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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Salzhaushalt auf Wanderschaft


telly
16.06.2003, 15:59
Hi Leute,

mir ist so die letzten Tage durch den Kopf gegangen, wie man es mit dem Salzhaushalt halten sollte, wenn man länger unterwegs ist.

Dass man möglichst viel trinken sollte, ist ja allgemein bekannt, aber wie verhält es sich mit den Salzen ?
Erste Frage die sich mir als Chemiker stellte, war: Ist der Körper (was das Salz angeht) nur auf Kochsalz bzw. iodiertes Kochsalz (NaCl) angewiesen, und reichen ihm andere Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium etc. in Spuren (zB. aus dem Essen, Trinkwasser) ? Oder sollte ich auch diese Elemente zusätzlich futtern (in Form von Mineraltabletten) ?
Zweitens muss ich überhaupt zusätzlich Salz aufnehmen auf Wanderschaft, oder ist Salz im Trinkwasser und im normal gesalzenem Essen genug ?

Ich weiss dass mein Pa auf seinen Marokkoreisen immer Tomaten mit seehr viel Salz gegessen hat um den Schweissverlust vom Salz auszugleichen.

Was meint ihr ?

azrael
16.06.2003, 19:24
ich denke mal in normal gesalzenem essen ist genug drinnen. eventuel nehme ich aber auch meine nächste (erste) tour auch ein multivitamin mineral usw komplex mit... schaden kann das bestimmt ned :D

mr.magoo
16.06.2003, 20:13
Hi,

ich bin der meinung, dass man auf touren bei großer hitze (wüste)
NaCl aufnehmen muß, da es mit dem Schwieß ausgeschieden wird.
Allerdings wird in der Niere möglichst vie Na zurückgehalten, was leider die K+ ausscheidung begünstigt.

man sollte also bei großer hitze und vielem schwitzen auf genügend K
in der nahrung achten. Salz kann auch nicht schaden, aber nicht zu viel, weil es denn auch ausgeschieden werden muß, wass wieder Wasserverlust bedeutet.

Soweit, wenn du genaueres wissen willst sag bescheid, dan kram ich in meinen Büchern.

Ben

Finn
17.06.2003, 02:17
Moin!

Ich nehme immer Multivitamintabletten mit. Ist so gut wie alles mit drin. Als essen nehme ich immer die normalen Nudelgerichte mit. Bisher bin ich noch nicht gestorben ;)

Gruß
Finn

Christian Wagner
17.06.2003, 04:51
Bisher bin ich noch nicht gestorben
Sicher? LOL

Becks
17.06.2003, 08:42
Auf Korsika mußten wir ab Tag 2 das Wasser salzen da wir ansonsten Magenkrämpfe bekamen.

Daher: Jo, Salz muß rein wenn man wirklich in großer Hitze unterwegs ist, salzreiches Essen hilft nicht.

Mit den Vitaminen wars kein Problem, da machen auch n paar Wochen nicht wirklich was aus.
Wie es mit Mg, Ca und anderen wichtigen Stoffen aussah weiß ich nicht da mir keine Wasseranalyse der Bäche aus denen ich getrunken habe vorliegt *g*. Gab jedenfalls keine Probleme (z.B. Muskelkrämpfe o.ä.).

Alex

Rüro
17.06.2003, 13:22
Hi,

wie hoch waren denn im Schnitt die Temperaturen auf Korsika?
Hat sich Dein Wüstenkopftuch ausgezahlt?

Cu, Mark

MarkusG
19.06.2003, 16:39
Dieser SPIEGEL _ Bericht passt von der Thematik, zumindest etwas entfernt, zum Thema:
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,253577,00.html

Marcel
21.06.2003, 12:47
Hallo!

Da wir ja fast alle mit Salz überladen sind, halte ich ein Zusalzen auf Touren (wenn es nicht gerade eine mehrmonatige Arktisexpedition ist) für Überflüssig.
Die großen Salzmengen die man anfangs beim Schwitzen verliert, sind Überschüsse. Ähnlich beim Fasten, wo man in den ersten Tages überschüssige Harnsäure ausscheidet. Der Körper reduziert die Salzausscheidung später.
Zusalzen ist bei ausreichender Versorgung durch mineralhatiges Gemüse überflüssig, sogar eher schädlich..., geschmacklich aber gewöhnungbedürftug... :-? .
Im nätürlichen Proteinverbund (im Gemüse ect.) enthaltene Mineralien sind für den Körper besser zugänglich, als z.B. Mineralpräparate...

