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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Learning to ski!


Keyser Soze
01.12.2003, 07:45
Ich möchte gerne Skifahren lernen…allerdings nur mit dem Ziel, Skitouren zu unternehmen. Gegen das Pistenskifahren habe ich persönlich eine sehr starke Abneigung, v.a. weil ich den Trubel nicht ausstehen kann.

Dazu ein paar Fragen an die Kenner:
Ist es erfolgversprechend, die Sache abseits der Piste zu erlernen (wie es die Pioniere ja auch gemacht haben)?
Falls ein Beginn auf der Piste zwingend notwendig ist: Kann man dazu bereits Tourenski/-bindung verwenden?
Ist es realistisch, sich die Sache selber beizubringen, oder ist eine Schulung unumgänglich?
Wie lange Pistenerfahrung dürfte nötig sein, bevor man einen einfacheren Tiefschneehang meistern kann?

Danke! KS

Becks
01.12.2003, 10:27
Imo (als Nicht Skilehrer):

Erst mal rauf auf eine Piste und dort lernen. Man bekommt schneller ein gefühl für die Latten wenn sich weniger Hindernisse in den Weg stellen (Tiefschnee, Hügel, Bäume), der Hang ist erst mal Herausforderung genug.
Wenn man dann die grundlegenden Dinge halbwegs beherrscht kann man sich natürlich auch mal neben die Piste in den Schnee reintrauen. Dazu einen mäßig steilen Hang suchen der zudem gleichmäßig verschneit ist - mit Harsch, wechselndem Untergrund usw. ist es schwer ein gefühl zu bekommen.
Und ja, man kann dazu Tourenskier verwenden. Die heutigen besseren Bindungen (z.B. Titanal 3 von Diamir) sollten sowas aushalten, die Skier sowieso.

Man kann sich Ski fahren selber beibringen, allerdings ist es mühsamer als in einer Schule. Die Lehrer haben einen Blick dafür was man falsch macht und inwelcher Reihenfolge man den Leuten etwas beibringt.

Alex

-CaRsTeN-
10.12.2003, 23:06
Hallo,

deine Einstellung zum Trubel verstehe ich sehr gut. Allerdings würde ich Becks recht geben und sagen, dass man das Skifahren auf einem flachen plattgewalzten Hang wesentlich besser lernen kann. Tiefschneefahren ist nicht so einfach wie es aussieht, da sollte man schon recht sicher auf den LAtten draufstehen, denn sonst kann das nervig sein (Stichwort: Skisuche im Tiefschnee :)) Empfehlen würde ich daher, zumindest einen sicheren parallelen Schwung, den man so nach 5 Tagen können sollte, zu beherrschen und dann mal nen Ausflug in den Tiefschnee zu machen .

Gruss
Carsten

gi
11.12.2003, 17:42
deine Einstellung zum Trubel verstehe ich sehr gut. Allerdings würde ich Becks recht geben und sagen, dass man das Skifahren auf einem flachen plattgewalzten Hang wesentlich besser lernen kann. Tiefschneefahren ist nicht so einfach wie es aussieht, da sollte man schon recht sicher auf den LAtten draufstehen, denn sonst kann das nervig sein (Stichwort: Skisuche im Tiefschnee ) Empfehlen würde ich daher, zumindest einen sicheren parallelen Schwung, den man so nach 5 Tagen können sollte, zu beherrschen und dann mal nen Ausflug in den Tiefschnee zu machen .

Also auf der Piste lernen ist klar.

Kannst du Snowboarden?
IMHO ist Carstens Prognose mit 5 Tagen ziemlich gewagt. Ohne dir Angstmachen zu wollen: Skifahren lernen und dann auch _richtig_ in Steilhängen, auf Eis im Harsch, Firn und Tiefschnee fahren zu können, dafür brauchts viel Übung und Zeit!

-CaRsTeN-
11.12.2003, 19:45
Mit Parallelschwung meine ich nicht im Eiltempo die Piste runter heizen, sondern langame parallele Schwünge. Schwarze Pisten, die vielleicht noch vereist sind, sind nicht unbedingt machbar.... ;)

Richtiges Skifahren kann man meiner Meinung nach nach 3-4 Skiurlauben zu je einer Woche :)

Corton
11.12.2003, 19:57
Vielleicht hilft Dir für den Einstieg folgender Link

http://www.sportunterricht.de/ski/index.html

Meine Eltern haben mich mit 6 oder 7 (zum Glück mit Helm) auf n Berg gestellt, mir Ski angeschnallt, Stöcke in die Hand gedrückt und mich dann einfach mal angeschoben - auch ne Art Ski-fahren zu lernen. :bash:

Wenn der ganze Spaß nur nicht so teuer wäre... :(

Corton

Keyser Soze
16.12.2003, 20:22
@Corton: Danke für den Link!

