer aufräumen, da bin ich dann lieber geflüchtet...
Wer weiß, vielleicht spielt das Alter bei den ersten Konfrontationen mit der Höhe eine Rolle?
Nicht übertreiben
26.02.2004, 15:24
Kann gut sein, ich bin schon mit 7 nen 15m hohen Baum runtergefallen (War ein Glück ne Pappel, ich war zwar ein wenig zerkratzt, aber ansonsten wie ein Fahrstuhl :bg: )
Aber das ist mit Sicherheit richtig, wenn man sich an etwas von Kind an gewöhnt, dann hat man auch keine Angst. Als Städtler hat man ja teilweise auch Angst vor Kühen, wenn man auf nem Bauernhof aufwächst muss man schon irgendein traumatisches Ereignis haben um Angst vor ner Kuh aufkommen zu lassen...
Thorben
geronimo
26.02.2004, 15:28
Wenn ich schon für dieses Thema mitverantwortlich bin, sollte ich wahrscheinlich auch mal meine Angst offenbaren.
Ich bekomms mit der Angst, wenn ich auf schmalen Wegen/Grat gehen soll und es auf einer oder beiden Seiten steil abfällt. Ich habe dann sehr grosse Angst vor Fehltritten. Schwups und du bist tot. :(
Sollte ich's doch mal auf den Gipfel eines Berges bringen, kann ich nicht in die Nähe einer Kante bei der es mehr als 50 Meter runtergeht. Mich überkommt ein unsicheres Gefühl von hinten geschubst zu werden. Auch wenn meine Freundin vor mir steht und sonst niemand oben ist. Manchmal kommt auch das irationale Bedürfnis auf zu springen oder mehr der Gedanke was passieren würde wenn ich springen würde. :shock:
Nein, ich leide nicht unter Selbstmordgedanken! Trotzdem ist es überhaupt nicht angenehm um es mal gelinde aus zu drücken.
Bei einer Indoor-Kletterwand mit 15-20 Metern habe ich keine Probleme und geniesse es sogar am Ende ins Seil zu springen. Also würde mir die Abseilaktion an der Brücke keine Hilfe bieten. Da ich damit sicher keine Mühe hätte.
Aber wer mir helfen kann.....! Ich wäre so verdammt froh!!!!!!
Hmm, helfen kann ich dir wohl nicht, weil es bei mir genau andersherum ist... aber dieses Bedürfnis, springen zu "wollen" bzw. dieses darüber nachdenken kenne ich auch. Allerdings nur von U- und S-Bahnsteigen. Wie du geschrieben hast, einerseits hab ich Angst, jemand könnte mich schubsen, andererseits ist da so eine Neugierde... nun, ich halte lieber ein bisschen Abstand.
Der Grat kann noch so schmal sein, es darf auf beiden Seiten runter gehen, das stört mich nicht... bis zu dem Punkt, wo etwas in mir sagt, dass es nun gefährlich wird. Darauf höre ich und bin entweder vorsichtiger oder drehe um.
Etwas unangenehm finde ich Geröllfelder mit großem Rucksack. Dieses Wackeln unter den Schuhen, man kann nie sicher sein, welcher Block fest ist und welcher nicht - sowas finde ich sehr unangenehm. Dabei hab ich dann auch schon einmal einen Salto gemacht.
Vielleicht solltest du dich, wenn du auf einem Gipfel bist, langsam an die Kante (wenn es denn eine gibt) herantasten, im Knien oder liegend, so dass du mit möglichst viel Körperfläche Kontakt zum Boden hast.
Und deine Freundin wartet irgendwo außer Sicht..
geronimo
26.02.2004, 16:11
"lustig" das mit der S-Bahn kenne ich auch. Ebenso die Geröllfelder (Trittsicherheit).