Gruss
Marcel

telly
21.06.2003, 18:51
Sind wir das ?

ich dachte eigentlich wir wären dem grunde nach eher "untersalzen" naja..dann muss ich mir da also keine Gedanken drum machen.

Aber interessehalber, weiss jemand, ob mit Salz grundsätzlich nur Kochsalz gemeint ist oder Mineralstoffe allgemein, und wenn ja, bei welchen Mineralstoffen würde denn am ehesten eine Verknappung auftreten und von welchen Mineralstoffen haben wir auf jeden Fall genug ?

alfi
22.06.2003, 14:14
Hi Marcel,

du bist hier zwar der Experte aber bei uns ist der Begriff Hyponatriämie im Gegensatz zu Wüstengebieten nicht sehr geläufig. Wie ich schon an anderer Stelle geschrieben habe, ist die Ursache extremes Schwitzen (z.B. anstrengendes Wandern bei großer Hitze) und ausreichende Wasseraufnahme. Als Laie habe ich das so verstanden, dass der Körper aufgrund des Ionenmangels (Na), das Wasser nicht mehr ausscheiden kann - Wasserintoxikation.

@ telly
kurzfristig ist tatsächlich Kochsalz (NaCl) gemeint.

Alfons

Marcel
22.06.2003, 16:07
Hallo!

Hyponatriämie ist meist Folge einer ADH (antidiuretisches Hormon) vermittelten Reduktion der Wasserausscheidung. Die Ursachen hierfür sind z.B. dekompersierte Leberzirrhose, Nieren- und Herzinsuffizienz oder Hypovolämie.
Man kann hier noch eine Hyponatriämie mit Ödemen (bei Lebererkrankungen ect.), mit Volumenmangel (durch Erbrechen, Diarrhoe, Verbrennungen ect.), oder durch Medikamente, Schilddrüsenunterfunktion (mit normalem Flüssigkeitsvolumen) unterscheiden.
Wenn bei starkem Salz und Wasserverlust nur reines Wasser ersetzt wird, kommt es durch das verminderte Volumen zur Stimulation des ADH, was in der Niere verhindert, dass zuviel Wasser ausgeschieden wird.
Der Relative Natriummangel lässt nun dem osmotischen Gradienten entsprechend Wasser in die Körperzellen strömen. Es kommt zu zerebralen Symptomen (Benommenheit, Delirium), da die Zellen anschwellen..

Gruss
Marcel

telly
22.06.2003, 19:46
da setzt meine Frage an:

der osmotische Druck ist für jedes Ion ja anders. Treten nun diese Deliridingsbums in der Regel nur wegen Natrium-Ionenmangel (-> Kochsalz) auf, oder kann ich auch aufgrund fehlender Kalium-Ionen ins Delirium fallen ?
Kann soll hier heissen: kommt das real vor ?

Marcel
23.06.2003, 12:59
Hallo!

Der gesamtosmotische Druck ist bei der Entwicklung des Ödems entscheidend. Da spielen auch das Serum Eiweis (Albumin) eine Rolle, weshalb es bei der Lebererkrankungen auch zur Bauchwassersucht (Aszites) kommen kann.
Kaliummangel wird seher eher am Herzen (Extraschläge) bemerkbar machen, als am Hirn, wobei Reflexabschwächung und Verstopfungen/Antriebsschwäche einige Symptome sind.
Kaliummangel ist aber bei Gesunden kein problem, einfach ein paar Bananen essen...

Gruss
Marcel

Sir Vivor
23.06.2003, 19:25
Toll, und was heißt das jetzt für die Praxis (ohne daß ich jetzt meinen Pschyrembel rauskramen muß...) ??? :o

Sir Vivor

telly
23.06.2003, 20:01
was soll ein gesamt osmotischer Druck sein ?

fehlt dir ein Ion komplett im Wasser, welches in den Zellen vorkommt, blähen sie sich auf, so oder so (chemisch betrachtet)


blicke noch nicht ganz durch ;-)

Christian Wagner
24.06.2003, 16:31
Dass man möglichst viel trinken sollte, ist ja allgemein bekannt, aber wie verhält es sich mit den Salzen ?
Erste Frage die sich mir als Chemiker stellte, war: Ist der Körper (was das Salz angeht) nur auf Kochsalz bzw. iodiertes Kochsalz (NaCl) angewiesen, und reichen ihm andere Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium etc. in Spuren (zB. aus dem Essen, Trinkwasser) ? Oder sollte ich auch diese Elemente zusätzlich futtern (in Form von Mineraltabletten) ?
Zweitens muss ich überhaupt zusätzlich Salz aufnehmen auf Wanderschaft, oder ist Salz im Trinkwasser und im normal gesalzenem Essen genug ?