@Carsten: 3-4 Wochen auf der Piste - das würde ich nimmer überleben. Ich würde mich vorher zu Tode nerven!!

@gi: Snowboarden njet - lernt sich das leichter als Skifahren?

Fazit scheint zu sein, dass ich wohl besser bei Winterwandern / Schneeschuhen bleibe.

gi
16.12.2003, 21:05
Viiiel leichter als Skifahren.


Richtiges Skifahren kann man meiner Meinung nach nach 3-4 Skiurlauben zu je einer Woche

Ich würde nicht behaupten, dass man nach 4 Skiurlauben schon _richtig_ (was ist richtig?) Skifahren kann. Und vor allem bei einer Woche Skifahren und dann das ganze Jahr nicht, würd ich sagen, schafft mans nicht in 4 Jahren. Ausser man ist ein naturtalent

Es sei noch dazugesagt: ich weiß nicht, ob es sich als Erwachsener leichter lernt als als Kind, IMHO aber nicht.

@Keyser Soze
Lass dich aber von mir nicht abschrecken. Zugegeben: Gut Skifahren ist nicht das leichteste, aber wenn du Radfahren gelernt hast, warum nicht auch Ski?! ;) Häng dich rein, übe, übe, übe, (investiere - leider) und vor allem: TRAU DICH! Stell dich dem Hang! Solange die Bindung richtig eingestellt ist, und du nicht mit 100 Sachen runterbretterst oder unter einer Kuppe stehen bleibst.... ist ein Sturz nicht weiter tragisch. Aufstehen und weiter! Nur Mut, du schaffst das! 8)

LuNAtiC
16.12.2003, 21:27
Häng dich rein, übe, übe, übe, (investiere - leider) und vor allem: TRAU DICH! Stell dich dem Hang! Solange die Bindung richtig eingestellt ist, und du nicht mit 100 Sachen runterbretterst oder unter einer Kuppe stehen bleibst.... ist ein Sturz nicht weiter tragisch. Aufstehen und weiter! Nur Mut, du schaffst das! 8)

mut ist gut, aber hochmut ist schlecht.. grad in den ersten drei tagen ist
die verletzungsgefahr am höchsten, da sich die nötigen muskelpartienen noch nicht aufgebaut haben. selbst mit ner guten bindung kann man sich zerrungen holen.
tag 1. - baby hügel
tag 2. - ne breite blaue piste
tag 3. - alle blauen eventuell eine rote probieren.

tiefschnee kannst du dann auch gern probieren wenn du gescheit zum stehen kommst ohne schneepflug. fallen tutst du da immer weich... solang du dich von bäumen felden abgründen und eis fernhälst :-)

snowboard ist nicht schwer. du brauchst halt nur jemanden, der die geduldig nen tag die bewegungen erklärt.. spätestens am dritten tag
machts klick und du kannst fahren.

Aoraki
17.12.2003, 08:50
Hallo Keyser,

Skifahren selbst beibringen halte ich für ziemlich unrealistisch, dafür ist es technisch meines Erachtens zu schwierig. Und als Erwachsener tut man sich, wie gi schon bemerkte, noch mal etwas schwerer.

Wenn Du über das nötige Kleingeld verfügst, kannst Du natürlich Privatstunden nehmen. Dann geht es etwas schneller und der Nervfaktor verkleinert sich vielleicht etwas.

Aber wenn Du Dir einen kleinen, feinen Wintersportort suchst, ohne wummernde Pistenbars und gröhlende Touristen, ist es sowieso nicht so wild. Und Du wirst so beschäftigt sein, Arme und Beine auf Kurs zu halten, daß Du gar nicht mehr dazu kommst, genervt zu sein :)

Ich würde es einfach mal mit einem Anfängerkurs versuchen. Wenn Dich das Drumherum doch zu sehr nervt, kannst Du ja jederzeit aussteigen und versuchen, auf eigene Faust weiterzulernen.

Viel Erfolg,

Sylvia

dike
17.12.2003, 08:57
Wie steht es denn mit Ski-Langlauf bei Dir?

Dauert zwar auch Zeit, bis man es erlernt, aber die Möglichkeit der Selbstschulung ist besser.
Ferner passt es auch zu Deinen "Alleinsein"-Vorstellungen.

Wenn Du Langlauf kannst, fällt Dir die Abfahrt sicherlich auch nicht mehr schwer.