Das Problem mit der Kante löse ich einfach indem ich die Konfrontation vermeide. Aber das kann ja auch nicht die Lösung sein. Doch da habe ich ja noch die Wahl. Im Gegensatz zum Grat oder dem Geröllfeld. Da muss ich durch, wenn ich ans Ziel kommen will.
Danke dass du dir wenigstens Gedanken über mögliche Hilfe machst!
Naja, bei Geröllfeldern würde ich immer möglichst große, stabil gelagerte Blöcke auswählen, die evtl. leicht "angemost" sind... bei markierten Wegen ist dies ja meist kein Problem. Sonst möglichst kleine Schritte machen, dann verliert man nicht so leicht das Gleichgewicht.
Teleskopstöcke finde ich dabei ziemlich hilfreich (zumindest bei schwerem Rucksack).
Tja, zu dem Grat fällt mir wirklich nichts ein... wenn ich jetzt sage, du sollst auf den Pfad und nach vorn und nicht nach unten schaun bringt dich das nicht weiter - weil ich weiß, dass sowas unmöglich ist :(
geronimo
26.02.2004, 16:30
Im Gegenteil, wenn ich nach vorne in die "Luft" starre, wirds schlimmer (Gleichgewicht). Besser ist leicht schräg nach vorne auf den Pfad. Aber auch ohne zu schielen, sieht man die Gefahr in Form eines steilen Abhanges. Es ist nicht so, dass ich zu zittern beginne und Panik bekommen. Ich fühle mich einfach nicht wohl und denke andauernd an die Gefahr und was passieren könnte. Das macht das Unwohlsein nicht besser. Je mehr Angst ich habe desto schlechter ist meine Trittsicherheit und je schlechter meine Trittsicherheit desto grösser ist die Gefahr. So einfach ist es.
Wie kann ich trainieren, gar nie an die Gefahr zu denken??? Wahrscheinlich wäre das die Lösung.
Naja, die Gefahr einfach auszublenden ist auch keine gute Lösung... aber wenn ich dir sage, du sollst dich auf dein Ziel, den Gipfel vor dir und die schöne Aussicht, die dich erwartet, konzentrieren, dann erschlägst du mich...
Hast du das Gefühl, dass du dich im Gelände unsicher bewegst und dadurch das Unwohlsein entsteht?
Das kenne ich nämlich wiederum von einem Freund. Er hat sich anfangs überlastet und gezwungen, Pfade zu gehen, die für ihn technisch einfach noch nicht möglich waren - das war nicht so angenehm, hat sich inzwischen aber gegeben.
Aber ich denke mal, es ist wohl eher anders herum.
Ich weiß nicht, ob dir eine der vielen Entspannungsmethoden helfen könnte. Manchmal wirken die ja Wunder.
Ich zweifle ein bisschen an Therapieversuchen à la "Ich stell mich im 12. Stock aufs Fensterbrett".
Wie ich Teufelskreise hasse....
geronimo
26.02.2004, 17:02
Ich erschlage niemanden und schon gar nicht jemand der sich Gedanken über die Lösung eines Problems von mir macht!
Ich bin bereit "alles" zu probieren und werde das nächste mal sicher an das Ziel denken (und ans feine Gipfel-Fondu oder so :bg: ). Hoffe das bringt was.
Hm.. veilleicht hat das was. Nur soviel. Ich habe früher sehr viel Sport gemacht. Mit viel meine ich wirklich viel. Irgendwann habe ich mal aufgehört und einige Kilos zugelegt (die ich nun wieder mit einem Lächeln abtrainiere :lol: ). Dazu kommt, dass ich eben früher beim Sport mal mein Fuss sehr derb übertratt. Die Bänder sind angerissen. Und obwohl das Übertretten noch 2-3 mal vorkam, wollten die Ärtze nicht operieren. :grrr:
Jedesmal habe ich angst, dass mir das mal auf einem engen Pfad oder Grat passieren könnte. Und dann tschüss! :ill:
Vielleicht ist das Bild jetzt klarer.
hey geronimo, schau dir doch mal den link an, den tsfc gepostet hat an! ich der ist echt aufschlußreich.