Ich hoffe ich kriege dass jetzt ohne Medizinerblabla hin, so dass die Verwirrung nicht noch grösser wird :bg: :

Also, beim Schwitzen wird vor allem Kochsalz mit ausgeschieden. ebenso sind die Blutspiegel von Magnesium bei Belastung erniedrigt. Wie stark die Salzverluste sind, ist individuell verschieden (hängt z. B. vom Trainingszustand ab) und vom wird vom Klima beeinflusst.

Kaliumzufuhr ist IMHO während der Belastung nicht kriegsentscheidend, und dürfte im Abendessen in ausreichender Menge vorhanden sein.

Kochsalz kann logischerweise mit der Nahrung zugeführt werden (evtl. eben einen Salzstreuer einpacken). Nachsalzen tut man dann eben je nach Lust und Laune. Der Körper wird einem schon durch entsprechenden "Salzhunger" auf eventuelle Mängel hinweisen.

Mit Magnesium ist es da schon schwerer. In normaler gesunder Mischkost ist es ausreichend vorhanden. Aber leider ist der meiste Trekkingfraß eben nicht so ausgewogen wie man es sich wünschen würde. Ein Paar Mg- Tabletten aus dem Supermarkt sind deshalb nicht wirklich verkehrt. Man kann sich diese dann (mit viel Flüssigkeit) reinpfeifen, falls Muskelkrämpfe (frühes Zeichen eines Magnesiummangeks) auftreten sollten.

Ob man den Ganzen Plunder jedoch braucht, muss man für sich selbst rausfinden. Wie schon gesagt, es gibt da offenbar sehr grosse Unterschiede.

Kurz zur Niere:
Die Niere hat entscheidenden Anteil am Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt. Grob gesagt, ich nehme jetzt mal an, dass ihr nicht an einer Nierenerkrankung leidet, hällt die Niere die Elektrolyte, welche im Körper fehlen zurück, und scheidet die, die zuviel sind aus. Deshalb müssen wir uns auch nicht gross mit irgendwelchen Salzmengen beim Essen rumärgern. Der Körper reguliert sich da schon ziemlich gut selbst.

Zum schluss noch etwas über Hitzeerschöpfung :ill: , welche auftritt, falls bei starkem Schwitzen zuwenig Flüsssigkeit und zuwenig Salze zugeführt werden. Die Gefahr dabei sind Bewusstseinsverlust und Kreislaufstillstand:

Warnzeichen: Schwächegefühl, Durst, Kopfschmerzen, Schwindel, Blässe, kalter Schweiß und Frösteln, Sehstörungen, Übelkeit :kotz: , schneller Puls.

Abhilfe: Ins Kühle/Schatten bringen, Beine hochlagern, viel trinken, Salz oder salzhaltige Speisen essen.

So, ich hoffe das nützt jetzt jemandem...... :bg:

mamaguru
23.10.2003, 22:16
[...] ein Zusalzen auf Touren (wenn es nicht gerade eine mehrmonatige Arktisexpedition ist) für Überflüssig. Die großen Salzmengen die man anfangs beim Schwitzen verliert, sind Überschüsse. [...] Der Körper reduziert die Salzausscheidung später. Zusalzen ist bei ausreichender Versorgung durch mineralhatiges Gemüse überflüssig, sogar eher schädlich..., geschmacklich aber gewöhnungbedürftug... :-? .
<Zitat> (http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3980247104/302-8289231-3628806)
Was geschieht beim Schwitzen?
Zum Schluss dieses Kapitels noch ein paar Worte zur Ausscheidung von Salzen durch die Haut. Dies geschieht vor allem, wenn wir uns viel bewegen. Nach weit verbreiteter Ansicht muss das Salz, da man beim Schwitzen ausscheidet, wieder ersetzt werden, weil der Körper sonst Schwach und im Magen nicht genug Salzsäure gebildet werden wird. Die Vertreter der Natural Hygiene, zum Beispiel BENTON (in THE LIFE SCIENCE HEALTH SYSTEM, S. 1185 ff.), dins der durch gründliche Beobachtungen untermauerten Meinung, dass ausgeschwiztes Salz nicht ersetzt werden sollte. Wenn sich jemand durch Obst. und Gemüserohkost ohne jede Zugabe von Kochsalz ernährt, leidet er keinen Mangel, sein Schweiß wird dann aber auch nicht salzig sein. Er wird auch nicht sauer sein, weil es keine Säuren auszuscheiden gibt, und die Ausdünstungen des Körpers werden wohlriechend sein. [...] Die durch Kochsalz aufgenommenen Chlorid-Ionen finden sich nicht in der Salzsäure des Magens wieder. Flüssigkeitsmangel des Körpers, wie er sich beim Schwitzen ergibt, sollte am besten durch Trinken von reinem Wasser oder durch das Essen von saftigem Obst ode durch verdünnte Obst- und Gemüsesäfte ausgeglichen werden.
</Zitat> (http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3980247104/302-8289231-3628806)