DiKe

Becks
17.12.2003, 08:59
Skifahren selbst beibringen halte ich für ziemlich unrealistisch, dafür ist es technisch meines Erachtens zu schwierig. Und als Erwachsener tut man sich, wie gi schon bemerkte, noch mal etwas schwerer.


*g* Das geht schon, dauert allerdings etwas länger als in einem Kurs und man sollte genügend Salben gegen Prellungen daheim haben. Ich hab die Sache jedenfalls durch abgucken (während ich im Lift nach oben gondelte) und ausprobieren gelernt. Einen Freund von mir haben se einfach oben an ne schwarze Piste gestellt und runtergeschmissen. Als er unten ankam konnte er auf Skiern rutschen und fahren, dafür war ein Arm komplett blau geschlagen.

Wichtig is imo nur dass man sich die ersten Abfahrten nicht übernimmt. Mit kalter unaufgewärmter Muskulatur prellt man sich leicht alles. Hatte letzten Winter während der gesamten Saison Probs mit ner geprellten Schulter weil ich bei der ersten Abfahrt zu sehr aufgedreht habe und prompt mit einem bösen Überschlag auf der Piste gelandet bin.
Ich hoff ich bin dieses Jahr schlauer *g*

Alex

Flachlandtiroler
17.12.2003, 09:10
[Ski-Langlauf] Dauert zwar auch Zeit, bis man es erlernt, aber die Möglichkeit der Selbstschulung ist besser.
Vor allem kein Frust -- draufstellen, loslaufen.
Wenn Du Langlauf kannst, fällt Dir die Abfahrt sicherlich auch nicht mehr schwer.
:o Was verstehst Du unter Langlauf "können"? :o
Also ich fahre seit Jahren LL und komme auch (fast :bg:) überall runter, aber die Bewegungen sind doch ganz andere. Bei klassischer (Diagonal-)Technik ist doch außer dem Schneepflug nichts für die Abfahrt verwendbar.

Aoraki
17.12.2003, 09:10
Gut, die rabiaten Männermethoden habe ich jetzt mal unberücksichtigt gelassen :) :) :)

Ich habe mit zehn Jahren Sikfahren gelernt und behaupte in aller Bescheidenheit, daß ich nicht die unbegabteste im Anfängerkurs war :) . Trotzdem habe ich nach einer Woche Anfängerkurs meine erste rote Piste praktisch nur auf dem Hosenboden rutschend gemeistert. Nach meinem ersten Vormittag im Fortgeschrittenen-Kurs habe ich im Schnee gesessen und geheult, weil ich dachte, das packst Du nie :ill: Gut, es ging dann natürlich doch irgendwann und bislang auch ohne Hals- und Beinbruch...

Aber mit diesen Erinnerungen im Hinterkopf und dem, was ich von Freunden gehört habe, die sich erst im höheren Alter auf die Piste gewagt haben, würde ich auf alle Fälle für einen Kurs plädieren, es sei denn, man kennt jemanden, der die Geduld und Begabung besitzt, es einem beizubringen.

Sylvia

dike
17.12.2003, 09:18
[Ski-Langlauf] Dauert zwar auch Zeit, bis man es erlernt, aber die Möglichkeit der Selbstschulung ist besser.
Vor allem kein Frust -- draufstellen, loslaufen.
Wenn Du Langlauf kannst, fällt Dir die Abfahrt sicherlich auch nicht mehr schwer.
:o Was verstehst Du unter Langlauf "können"? :o
Also ich fahre seit Jahren LL und komme auch (fast :bg:) überall runter, aber die Bewegungen sind doch ganz andere. Bei klassischer (Diagonal-)Technik ist doch außer dem Schneepflug nichts für die Abfahrt verwendbar.
Fand ich nicht. Ich hatte mit Skilanglauf begonnen und somit schon einen gewissen Vorteil beim Erlernen der Abfahrtstechnik. Denke schon, dass sich da einiges gewinnen läßt. Der Schneepflug ist ja in der Anfangsphase nicht unwesentlich.

Ferner sah sein Wunschprofil auch eher nach Langlauf aus. Und für Alpine Skitouren muss er ja auch ein bischen vorwärts rutschen können.

DiKe

Flachlandtiroler
17.12.2003, 09:30
Ich hatte mit Skilanglauf begonnen und somit schon einen gewissen Vorteil beim Erlernen der Abfahrtstechnik. Denke schon, dass sich da einiges gewinnen läßt. Der Schneepflug ist ja in der Anfangsphase nicht unwesentlich.
ACK, ich muß dazu sagen daß ich nicht alpin skilaufen kann.
Ferner sah sein Wunschprofil auch eher nach Langlauf aus. Und für Alpine Skitouren muss er ja auch ein bischen vorwärts rutschen können.