Im Grunde geht's mir genauso wie dir, nur in der Regel in einem Maße, dass ich den Adrenalinschub noch positiv finde.
habe mal kurz gegooglet und dabei festgestellt, daß man einen 'normalen' höhenschwindel von höhenangst unterscheiden muß. hier (http://www.neuro24.de/hoehenangst.htm) der link.
geronimo
27.02.2004, 09:45
Manchmal kann ich mich ja auch bis zu einem gewissen Grad überwinden. Nach dem Motto: Augen zu und durch! :shock: Hm... wenn ich's mir nochmals genauer überlege, behlate ich die Augen wohl besser auf. :bg:
Ich denke ich könnten auch einen Klettersteig packen.
Es braucht einfach enorme Überwindung.
Dem Artikel nach leide ich wahrscheinlich "bloss" unter leichter Höhenangst und unter dem "harmlosen" Höhenschwindel. :lol:
Komischerweise kann ich an Orten wie dem Preikestolen oder dem fast doppelt so hohen Kjerag ohne Probleme an der Kante sitzen und die Beine baumeln lassen. Die Höhe ist einfach irrational und mein Bauch sagt: "Beim Sturz einfach in die Fallschirmspringerpose (http://www.aftenposten.no/spesial/skrivebord/kjerag2800.jpg) übergehen und kurz vor dem Wasser Kopf nach unten, Arme nach vorn und Luft anhalten." :bg:
Beim Klettern im Sandstein (und hier vor allem bei Übertritten, -fällen und Sprüngen in mehreren Metern Höhe) sieht das anders aus. Hier hilft mir der Respekt vor der Höhe aber unglaublich bei der Konzentration. Und diese ist mir wichtig, da sie davor schützt, dass sich Routinefehler einschleichen. Lieber schaue ich fünfmal nach, ob das Seil wirklich im Karabiner hängt, als einmal zu wenig.
Die Überwindung der Angst durch bewusste Konfrontation und Überwindung einer subjektiv gefährlichen Situation ist jedenfalls ein sehr erhebendes Gefühl und löst mitunter einen beachtlichen Adrenalinschub aus. (In solchen Situationen ist es erstaunlich, welche Kraftreserven der Körper freisetzt. Wenn ich beispielsweise einen Sprung im Kopf durchgehe, komme ich danach garantiert einen halben Meter weiter als gedacht.)
Ich würde auch lieber aus einem Flugzeug abspringen als von einem Bungee-Kran. Weiß nicht genau, woran das liegt, aber die Unwirklichkeit der extrem großen Höhe wird wohl einen Anteil daran haben.
Gruß, Thomas.
womit ich übrigens auch extreme probleme habe, sind hohe türme, die nur über offene treppenstufen / geländer mit freiem blick auf die tiefe zu erreichen sind. da ist es mir sogar schon passiert, daß meine beine schwer wie blei wurden und ich koordinationsprobleme bekommen habe.
geht mir genauso. sobald das geländer durchsichtig ist, kann ich da nur schwer ran. kann ich aber durch das geländer nicht durchgucken, dann kann ich mich sogar drüber lehnen und runtergucken. ist schon komisch.
am preikestolen konnte ich mich dagegen auch problemlos an die kante robben und runterblicken und sogar fotografieren. nur stehen oder sitzen oder gar die beine runterbaumeln lassen, könnte ich an der kante nicht. gleiches gilt für den kjerag. auf den eingeklemmten felsen würden mich keine 10 pferde bekommen. auch wenn der schritt da rauf sehr klein ist, würde mich das bewusstsein, dass es dort 1000 m abgeht, psychologisch in die tiefe reißen. *grusel* habe sogar kurz mit dem gedanken gespielt, rüberzugehen, habe mich dann aber doch nicht getraut. vermutlich auch besser so. ich wüsste nicht, ob ich den schritt zurück wieder geschafft hätte. :o
als kind hatte ich überhaupt keine höhenangst. die hat sich scheinbar erst in den jahren angeschlichen. es gab, meines wissens keinen auslöser dafür. ich habe aber so den eindruck, dass es in den letzten paar jahren auch wieder etwas besser geworden ist. hat jemand auch schon mal solche "phasen" durchlaufen?