[...] geschmacklich aber gewöhnungbedürftug... :-? .
Hefeflocken! Allerdings nicht bei Candida albicans.

gruß
boris

Matchbox
24.10.2003, 11:18
guck mal die blöde ziege, die lutscht steine :ill:

mamaguru
24.10.2003, 11:39
guck mal die blöde ziege, die lutscht steine :ill:
Hmmm... also ich kann beim besten Willen keinen tieferen Sinn in dieser Aussage (also im Zusammenhang) finden. Magst du mir das vielleicht nochmal erklären? ;)

gruß
boris

Fabian Mayer
26.10.2003, 20:43
Die Indianer hatten kein Salz !
Ich denke es ist eine Gewöhnungssache. Kennt der Körper die enorme Salzzufuhr wie wir sie heute haben nicht, so kommt er mit weniger aus (in Fleisch, im Blut, in Pflanzen, usw. sind Salze).

Finn
27.10.2003, 01:53
Die Indianer hatten kein Salz !


Die Indianer wurden aber auch nicht annähernd so alt wie wir und hatten auch nicht die Möglichkeiten die wir heute haben. Weiterhin hatten die mit 30 auch keine Zähne mehr im Mund, was sicher nicht daran lag, dass sie zu viele Lollis gelutscht haben und sich danach nicht die Zähne putzten. Es hat sich in 100 Jahren eben viel geändert und das ist in einigen Bereichen mehr oder weniger gut.

Gruß
Finn

Fabian Mayer
27.10.2003, 18:03
Aber hallo, da liegst du ganz schön daneben mit dieser Pauschalisierung der Indianer. Im z.B. Nordamerika gab es viele Indianerstämme... Die Lebenserwartung der Indianer war sehr hoch, sogar bei den Inuits die sich alles andere als "ausgeworgen", wie wir es heute sagen würden, ernährten.
Hast du das Buch "Alsaska" von James A. Michener gelesen ? Da steht das mit der Lebenserwartung der Inuits. Vielleicht kannst du dir ausmalen was die Indianer in den "mäßigen" Klimazonen für Lebenserwartungen hatten.

Es gab nur ein Unterschied:
Wenn die Indianer merkten, daß sie nicht mehr die nötige Kraft zum Leben aufbrachten, dann gingen einige von ihnen in die Natur zum Sterben..

Heutzutage brauchen die Alten nicht mal mehr gehen zu können um "leben" zu können. Finn, ich rate dir Zivildienst im Altersheim zu machen, dann kannst du dir mal ansehen wie die Menschen dort leben.

..

Habt ihr das Buch "Das Ende der Natur" von Bill McKibben gelesen ?
Fabi

Matchbox
27.10.2003, 19:29
Finn, ich rate dir Zivildienst im Altersheim zu machen, dann kannst du dir mal ansehen wie die Menschen dort leben.

was soll der quatsch denn? :roll:

Finn
28.10.2003, 08:45
Moin,

kann man machen, man kann es aber auch sein lassen. Meine Mutter arbeitet im Altenheim und das schon seit mehr als 10 Jahren. Ich glaube ich weiß, wie die Menschen dort leben. Und, findest du es schlimm oder nicht?!?!

Gruß
Finn

Nicht übertreiben
06.11.2003, 09:10
Salzmangel tritt imo nicht nur in Wüstengebieten auf. Bei ner Wintertour haben wir mal an einem Tag nur 12 km geschafft und fühlten uns den ganzen Tag zum :kotz:

Dann abends Vorräte ausgepackt, den 500g-Beutel gesalzene Erdnüsse gesehen uns angeguckt und drüber hergefallen. Schon nach den ersten paar Nüssen ging es uns ziemlich schnell viel besser. Ich vermute mal, dass durch das andauernde Trinken von geschmolzenem Schnee unser Salzhaushalt ziemlich durcheinander geworfen worden ist.