Jo, Skitouren würden mich auch reizen. Das Problem: Ich hasse den ganzen Pistenski-Zirkus (...). Glaube aber nicht, daß man Tiefschnee-Abfahren in ein, zwei Wochen pro Jahr lernt, ohne zumindest mal "richtig" Pistenski zu können.

Gruß, Martin

Corton
17.12.2003, 09:35
Einen Freund von mir haben se einfach oben an ne schwarze Piste gestellt und runtergeschmissen. Als er unten ankam konnte er auf Skiern rutschen und fahren, dafür war ein Arm komplett blau geschlagen.
:bg: :bg: :bg:

Wobei die "schwarzen" Pisten in Österreich (Sölden, Ischgl,...) in Zermatt noch unter die Rubrik "blau-rot" fallen würden. Kennt zufällig jemand die Abfahrten am Stockhorn? OK - man muss der Fairness halber eingestehen, dass es sich dabei nicht mehr um schwarze Pisten, sondern um "Abfahrtsrouten" handelt. :wink:

http://bergbahnen.zermatt.ch/graphics/skigebiet/skiplan-1600x1024.jpg (372k!)

Corton

Flachlandtiroler
17.12.2003, 09:38
Kennt zufällig jemand die Abfahrten am Stockhorn?
[OT]
Jau, hier, ich! :) Bin schon 2x auf dem Stockhorn (der Gipfel etwas weiter oberhalb) gewesen, haben sogar bereits mal in der Bergstation biwakiert... btw.: Sieht nicht so aus, aber der Aufstieg von Zermatt aufs Stockhorn ist eine landschaftlich hervorragend schöne Tour, wenn gleich recht lang.
[edit]Achso, war natürlich im Sommer... :bg:[\edit]
[\OT]

Nicht übertreiben
17.12.2003, 09:52
Ich fange auch gerade an Alpinski zu lernen. Viele Leute die wirklich gut Ski fahren (Pisten mit 15m reinspringen und son Kram...) haben wir dringend dazu geraten einen Kurs zu besuchen. Man kommt sonst zwar irgendwie runter, aber man ist wesentlich eleganter und kraftsparender mit der richtigen Technik unterwegs.

Ich bin bisher nur 2 Tage Ski gefahren. Einmal in Geilo (Norwegen) und einmal in Sölden (Österreich). Ich kann mich da Cortons Beurteilung nur anschließen. Die roten Pisten in Sölden sind im Vergleich mit den blauen Pisten in Geilo wirklich flach und einfach. Ich komme inzwischen zwar ne rote Piste (in beiden Skigebieten) runter, aber wenn ich das Geld und die Zeit haben sollte werde ich auf jeden Fall einen Kurs machen um die Technik vernünftig zu lernen.

Ich denke übrigens schon, dass Langlaufkenntnisse das Alpinskifahren erleichtern. Man bekommt auf jeden Fall ein Gefühl fürs "Rutschen" und für die Ski. Ich glaube kaum, dass, wenn ich nicht schon Langlauf gekonnt hätte, mein erster Tag mich ne rote Piste runtergeführt hätte...

Thorben

Corton
17.12.2003, 09:55
@ Flachlandtiroler

Bist Du dann auch schon mal die Piste, die im Plan unter der Nummer "6a" läuft mit Deinen Langlaufskiern ( :) ) runtergefahren? :bg: Da steht "Buckelpiste" - IMHO eine zarte Umschreibung von dem, was man da tatsächlich vorfindet. Auch ziemlich cool: Der Gipfelhang am Mont Fort in Verbier (CH) - geradezu optimal für Anfänger! :bg:

Guckst Du hier (http://www.televerbier.ch/images/print_pano.jpg)... Hab Martins Link übernommen

Gruß,
Corton * den Thread zu einem allg. "Skifahren"- Thread ausbauend *

Flachlandtiroler
17.12.2003, 10:02
[großes OT]
Bist Du dann auch schon mal die Piste, die im Plan unter der Nummer "6a" läuft mit Deinen Langlaufskiern ( :) ) runtergefahren? :bg: Da steht "Buckelpiste" - IMHO eine zarte Umschreibung von dem, was man da tatsächlich vorfindet.
Also mit normalen Bergschuhen war's überhaupt kein Problem, weiß garnicht was Du hast :roll:
Auch ziemlich cool: Der Gipfelhang am Mont Fort in Verbier (CH) - geradezu optimal für Anfänger!
Das haben wir uns im Sommer erspart, sind lieber über den Col Louvie gegangen. (Ist auf dem großen Panorama (http://www.televerbier.ch/images/print_pano.jpg) zwischen Mont Fort und Rosablanche.)
[\großes OT] ;-)