susanne
DerChemiker
06.03.2004, 04:09
....(Höhenglücksteig (http://www.bergwacht-nuernberg.de/freizeittipps/klettersteig/hgs.htm))...
... in einem Park namens 'Rock&Ropes', in dem man in 10 bis 15 Meter Höhe über Seile, Brücken, Balken balancieren mußte.
.... mußte man sich aus 20 Meter Höhe gesichert durch ein Seil fallen lassen und dann an diesem Seil wie Tarzan hin und herpendeln. ...
War auch mal in einem Klettergarten. Richtig lustig!
Gab auch ein paar "gemeinere" Sachen, wie z.B. zwei parallel gespannte, ca. 0.5 cm Durchmesser Stahlseile; keine Haltemöglichkeit für die Arme. Man musste die Füße langsam vorwärts schieben. Es wackelte nur extrem...
Besonders lustig: "Big Swing", so wie von tfsc beschrieben.
Man saß auf so einer schmalen Kante und wurde vom Guide ins Seil eingeklinkt. Allein durch das Gewicht des Seiles wird man ein wenig nach vorne und damit nach unten gezogen. (War ein Stahlseil mit gefederter Aufhängung)
Beim ersten Mal: Der Adrenalinkick!
Würde ich als gesunde Höhenangst definieren. Panik war es nicht und ich würde es, sollte es sich ergeben, immer wiederholen.
DerChemiker
in den Bergen ist man ja immer auf dem Boden der Tatsache. Da hat man genug, worauf man steht.
*Meld*
Höhenangst hatglaub ich fast jeder, ab einer gewissen Höhe wird einem halt mulmig im Bauch.
Die Frage war ob ich mit sowas gleisch angefangen habe - die Antwort: nein.
Ich hab mich quasi langsam rangetastet und was am meisten geholfen hat war: üben üben üben. Je mehr man seinen eigenen Fähigkeiten vertrauen kann desto einfacher ist es. Mittlerweile macht es mir auch nix mehr aus ausgesetzte Passagen mit viel Luft unterm Hintern (also 200 m Freiflug oder Schotterpiste/Fels bis unten) unterm Hintern zu haben wenn ich unangeseilt durch ne IIIer-Stelle klettere. Solang ich weiß daß meine Füße sauber gesetzt sind und ich die Griffe richtig fasse isses mir schnuppe ob da Luft oder nicht unter meinem Hintern ist.
Und Klettersteig ist wirklich nur eins: Spaß pur. Man muß sich klarmachen daß man da ein Stahlseil mit 8-10 mm Durchmesser zur Sicherung hat, genug um einen LKW dranzuketten. Dann Karabiner mit ner Bruchlast von 2.5 Tonnen und Bandschlingen die ebensoviel aushalten. dann isses einfach denn es kann außer einem Rutscher nix passieren.
Was gut hilft gegen Höhenstreß:
a) Klettern (Turm, Halle) um Sicherheit zu erlangen
b) Hochtouren am Seil oder ohne um noch mehr zu lernen
c) Selbstbeobachtung !
Wenn man weiß wie der Körper auf geiwssen Situationen reagiert kann man sich eher darauf einstellen und diese verarbeiten. Angst ist nix schlechtes, außer man verkrampft. Mit Angst im Bauch noch präzise reagieren, das muß man üben. Achja, Panik scheidet ganz aus, ganz mies, kostet nur Energie und bringt nix.
Alex
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