Danach haben wir dann immer etwas Salz mit ins Esssen gegeben und hatten keine Probleme mehr...

Im Alltag ("normales Wasser, keine so starke Anstrengung etc.) nimmt man aber imoo eher zuviel als zuwenig Salz auf.

So, das war jetzt back topic und sollte vielleicht auch so weiter gehen?!

Thorben

Buschtrommler
06.12.2003, 17:22
hab mir wegen salz auch nie gedanken gemacht, bis ich nach mehreren monaten in schwarzafrika in nordghana ohnmaechtig umgefallen bin. ist mir zuvor nie passiert. das essen wurde nicht genug gesalzen und die anstrengung war zu gross. problem konnte aber schnell mit essennachsalzen und ein paar kokosnuessen behoben werden (in europa kann man zur not die kokosnuss auch weglassen :wink: ).
also auf langen anstrengenden touren lieber das essen ein bissl nachsalzen. kann nicht schaden.

Fabian Mayer
09.02.2004, 20:41
Hat denn schon mal jemand was von Peter Ferreira gehört ??
Er hat viel über Salz und Wasser gesagt.. Unser Salz ist ja meistens raffiniert (Natriumchlorid) und daher fast tod..

david0815
09.02.2004, 20:53
aaaarrrrrrrghhhhhhhhhhhhhh :o

Geht das in Richtung Parawissenschaften?
So mit Gedächtnis des Wassers und so?

*neugierig*

David

felö
09.02.2004, 21:03
@ Fabian

Zitat:
Unser Salz ist ja meistens raffiniert (Natriumchlorid) und daher fast tod..



Absoluter Quatsch, jeder weitere Kommentar erübrigt sich :bash: .

Felö

david0815
09.02.2004, 21:28
für alle die sich dafür interessieren:

http://www.tolzin.de/salz/

wenn´s jemanden interessiert würde ich ein paar Anmerkungen dazu machen.
Bin mal gespannt was es dazu für Meinungen gibt...

mfg

David

Christian Wagner
10.02.2004, 01:22
Also ich hab irgendwann aufgehöhrt zu lesen...


Von biologisch medizinischer Seite kann ich nur sagen, das dieser Text von vorne bis hinten jeglicher wissenschaftlichen Grundlage entbehrt. Völliger Humbug. Wenn nicht einige arme Tropfe auf solche Scharlatane reinfallen würden, und ihnen ihre sauer verdienten Kröten in den Rachen stopfen würden, dann könnte man ja drüber lachen. So machts einen jedoch nur wütend.

david0815
10.02.2004, 07:38
Das ist aber das Problem mit den Parawissenschaften.

Die Autoren besitzen die Gabe ihre Texte mehr als wissenschfaftlich fundiert scheinen zu lassen. In diesem Fall mixt der Autor wissenschaftliche Fakten (kubisches Kristallgitter, Ursprung des Lebens im Urozean) mit völligem Humbug. Und wenn das dann jemand liest der zum einen für so etwas empfänglich ist, und nicht den wissenschaftlichen Hintergrund das zu durchschauen sieht er es eben als Wahrheit an.
Oftmals werden auch einfach Fakten so hingebogen, dass es passt.

Kleine Geschichte am Rand: Ich war mit nem Geophysik-Prof von mir auf einem Wassersymposium. Dort wurde von einem Erfinder in Singapur erzählt der ein Auto erfunden hätte, dass mit Wasser statt Benzin fahre. Und zwar nutze es die Neutrinostrahlung um daraus Energie zu gewinnen! Völliger Humbug. In der Paus habe ich dann einen Teilnehmer der mir so erschien als hätte er Hirn zwischen den Ohren gefragt ob er daran glaubt.
Und was antwortet der mir darauf?
Ich glaube das nicht nur sondern war letzte Woche dort und habe mich davon überzeugt!!
Was macht man in so einer Situation? Ich konnte nicht anders als laut loslachen. Der Mann ist daraufhin ab. :bg:

so far

David

Nicht übertreiben
10.02.2004, 09:07
Ob Du es glaubst oder nicht, in der AutoBild haben sie ziemlich lange über den Typen berichtet. Bei dem haben sogar Autokonzerne wie BMW und VW angestanden um sein Auto zu bewundern und anscheinend hat er während ner 1000km Testfahrt wirklich nur Wasser in den Tank gefüllt und aus dem Auspuff ist auch nur Wasser rausgekommen.