MaMa
17.12.2003, 10:07
kleines OT:

*g* Das geht schon, dauert allerdings etwas länger als in einem Kurs und man sollte genügend Salben gegen Prellungen daheim haben. Ich hab die Sache jedenfalls durch abgucken (während ich im Lift nach oben gondelte) und ausprobieren gelernt. Einen Freund von mir haben se einfach oben an ne schwarze Piste gestellt und runtergeschmissen. Als er unten ankam konnte er auf Skiern rutschen und fahren, dafür war ein Arm komplett blau geschlagen.

Hatte letzten Winter während der gesamten Saison Probs mit ner geprellten Schulter weil ich bei der ersten Abfahrt zu sehr aufgedreht habe und prompt mit einem bösen Überschlag auf der Piste gelandet bin.
Alex

Aus Unwissenheit und Arroganz andere Leute gefährdene Personen.
Skilifte (Aus "Geiseln des Outdooruniversums")

Skilifte:
Bringen ebenso wie Kabinenbahnen allgemein zu viele Leute nach oben die imo dort nichts verloren haben.

Das verursacht schon ein kleines :lol: bei mir. Alles, worüber man als "Crack", Erfahrener, Fortgeschrittener etc. heute flucht und lästert war in der Learner-Phase mal sehr willkommen.

Zurück zum Skifahren lernen:
Um eben dieses unkontrollierte den-Hang-runter-schlittern einigermaßen zu vermeiden, sollte man auf jeden Fall nen Kurs belegen. Ein Skilehrer kann das Übungsgelände dem Können gemäß auswählen, ein Skilehrer+ Gruppe ist für andere erkennbar, so daß diese einen grossen Bogen drum rum machen können. Somit ist beiden geholfen. Die auf-eigene-Faust-Lerner sind oft nicht gleich als solche erkennbar, sondern erst wenn sie hilflos nen Steilhang runterrutschen, in den sie sich verirrt haben. Und das find ich ziemlich verantwortungslos...

Corton
17.12.2003, 10:25
Um eben dieses unkontrollierte den-Hang-runter-schlittern einigermaßen zu vermeiden, sollte man auf jeden Fall nen Kurs belegen. Ein Skilehrer kann das Übungsgelände dem Können gemäß auswählen
100% Zustimmung - ein Skilehrer kann darüber hinaus auch noch Fehler viel schneller abstellen als man dazu selbst in der Lage wäre. Wenn ich noch mal nen Skikurs mache, würde ich mir übrigens auch nen Zeitpunkt raussuchen, an dem es kalt
(--> Schneebeschaffenheit) und sonnig ist, nachdem es gerade frisch geschneit hat. Nichts tötet die Motivation mehr als vereister (Schneekanonen :bash: ) Altschnee und Nullsicht. :wink:

Corton

-CaRsTeN-
17.12.2003, 11:21
Hallo Keyser,

Skifahren selbst beibringen halte ich für ziemlich unrealistisch, dafür ist es technisch meines Erachtens zu schwierig. Und als Erwachsener tut man sich, wie gi schon bemerkte, noch mal etwas schwerer.



Das würde ich nicht unbedingt so stehen lassen. Ich hatte am Anfang einen drei tage dauernden Skikurs und das wars. Abgesehen von den ersten Pflugkurven wurde mir nichts beigebracht. Alles andere war learning by falling ... eh ... doing :)

Kleine Anmerkung noch zu deiner genervtheit beim Pistentrubel. Such dir halt ein Skigebiet aus, das nicht unbedingt so überlaufen ist. Es muss ja nicht gleich Sölden oder Ischgl sein. Und wenn du in der Nebensaison fährst, können auch diese Ort leere Pisten haben. Ich war letztes Jahr mitte Januar in Sölden für ein Wochenende und die Pisten waren leer. Wobei ich mit leer wirklich leer meine. Selbst an den kritischen Liften konnte man quasi in den Sessellift reinspringen ohne anzuhalten... naja, wenn die Kartenkontrollstationen nicht gewesen wären :D

Gruß
Carsten

Corton
17.12.2003, 11:55
Häufigste Fehler, die man immer wieder sieht:

- zu viel Rücklage. Du musst neutral auf dem Ski stehen oder das Gewicht etwas nach vorne verlagern. In Rücklage lässt sich der Ski nur sehr schwer steuern/drehen.

- Oberkörper in Richtung Berg. Der Oberkörper muss immer in Richtung des Schwungs (Tal) gedreht sein

- mangeldes Aufkanten vor der Schwungauslösung

- zu wenig ausgesprägte aktive Tief (Schrägfahrt) - Hoch (Schwungauslösung, Ski entlasten, drehen) - Tief (Schwung sauber aussteuern) - Bewegung - IMO das A&O schlechthin! Die Entlastung kannst Du durch kräftigen (talseitigen) Stockeinsatz unterstützen.

Gesagtes gilt zunächst mal für präparierte Pisten und Parallelschwung-Technik. Im Tiefschnee fährt man wieder anders - krieg ich allerdings (besonders bei Harsch) auch nicht auf die Reihe --> Typ "Schneefresser"... :) Wichtig ist auf jeden Fall auch ne gut trainierte Beinmuskulatur, wenn Du längere Zeit technisch sauber fahren willst. Bist Du schlecht trainiert, brennen Dir nach kurzer Zeit die Oberschenkel durch. :)

Corton

MaMa
17.12.2003, 12:09
Bist Du schlecht trainiert, brennen Dir nach kurzer Zeit die Oberschenkel durch. :)
Corton

Das sind dann die, die auf halber Strecke in die Schussfahrt übergehen...meist im out-of-control-modus.

Becks
17.12.2003, 12:11
kleines OT:

Aus Unwissenheit und Arroganz andere Leute gefährdene Personen.
Skilifte (Aus "Geiseln des Outdooruniversums")

Skilifte:
Bringen ebenso wie Kabinenbahnen allgemein zu viele Leute nach oben die imo dort nichts verloren haben.

Das verursacht schon ein kleines :lol: bei mir. Alles, worüber man als "Crack", Erfahrener, Fortgeschrittener etc. heute flucht und lästert war in der Learner-Phase mal sehr willkommen.



Zu 2: jau, ich benutz die Dinger um schneller lernen zu können wie man von ihnen weg kommt. Die Tendenz ist glaub ich jedoch nicht bei jedem am Hang so ausgeprägt :)

Und zu 1:
Wenn ich ne Piste runterfalle kann ich mich benehmen und bau keinen Müll wie z.B. mitten auf der Piste hinter einer Kuppe hinsitzen und Pause machen. Wenn es mich fetzt bin ich selber Schuld und gefährde erstmal meine eigenen Knochen. Wer aber nicht einmal die einfachen Regeln beachtet die überall in jedem Skigebiet aushängen gehört für mich in die Kategorie "andere gefährdend".

Alex

Corton
17.12.2003, 12:12
Das sind dann die, die auf halber Strecke in die Schussfahrt übergehen...meist im out-of-control-modus.

... und dann kommt irgendwann die Baumgrenze ... :bg:

Nicht übertreiben
17.12.2003, 13:31
Bei meiner ersten (also wirklich der allerersten!) Abfahrt befand ich mich nach relativ kurzer Zeit auch im out-of-control-modus. Plötzlich steht da dann plötzlich vor mir ein Snowmobil mit Anhänger quer auf der Piste, der Typ davor wedelt wild mit den Armen und schreit immer ich solle sofort anhalten sie würden einen Film drehen...und das in ner Situation wo ich froh war noch auf den Ski zu stehen :bash: ich hab dann nur kurz geguckt welcher Rand weicher aussah und mich dann hingabevoll ner Schneewehe anvertraut...

Der Typ hat doch ein wenig verunsichert geguckt :bg:

Thorben

PS: Das ganze war unterhalb der Baumgrenze, wie ich es geschafft habe trotz flatternder Ski die Richtung am Pistenrand zu ändern ist wir bis heute nicht ganz klar - reiner Überlebensinstinkt...

Corton
17.12.2003, 14:02
Wenn ich ne Piste runterfalle kann ich mich benehmen und bau keinen Müll wie z.B. mitten auf der Piste hinter einer Kuppe hinsitzen und Pause machen.
Genau solchen Experten bin ich mal Vollkontakt-mäßig begegnet. Sie (2) standen direkt unterhalb einer Kuppe mitten auf der Piste und das auch noch bei schlechter Sicht. Leider war zu allem Übel meine Brille noch etwas beschlagen... Na ja - jedenfalls hab ich die beiden sauber abgeräumt und war danach auch noch selbst im Krankenhaus (Schulter ausgekugelt) - so macht Skifahren Spaß! Es waren übrigens 2 Engländer, die mit Brettern an den Füßen fast genauso gefährlich wie Holländer sind. :-?