Irgendwann war dann ne ganz kleine Notiz drin, dass es sich wohl um einen Betrüger handelt, leider stand nicht dabei wie er die Leute hinters Licht geführt hat :bg: - und das wäre der interessanteste Teil gewesen *gg*

Was "totes Salz" angeht, im Prinzip stimmt das schon, nur hat das nichts mit irgendwelchen mystischen Atomveränderungen zu tun, sondern liegt einfach an der Reinheit unseres Salzes. Früher konnte ich mir Salz ins Essen kippen und habe gleich 100 andere Mineralien mitgeliefert bekommen, heute ist es halt ziemlich reines NaCL....

my 2 cents
Thorben

david0815
10.02.2004, 09:34
zum "toten Salz"

full ACK, aber wir haben heute so ein Nahrungsmittelangebot, dass man auf die paar Mineralien aus dem Salz nicht wirklich angewiesen ist.
Und der Esoterische Hokuspokus da drum rum ist zu verdammen!

Was mich nur immer wieder überrascht ist die Tatsache, dass Leute die sich für aufgeklärt halten auf solche Sachen hereinfallen ( um das mal so auszudrücken). Besonders anfällig dafür sind Ärzte! (Meine Beobachtung) Man braucht nur mal an Magnetfeldtherapie zu denken,...
Heutzutage hat jeder Zugang auf jede erdenkliche Information (zumindest fast) und trotzdem glaubt man an wissenschaftlich gesehen unmögliches. Hat wahrscheinlich etwas mit Sinnsuche und sinnentleertem Sein zu tun (ojeoje).

Die Automobiler sollten aber vorher schon gewußt haben, dass das nicht geht. Die müssten ja alle thermodynamik gemacht haben.

so far

David

Nicht übertreiben
10.02.2004, 09:51
Ich habe mich zwar mit Magnetfeldtherapie noch nicht beschäftigt, aber ich denke schon, dass man mit Magneten den Körper beeinflussen kann. Immerhin läuft in unseren Nervenbahnen etc. ziemlich viel elektronisch ab und ein Magnetfeld beeinflußt diese Ströme. Das man sich nicht besser fühlt wenn man sich nen Magneten ans Handgelenk schnallt ist klar, aber ich denke professionell angewendet kann das schon etwas bewirken!

Thorben

david0815
10.02.2004, 09:58
Da kann ich nur meinen Prof Wrachtrup http://www.physik.uni-stuttgart.de/institute/pi/3/person/?P=Wrachtrup aus der Exp.-Physik-Vorlesung zitieren:

Wenn sie eine Magnetfeldtherapie brauchen und die Praxisgebühr sparen wollen kommen sie bei uns vorbei, wir machen das umsonst und es hat die gleiche Wirkung!

Sein Forschungsschwerpunkt ist übrigens Bio-Physik!

mfg

David

Nicht übertreiben
10.02.2004, 10:05
Dann frag ihn mal ob Magnetfelder einen Einfluß auf den menschlichen Körper haben...ich bin zwar kein Physiker, aber ich weiß wie Magnetfelder sich auf Leiterbahnen auswirken (naja, halt Physik-Grundlagen *gg*) Daher kann ich mir nicht vorstellen, dass man damit nichts bewirken können soll. Die frage ist ob man das heute schon sinnig einsetzten kann, er hat ja nicht gesagt das es nicht gehen kann, sondern das es (noch) nicht geht

felö
10.02.2004, 12:33
Ich vermute bei der Magnetfeldtherapie handelt es sich um etwas Ähnliches wie die Bioresonanztherapie. Einfach super, es handelt sich dabei um eine eierlegende Woll-Milch-Sau: Man kann mit einer Blackbox gleichzeitig eine Diagnose stellen, die Therapie durchführen und den Erfolg überprüfen, super :shock: . Ich vermute die wenigsten Ärzte, die diese Therapie durchführen, glauben daran, aber es ist unglaublich lukrativ, weil´s die Patienten aus eigener Tasche bezahlen (der Erfog wurde durch Doppel-Blind-Studien widerlegt). Ich konnte selbst einen Patienten kennenlernen, dessen Eltern 15000 (!) DM für die Therapie bezahlt haben - ohne Erfolg :bash: .

Felö