@ Nicht übertreiben

:D

alaskawolf1980
09.01.2004, 14:52
Auf einer schönen präparierten Piste zu lernen ist viel effektiver als im Gelände. Um ein Gefühl für den Ski zu bekomme, sollte man beim Lernen nicht ständig Steine in den Weg gelegt bekommen. Also rauf auf die Piste.

Zum Trubel: Trubel muß nicht sein. Es gibt Skigebiete die nicht so überfrequentiert sind. Und es gibt die guten großen Skigebiete wie Sölden z.B. wo es zu bestimmten Zeiten einfach paradiesisch leer ist. Habe ich selbst vor Weihnachten erlebt. Traumhaft.

Piste ist nicht gleich Trubel. Nicht pauschalisieren.

Julia
04.02.2004, 16:03
Ich hab das so verstanden, dass die Schneeschuhe gegen Skier getauscht werden sollen. Und da vielleicht in erster Linie Langlauftraining wichtig, wenn man auch zweifellos das Abfahren etwas beherrschen sollte (am besten im telemark, der eignet sich für unebenes und ungleichmässiges Gelände, sprich Tiefschnee-Harsch-Tiefschnee-Harsch, am besten).

Ich würde vorschlagen, mit Alpin anzufangen (so habe ich es gemacht) und dann die Alpinskier gleich gegen vernünftige Tourenski tauschen, mit denen Du dann das "Geradeausskilaufen" noch ein wenig besser üben kannst (tauschst Du dann die Tourenski irgendwann mal gegen Loipenskier aus, bist Du auch gleich in der Loipe fit).

Mit ordentlichen Tourenskiern (Stahlkanten, etwas Schwung und Spannung) kannst Du, wenn Du der ferse ordentlich Gewicht gibst, wenn auch nicht ganz parallel, so doch mit Umsetzen auch beinahe elegant jede Piste runter. Ganz zu schweigen wenn man Telemark kann. Das geht mit jedem Tourenski, ist das Einzig vernünfige im Gelände (Schneepflug kann man da oft vergessen) und sieht einfach toll aus...

Nicht übertreiben
04.02.2004, 16:34
@ julia: Du mußt "Tourenski" und "Tourenski" unterscheiden. Hier in den Alpen versteht man da was anderes drunter als in Norwegen! :bg:

Ich hab übrigens am letzten Samstag meine ersten schwarzen Pisten bewältigt (Mit Alpinski). Im Prinzip muss man sich nur trauen....

Erste Tiefschneeversuche waren auch fällig...erst fällt man im Tiefschnee ständig weil die Technik nicht stimmt und wenn man dann den Bogen ein kleines bisschen raus hat und wieder auf die Piste zurück kommt packts ein da hin :bash:

Thorben

Shirkan
04.02.2004, 16:46
Tiefschneefahren bedeutet doch nur das man das Gewicht nach hinten verlagert, damit die Skispitzen aus dem Schnee rausgucken und man somit besser Kurven fahren kann

Aber irgendwie ist das mächtig anstrengend sein Gewicht so dauernd zu verlagern

Hab dieses Jahr in Tschechien auch endlich die schwarze Pist dort ohne große Angst dutzende Mal bewältigt!

Nicht übertreiben
04.02.2004, 16:55
Genau, nur das Gewicht nach hinten verlagern...mach das dann mal auf der normalen Piste... :bg:
Bei richtigem Tiefschnee ist es wirklich gar nicht so schwer, aber wenn Harsch oben drauf ist :bash: irgendwie fahren die Ski mal oben, mal unten, mal auf verschiedenen Etagen...keine Ahnung wie oft ich im Schnee lag, aber das klappt definitiv noch gar nicht :cry:
Naja, wird schon besser werden, noch kann ich meine Skitage an einer Hand abzählen...es besteht also noch Hoffnung!

alaskawolf1980
04.02.2004, 18:20
Tiefschneefahren würde ich auch mal gerne austesten. Sieht toll aus, aber ich kann mir vorstellen, dass es nicht sehr einfach ist. Die Springen oftmals aus dem Schnee heraus und drehen sich etwas und sinken wiedr ein.
Aber wo kann man sowas schonmal üben? Ich werde nicht abseits der Pisten fahren, da ich schon miterlebt habe, was da passieren kann. Ich habe die Toten nicht direkt gesehen, aber ich stand an der Verschüttung und habe in den Nachrichten gehört dass es Tote gab. Und nur weil jemand nur etwas von den präparierten Pisten weggefahren ist.

Braucht man für Tiefschneefahren bestimmte Ski? Sicherlich längere oder?

Nicht übertreiben
05.02.2004, 08:26
Ich glaube die richtigen Tiefschneeski haben vor allem breitere Schaufeln um besser aufzuschwimmen. In einigen Skigebieten gibt es übrigens extra Tiefschneepisten.

Julia
05.02.2004, 09:51
Du mußt "Tourenski" und "Tourenski" unterscheiden

OK, dann klärt mich mal auf. Ich verstehe unter Tourenski (=Fjellski) BC-Skier wie die Tourcap99 von Fischer...

Wenn's hier um richtige Bergtouren geht, sind sicher Randonné-Skier angebracht (mit hochstellbarer Steigbindung und Steigfellen). Aber dafür muss man schon ein ordentliches Ass im Abfahren sein (jahrelang regelmässig und viel auf der Piste gestanden haben)! (Telemark geht hier auch, aber da bewegen wir uns wieder in den High-Tech-Bereich der Skiwelt mit Plastikspezialschuhen und allem möglichen.)

Nicht übertreiben
05.02.2004, 09:56
Es gibt halt die nordischen Tourenski, also Fjellski und die Tourenski in den Alpen, das sind im Prinzip Abfahrtski mit modifizierter Bindung die auch zum Laufen hinten gelöst werden kann. Dazu dann Plasikstiefel die man ebenfalls zwischen "gehen" und "abfahrt" umstellen kann. Da die Ski wie Abfahrtski gebaut sind kommst Du in der Ebene/Bergauf nur durch skaten oder mit Fellen vorwärts. Außerdem wiegen die Dinger ordentlich...wenn es steil Bergab geht hat die Bindung natürlich ihre Vorteile, um "Strecke" zu machen eher ungeeignet.

Ruinengeist
02.03.2004, 13:38
Was schlagt ihr vor, wenn man Skifahren für Skitouren lernen will, einem aber alle Abfahrtskikurse um vieles zu teuer sind?

Flachlandtiroler
02.03.2004, 14:10
Was schlagt ihr vor, wenn man Skifahren für Skitouren lernen will, einem aber alle Abfahrtskikurse um vieles zu teuer sind?
Das habe ich mich auch schon öfters gefragt, weniger wegen den Kosten sondern weil ich den Pistenzirkus nicht auch noch unterstützen will.
Fürchte das es für _alpine_ Skitouren aber keinen anderen Weg gibt, als erstmal "richtig" Skifahren auf der Piste zu lernen. Ohne Kurs heißt erstmal, daß Du bedeutend länger brauchst; dazu sollte man öfters im Jahr die Gelegenheit zum Skifahren haben...
Sowas wie 'ne Fjelltour oder eine (LL-) Skiwanderung traue ich mir nach ein paar sporadischen Ausflügen mit Langlaufskiern schon zu. Werde jetzt ja sehen, inwieweit Schneeschuhe da ein Ersatz sind...

Gruß, Martin

Ruinengeist
02.03.2004, 15:30
@flachlandtiroler: Schneeschuhwandern würde mich auch sehr interessieren, einerseits wäre es nicht so wahnsinnig teuer und andererseits könnte man dem ganzen Pistenrummel ausweichen (finde ich auch sehr unangenehm und will ihn daher nicht unterstützen). Leider habe ich im Schneeschuhwandern keine Erfahrung. Wenn du das mal ausprobierst, würden mich deine Erfahrungen interessieren.

Flachlandtiroler
02.03.2004, 15:50
Leider habe ich im Schneeschuhwandern keine Erfahrung. Wenn du das mal ausprobierst, würden mich deine Erfahrungen interessieren.
Schon geschehen, siehe hier (http://forum.outdoorseiten.net/viewtopic.php/p.59309/highlight.schneeschuhe/#59309).
Zu lernen gibt's da nix, reintreten & loslaufen. Man sollte in Sachen Kraftersparnis keine Wunder erwarten, auf der Skala von "ohne Untersatz" bis "mit Tourenskiern" liegen Schneeschuhe bestenfalls in der Mitte, wenn's in den Tiefschnee geht.

Gruß, Martin

Ruinengeist
02.03.2004, 16:03
Danke für den Link. War sehr interessant :) . Muss mal Schneeschuhe mieten und das ausprobieren :wink:

Flachlandtiroler
02.03.2004, 16:17
Muss mal Schneeschuhe mieten
Wohnst Du im Revier
guckst Du hier (http://forum.outdoorseiten.net/viewtopic.php/t.3323/postdays.0/postorder.asc/start.0/). :)